@ Mann042

    Zitat

    Dein zukünftiger Mann hat dir gesagt, weil er es fühlt/weiß, dass er den Betrieb über dich stellt. Mehr ist nicht passiert. Ich finde dieses Wissen und die Aussage auch schon vor der Ehe unheimlich wertvoll. Was meinst du wieviele Ehen schon gescheitert sind, weil solche Aussagen nicht schon vorher gemacht wurden?

    Ja, da gebe ich Dir zu 100% recht.

    Zitat

    Es zeugt gerade von Liebe und Ehrlichkeit so was vorher zu sagen. Selbst wenn dein zukünftiger jetzt über sich selbst erschrocken ist.

    Das ist er wirklich. Durch meine Zweifel sieht er auch zum ersten Mal, dass die Möglichkeit besteht, dass die Beziehung scheitern könnte. Diese Aussage hat mich überrascht.

    Zitat

    So etwa in dem Sinne: Bevor ich jetzt nichts sage und dich in dem Eindruck lasse, dass ich ein treusorgender Vater für unsere Kinder sein werde, der 8 Stunden arbeitet und dann nach Hause kommt und dir die Last der Erziehung abnimmt, sage ich dir lieber vorher, wie ich mich bezüglich meiner zukünftigen Aufgabe gegenüber fühle. Auch mit dem Bewußtsein, dass ich dich eventuell durch diese ehrliche Aussage verliere. Wenn er dich liebt, wovon ich ausgehe, steckt gerade in dieser Aussage viel Liebe.

    Ja, ich glaube ihm, dass er mich liebt. Ich finde aber auch, dass er es sich damit recht einfach macht. Love it or leave it?

    @ Himmelgrün

    Wow, Deine Geschichte hat mich echt berührt. Wie bist Du darüber dennoch darüber hinweg gekommen? Das muss furchtbar schwer gewesen sein..

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    Auf deinen Fall bezogen, liebe Theresia, möchte ich sagen: Wenn das, was er dir bedeutet, und das, was du mit ihm haben kannst, genug Gewicht für dich hat, dann lebe die kommenden Jahre mit ihm. Versteife dich nicht auf dieses "2. Wahl" – die Frage ist einzig: Reicht es, oder reicht es nicht?

    Ich möchte es zumindest versuchen und diese Liebe nicht einfach wegwerfen, ohne es probiert zu haben. Allerdings möchte ich weder heiraten, noch schwanger werden, solange wir das nicht zusammen ausgetestet haben, was dort auf uns zukommt und wie wir damit zurecht kommen.

    Zitat

    Wenn du mehr brauchst oder etwas anderes, dann finde ich die Kompromisse, die du machen musst, recht gross. Ich wünsche dir sehr, dass du tief in dich reinfühlen kannst und die für dich beste Entscheidung triffst.

    Ich bin wirklich sehr hin- und hergerissen @:) :)_

    @ AufderArbeit

    Zitat

    Eine "Partnerschaft" in Bezug auf Familie will dieser Mann nicht eingehen.

    Das ist tatsächlich etwas, was mich nun - seit seiner Aussage - verunsichert. Familie und Kinder stand immer ganz oben. Er ist Scheidungskind und absolut überzeugt von der Ehe und von Familie. 3 Kinder, Hund, Haus, Ehefrau - sein Heimathafen, seine Auszeit, seine Liebe, seine Familie. Und nun erschrak er furchtbar, dass er die Firma über die Familie stellte. Ich bin seither auch verunsichert ob er sich da nur was vorgemacht hat? Ich schätze, darüer muss er sich jetzt selbst erstmal klar werden.

    @ Comran

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    Das Dilemma ist, dass auch wenn dieses Wissen schon irgendwo bei uns beiden schlummerte, wir das immer verdrängt haben und nun wurde es ausgesprochen, hart und brutal wahr eben.

