Noch nie solchen Liebeskummer gehabt.

    Ich weiß nicht, warum ich mich hier angemeldet habe. Verzweiflung? Auf der Suche nach jemandem, der mir den Kopf wäscht? Ich weiß es nicht.


    Bevor ihr jetzt denkt "Oh mein Gott, nicht schon wieder jemand, der krampfhaft an etwas Vergangenem festhält und nicht loslassen kann". Aber ganz so ist es nicht, zumindest in meinen Augen.


    Ich habe SIE vor einem Jahr kennengelernt, den Menschen bei dem von Anfang an alles anders war - bei dem ICH ganz anders war, als ich es sonst von mir kannte. Gleich beim zweiten Treffen hat es BOOM gemacht (schon völlig untypisch für mich, ich brauche sonst mehrere Monate Kennlernzeit). Wir waren nie mehr als flüchtige Bekannte, haben ein paar Abende zusammen verbracht mit ein paar Freunden und die Nächte durchgefeiert. Ich weiß nicht, warum ich so fasziniert von ihr bin. Sie mochte mich, das habe ich von einer Freundin erfahren, sie hatte mich gerne dabei. Mehr war da nie, egal wie sehr ich mir das gewünscht habe und ich habe akzeptiert, dass sie frisch verliebt und glücklich ist. Was blieb mir anderes übrig? Niemals würde ich mich in fremde Beziehungen einmischen und egal wie paradox und komisch das klingt, ich war zumindest zufrieden darüber, dass sie glücklich ist. Ich hatte die Art von Verliebtsein bei der man weder schlafen, noch essen konnte. Irgendwie hat sich alles um SIE gedreht, meine Gedanken sind (egal in welcher Situation) zu ihr gewandert. Meine Aufmerksamkeitsspanne für andere Dinge glich einer Fliege und ich bin oft so unruhig und nervös geworden - als hätte ich permanent zu viel Kaffee getrunken. Das kannte ich von meinem vorherigen Verliebtsein nicht. Selbst in den unmöglichsten Situationen dachte ich an sie.


    Jedenfalls wollte ich darüber hinwegkommen, ich hielt mich von Treffen fern, wo sie auch kommen sollte und ihr glaubt nicht wie schwer mir das fiel. Als würde man mich in 2 Teile reißen. Ich wusste aber, dass es das Beste ist. Ich löschte ihre Nummer und deaktivierte mein Facebook, um mich nur auf mich zu konzentrieren. Ich ging regelmäßiger zum Sport, traf' mich mit anderen Freunden und versuchte alles, um auf andere Gedanken zu kommen. Es klappt nicht. Sie ist immer in meinem Kopf wie ein Schatten und egal was ich tue oder mache, sie verschwindet nicht. Mittlerweile kann ich wieder besser schlafen, doch jetzt wird mir richtig übel, wenn ich an sie denke. Also so richtig mit Würgereiz und dem Gefühl, als würde ich mich gleich übergeben. Am liebsten würde ich auswandern. Ich bilde mir auch ein sie ständig zu sehen, dabei sind das nur Leute, die ihr ähnlich sehen. Oder das ihr Auto gerade an mir vorbeigefahren ist. Diese Gedanken kommen ohne das ich sie aufhalten kann. Selbst wenn mir mal ein ganzer Tag Ablenkung gelungen ist, dann liege ich abends im Bett und zack, ist sie wieder da und mir wird wieder übel.


    Was zum Teufel ist das?

  • 13 Antworten

    Das ist ganz einfach schrecklicher Liebeskummer. Kenne ich auch - nur war ich mit der Person zusammen und extrem verliebt, als wir uns trennten.


    Mir ging es ähnlich wie dir - Übelkeit und Würgereiz, wenn ich an die Person dachte.


    Ich hatte in der Anfangsphase drei Grundsätze, um durch den Tag zu kommen: 1. Aufstehen 2. Tag irgendwie überleben und 3. nicht melden. Klingt im Nachhinein ganz schön dramatisch, war aber hilfreich ;-D


    Ich kann dir sagen, wie ich darüber hinweg gekommen bin: Gefühle und Trauer zulassen, mit Vertrauten sprechen.


