Nein, solche Leute glauben beispielsweise, dass der Konflikt nur aufgeschoben wird und das Problem des Nicht-Abnabeln-Könnens dann in zwei Jahren erneut die Beziehung enorm belastet. Deswegen sollte dieser Konflikt meines Erachtens jetzt gelöst und nicht aufgeschoben werden

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    Nein, solche Leute glauben beispielsweise, dass der Konflikt nur aufgeschoben wird und das Problem des Nicht-Abnabeln-Könnens dann in zwei Jahren erneut die Beziehung enorm belastet. Deswegen sollte dieser Konflikt meines Erachtens jetzt gelöst und nicht aufgeschoben werden

    Wer ein 4. Kind möchte hat also in jedem Fall ein Problem und einen inneren Konflikt den er mit dem 4. Kind zu kompensieren versucht? Sagt wer? Wieso kann es nicht auch einfach ein natürliches Bedürfnis sein?

    Gut, ich verstehe, dass diese Info für einige von Euch wichtig ist. :-)


    Daher nochmal:


    nach dem 4. Kind wäre definitiv Schluss.


    Das schreibe ich nicht, um die Diskussion "was kommt dann nach dem 4. Kind? Wer garantiert, dass die Frau dann nicht ein 5. oder 6., oder x. wollte?" abzuwürgen, sondern weil es einfach Fakt ist.


    Aufgrund der Wiedererkennungsgefahr (ich habe nicht aus Spaß als "Alias" geschrieben) möchte ich die Gründe dafür nicht offenlegen. Sie sind nicht sensationell, sondern völlig "normal" und plausibel.


    Ich möchte Euch bitten, dies zu respektieren.


    Okay? @:)

    Sommerkind, bitte lies das, was ich geschrieben habe, im Kontext zu den Antworten von alias und der Begründung seiner Ehefrau. Dann brauchst du auch in meine Worte nichts reininterpretieren, was in diesen nicht steht.

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    Sommerkind, bitte lies das, was ich geschrieben habe, im Kontext zu den Antworten von alias und der Begründung seiner Ehefrau. Dann brauchst du auch in meine Worte nichts reininterpretieren, was in diesen nicht steht.

    Ja, Alias VERMUTET, dass deine Theorie mit der fehlenden Abnabelung stimmen könnte. Er ist allerdings auch jemand der gerne eine Begründung von seiner Ehefrau möchte, warum diese eine 4. Kind möchte. Am liebsten mit sachlichen, rationalen Argumenten, die er nachvollziehen kann.


    Er wird also vielleicht viele Theorien bzw. Begründungen "schlucken", solange sie für ihn Sinn ergeben. Der Mensch will begreifen und verstehen. Nicht jedes Gefühl eines anderen kann man aber selbst verstehen.


    Warum gibt es Menschen die viele Kinder wollen und andere, die überhaupt keinen Kinderwunsch verspüren? Warum gibt es Menschen die ständig hungrig sind und solche, die fast nichts essen? Menschen die 10 Stunden täglich schlafen und solche, die nur 4 Stunden Schlaf brauchen?


    Menschen sind verschieden, Gefühle sind verschieden, nicht alles kann man rational begründen oder psychologisieren.

    Dieser Diskurs wird notwendig sein - da kommen beide nicht dran vorbei. Und ich habe nicht den Eindruck, dass sich alias mit den Argumenten nicht auseinander setzt, auch auf emotionaler Ebene.

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    Und ich habe nicht den Eindruck, dass sich alias mit den Argumenten nicht auseinander setzt, auch auf emotionaler Ebene.

    Das stimmt, da hast du Recht, er beschäftigt sich mit den Gründen für ihren Kinderwunsch, und das ist mehr als viele andere tun. Ich finde es gut das er versucht, seine Frau zu verstehen, auch wenn ich zu bedenken gebe, dass es ihm vielleicht nie ganz gelingen wird, das WARUM zu verstehen, weil man manche emotionalen Dinge nicht sehr überzeugend rational erklären kann.


    Meine "Standpauke" richtete sich auch nicht gegen ihn sondern eher gegen diejenigen, die hier andeuteten, der Wunsch seiner Frau wäre in jedem Fall abnormal, ein Problem, ein egoistischer, kindlicher Wunsch ohne rationale Grundlage, und müsste irgendwie "therapiert" werden. Diese Denkweise halte ich für gefährlich, stellt sie doch Alias als den "Normalen" hin mit seinen rationalen Argumenten gegen ein 4. Kind, und seine Ehefrau als die zu emotionale, die nichteinmal stichhaltige Argumente PRO 4. Kind vorweisen kann. Während es sich hier meiner Meinung nach einfach um einen Interessenskonflikt bzw. unterschiedliche Bedürfnisse und Gefühle handelt, sollte man aufpassen, den TE nicht in eine Lage zu versetzen in der er den Gefühlen seiner Frau überheblich gegenübersteht bzw. sich aufgrund zahlreicher Zustimmungen hier im Faden im "Recht" sieht.