    Er hat sich in meinen Augen sprachlich extrem ungeschickt ausgedrückt, als er meinte, dass du dir den falschen Mann ausgesucht hättest und er eine Trennung deinerseits verstehen könnte. Mit solchen Einleitungen machen Menschen Schluss, die sich nicht trauen, Schluss zu machen. Mich hätte eine solche Aussage am meisten getroffen - nicht die Tatsache, dass die Berufswahl unverhandelbar ist. Weil ich mir nämlich genau diese Gedanken gemacht hätte: will er jetzt nur den Weg ebnen, dass ich ihm die Entscheidung abnehme? Und so etwas darf nicht unausgesprochen bleiben, da braucht man Klarheit, was die Motivation hinter einem solchen Satz ist.

    Das stimmt, mir sind sofort alle Alarmglocken angesprungen. Das kennt man ja tatsächlich vom Schluss machen. Ich bin mir aber sicher, dass er es nicht mit dieser Intention ansprach sondern weil er merkt, wie schlecht es mir mit dem Umzug + Rattenschwanz geht. ??Wir waren am WE ja dort und hätten gestern wieder hin sollen. Er muss arbeiten, ich nicht - also sagte ich, dass ich erst am WE nachkomme und das war der Auslöser. Dass ich auf biegen und brechen versuchen würde, so wenig Zeit wie möglich dort zu verbringen wenn ich es nicht unbedingt muss. Dass ich aber dort in seinem Kinderzimmer sitze während er arbeiten ist, mich um Haus unwohl fühle, sein Stiefvater sich permanent über seine Mutter bei mir auskotzt und ich keine Fluchtmöglichkeit habe und daher lieber hier bei mir daheim bleibe, das versteht er dann irgendwie wieder sehr schlecht.??

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    Wenn du aber tatsächlich Bedenken über das neue Leben dort hast, dann lass es bleiben. Aber nicht, weil er es angeboten hat, sondern weil deine Gefühle so sind, wie sie sind. Er hat seinen Beruf als wichtigsten Fokus, du darfst ruhig dich als wichtigsten Fokus haben.

    Ich habe Bedenken, Comran, wegen mir. Aber ich möchte es versuchen. Jetzt muss ich mich erstmal wieder beruhigen und dieses "2-Wahl"-Dingens aus dem Kopf bekommen, denn es fühlt sich gerade seltsam an zwischen uns.

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    Alles ist möglich. Ich drücke dir in jedem Fall die Daumen, dass du die richtige Entscheidung für dich triffst. :)^

    Danke @:)

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    Wenn es für jemanden enorm wichtig und alternativlos ist, dann ist das keine Konkurrenz zur Partnerschaft. Dann ist das genauso unabdingbar und außer Konkurrenz. Man kann durchaus diese beruflichen Perspektiven als unverhandelbar betrachten und dennoch ist die Partnerin die Nummer 1. Wenn man eben in der Lage ist, zu akzeptieren, dass es für den anderen Menschen nun mal überlebenswichtig ist, so zu handeln.

    Das finde ich für mich gerade sehr tröstlich und aufschlussreich.

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    Es ergäbe keinen Sinn, meine Musik für eine Frau aufzugeben, da keine Frau einen unzufriedenen Mann haben will.

    Und ich würde ihn - was die Firma und den Ort angeht - nicht vor die Wahl stellen.


    Er sagte, im größten Notfall würd er die Firma eben verkaufen. Aber das war 1. weniger als halbherzig und 2. würde ich das nicht wollen weil er die einfach braucht!

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    Vielleicht ist das auch dem Freund der TE noch gar nicht so bewusst, dass er hier keine Wahl hat und dies ihn als Endzwanziger zum Exoten seiner Altersklasse macht. Vielleicht ist es auch Theresia so nicht bewusst und ihre Zweifel in der "Rangfolge" werden vor allem durch die verbale Ungeschicklichkeit des Freundes geschürt, weil er sich selbst nicht besser analysieren kann.

    Darüber muss ich mir / müssen wir uns jetzt klar werden.