    Echte Freunde hören dir auch zu, wenn du zum zehnten Mal die gleiche Story erzählst. Such dir Ablenkung und meide weiter den Kontakt.


    Ich hab Briefe geschrieben, die ich nie abgeschickt habe. Und dann wurde es stetig besser, bis ich eine neue Liebe kennengelernt habe. Nun kann ich an die schönen Zeiten zurückdenken - ich habe mich längst entliebt.


    Und das wird bei dir auch so sein, gib dir die Zeit.

    Du hast eigentlich schon sehr vieles richtig gemacht um von ihr loszukommen und ich schließe mich dem Ratschlag von Imma an .


    Wenn du gute Freunde hast denen du von deinen Gefühlen erzählen kannst so ist das sehr viel wert und es hilft dir sie irgendwann leichter loszulassen .


    Ich weiß wie du dich fühlst habe gerade ähnliches durch und ich bin noch immer nicht ganz über ihn hinweg .


    Aber es wird besser glaube mir .


    Ich wünsche dir alles Gute und liebe Menschen die dir da ein Stückweit mit durchhelfen :)*

    Was gefällt dir denn so an ihr? Was hat sie, was dich so aufwühlt, dass du ohne sie, dich nicht mehr ganz fühlst? Ich glaube nicht an romantische Liebe, aber an das ergänzen oder ausgleichen von positiven und weniger positiven Eigenschaften, die sich gegenseitig anziehen, wie die Motte das Licht.


    Oder ihr wart im vergangenen Leben ein Paar? ;-) ;-D

    Wie lange versuchst du denn schon, dich zu entlieben?


    Und kann es sein, dass die Intensität deiner Gefühle dich ängstigt? Das ist ja das erste Mal, dass du so krass fühlst, und vielleicht schwingen da ja auch Ängste mit... Was passiert, wenn es nicht weggeht? Was passiert, wenn du dich nie wieder so doll verliebst?


    Ich könnte mir vorstellen, dass solche und ähnliche Ängste, die aus deinem Text mitschwingen, eine Verarbeitung erschweren, weil du nicht richtig loslassen kannst.


    Ich mache gerade Ähnliches durch, auch wenn mehr auf freundschaftlicher Ebene als auf romantischer. Aber auch das kann hart sein, wenn man ein Mensch ist, für den Freunde eine Art Familie sind.


    Ich glaube, bei so heftigem Liebeskummer muss man einfach etwas mehr Geduld mit sich haben, als sonst, und die Zeit die Wunden heilen lassen. Und, wie gesagt, wäre es gut, wenn du dir anschaust, ob dich irgendetwas spezielle hindert, mir ihr abzuschließen.


    Vielleicht verdrängst du deine Gefühle, weil du Angst hast, sie fressen dich auf. Es sind ja ungewöhnlich starke Gefühle.


    Vielleicht befürchtest du, sie ist die Eine, und eine Zweite kommt nicht.


    Beides erscheint mir als extrem unwahrscheinlich, auch wenn man das in einem emotionalen Ausnahmezustand nicht glauben will und kann.


    Ich hoffe, es wird irgendwann besser.

    Ich habe im Grunde keine wirklichen Freunde, ich habe sehr viele Bekannte und auch einige sehr oberflächliche Freundschaften aber denen wirklich mein Leben anvertrauen? Nein, leider nicht. Aber ich schreibe sehr viel darüber, um meinem Ärger und dem Schmerz Luft zu machen, ich bin da ja eher ein Sensibelchen.