    Es gibt hier kein richtig und falsch, niemand hat mehr "Recht" als der andere. Es gibt 2 unterschiedliche Wünsche ohne einen richtigen Kompromiss. Die Situation ist schwierig, und sie wird nicht leichter oder eindeutiger, indem man einen zum vernünftigen Rationalisten, den anderen zum unvernünftigen emotionalen Quengler ernennt. Darum ging es mir.

    @ Alias

    Ich war einige azeit nicht hier und habe nun den aktuellen Status nachgelsen.


    Du hast also mit deiner Frau gesprochen und weist nun, dass es rein emotionale Gründe sind warum sie ein weiteres Kind will.


    Ich sehe es als äußerst schwierig an eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden, da deine Argumente rein rationaler Natur sind.


    Wie ich schon geschrieben habe, stehe ich eher auf deiner Seite. Es gibt keinen rationalen Grund für ein viertes Kind. Das Argument, dass euer drittes Kind einen süeilkmeraden haben soll, weil es von seinen beiden Geschwiatern von Alter etwas weiter entfernt ist, kann keine Begründung sein.


    Ich finde das Verhakten deiner Frau ziemlich ehoistisch und zwar nicht nur dir sondern auch eurer drei Kinder gegenüber. Sie sollte glücklich sein drei gesunde Kinder zu haben und allein des Schwangerschaftsgefühkes wegen ein viertes zu wollen ist zeimlich daneben.


    Es klingt ja fast schon wie eine Sucht und Süchtige neigen dazu das Ausleben ihrer Sucht ohne Rücksicht auf die daraus entstehenden Folgen durchzuziehen.


    In ihrer Welt ist alles rosarot und sie geht dacon aus, dass das vierte Kind ebenfalls gesung wäre. Es kann aber auch anders kommen und ich kenne Fälle bei denen das letzte Kind eben nicht gesund war und dadurch das ganze Leben der Familie auf den Kopf gestellt wurde. Das wünsche ich niemandem, aber man sollte allein diese Möglichkiet in einem Fall wie eurem im Hinterkopf haben.


    Deshalb empfehle ich dir die Langzeitfolgen einer pro oder contra Entscheidung zu überlegen.


    Lehnst du ein viertes Kind ab, wird sich deine Frau, wenn sie dich liebt und das Glück ihrer Familie will, damit abfinden. Ihr werdet tolle Zeiten mit euren Kinder haben und hiffentlich später auch als Paar neu zueinanderfinden.


    Setzt sich deine Frau durch, werdet ihr nach frühestens neun Monaten wissen, ob mit eurem Kind alles ok ist. Ist es gesund werdet ihr eure langsam zurückkehrende gemeinsame Zeit für mindestens weitere drei Jahre wieder verlieren. Ist es nicht gesund werdet ihr vielleicht nie mehr geminsame Zeit haben sondern euer Leben lang nur nich Vater und Mutter sein.


    Kommt es dazu werden auch eure drei Kinder darunter leiden, dass muss dir bewusst sein.


    Ich würde dieses Risiko nicht eingehen.Wenn dich deine Frau doch rumkriegen sollte, so wünsche ich euch dennoch dass alles gut geht und euer Kind gesund ist.

    Naja, es jetzt als verantwortungslos hinzustellen, ein viertes Kind zu kriegen, weil damit etwas sein könnte, finde ich nun aber auch etwas weit hergeholt. Mit dem Argument dürfte man ja immer nur eins bekommen. Würdest du das dann auch Eltern sagen, die sich einig sind, daß sie vier Kinder wollen? Oder fünf?


    Das Problem hier ist doch, daß - nachdem sie sich offensichtlich 3x mal einig waren - beim vierten die Meinungen auseinander gehen. Und daß man heutzutage die Entscheidung gegen ein Kind treffen kann. Ich bin nach wie vor der Meinung, daß man sich besser nicht zu einem Kind "überreden" lassen sollte, weil das einfach im weiteren Leben zu sehr unschönen Situationen führen kann (wenn dann nämlich der eine dem anderen das vorwirft nach dem Motto "ich wollte dieses Kind eh nicht"). Aber wenn man das Kinderkriegen in unserer Umwelt ganz rein rational nach Risikogesichtspunkten angeht ... oje, da kommen nicht viele Kinder bei raus...

    Hallo Zusammen,


    nach ca. einem halben Jahr Pause, melde ich mich wieder zum Thema.


    Erstmal vielen Dank an alle, die sich in der Zwischenzeit noch gemeldet haben.


    Ich ziehe aus den Antworten hier viel Nützliches! :)^ @:)


    Leider sind wir bei der ganzen Sache noch nicht wirklich weiter.