    @ Freßsack

    Zitat

    Du bist die Falsche für ihn.

    Vielleicht. Vielleicht ist er auch der Falsche für mich. Vielleicht auch nicht.

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    Er ist ehrlich und sagt dir, wie die Sache ist. Und du willst die erste Geige spielen, noch vor seiner Firma. Und du ärgerst dich darüber, dass er dich gehen lassen würde, wenn du gehen wolltest.

    Natürlich wäre es schön, wenn ich und unsere gemeinsamen Ziele an erster Stelle stünden. Und ja, natürlich finde ich es schade, dass er mich einfach so gehen lassen würde. Ich finde das recht normal. Mal so simpel beantwortet wie Du auch schriebst.

    Zitat

    Mir scheint, du willst jemanden der dir hoffnungslos verfällt, bei dem du immer auf Platz 1 stehst und er ohne dich nicht mehr leben kann. Sorry, dann muß du dir einen psychisch Kranken suchen.


    Aber der Mann, den du jetzt hast, ist ehrlich und gesund im Kopf. Damit kommst du nicht klar.

    Entschuldige, aber das ist Schmarrn und viel zu einfach gedacht. Für mich steht er an erster Stelle - ich gebe dafür so ungefähr alles auf, bzw. lasse hier alles zurück, was mir je wichtig war. Bin ich jetzt psychisch krank?

    @ Krabbelkäferle

    Das mir den Hollywood-Filmen haben wir auch gesagt ;-)

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    Vielleicht kann man das auch so sehen, das es sein Lebensweg ist, so sehr er dich auch lieben mag, es ist der Weg den er für sich vorstellt und den aufzugeben für jemand anderen heißt für mich, dass man den eigenen Traum aufgibt oder sich selbst komplett hintenanstellt. Und ich persönlich finde das nicht gut. Bei aller Nächstenliebe, das eigene Leben oder der eigenen Lebensweg ist halt auch etwas oder sogar mehr wert.

    Ja, ich glaube das trifft es ziemlich gut. Auch wenn es ziemlich tragisch ist.

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    Kann man verstehen was ich meine? Er stellt nicht die Firma an erster Stelle, sondern den Weg den er für sich in seinem Leben sieht. Man könnte zwar auch sagen "Aber wenn er mich liebt und ich dabei sein soll, dann gehöre ich auch dazu", aber da wären wir schon wieder beim Kitsch irgendwie.

    Naja, ich finde schon, dass wenn ich zu seinem Lebensweg gehöre, man auch zumindest zweitweise eine gemeinsame Route besprechen kann. Er möchte mich dabei haben, weicht aber keinen Zentimer von seinem Weg ab - ganz ohne Kompromisse gehts nicht. Ich sehe nur leider die Bereitschaft ausschließlich auf meiner Seite.

    @ DieKruemi

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    Zu meinen, er könnte ja auch einfach rechts oder links abbiegen mir zu Liebe-- das ist schlichtweg nicht fair, das nach ein paar Jahren Beziehng auf den Tisch zu bringen. So hätten am Ende beide Lebenszeit mit dem falschen Partner verschwendet. Hätte sie ihm am Anfang klar gemacht, dass sie nicht auf ein Dorf zu seiner Familie ziehen will und auch lieber einen Angestellten mit regelmäßiger Arbeitszeit hätte--die Beziehung wäre wohl nie so eng geworden. Und er hat ja auch eine Frau verdient, die seinen Lebensplan nicht nur teilt, sondern sich ggf auch vorstellen kann, ihn dabei zu unterstützen. Hat sie völlig andere Pläne, können sich diese beiden Menschen gegenseitig nicht glücklich machen.

