;-D


    Ich hab mirs gedacht, dass wir irgendwann so ne Meldung von dir bekommen. Ich würde mich freuen, wenn ihr das irgendwann offen leben könntet.


    Ich weiß, eure Konstellation ist sehr ungewöhnlich und nicht so gesellschaftlich akzeptiert wie die gegenteilige Konstellation. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass deine Söhne am Anfang vllt geschockt sind, aber sich dann auf Dauer es akzeptieren werden. Schließlich haben sie ja dich als Mutter (und so oft fällt der Apfel jetzt nicht weit vom Stamm weg :-p ). Schwieriger würde es mit Nachbars werden.


    Ja, es kann sein, dass der Reiz des Verbotenen viel ausmacht, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es nicht das bei euch ist. Und wenn doch, man findet nie heraus, was es genau ist, wenn man es nicht versucht.

    Zitat

    als Kinderschänderin habe ich dich jetzt wohl getoppt

    ich glaub nicht, dass du den Kerl überreden musstest ;-D Ich glaube, der ist mehr um dich herumgeschlichen als du um ihn :-p ]:D @:)

    Das hat mir gefehlt, das Schreiben *:)

    @ Kletterpflanze:

    Ja, die Geheimhaltung macht sicher einen Teil des Reizes aus, es macht das Zusammensein jedesmal zum Event. Dass der Herzschmerz mal riesig wird, ist mir auch klar – ich hoffe, er wird damit umgehen können, um mich mache ich mir da weniger Sorgen. Wenn es weh tut, merkt man wenigstens, dass man noch lebt

    @ sensibelmann:

    Das Alter wäre weniger entscheidend, wenn er von "außen" käme, als der Neue im Umfeld. Momentan fühlen wir uns so, als würden uns die anderen das gewaltig übel nehmen. Würden sie auch, ich kennen sie ja. Es ist dieses Verrutschen der Rollen, der Sprung über die Generationen, in familiären Strukturen. Also mit meinen Jungs wäre erstmal Krieg (weil ich peinlich bin und sie blamiere), mit Nachbars leider auch.

    @ calixa:

    Gemeinsamkeiten ja und nein, wir leben im selben Umfeld, kennen uns sehr lange aus anderen Persektiven. Gemeinsam haben wir schon viel, aber die Unterschiede sind sicher größer. Vielleicht erzähle ich das nachher einfach (zehn Jahre im Schnelldurchlauf)

    @ Mae + Stuhlbein:

    Ja, die Senilität des Alters schlägt zu ;-D

    @ Cleo:

    Glaubst du? Meine Erfahrung ist, dass Kinder mit manchen Veränderungen echte Probleme haben.

    @ kratzkaetzchen:

    Geschlichen ja. Überreden? Jein |-o

    Die Nachbarn:


    Wir wohnen hier schon länger. Ich bin ich privat eher der "vierschrötige" Typ Frau, ungeschminkt, mit Motorrad und Heavy Metall. Manche sehen in mir die Karriere-Emanze, und dann habe ich auch noch den Vater der Kinder vor die Tür gesetzt. Nicht ohne Grund, aber sowas macht frau auf dem Dorf nicht ...


    Im Kindergartenalter meines Kleinen ist ins Nachbarhaus eine Familie mit zwei Jungs gezogen – der jüngere kam mit meinem in eine 1. Klasse, der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Der größere war ein paar Jahre älter als meine beiden, war aber manchmal auch dabei. Ich hatte nie den Ziergarten, sondern in Ermangelung eines öffentlichen Spielplatzes einen eigenen gebaut. Dreckig werden erlaubt, und kein Kind verlässt das Haus ohne Eis. Spitzname Villa Kunterbunt.


    Der Große vom Nachbarn war damals ungefähr 12, ein schmaler blasser Junge, ziemlich schweigsam, verschlossen, laut seinen Eltern "schon immer schwierig". Ein "Sensibelchen" hat ihn seine Mutter genannt, ich mochte ihn von Anfang an, weil für mich sensibel kein Schimpfwort ist. Wenn er zu Beginn eines Schuljahres eine schlechte Note hatte, ist er in dem Fach nicht mehr auf einen grünen Zweig gekommen, aus Prüfungsangst. Habe ich alles nur am Rande mitbekommen. Der ging aufs altsprachliche Gymnasium, das mit Latein, Altgriechisch und den katholischen Mönchen. Fand ich da schon gruselig, aber ging mich ja nix an und ungefragte Ratschläge verkneife ich mir. Aber die Schule war eine Qual. Nachbars waren damals ganz schön etepetete, heute sind die auch normaler. Der Kleine durfte dann Jahre später mit meinem zusammen auf ein "normales" Gymnasium, und da läuft es bis heute.


