Schließe mich meinem Vorredner an.


    Du musst dir kein schlechtes Gewissen einreden lassen weil du nunmal anders fühlst/andere Vorstellungen hast als sie.


    Du bist ihr ja entgegen gekommen aber sie möchte nicht die Verantwortung für ihre Entscheidung übernehmen, du sollst es wollen dir das Kind wünschen - dann wäre es nämlich auch deine Schuld wenn es sich doch als Fehler heraus stellt.


    Ihr habt bereits 3 Kinder, daher kann ich nur schwer nachvollziehen warum dies so ein starkes Thema ist. Für mich hört es sich auch so an als wollte sie etwas kompensieren. Evt. hat sie einfach Angst davor, dass die Kinder groß werden und sie nicht mehr gebraucht - da wäre ein Baby eine gute Lösung.

    @ hatschipu

    Zitat

    Ich will dir keine Angst machen, aber möchte dir raten, dem nur zuzustimmen, wenn du wirklich dahinter stehst. Alles andere wäre dem Kind gegenüber unfair. Mir tut mein Kind manchmal schon leid, weil es nie so "verehrt" wurde wie sein Bruder. (das älteste Kind habe ich mit in die Beziehung gebracht) Selbst bei den Großeltern väterlicherseits wurde das Kind immer anders behandelt. Das hat kein Kind verdient.

    Vielen Dank für Deinen Rat. Ich gebe Dir vollkommen recht: so etwas hat kein Kind verdient.


    Ich bin mir aber sehr sicher, dass das Kind keinerlei Nachteile (durch mich) hätte. Ich würde das Kind lieben, wie die anderen drei auch. Ich kann aber nicht 100%ig garantieren, dass sich in schweren Zeiten keine negativ behafteten Gefühle gegenüber meiner Frau entwickeln könnten... :-/


    Die Großeltern rechnen bei uns sicherlich überhaupt nicht mehr mit Nachwuchs. Die wären sehr überrascht, aber dass sie das Kind ablehnen könnten, hab ich bisher noch überhaupt nicht in Betracht gezogen. Vielen Dank für diesen Gedankenanstoß...

    @ Purplelike

    Ich kann verstehen, weshalb bei Dir dieser Beigeschmack entsteht.


    Es kann durchaus sein, dass sie dieses Gefühl des "gebraucht werdens" unbedingt aufrecht erhalten möchte.


    Deine Tipps mit Teilzeitjob usw. hören sich gut an. Ihr dies allerdings zu vermitteln, halte ich für schwierig. Vielleicht kann ich bei der nächsten Gelegenheit ganz unverfänglich dieses Thema (Job als Tagesmutter, ...) anschneiden. :)^

    @ fraeuleingala

    dieses Zeitproblem hat sich mittlerweile etwas entspannt. Von daher würde es wohl nun kein so großes Problem mehr darstellen. Allerdings ist auch erkennbar, dass die Kinder (v. a. die beiden Großen), dieses entspanntere Zeitmanagement sehr genießen. Ihnen das wieder quasi zu entziehen, bereitet mir großes Unbehagen.

    @ clairet

    Ich glaube, sie hofft, dass ich meine Meinung noch ändern könnte, sobald wir mal ruhigere Zeiten erleben. Auch wenn ich ihr in Diskussionen immer wieder sage, dass ich mit unseren drei Kindern ausgefüllt bin...

    @ CoteSauvage

    Zitat

    Ich sehe keine Zwickmühle. Sie will nur dann ein 4. Kind wenn auch du es wirklich willst. Du willst kein 4. Kind.

    Du hast recht - wenn man das Ganze auf diese Aussagen runterbricht, dann ist "Zwickmühle" das falsche Wort.


    Man könnte das jetzt natürlich so stehen lassen, allerdings weiß ich eben um die Gefühle meiner Frau und dass sie deshalb (zumindest phasenweise) sehr unglücklich ist. Daher kann ich mich nicht hinstellen und so tun, als sei alles gut. Das ist mein Dilemma.