    Was gefällt mir so an ihr? Alles. Dabei ist sie nicht einmal mein Typ und trotzdem wenn ich sie anschaue frage ich mich, wie ich jemals in jemand anderen verliebt sein konnte. Vielleicht liegt es auch hauptsächlich daran, dass sie nicht so oberflächlich rüberkommt, wie andere in meinem Leben. Das sie sich noch Gedanken über Dinge macht und hinterfragt. Und natürlich wie sie lacht, spricht und sich bewegt. Ihre ganze Art ist ein einziges Talent, wenn man so will. Vielleicht ist das aber auch die rosarote Brille, immerhin ist sie nur eine Bekannte gewesen und ich bin nie in den Genuss ihrer ganzen Facetten gekommen.

    Zitat

    Oder ihr wart im vergangenen Leben ein Paar?

    Wer weiß :-DFalls das so sein sollte, hätte ich gerne eine Reise in die Vergangenheit ;-) Vielleicht würde ich dann auch prompt von Wolke 7 gerissen werden.

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    Wie lange versuchst du denn schon, dich zu entlieben?

    Seit einem halben Jahr circa, so lange habe ich sie ebenfalls nicht mehr gesehen und dennoch kommt mir das letzte Treffen wie gestern vor, weil die Erinnerungen noch so lebhaft sind. Ständig schieben sich Bilder von ihr vor mein geistiges Auge und wenn ich abends im Bett krampfhaft versuche an was anderes zu denken, beginnt das gleiche Spiel nach 2 Minuten von vorne. Leider kann man keine Gedanken verbannen. Ich habe wirklich Angst, dass es nicht mehr weggeht, das ich irgendwie immer mit Wehmut an sie zurückdenken werde oder das sie mich irgendwie verrückt macht. Dabei glaube ich nicht an "die Eine", ich bin mir sicher, dass da noch andere kommen werden, deshalb frage ich mich W I E S O wird es kein Stück besser? Eher noch schlimmer, wenn ich so an die Übelkeit denke.

    Von dem Standpunkt aus gesehen hat das zwanghafte Nicht-An-Sie-Denken eben eine Zwangskomponente, die es nur noch schlimmer macht. Du verbietest dir die Gedanken an sie, wodurch die Gedanken an sie erst so richtig präsent werden. Dein Gehirn markiert sie durch deine starke Reaktion als "Gefahr" und an gefährliche Dinge denkt man überdurchschnittlich oft. Das ist einfach ein Teufelskreis.


    Besser wäre es wohl, du gestehst dir zu und nimmst es einfach an, an sie zu denken. Und wenn du mal nicht an sie denken möchtest, dann sage dir einfach: "Es ist okay, dass diese Gedanken kommen, aber ich möchte jetzt lieber an xy denken." Also nicht so: "Ich darf NICHT an sie denken!" Sondern: "Es ist okay, aber ich möchte jetzt gedanklich lieber meinen nächsten Urlaub planen, an meine Freunde denken, mein neues Projekt in der Freizeit/im Job planen..."


    Also eine Mischung aus aktiver Ablenkung und passivem Zulassen statt aktiver Verdrängung.


    Vielleicht wird es dann besser.


    Übrigens ist es doch auch schön, so verliebt zu sein, oder? Der Gedanke hat mir geholfen. Dass es wunderschön ist, soetwas fühlen zu dürfen. Sei es nun innige freundschaftliche oder romantische Liebe. Liebe ist ein wunderbares Gefühl und einen Menschen so sehr lieben zu können - toll, oder? Natürlich ist es schrecklich, wenn das Gefühl nicht erwidert wird, aber das Gefühl an sich ist doch toll und ich zumindest bin zumeist dankbar dafür, so etwas fühlen zu dürfen. Vielleicht hilft dir dieser Blickwinkel?


    LG

    Zitat

    Was zum Teufel ist das?

    Du hast einen Teil von Dir ausgelagert, der sich sehr lebendig und schön angefühlt hat. Der konnte nur durch sie leben. Und jetzt da sie weg ist, fühlt es sich an, als ob dies in Dir gestorben sei, und der Zutritt zu dieser Welt für Dich für immer versperrt sei.

    Zitat

    Also eine Mischung aus aktiver Ablenkung und passivem Zulassen statt aktiver Verdrängung.

