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    Aber gut, muss ich eben in den sauren Apfel beissen.

    Wenn du es gut aufziehst, kannst du die Äpfel auch allein ernten ;-) . Und es war ja dein Rückzugsraum für den Notfall, nicht seiner. Insofern finde ich das konsequent - so hat jeder seine Schiene für die nächste Zeit, die er für sich persönlich so vorgestellt hat.

    Zitat

    Und es war ja dein Rückzugsraum für den Notfall, nicht seiner.

    wobei ich nicht so recht einschätzen kann, ob diese rückzugsmöglichkeit ein gutes gefühl des "ich könnte wenn ich wollte" auslöst, oder eher daran hindert, sich komplett auf den neuen ort einzulassen :-/

    Zitat

    oder eher daran hindert, sich komplett auf den neuen ort einzulassen

    Der Rückzugsraum entstand ja aus dem Problem, sich schon nicht auf den Gedanken des Umzugs einlassen zu können. Insofern beißt sich die Katze in den Schwanz. Ein Rückzugsraum, der nicht genutzt wird, führt auch nicht zur Gewohnheit. Ich finde die Lösung ganz gut, denn irgendwann wird er seine Bedeutung verlieren, wenn in der neuen Situation alles klappt.


    Sowohl ich als auch meine damalige Noch-Freundin hätten auch den Rückzugsraum gehabt, wieder bei den Eltern einzuziehen, wenn unser Zusammenleben nicht geklappt hätte. Ich habe mich deswegen aber keinen Deut weniger auf den neuen Ort eingelassen.

    Sein Ausstieg aus der Wohnungssache wundert mich nicht. Allerdings find ich es bezeichnend wie locker und schnell er sich von etwas distanziert was vorher gemeinsam besprochen war und was ja wohl auch Bedingung für dich war. Aber jetzt hat er ja was er will, du bist zu ihm gezogen.


    Andererseits kannst du dich jetzt besser fühlen. Es ist DEIN Rückzugsraum, er braucht ihn ja nicht, du zahlst dann allein und kannst somit auch allein darüber bestimmen.

    Hallo zusammen,


    nach 2,5 Monaten gibts wieder "Stoff" für ein Update.. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.


    Mittlerweile hab ich gut Fuß im neuen Job gefasst. Es ist nicht mein Traumjob und ich bin leider unterfordert aber immerhin habe ich wieder einen strukturierten Tagesablauf, eine Aufgabe, soziale Kontakte und vor allem am Ende des Monats eigenes Geld :-) Ich lass das mal so laufen und schau dann, was sich entwickelt oder ob ich die Augen nochmal offen halte.


    Seine Familie und seine Mutter sehe ich JETZT, wo wir da wohnen, tatsächlich weniger wie davor, als wir alle 4 - 6 Wochen hingefahren sind. Regelmäßige MIttagessen-Treffen finden unter der Woche statt und da bin ich ja im Büro und an den Wochenenden macht jeder sein eigenes Ding. Er sieht seine Mum natürlich jeden Tag, was ihm dann witzigerweise aber auch reicht ;-D Grundsätzlich läuft es aber in dieser Hinsicht entspannt und gut. Hätte mir das mal jemand vor noch 8 Monaten gesagt, ich hätte eine hohe Summe dagegen gewettet. Hier also bisher grünes Licht. Bisher, da ich immer noch ein wenig in Hab-Acht-Stellung bin, da ich das unberechenbare Wesen von ihr einfach zu gut kennengelernt habe und das kann schnell umschlagen - sei es durch berufliche Unstimmigkeiten als auch durch Lappalien. Der letzte Streit war, weil mein Freund unsere Möbel finanzieren wollte auf 1 Jahr, statt bar zu zahlen... Gott, da hing der Haussegen sowas von schief %-| %-|


    Unsere Wohnung ist nach wie vor vermietet, allerdings nur bis Herbst. Vor ein paar Wochen habe ich mit den Besitzern gesprochen und die wollten mich wohl vorsichtig drauf vorbereiten, dass sie es NICHT gut fänden, wenn die Wohnung leer stünde und nur ab und an bewohnt würde - also so, wie wir uns das als Ferienwohnung gedacht haben. Auch scheint es der im Haus wohnenden Mutter schlecht zu gehen un evtl. wird die Wohnung auf Eigenbedarf gekündigt um dort eine Pflegekraft unterzubringen. Gleichzeitig hie es aber, dass ich mir keine Sorgen machen müsse, sie würden schon eine andere Lösung finden, sollte es hart auf hart kommen. Habe dann nochmal betnt, wie wichtig mir die Wohnung ist. Also mal sehen.. Mein Freund hat nichts mehr dazu gesagt aber ich denke, dass er insgeheim froh wäre, wenn der Mietvertrag gelöst würde, da es finanziell entspannter wäre und er vllt auch hofft, dass ich dann einen Bezugspunkt weniger nach Hause hätte und mich mehr auf das jetzige Leben konzentieren müsste.