    @ Nadenia

    Zitat

    Du bist ihr ja entgegen gekommen aber sie möchte nicht die Verantwortung für ihre Entscheidung übernehmen, du sollst es wollen dir das Kind wünschen - dann wäre es nämlich auch deine Schuld wenn es sich doch als Fehler heraus stellt.


    Ihr habt bereits 3 Kinder, daher kann ich nur schwer nachvollziehen warum dies so ein starkes Thema ist. Für mich hört es sich auch so an als wollte sie etwas kompensieren. Evt. hat sie einfach Angst davor, dass die Kinder groß werden und sie nicht mehr gebraucht - da wäre ein Baby eine gute Lösung.

    Beim ersten Absatz gebe ich Dir vollkommen recht. Es ist unfair, einerseits eine lebensverändernde Entscheidung herbeiführen, aber andererseits die Verantwortung für diese Entscheidung mindestens zur Hälfte abgeben zu wollen. U. a. in diese Richtung werde ich bei der nächsten Diskussion (die 100%ig kommen wird) auch argumentieren.


    Den zweiten Absatz sehe ich gemischt... ich kann schon nachvollziehen, weshalb man auch mit drei Kindern noch mehr Kinder möchte. Ich finde, da gibt es keine Grenze, wann man sich keine weiteren Kinder mehr wünschen "darf".


    Sie hat andererseits aber durchaus Angst vor dieser Zeit, in der uns die Kinder nicht mehr (so intensiv) brauchen. Sie fürchtet sich davor, dass sie alle mal, sobald ausgezogen, den Kontakt auf ein Minimum reduzieren könnten. Das wäre sehr schlimm für sie. In wie weit sie das aber mit einem weiteren Baby zu kompensieren versucht, kann ich nicht beurteilen. Ihr müsste doch auch klar sein, dass dieses Baby nicht ewig ein Baby bleibt. Das Problem bzw. die Ängste würden nur um weitere (wenige!) Jahre hinausgeschoben...


    Es ist und bleibt aktuell ein Hin und Her. Klare Ansagen habe ich eigentlich schon gemacht. Schwierige Scheiß-Situation. X-

    Falls es sich bei dem Wunsch nach einem 4. Kind wirklich "nur" um das Gebrauchtwerden handelt, sehe ich da ein Problem. Denn wenn das 4. Kind dann auch 3 oder 4 Jahre alt ist, kommt das Problem wieder hoch, und Deine Frau kann ja nicht ständig mit einem weitern Kind nachlegen. Zudem wäre das dann doch ehr "ein Benutzen des 4. Kindes" gegen ein bestimmtes Problem bzw. um ein Problem zu kompensieren. Und dafür sollte ein Kind nicht geboren werden.


    Ich plädiere gegen das vierte Kind.

    Zitat

    Ich habe mittlerweile klar kommuniziert, dass ich mit unseren drei Kindern vollkommen "ausgefüllt" und glücklich bin.


    Meine Vorbehalte/Ängste/sonstigen Argumente kennt sie zu Genüge, das haben wir mehrmals diskutiert.


    Ich habe nun auch schon angeboten, dass wir ein weiteres Baby bekommen können, wenn sie fest der Meinung ist, dass wir das schaffen und wenn sie nur so endgültig "ausgefüllt" und glücklich sein kann.

    Ich sehe das Problem momentan ganz bei dir und in deiner unklaren Kommunikation (siehe oben).


    Entweder du willst ein viertes Kind, dann darfst du dabei keine anderen Maßstäbe anlegen, als bei den drei Kindern zuvor.


    Oder du willst eben kein viertes Kind, dann sage dies auch eindeutig so.


    Nüchtern und mit Abstand betrachtet sind die Gründe warum deine Frau ein viertes Kind will nicht stichhaltig. Ein viertes Kind wird ihr nichts geben, was die drei Anderen nicht geben könnten oder schon gegeben haben. Deshalb sind ihr Gründe nur emotional begründbar und du lässt dich auf emotionale Diskussionen ein.