    Jedenfalls hat der Große das Elite-Gymnasium dann mit in der 9. geschmissen, welch "Abstieg". Dann begann eine etwa zweijährige Phase mit jeden Monat ein neues Outfit, Haare ab, Haare gefärbt, Iro, Hauptsache provokativ. Nachbars war es erwartungsgemäß peinlich, ich fand es lustig, konnte natürlich mein loses Mundwerk nicht halten. Irgendwann kamen Flecktarn-Klamotten, Nachbars schoben Panik, dass er jetzt zum Nazipunk wird. Ich fand, die sehen robust aus und fragte nur, wo es die gibt. Seitdem trage ich eine Airbourne Vintage Cargohose zur Gartenarbeit ;-D


    Die Emo-Phase habe ich mit "ist schon Halloween?" kommentiert. Habe ich alles mit einem Grinsen beobachtet. Und erwartungsgemäß endete die Phase auch wieder, und er war wieder der anständige, eher introvertierte Junge von nebenan. Groß und mager, wie heute noch. Aber neben mir sind die meisten mager...


    Als der seltsame Flirt mit mir begann, war er 19, das ist die letzte Geschichte aus dem Forum. Und unsere Wahrnehmung hat sich geändert. Seine von mir war jedenfalls gespalten. Zum einen war ich ein zeitloses Element aus der Nachbarschaft, angenehm unspießig und gut zum Reden. Besser als mit Gleichaltrigen. Und weil er mir einfach vertraut hat, war da von Anfang an eine ungewöhnliche Offenheit. Die hätte es nicht gegeben, wenn er sich mit Balzabsichten genähert hätte, aber bei mir musste er sich nicht verstellen, keine Maske aufsetzen, hatte ja nichts zu beweisen.


    Wann er mich als Frau wahrgenommen hat, kann er gar nicht mehr so genau sagen. War wohl deutlich früher, aber eine ganz andere Ebene. Das Alter, in dem Jungs gerne in fremde Gärten spannern, wenn sich da die Nachbarin sonnt. Aber da ging es noch nicht um mich, sondern um feuchte Träume von nackter Haut.


    Zu Beginn unserer Redephase waren nette Nachbarin und sonnende Nachbarin in seinem Kopf noch zwei verschiedene Personen. Unbemerkt haben sich meine zwei ichs in seinem Kopf angenähert, und er eine Art indifferenter Trauer verspürt, dass ich nicht jünger bin, weil sonst hätte es ja passen können mit uns. Angefangen hätte er von sich aus nie, außerdem war meine Freundschaft zu wichtig. Nein gesagt hätte er aber auch nicht :=o


    So, das war das. Für mich eigentlich eine komische Sache, als selbst erwachsener Mensch den künftigen Liebhaber heranwachsen zu sehen ...

    @ Nordstern:

    den Corssen-Satz lasse ich gerade noch wirken. Ja, da finde ich viel wieder. Meinen Job verlieren so direkt vielleicht nicht, aber ich habe hier eine (neudeutsch) gute Life-Work-Balance, die bei einem Ortswechsel weg wäre. Offene Beziehung würde zu einem klaren Schnitt führen, raus aus dem Umfeld hier. Und dazu bin ich (noch oder nie?) nicht bereit.


    Darf ich fragen, was deine Gründe für die Nicht-Beziehung sind?


    Liebe Grüße

    Zitat

    Ja, die Geheimhaltung macht sicher einen Teil des Reizes aus, es macht das Zusammensein jedesmal zum Event. Dass der Herzschmerz mal riesig wird, ist mir auch klar – ich hoffe, er wird damit umgehen können, um mich mache ich mir da weniger Sorgen. Wenn es weh tut, merkt man wenigstens, dass man noch lebt

    Ich wollte es nur angemerkt haben, dass eben alles seinen preis hat, das wird gerne bei dem leb den moment vergessen. Und naja je nachdem wie es für dich ausgeht, könnte das auch üble Konsequenzen haben, kann ja sein, dass die nachbarn oder sonstwer es irgendwie rausfinden

    Zitat

    Offene Beziehung würde zu einem klaren Schnitt führen, raus aus dem Umfeld hier. Und dazu bin ich (noch oder nie?) nicht bereit.

    Da stellt sich mir die frage, ob das für ihn überhaupt in betracht kommt. Also will er beispielsweise Kinder? ode rhat andere ziele, die mit deiner lebenssituation nicht vereinbar sind? Dann wäre das ja schon generell irrelevant.


    Und nehmen wir an ihr würdet ne offene beziehung führen (hihihi offene beziehung wird ja meist anders verstanden) du müsstest dann ja trotzdem irgendwie mit seinen eltern klar kommen etc, das ausklammern ginge ja auch nicht, da stellt sich die frage ob sich dem direkt stellen nicht besser wäre hm.

    Zitat

    Darf ich fragen, was deine Gründe für die Nicht-Beziehung sind?

    Hmm… Feigheit? :=o Nee, da gibt es schon gute Gründe. Kurz gesagt: Es geht dabei hauptsächlich um den Job. Ich muss mir zwar bestimmt keine Sorgen machen, den zu verlieren, aber bei einer "offenen Beziehung"

    könnte sich der ein oder andere unschöne Gedanken darüber machen, wie ich ihn bekommen habe
    .