    Nach fast 6 Monaten läuft jetzt eigentlich alles so, wie es sein sollte. Jeder hat seinen Job, sein Geld, wir haben eine tolle Wohnung und alles läuft, hat sich eingespielt. Wir treffen Freunde, bekommen Besuch von meinen Freunden und meiner Familie, machen Tagesausflüge, wenn er nicht arbeiten muss am WE, gehen regelmäßig zum Sport. Hier zu leben hat auch Vorteile, zB eine tolle Stadt in der Nähe oder die Nähe zur See und nach Holland. Ich hab meine Mädels-Clique.. klingt doch eigentlich alles richtig gut, oder?


    Eigentlich.. denn ich fühle mich einfach nur semi-wohl. Vermisse meine Familie, die Natur, meine alte Wohnung, das Lebensgefühl hier (bin grad daheim bei meinen Eltern).. ich werd' schon ganz kribbelig, wenn wir auf den Autobahnen endlich bekannte Kennzeichen sehen und wenn ich in meinen Ort fahre, kann ich wieder frei atmen. Gerade jetzt ist es hier soo schön, ich war den ganzen Tag am See. Und Seen haben wir in der neuen Heiamt einfach nicht und wenn, dann sind die dermaßen übervölkert, schrecklich. Zudem vermisse ich meine Familie und meine Freunde. Auch da wird es schwierig, denn nach fast einem halben Jahr merke ich deutlich, wie schwierig es ist, die Innigkeit zu wahren wenn man sich nicht mehr sieht. Das sind jetzt Findungsprozese auf beiden Seiten, man muss halt drüber sprechen und ein gemeinsames Verständnis entwickeln. Unterm Strich ist es einfach so, dass ich langfristig vor der Entscheidung stehe, ob ich mich für Familie & Heimat und gegen die Beziehung entscheide oder eben dafür und somit aber nie dort richtig ankommen und immer mit einem Vermissensgefühl leben werden muss. Man hat doch nur ein Leben... :-( Aber will ich das wirklich ohne diesen meinen Partner leben? Was, wenn er DER Mann meines Lebens ist? Wir lieben uns wirklich heiss und innig und es ist unfassbar, wie er zu mir hält und was er für mich tut. Da tut es mir auch sehr leid, wenn er mit bekommen wenn es mir nicht gut geht. Das muss ein mieses Gefühl für ihn sein und das will ich eigentlich nicht.


    Auf dieser Seite ist er mein absoluter Traummann und das, was ich immer wollte. Leider gibt es aber noch eine unschöne andere Seite, die bisher unangesprochen ist und die nochmal viel verändern könnte. Das muss auf ale Fälle bald mal auf den Tisch und könnte viel verändern. Auch blöd - ich möchte eigentlich keine Kinder. Zumindest nicht da, wo wir jetzt wohnen. Hier daheim wär das was anderes, auch wenn ich keinen brennenen Kinderwunsch habe. Eigentlich tickt gar nichts aber ich würde es ihm zuliebe machen und hier daheim hätt ich auch gar nicht so den Stress damit weil wir sind ja da, wo ich mich wohl fühle und sein will. Nur ist es so, dass wir aufgrund meines Alters keine 5 Jahre mehr Zeit haben, um zu gucken wie sich alles entwickelt. Da müssten wir schon spätestens in 2 Jahren loslegen und dann wird mir schon komisch wenn ich dran denke, wie lange ich dann "gebunden" bin.


    Am letzten WE waren wir hier, um aus der vermieteten Wohnung was zu holen und ich musste echt heulen und das hat ihm so leid getan und er fragte dann auch, ob wir naiv sind und unsere Zukunft auf Sand bauen würden. Er war geschockt und irgndwie hats ihm halt auch gedämmert, dass da einiges im Argen ist. Seither hängen wir noch mehr aneinander, wissen aber auch, dass wir bald mal ernsthaft sprechen müssen. Das Problem ist, dass er keine Kompromisse eingehen kann.


    - ein anderer Wohnort kommt nicht in Frage, weil es im 10-Minuten-Fahrumkreis von der Firma sein muss


    - die Firma ist unverrückbarer Lebensbestandteil und wichtiger als ich


    - ein zurückziehen in meine Heimat ist firmentechnisch frühestens in 25 - 30 Jahren möglich


    - beim Kinderwunsch war der Kompromiss, nur eines zu bekommen (ich wollte keines, er 3 --> nun sind wir bei einem). Mehr geht nicht.


    Lange Rede, kurzer Sinn. Ganz objektiv gesehen sollten wir uns trennen, das ist wohl die traurige Wahrheit. Er könnte sich ein Mädel suchen welches jpnger ist als ich, aus der Gegens kommt, das alles akzeptiert, Kinder möchte.. und ich könnte zurück in die Heimat und mir einen Mann suchen, der auch keinen Kinderwunsch hat und die Gegens so liebt, wie ich. Aber gefühlstechnisch ist das nunmal ne ganz andere Nummer. Ach, schlimm, echt :(v


    Das beschäftigt mich momentan eben sehr und ja, eine Lösung habe ich nicht. Erstmal wirds jetzt so weitergehen, haben auch alle Monate bis November schon voll verplant.