    Du lässt dir von deiner Frau ein schlechtes Gewissen einreden und das nutzt sie aus. Da hilft nur nicht nur zu sagen, dass du mit euren drei Kindern glücklich bist sondern eben genau zu sagen, dass du kein viertes Kind willst. Du musst die Kommunikation auf die rationale Ebene zurückholen sonst wird es eine Story die dich solange begleitet bis es biologisch nicht mehr möglich ist, mit der Gefahr, dass dadurch noch größerer Schaden entsteht.


    Der jetzige Situation ist für euch Beide nicht gut.

    Zitat

    Sie hat andererseits aber durchaus Angst vor dieser Zeit, in der uns die Kinder nicht mehr (so intensiv) brauchen. Sie fürchtet sich davor, dass sie alle mal, sobald ausgezogen, den Kontakt auf ein Minimum reduzieren könnten.

    Wir haben dir schon von Anfang an gesagt, dass deine Frau da ein psychisches Problem hat, das sie nicht durch ständige Nachproduktion von Kindern lösen kann. Und dein Pobkem ist dass du keineswegs klar kommunizierst und dass du dich von ihr vor ihr hertreiben lässt.

    Zitat

    Nüchtern und mit Abstand betrachtet sind die Gründe warum deine Frau ein viertes Kind will nicht stichhaltig. Ein viertes Kind wird ihr nichts geben, was die drei Anderen nicht geben könnten oder schon gegeben haben.

    Das würde ich so nicht sagen. Ich selbst kenne eine Frau, die nach dem dritten Kind gesagt hat, "sie fühle sich noch nicht vollständig". Sie bekamen noch ein viertes und das Thema war vom Tisch. Ab da hat es gepasst. Aber der Mann war auch nicht dagegen.

    Zitat

    Deshalb sind ihr Gründe nur emotional begründbar und du lässt dich auf emotionale Diskussionen ein.

    Kinderwunsch sehr emotional und auch irgendwie direkt körperlich, so habe ich das erlebt. Vernunftgründe gibt es allenfalls dagegen, dafür eher weniger.

    Zitat

    Man könnte das jetzt natürlich so stehen lassen, allerdings weiß ich eben um die Gefühle meiner Frau und dass sie deshalb (zumindest phasenweise) sehr unglücklich ist. Daher kann ich mich nicht hinstellen und so tun, als sei alles gut. Das ist mein Dilemma.

    Deine Frau akzeptiert kein Nein. Muss sie auch nicht, weil sie eine Frau ist.


    Bei uns Männern ist es anders: Für uns gilt die Regel "Nein heißt nein".


    Das ist Dein "Dilemma".

    @ Monika65

    ;-)

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für Eure Kommentare und die darin enthaltenen Denkanstöße.


    Ich gebe Euch durchaus Recht: wenn ich auf einem glasklaren "Nein"-Standpunkt wäre und bliebe, dann würden wir kein viertes Kind bekommen und meine Frau müsste damit zurecht kommen.


    Mit dieser klaren, vielleicht auch "radikalen" Haltung habe ich allerdings so meine Probleme. Ich würde sie damit tief verletzen und das möchte ich nicht.


    Meine Hoffnung wäre gewesen, dass sich meine Frau durch meine Aussagen und Argumente von meiner Sicht überzeugen lässt. Das hat leider nicht geklappt.


    Ich glaube ich brauche mal ein paar Tage Abstand von der Thematik (sofern meine Frau das zwischenzeitlich nicht auf den Tisch bringt) und muss mich dann nochmals neu sortieren. Ihr habt mir hier jedenfalls viele Blicke über den Tellerrand verschafft. Herzlichen Dank dafür.


    Sobald es wieder etwas gibt, was einen für beide Seiten interessanten Austausch bringen könnte, melde ich mich wieder. @:)

    Zitat

    Mit dieser klaren, vielleicht auch "radikalen" Haltung habe ich allerdings so meine Probleme. Ich würde sie damit tief verletzen und das möchte ich nicht.