    Der Gedanke ist gut, das werde ich mal versuchen. Allerdings präferiere ich die Gedanken an sie schnell, sodass andere Sachen (an die ich eigentlich denken müsste) in den Hintergrund fallen und deswegen habe ich versucht zwanghaft bei der Sache zu bleiben. Aber vermutlich hat dieses Verbot wohl auch wirklich einen negativen Effekt.

    Zitat

    Übrigens ist es doch auch schön, so verliebt zu sein, oder? Der Gedanke hat mir geholfen. Dass es wunderschön ist, soetwas fühlen zu dürfen. Sei es nun innige freundschaftliche oder romantische Liebe. Liebe ist ein wunderbares Gefühl und einen Menschen so sehr lieben zu können - toll, oder? Natürlich ist es schrecklich, wenn das Gefühl nicht erwidert wird, aber das Gefühl an sich ist doch toll und ich zumindest bin zumeist dankbar dafür, so etwas fühlen zu dürfen. Vielleicht hilft dir dieser Blickwinkel?

    Anfangs war es das definitiv, ich war vollkommen überwältigt und hatte den ganzen Tag ein Dauer-Grinsen im Gesicht. Auch wenn die Zeit bis zum nächsten Treffen mit ihr endlos schien, diese Vorfreude war einmalig und es war mir vollkommen egal, dass sie gerade glücklich vergeben war. Ich kannte sie - sie kannte mich, ich habe mich ständig gefragt, was für ein Glück ich habe, dass ich sie kennenlernen und Zeit mit ihr verbringen durfte. Es hat sich angefühlt, als hätte ich ewig die Luft angehalten und plötzlich... habe ich geatmet. Und mir wäre niemals in den Sinn gekommen, dass so viel positives in mir steckt.


    Doch nach 2-3 Monaten kam die Ernüchterung. Die Eifersucht. Der Gedanke, dass ich sie niemals so glücklich machen könnte, wie es ihre neue Liebe tut - das wurde unerträglich. Ich wollte mich nicht noch mehr in etwas Aussichtslosem verrennen und daher musste ich einen Cut machen. Doch je länger ich sie nicht mehr sah, umso öfter spielte ich die Erinnerungen ab, immer und immer wieder, als würde ich von einer Person jedes Mal in den gleichen Film im Kino gezerrt werden. Ich kann es nicht mehr sehen. Mittlerweile tut es nur noch weh, das Wissen, dass andere ihr näher sein dürfen und können als ich und das ich eben so unbedeutend bin.

    Zitat

    Du hast einen Teil von Dir ausgelagert, der sich sehr lebendig und schön angefühlt hat. Der konnte nur durch sie leben. Und jetzt da sie weg ist, fühlt es sich an, als ob dies in Dir gestorben sei, und der Zutritt zu dieser Welt für Dich für immer versperrt sei.

    Und was tue ich gegen dieses Gefühl? Mein Tag kann noch so ausgefüllt sein und am Ende des Tages liege ich im Bett und fühle mich, als wäre rein gar nichts passiert.

    Zitat

    Der Gedanke ist gut, das werde ich mal versuchen. Allerdings präferiere ich die Gedanken an sie schnell, sodass andere Sachen (an die ich eigentlich denken müsste) in den Hintergrund fallen und deswegen habe ich versucht zwanghaft bei der Sache zu bleiben. Aber vermutlich hat dieses Verbot wohl auch wirklich einen negativen Effekt.

    Dann mache es doch anders: Gestatte dir 1 Stunde am Tag an sie zu denken. Wenn diese Stunde überschritten ist, erinnerst du dich selbst freundlich daran, dass die Zeit eben vorbei ist. Dann ist es immernoch okay, dass die Gedanken kommen, aber sie dürfen nicht mehr prioritär behandelt werden - die anderen Gedanken bekommen dann mehr Platz und sollten diesen auch einnehmen.


    Erwarte nicht, dass das sofort gut klappt - aber mit etwas Übung wird es hoffentlich nach und nach besser werden.