    Viel, was jetzt plötzlich Sache und in Stein gemeisselt ist, war es vorher nicht. Ich bin diesen Weg so lange mitgegangen weil es mir stets besser verkauft wurde, als es tatsächlich nun ist. Da kann er nur zum Teil was dafür, wenn viele Dinge haben sich im Laufe der Zeit einfach zum negativen entwickelt, was soll man machen. Das ist ja zB der Kampf, gegen seine Mutter, den wir seit geraumer Zeit führen. Unterstützt habe ich ihn immer, sogar Strategien entwerfen wir bzgl. Fusionierung, stundenlang bequatschen wir firmenrelevante Dinge.. also da habe ich mir nix vorzuwerfen. AUch der Ort, an den wir ziehen, war ein anderer als es jetzt wird - das war nie so besprochen. Auch was die Arbeitszeiten betrifft.. wie oft hörte ich, dass er sich Freiraum schaffen würde, sich die WEs mit seiner Mutter teilen würde... das ist ezwas, was nur die Zeit zeigen wird. Dass aber wiederum der Vater eine riesen Firma aufkaufen und integrieren will und dann alles noch größer und komplizierter wird... das konnte vorher nun mal keiner wissen und ich bekomme langsam einfach Schiss.

    Wenn man bedenkt, dass seine Pläne im Hinblick auf die Firma der Mutter ganz genau den Erwartungen und Wünschen seiner Mutter entsprichen, dann stellt er nicht die Firma über "seine Familie", sondern über "seine (mögliche) Familie mit dir". Die familiäre Verbindung mit seiner Mutter hingegen wird dadurch gestärkt. Wenn er seine beruflichen Pläne ändern und eigene Wege gehen würde, würde er damit nach deinen Äußerungen in dem anderen Faden den endgültigen und dauerhaften Bruch mit seiner Mutter riskieren. Das ist für einen Menschen, der von seiner Mutter schon seit seiner Kindheit emotional erpresst und mit Liebesentzug bedroht wurde und den Scheidungskrieg seiner Eltern miterlebt hat, noch viel schlimmer als für jemanden, der eine normale Kindheit hatte.


    Es sind nicht nur "die Umstände". Es ist die Persönlichkeit deines Freundes und die Entscheidungen, die er trifft bzw. nicht trifft, die das Problem sind. Mit einer fiesen Schwiegermutter kann man leben, wenn die ein paar hundert Kilometer entfernt wohnt, man finanziell und beruflich von ihr unabhängig ist und Anstandsbesuche auf 2x pro Jahr beschränkt. Mit zeitlichem Stress durch eine eigene Firma kann man auch leben, wenn der Partner bereit ist, feste Absprachen zu treffen und sich durch Delegieren Zeitfenster zu schaffen. Dann wäre es sicher auch mal schwierig, aber keine ständige Belastungsprobe für das eigene Familienleben. Eine solche Situation könnte dein Freund schaffen - aber das will er nicht. Statt dessen will er sich direkt in die Höhle des Löwen und in ihre Abhängigkeit begeben. Ich sehe das schon fast bildlich vor mir, wie in Zukunft jeder Urlaub und jeder Wochenendausflug zum Krampf entsprechend eurem Auslandsaufenthalt wird, weil sie ihn "plötzlich" in der Firma braucht oder meint, nie zugestimmt zu haben, dass er fährt...


    Wenn dein Freund eben so ist, dass er das alles genau so will, dann wäre es auch keine Lösung, wenn er bereit wäre, sich für dich zu verbiegen und zu verzichten. Ohne Kompromisse geht keine Beziehung, aber es gibt Situationen, in denen keine Kompromisse möglich sind, mit denen beide Seiten glücklich leben können. Das ist gerade die "Kunst", einen Partner zu finden, mit dem es einfach "passt", ohne Krampf und Krach und ohne dass ein Partner Kompromisse eingehen muss, die ihn unglücklich machen. In der Situation, in die dein Freund sich begibt, kann m.M. nach keine auf Familienleben und Gemeinsamkeit angelegte Beziehung funktionieren. Immerhin ist er so ehrlich und sagt dir jetzt schon, wo seine Prioritäten und und wie eng seine Grenzen sind, auch wenn er den zeitlichen Aspekt m.M. nach sehr naiv sieht, da stimme ich dir zu. Die Gefahr, dass du den Respekt vor ihm verlierst, weil er sich so rumkommandieren lässt, kommt dann als weiteres Problem noch dazu..