    Mit einem nein auf Raten kommt eine Verletzung auf Raten. Das heißt zwar, die Verletzung ist im Moment nicht so schlimm, aber die Heilung kann gar nie eintreten, weil die Wunde immer aufs Neue aufreißt.


    Überleg Dir mal, ob das wirklich besser ist.

    Mir fallen nur wenige rationale Gründe für Kinder ein. Also, eigentlich kaum einer. Vielleicht Sicherung der Erbfolge? Erhaltung des Genpools? In der dritten Welt noch Altersabsicherung und Arbeitskraft. Ansonsten sehe ich da nur emotionale Gründe. Und natürlich versteht auch eine Frau ein "nein", dummer sexismus, echt.


    Und der Te kommuniziert in meinen Augen eben kein klares "nein", haben andere ja auch schon festgestellt.

    @ Alias:

    Ich habe den kompletten Thread gelesen und das hier

    Zitat

    Sie fürchtet sich davor, dass sie alle mal, sobald ausgezogen, den Kontakt auf ein Minimum reduzieren könnten. Das wäre sehr schlimm für sie. In wie weit sie das aber mit einem weiteren Baby zu kompensieren versucht, kann ich nicht beurteilen. Ihr müsste doch auch klar sein, dass dieses Baby nicht ewig ein Baby bleibt. Das Problem bzw. die Ängste würden nur um weitere (wenige!) Jahre hinausgeschoben...

    verleitet mich nun doch dazu, mich auch einzumischen. ;-)


    Sollte dies wirklich eine ihrer Befürchtungen sein, hier ein Tipp/Aufhänger für eure nächste Diskussion:


    Da könnte man jetzt gut dort ansetzen, dass aktuelle Familien(zusammen)leben zu festigen, den Kindern möglichst viel bieten können (damit meine ich jetzt nicht mal finanziell, sondern eher auf emotionaler Ebene...viel Zeit schenken, immer dazusein, etc.) und so bestmögliche Familienverhältnisse zu schaffen. Das ist es doch, worauf es innerhalb der Familien-Bande ankommt. Und darauf würde ich den Focus legen!


    So etwas in der Art würde ich ihr entgegenbringen!


    ??Meine persönliche Meinung zu eurem "Dilemma" ist ebenfalls, dass man das Schicksal nicht herausfordern sollte! Ihr habt drei gesunde Kinder (das Jüngste dürfte, meine ich, altersbedingt auch schon eine Risikoschwangerschaft gewesen sein... Oder täusche ich mich da gerade!?) Das ist mehr, als man sich wünschen kann! Vllt. wird es deine Frau auch noch einsehen...Du hast ja schon eine sehr vernünftige Ansicht, was das ganze Thema betrifft, könntest allerdings etwas konsequenter ggü. deiner Frau auftreten. Wie meine Vorrednerin schon schrieb: Ein "nein" auf Raten macht es nicht besser, im Gegenteil??

    Zitat

    natürlich versteht auch eine Frau ein "nein", dummer sexismus, echt.


    Und der Te kommuniziert in meinen Augen eben kein klares "nein", haben andere ja auch schon festgestellt.

    Ja, sie versteht es. Aber sie muss es nicht akzeptieren, sondern der Mann muss sein "Nein" klarer kommunizieren.


    Umgekehrt ist es anders. Wenn ein Mann ein "Nein" nicht versteht, muss er besser in die Frau hineinfühlen, selbst wenn sie nichts gesagt hat.


    Das ist in der Tat Sexismus.

    Der Mann kommuniziert in meinen saugen kein "nein", sondern keine Botschaft, ein "vielleicht" möglicherweise.


    Und meine Ahnung, was dein vorletzter Absatz soll. Gilt für beide Geschlechter.

    Ich finde den Standpunkt des TE sehr klar. So klar, dass es klarer nicht geht.


    Wie klar er ihn gegenüber seiner Frau rübergebracht hat, kann ich selbstverständlich nicht wissen.


    Aber wenn Ihr den Standpunkt des TE nicht klar findet, kann ich das nicht nachvollziehen.