    Bis zum nächsten Update,


    LG Theresia

    Das find ich irgendwie 2 merkwürdige Posts. Erst alles prima, läuft alles wie es soll, dann Heimwehprobleme, die Kinderfrage, und so ein Schlenker zur Trennungsidee? Und war da nicht noch was mit deinem Freund und Frauen, oder hab ich da was durcheinandergebracht?


    Du drehst dich noch in genau demselben Kreis wie von Anfang an. Aber was ich kaum lesen kann ohne an die Decke zu gehen ist der "Kompromiss" in Bezug auf das Familiegründen. Du.willst.keine.Kinder und gestehst ihm dann eines zu?! Bist du noch bei Trost? Ich hoffe wirklich dass du zu dir kommst, bevor ihr vereinbart, mit der Verhütung aufzuhören.

    Meine Meinung: Ich halte deine Denkweise für sehr kompliziert, unentspannt, extrem sentimental (insbesondere bezüglich der alten Heimat), kaum zufriedenzustellen ... Mach' dich doch mal locker ...

    @ Sensibelmann

    Ja, ich hänge wirklich in alten Mustern und an der Heimat. Das werd' ich aber auch kaum abstellen können.

    Zitat

    Mach' dich doch mal locker ...

    Wie genau soll das aussehen?

    @ CoteSauvage

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    Das find ich irgendwie 2 merkwürdige Posts. Erst alles prima, läuft alles wie es soll, dann Heimwehprobleme, die Kinderfrage, und so ein Schlenker zur Trennungsidee? Und war da nicht noch was mit deinem Freund und Frauen, oder hab ich da was durcheinandergebracht?

    Ich wollte damit nur sagen, dass ich eigentlich nicht klagen kann weil ja von den Rahmenbedigungen alles rund läuft. ABER ich komme halt nicht damit zu recht, jetzt woanders zu wohnen wo ich mich wohl niemals zuhause fühlen werde.


    Was das andere mit dem Kind angeht.. ja, es ist mehr als Kacke aber wie gesagt - HIER wär das in Ordnung aber nicht DORT. Aber wenn das nicht klar rüberkam in dem Post... ich denke, dass BEVOR es soweit kommt, eine Entscheidung fallen wird. Wenn ich mich für das neue Leben entscheide, dann mit allem drum und dran. Wenn nicht, dann ist das Thema nicht mehr relevant.

    Ich finde den Thema-Titel überheblich und beleidigend gegenüber dem Freund, und er tut mir leid. "Zweite Wahl" wird in ganz anderen Kontexten gebraucht - während es hier um die Existenz des Freundes an sich geht.

    Zitat

    Ich finde den Thema-Titel überheblich und beleidigend gegenüber dem Freund, und er tut mir leid. "Zweite Wahl" wird in ganz anderen Kontexten gebraucht - während es hier um die Existenz des Freundes an sich geht.

    Hö? Ich fürchte, Du missverstehst da was ganz gewaltig.

    Ich finde es höchst kurios, dass du dir ein Kind an einem Ort vorstellen kannst, an einem anderen aber nicht. ":/ Das ist doch unlogisch hoch zehn. Entweder man kann sich ein Kind vorstellen oder eben nicht. Das kann doch nicht vom Wohnort anhängen?!


    Oder ist es letztlich dieser Mann (der ja fix an diesem Ort bleiben will), mit dem du es nicht willst?

    @ Lola

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    Ich finde es höchst kurios, dass du dir ein Kind an einem Ort vorstellen kannst, an einem anderen aber nicht. ":/ Das ist doch unlogisch hoch zehn. Entweder man kann sich ein Kind vorstellen oder eben nicht. Das kann doch nicht vom Wohnort anhängen?!

    Naja, so ganz kurios ist es vielleicht nicht, denn wie soll ich mich auf so eine Lebensentscheidung wie ein Kind einlassen, wenn ich mich an einem Ort, wo ich dann die nächsten 25 Jahre verbringen werde, nicht wohl fühle? Es sollte doch alles rundherum passen, bevor man ans Heiraten und Kinder kriegen denkt. Zumindest sehe ich das so. Einfach abhauen und mit Kind dann umziehen kommt ja auf kinen Fall in Frage.


    Lieber habe ich meine eigene Mama und Mädels (die alle Mütter sind) in der Nähe als die Schwiegermutter und oberflächliche Bekanntschaften.

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    Oder ist es letztlich dieser Mann (der ja fix an diesem Ort bleiben will), mit dem du es nicht willst?

    Nein, mit ihm hat es nichts zu tun. Er ist überhaupt der erste Mann, bei dem ich mich drauf einlassen würde.