    Dein Freund ist aber auch ein Träumer, oder? Er denkt ernsthaft an eine Fusionierung der Firmen und überlegt sich Strategien, obwohl das Pläne sind, die er erst umsetzen kann, wenn seine Mama ins Gras gebissen hat? Er glaubt doch nicht ernsthaft, dass er das zu ihren Lebzeiten mit ihr verhandeln kann?!


    Oh man, mir tut das total leid, in welches Dilemma du da reingeraten bist.

    Puh, ist das schlimm zu lesen wie du zielsicher in dein Unglück rennst, und wie du dir das alles zurechtbiegst, damit du es nicht gerade noch rechtzeitig merkst ... Aber ich weiss ja dass unsereiner da kein Einfluss hat und auch nicht haben sollte, und so gesehen finde ich es sehr gut dass du wenigstens nicht gleich heiraten und Kinder kriegen willst.

    @ Theresia999

    Mein Exmann ist Beamter und als das Thema Kinder zu Sprache kam, kam er mit diversen Versprechungen, die er nicht eingehalten hat. Er hätte "Dienst nach Vorschrift" machen können, hat er nicht. :-(


    Bei euch sieht das mit der eigenen Firma sicher noch anders aus, aber ihr könnt es ausprobieren, bevor ihr Kinder bekommt. Und dazu kann ich dir nur raten. Wenn es mit Firma und Schwiegermutter nicht läuft, kannst du immer noch gehen, und DEINEN Weg gehen.

    Theresia999

    Ich habe eben etwas in deinem anderen Faden geschrieben und dann erst diesen hier gesehen.


    Was dich gerade glaube ich trifft, ist die Tatsache dass da ein Punkt wegfällt: Er als Opfer seiner Mutter und seine Mutter eben als Buhmann, der euch die schönen Zeiten vermiest, da immer fordert und will das er springt etc. Jetzt hat er klar und deutlich gesagt, dass Springen ihm echt Spaß macht.


    Mach was aus dieser Ent-Täuschung.

    Zitat
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    Aber der Mann, den du jetzt hast, ist ehrlich und gesund im Kopf. Damit kommst du nicht klar.

    Entschuldige, aber das ist Schmarrn und viel zu einfach gedacht. Für mich steht er an erster Stelle - ich gebe dafür so ungefähr alles auf, bzw. lasse hier alles zurück, was mir je wichtig war. Bin ich jetzt psychisch krank?

    Du gibst alles auf, weil du an eurer Zukunft arbeitest!


    Er würd dich aufgeben, um seine Zukunft nicht zu gefärden.


    Siehst du den Unterschied?


    Renn nicht in dein Unglück! :)*


    Du bist zweite Wahl. Und es ist gut das es dir bewusst wird.

    Antigone, Dumal & AufderArbeit,


    ich habe grad leider keine Zeit mehr, auf Eure Beiträge einzugehen, habe sie aber gelesen und die wirken grad schon ordentlich.


    Ich bin gerade so.. sauer irgendwie. Als wir an dem Abend darüber sprachen meinte er noch, es wäre eine Katastrophe wenn wir uns trennen würden. Die Vorstellung, er müsse seinen Freunden, dem Verein, der Familie sagen, dass wir nicht mehr zusammen seien. Jetzt frag ich mich grad, um wens hier überhaupt geht wenn es nur eine Katastrophe ist, seinen Leuten das zu verklickern. Pah.