    Zitat

    Anfangs war es das definitiv, ich war vollkommen überwältigt und hatte den ganzen Tag ein Dauer-Grinsen im Gesicht. Auch wenn die Zeit bis zum nächsten Treffen mit ihr endlos schien, diese Vorfreude war einmalig und es war mir vollkommen egal, dass sie gerade glücklich vergeben war. Ich kannte sie - sie kannte mich, ich habe mich ständig gefragt, was für ein Glück ich habe, dass ich sie kennenlernen und Zeit mit ihr verbringen durfte. Es hat sich angefühlt, als hätte ich ewig die Luft angehalten und plötzlich... habe ich geatmet. Und mir wäre niemals in den Sinn gekommen, dass so viel positives in mir steckt.


    Doch nach 2-3 Monaten kam die Ernüchterung. Die Eifersucht. Der Gedanke, dass ich sie niemals so glücklich machen könnte, wie es ihre neue Liebe tut - das wurde unerträglich. Ich wollte mich nicht noch mehr in etwas Aussichtslosem verrennen und daher musste ich einen Cut machen. Doch je länger ich sie nicht mehr sah, umso öfter spielte ich die Erinnerungen ab, immer und immer wieder, als würde ich von einer Person jedes Mal in den gleichen Film im Kino gezerrt werden. Ich kann es nicht mehr sehen. Mittlerweile tut es nur noch weh, das Wissen, dass andere ihr näher sein dürfen und können als ich und das ich eben so unbedeutend bin.

    Also erstmal bist du nicht unbedeutend - wenn überhaupt, bist du unbedeutend für sie. Aber wahrscheinlich trifft nicht mal das zu. Sie hat für dich einfach nur eine höhere Bedeutung als du für sie. Und am Wichtigsten ist es, dass du selbst deinen Wert kennst.


    Hast du mal in Erwägung gezogen, ihr deine Gefühle zu gestehen? Ich weiß... manche Menschen halten das für unmoralisch, ist das Objekt der Begierde einer Beziehung. Ich sehe es so, dass es dann ja immernoch ihre Entscheidung ist, was sie mit der Information anfängt. Denn wenn du sie jetzt eh nicht mehr siehst, ist es vielleicht einfacher für dich, du sagst es ihr?

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    Und was tue ich gegen dieses Gefühl?

    Ich würde nichts dagegen tun. Das gute Gefühl mir ihr hast Du ja gefühlt, also war es in Dir, Deins. Es ist nicht weg mit ihr, das meinst Du bloss. Suches es in Dir wieder.

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    Dann mache es doch anders: Gestatte dir 1 Stunde am Tag an sie zu denken. Wenn diese Stunde überschritten ist, erinnerst du dich selbst freundlich daran, dass die Zeit eben vorbei ist. Dann ist es immernoch okay, dass die Gedanken kommen, aber sie dürfen nicht mehr prioritär behandelt werden - die anderen Gedanken bekommen dann mehr Platz und sollten diesen auch einnehmen.

    Danke für den Tipp, das werde ich versuchen. Heute Morgen habe ich mir schon mal beim Sport gestattet an sie zu denken und danach war ich richtig ausgepowert und konnte meine Gedanken woanders hinlenken - das hat gut getan. Nachdem nun alles wichtige erledigt ist, hänge ich nun wieder mit den Gedanken bei ihr, aber hey, ein Fortschritt ist es trotzdem.

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    Und am Wichtigsten ist es, dass du selbst deinen Wert kennst.

    Den kenne ich für gewöhnlich auch, nur ich frage mich, was es das wert ist, wenn man von der Person nicht wertgeschätzt wird, von der man es sich am meisten wünscht? Das klingt jetzt ein wenig dahingejammert, ich weiß auch nicht, was zurzeit los ist.

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    Hast du mal in Erwägung gezogen, ihr deine Gefühle zu gestehen?