    Das Thema kommt immer mal wieder auf den Tisch. Manchmal scheint es so, als wäre sie selbst der Meinung, dass es - so wie es jetzt ist - am besten ist. Mittendrin kommt dann aber wieder eine Phase, in der sie sehr unglücklich ist, weil der Wunsch nach dem 4. Kind so stark ist.


    Ich habe mittlerweile klar kommuniziert, dass ich mit unseren drei Kindern vollkommen "ausgefüllt" und glücklich bin.


    Meine Vorbehalte/Ängste/sonstigen Argumente kennt sie zu Genüge, das haben wir mehrmals diskutiert.


    Ich habe nun auch schon angeboten, dass wir ein weiteres Baby bekommen können, wenn sie fest der Meinung ist, dass wir das schaffen und wenn sie nur so endgültig "ausgefüllt" und glücklich sein kann.


    Das ist ihr aber "zu wenig", weil sie Angst hat, dass ich ihr das Ganze dann irgendwann zum Vorwurf mache. Sie wünscht sich, dass ich das 4. Kind genau so vorbehaltlos möchte wie sie.


    Aber ich kann doch nicht plötzlich sagen: okay, dann wünsche ich mir halt auch noch ganz fest unbedingt ein viertes Kind!? :-|


    Ich bin in einer ganz fiesen Zwickmühle... %:|

    Ich verstehe den Kinderwunsch schon, mein Drittes habe ich mir auch sehnlichst gewünscht. Leider nur ich. Mein Mann ist mitgezogen, stand aber nicht wirklich dahinter.


    Das klingt jetzt furchtbar. Ich liebe mein Kind über alles, aber im Nachhinein denke ich, wäre es wahrscheinlich besser gewesen es nicht zu tun. Er tat sich schwer damit das Kind und die Nachteile, die damit verbunden sind, anzunehmen. Die Ehe hates leider auch nicht überstanden und das war auch einer der Gründe dafür.


    Ich will dir keine Angst machen, aber möchte dir raten, dem nur zuzustimmen, wenn du wirklich dahinter stehst. Alles andere wäre dem Kind gegenüber unfair. Mir tut mein Kind manchmal schon leid, weil es nie so "verehrt" wurde wie sein Bruder. (das älteste Kind habe ich mit in die Beziehung gebracht) Selbst bei den Großeltern väterlicherseits wurde das Kind immer anders behandelt. Das hat kein Kind verdient.

    Phu, ich könnte dieses Ausmaß verstehen, wenn noch gar keine Kinder oder nur eines da wäre/n.


    Und ich halte es nur für vernünftig, wenn du bei deinen Gefühlen bleibst, lieber TE.


    Das hat bei mir von Anfang an den Beigeschmack: "Ich will ein Kind, weil ich es nicht ertragen kann, nicht mehr als Mutter gebraucht zu werden. Solange ein Kind in meinem Bauch ist oder auf meinem Arm und es nur eines selbständig kann, nämlich atmen, ist es abhängig von mir und das ist es, was ich brauche."


    Fragt mich nicht wieso.... Aber mir fehlen einfach die Begründungen, für diesen krassen Wunsch für ein weiteres Kind, wenn man eh schon so ziemlich ausgefüllt ist.


    Ggf. wäre statt einem Kind ein Teilzeitjob in einer Einrichtung gut, in dem sie mit Kleinkinder zu tun hat.


    Oder vielleicht wäre hier die Überlegung nicht schlecht, sich als "Auffangmutter" oder so was fürs Jugendamt anzubieten, da gibt's doch so was sicherlich auch.

    Zitat

    die Zeit, die für die Kinder bleibt, ist sowieso schon sehr wenig. Wie soll die Zeit reichen, wenn es noch ein Kind mehr ist?

    Kein viertes Kind. Nutzt die Zeit, die ihr für sie habt und belastet euch und auch eure Kinder nicht mit einem weiteren. Man muss eine Grenze ziehen und darf nicht immer aus reinem Egoismus handeln, nur weil man mehr will.

    Ich geh mal stark davon aus, dass sich daran nichts geändert hat:

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    Fazit: sie fühlt sich einerseits noch nicht komplett und ist der Meinung, ein 4. Kind würde die Familie quasi komplettieren.


    Andererseits hat sie gemeint, dass das Schwanger sein und die Zeit mit Baby für sie immer so schön war und sie es gerne noch ein letztes Mal erleben würde.

    Das passt zu dieser "Logik":

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    Das ist ihr aber "zu wenig", weil sie Angst hat, dass ich ihr das Ganze dann irgendwann zum Vorwurf mache. Sie wünscht sich, dass ich das 4. Kind genau so vorbehaltlos möchte wie sie.


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    Ich bin in einer ganz fiesen Zwickmühle...

    Ich sehe keine Zwickmühle. Sie will nur dann ein 4. Kind wenn auch du es wirklich willst. Du willst kein 4. Kind.