    Ich muss jetzt in seine Heimat / zu ihm fahren, da ich von Sonntag bis Dienstag dort arbeiten werde. Morgen habe ich Geburtstag und würde den so gern mit meiner Familie verbringen statt dort - zumal seine Mutter möchte, dass ich morgen mit ihm und ihr einen wichtigen irgendwas-Termin wahrnehme und mein Charme dort gut ankommen würde. Somit ist der ganze Tag hinüber weil das 5 Stunden mitten am Tag sind. Ich will aber nicht. Zuhause wartet aber der Stiefvater, der mir hernach wieder ein Ohr abkaut wie schlecht es doch mit der Mutter läuft. Boah, ist das ätzend! Sonntag erst fahren ist blöd wegen Stau und hernach komm ich zu spät in die Arbeit.


    Naja, genug gejammert... ich melde mich die Tage, wenn es zeitlich geht. @:)


    Ich hab überhaupt keine Lust, null.

    Was mir noch eingefallen ist:


    Nicht jede Liebe taugt auch für eine Beziehung. Damit meine ich, sich zu lieben genügt nicht, wenn zwei Menschen eine für beide beglückende Beziehung leben wollen. Die Lebensvorstellungen müssen ebenfalls übereinstimmen – ganz besonders, wenn ein Ziel des Paares dann die Familiengründung ist (die Beziehung also auf viele Jahre aus angelegt wird).


    Liebe kann keine Berge versetzen, sie kann einem höchstens die Energie liefern, die Berge zu umgehen oder zu überklettern. Allerdings sehe ich nicht, dass dein Freund irgendwelche Berge umgehen will und beim überklettern könnte dir leicht die Kraft ausgehen. Insbesondere, weil du ja schon heute merkst, dass du nicht "fit" bist für das, was dich da erwartet (sprich: du freust dich nicht darauf).


    Du hast geschrieben:

    Zitat

    ... es ist so schwierig, einen tollen Mann zu finden. Es ist so.. ich glaube nicht, dass ich mein Leben lang alleine bleiben würde, aber SO einen wie jetzt... den find ich nimmer mehr..

    Dem stimme ich zu, den gleichen Menschen findest du nicht mehr, aber vielleicht einen, den du genau so lieben kannst und der mit dir ein Leben teilen möchte, dass auch deinen Zukunftsvorstellungen entspricht? Mir ist nicht recht klar, warum du deinen jetzigen Partner so idealisierst – von aussen gesehen ist er ganz und gar nicht der Mensch, der dich glücklich machen kann.


    Ihn gibt es doch nur mit Firma, mit Schwiegermutter und dem ganzen Umfeld, das dich abschreckt. All das gehört zu ihm. Mich dünkt, du siehst ihn aber lieber isoliert davon. Isoliert ist er toll – aber als Gesamtpaket? Ähm, nicht wirklich, oder?

    Zitat

    Allerdings möchte ich weder heiraten, noch schwanger werden, solange wir das nicht zusammen ausgetestet haben, was dort auf uns zukommt und wie wir damit zurecht kommen.

    Auch ich bin froh, dass du das so formuliert hast. Offenbar brauchst du dieses Austesten noch. Grossen Schaden anrichten kann der Versuch nicht, im Gegenteil, du hast dann genug "Praxis" um eine Entscheidung zu treffen, zu der du auch Jahre später noch stehen kannst.


    ..


    ..


    Offtopic:


    Zu deiner Frage zu meinem früheren Beitrag, wie ich über meine "2.Wahl-Liebe" hinweg gekommen bin. - Es gab nichts zum drüber hinweg kommen. Es war nicht "furchtbar schwer". Dies aus zwei Gründen:


    1) Wie schon erwähnt, hatten wir BEIDE unterschiedliche Vorstellungen von unserer Zukunft. Wir einigten uns darum eben auf eine bestimmte, gemeinsame Zeit und beschlossen bereits am Anfang unserer Beziehung, uns wieder zu trennen (Plan war nach 5 Jahren, effektiv wurden es dann rund 10 Jahre). Das ist für die meisten Menschen ungewöhnlich, für mich war es auch ein Experiment, allerdings ein gelungenes. Ich habe mir damals gesagt, wenn ich nun eine für einige Jahre befristete Stelle angeboten bekomme, die mir ungeahnte Höhen verspricht, dann sage ich zu, auch wenn es eben nicht für immer ist. Auch in eine supertolle Villa würde ich ziehen, wenn sie mir zwar nur vorübergehend, aber zum Preis einer Wohnung angeboten würde. Es war mir möglich, auch eine Liebesbeziehung so zu leben. Ich wollte mitnehmen, was ich kriegen konnte, weil es mir das einfach wert war.