    Das habe ich tatsächlich.. doch als ich den Gedanken weitergespinnt habe, habe ich festgestellt, dass es mir rein gar nichts geben würde. Ich könnte mir ihre Antwort sogar schon eins zu eins ausmalen, dieses typische "Ohhh ich fühl mich total geschmeichelt, aber wie du weißt bin ich vergeben, aber ich finde dich trotzdem total lieb und nett, du findest schon jemand anderes, da bin ich sicher blablabla". Und dann würde ich sie durch Zufall doch mal wieder irgendwo treffen, ob nun in der Disco oder mal wieder bei einer Freundin, die mir nicht sagt, dass sie auch kommt und dann herrscht betretenes Schweigen zwischen uns durch diese vermutlich unangenehme, verklemmte Situation. Ich möchte ihr (und mir selbst) da keine Probleme machen. Mal ganz abgesehen davon wäre es mir auch unangenehm vor ihrer neuen Beziehung und ich würde da mit Sicherheit Stress bekommen und das ist nicht meine Absicht.

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    Es ist nicht weg mit ihr, das meinst Du bloss. Suches es in Dir wieder.

    Aber das Gefühl kann ja nicht ohne sie existieren, das ist ja bei dem Verliebtsein so. Wie soll ich es nun in mir wieder suchen?

    Zitat

    Den kenne ich für gewöhnlich auch, nur ich frage mich, was es das wert ist, wenn man von der Person nicht wertgeschätzt wird, von der man es sich am meisten wünscht? Das klingt jetzt ein wenig dahingejammert, ich weiß auch nicht, was zurzeit los ist.

    Klingt jetzt blöd, aber: Das geht vorbei. Am Besten tust du Dinge, durch die du merkst, wie wertvoll du bist. Verbringe Zeit mit anderen Menschen, die dir ein gutes Gefühl geben und denen du ein gutes Gefühl gibst. Tue dir etwas Gutes. Kauf dir (sofern es finanziell geht) irgendetwas, dass du schon lange haben wolltest etc.


    Es geht ganz bestimmt vorbei, auch wenn es sich jetzt nicht so anfühlt.


    Es hilft auch, mal den anderen ganz ehrlich unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, was nervt. Redet die anderen Person vielleicht ohne Punkt und Komma? Hört sie nie zu? Ist sie unempathisch? Ist irgendetwas anderes an ihr, das nicht perfekt ist? Sowas hilft.


    Aber es wird Zeit brauchen.


    Herzlichen Glückwunsch zum ersten Erfolg beim Thema "Ablenkung" :)^ !

    Zitat
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    Es ist nicht weg mit ihr, das meinst Du bloss. Suches es in Dir wieder.

    Aber das Gefühl kann ja nicht ohne sie existieren, das ist ja bei dem Verliebtsein so. Wie soll ich es nun in mir wieder suchen?

    Ich glaube, was Cytex meint, ist:


    So eine heftige Verliebtheit (oder in meinem Fall Faszination) für einen anderen Menschen entsteht meist nicht ohne Grund. Also ich meine jetzt nicht, dass man jemand anderes einfach toll findet und mit der Person Zeit verbringen will - wir sind alle soziale Wesen und Freundschaften und Liebe sind etwas ganz, ganz Tolles, auf das niemand verzichten mag und auch nicht muss. Wenn einen das aber so stark trifft, dass das eigene Leben ohne anderen sinnlos erscheint, steckt das meist mehr dahinter.


    Irgendetwas wird sie in dir getriggert haben, sodass du so "besessen" von ihr bist. In meinem Fall war es die enorm starke charakterliche Ähnlichkeit. Ich habe mich einfach nach "mehr" gefühlt; so, als wäre da außen noch ein selbst von mir, mit dem ich umgehen kann. Aber dieses Selbstbewusstsein, diese Präsenz und Selbstliebe, sollte ich in mir stärken - das kann niemand sonst auf Dauer im Außen für mich tun.


    Ich weiß nicht, welches tiefere, innere Bedürfnis deine Angebetete bei dir anspricht (wie z.B. mehr Selbstliebe empfinden) - aber vielleicht lohnt es sich, da mal hinzusehen, und dem nachzuspüren.