    2) Unsere Trennung bedeutete nicht, dass wir uns nicht weiter lieben durften. Wir haben zwar das gemeinsame Leben aufgegeben, nicht aber unsere Liebe. Wir gehören zu den Menschen, die lieben können, ohne "haben" zu müssen. Da ich also seine Liebe nicht "verloren" habe, musste ich auch nicht allzu traurig sein.


    Ach ja, mir war auch immer klar, "so einen Mann finde ich nie wieder". Da ich mich aber weiterentwickelt und verändert habe, brauche ich auch nicht nochmal das gleiche. Meine aktuelle Partnerin ist das, was HEUTE optimal zu mir passt. Ich hatte/habe für jede Lebensphase den optimalen Partner, die optimale Partnerin gefunden – und es war nicht schwer. Warum? Ich weiss, wer ich bin und was ich möchte und brauche. Darauf habe ich bei meiner Wahl immer geachtet. Bei all den Möglichkeiten und all den vielen Menschen auf der Welt kann es doch nicht schwer sein, jemand passendes zu finden?

    es sind schon sehr sehr schöne anregungen gekommen (z.b. von Comran und Himmelgrün sind mir ein paar aspekte besonders aufgefallen *:) ) aus meiner sicht möchte ich aber ergänzen: ich bin fast ein wenig stolz auf deinen freund ;-D


    bisher hatte ich ja den eindruck, er würde sich vom pantoffel deiner mutter überlegen, sich unter deinen zu begeben (du hattest ja tatsächlich tendenzen, an seinem anderen arm zu zerren und dich vergleichbar zu seiner mutter zu benehmen :)_ ) - und jetzt macht er klare fusionspläne, will endlich alles in die hände nehmen, damit auch die getrennten eltern nicht mehr von allen seiten quengeln, geht ambitioniert und konsequent an seinen weg heran - und: er sagt dir ganz klar, was er will und dass er das macht! das würde ich eher als zeichen von erwachsen werden, rahmenbedingungen klären, dir klar machen, auf was du dich einlässt... das ist mal echt ein guter anfang für ein gemeinsames zukunft-planen!!!

    Ich glaube du verwechselst hier etwas.... Die Firma steht über dir? Wieso? Das sind doch zwei grundlegend verschiedene Themen...oder betrachtest du dich als einen Job?


    Du musst unterscheiden zwischen Berufen wie Handwerker, Zeitungsbote, oder eben in einer höheren Position als Inhaber o.ä. Das heißt ja aber noch lange nicht, dass der Beruf über dir steht, wie kommst du überhaupt auf sowas?


    Das eine ist der Job (als Inhaber hast du nun mal extrem viel Verantwortung und arbeitest oft länger als Andere) und das andere ist das Privatleben (da gehörst du hin).


    Ich bin der Meinung, dass man sowas auf jeden Fall unterscheiden muss.

    Dem Beitrag der Seherin kann ich wohl zustimmen. Aber der Freund verliert sich in Aktivitäten. Er will alles, und zwar gleich. Aber eine Familie (besonders eine intakte und erfüllende) gibt es nicht im Katalog. Und sich mit einer Frau und Familie zu schmücken die man dann nur 3 Stunden in der Woche sieht ist nicht erfüllend - jedenfalls nicht für Theresia, wenn ich sie da richtig verstanden habe.


    What ever - wenn die Chemieexplosionen in den Körpern aufhört (stand so in einem anderen Beziehungsfaden ;-D ) und der Alltag einkehrt sieht sowieso alles plötzlich ganz anders aus - ist meine Meinung :-/