    Wenn ich so darüber nachdenke, geht es irgendwie auch darum, dass ich fürchte, an Ansehen zu verlieren. Dann spielen da noch Ex-Beziehungen mit rein … usw. - Dazu kommt noch, dass die "Beziehung" tatsächlich nicht definiert ist, und deshalb eben eine "Nicht-Beziehung". Irgendwie ist das doppelt kompliziert – aber das ist ja hier nicht das Thema ;-D


    Den Punkt von Kletterpflanze finde ich bei Dir auch sehr wichtig:

    Zitat

    Da stellt sich mir die frage, ob das für ihn überhaupt in betracht kommt.

    Auch wenn ich das Thema "Kinder" jetzt etwas zu weit gedacht finde, geht es ja auch darum, was er riskiert. Wie ist es denn, wenn Ihr Euch woanders trefft, also auf Dienstreise z.B. ]:D , läuft Eure Nichtbeziehung da auch öffentlich oder nur im Hotelzimmer ab?


    Liebe Grüße,

    @ Kletterpflanze:

    Ja, offene Beziehung klingt gut *g*


    Wahrscheinlich wird er irgendwann Kinder haben wollen, und seine Lebensplanung ist momentan eher planlos. Er studiert halt ziemlich unmotiviert rum, erst Informatik, jetzt Philosophie, aber Musiktherapie wäre eigentlich auch ganz toll ...


    Wie schon geschrieben, das Thema Zukunft blenden wir eher aus. Wir haben eine Gegenwart, und das ist mehr als wir je erhofft hätten. Mad world, wer weiß schon, wie lange Zukunft dauert.


    Das Problem aus Nachbars Sicht ist, dass sie mir ja seit Jahren ihre Kinder anvertraut haben. Und Kind bleibt er für sie immer, egal wie alt er ist. Der Kleine, 15 und bester Freund von meinem Sohn, geht bei mir ja auch ein und aus.

    @ Nordstern:

    Verlust von Ansehen, Ex-Beziehungen ... ich verstehe jedes Wort davon so gut :)_

    Thema Hotels:


    Wir haben vor elf Monaten am Gardasee beschlossen, dass wir einfach eine einzige gemeinsame Nacht wollten. Mehr nicht, dann wäre die Sache eh vorbei.


    Ich bin beruflich manchmal in Hotels, und solche Tagungshotels sind anonym genug. Also habe ich eins ausgesucht, das möglichst weit weg ist, in dem ich schon mal war (Ortskenntnis) und das genug Luxus für unsere einzige gemeinsame Nacht bietet. Gelandet sind wir hier:


    http://www.lastrada.de/zimmer-…nsere-suiten/graue-suite/


    Hotel mit herrlichem Wellnessbereich und leckerem Frühstücksbuffett. Im Nachhinein völliger Schwachsinn, durch halb Deutschland zu fahren, aber Logik war nicht. Der Plan war simpel: Die Jungs hatten ein Oma-Wochenende, und ihn habe ich an der nächsten Autobahnraststätte aufgesammelt. Das Zimmer hatte ich online gebucht (nur auf meinen Namen). Ich habe ihm per SMS die Zimmernummer geschickt, er kam einfach eine halbe Stunde nach dem Einckecken nach. Wir haben weder Wellness noch Frühstück genutzt |-o


    Am nächsten Tag wollte keiner von uns heim, er bat mich zu bleiben, wir könnten uns ja irgendeine Ausrede einfallen lassen. Aber Nein, das wars, wir sind wieder vernünftig. Oldmum ist zuverlässig und pünktlich, also sind wir brav nach Hause gefahren ... und sind auch seperat rausgeschlichen, weil es uns peinlich war. Der dicke Hawaianer hat uns mit "Wunderful World" Richtung Süden geschnulzt, dann wieder Mad World ... people running circles. Er hatte Augenringe wie ein Pandabär, ich habe lieber gar nicht erst in den Spiegel geschaut, und der Gedanke, dass es jetzt vorbei ist, war so grausam. Spätestens auf halber Strecke haben wir uns dann eingestanden, dass wir lieber anfangen als aufhören wollen.


    Daheim hatte ich das Gefühl, jeder muss es uns ansehen. Das muss doch jeder merken ... Keiner hat es gespannt, die Veränderung in der Luft war für alle anderen unsichtbar, die Erde hat sich einfach weitergedreht. Hier waren wir in der ersten Zeit ziemlich schreckhaft, überkorrekt aus Angst erwischt zu werden. Gestohlene Augenblicke, Stunden, immer mit einem Ohr an der Tür.


    Das nächste Hotel war näher (kannte ich auch schon), es hat sogar einen diskreten Hintereingang direkt vom Parkplatz aus. Wir haben uns einen Picknickkorb mitgebracht und das Zimmer diesmal zwei Tage und Nächte nicht verlassen.


    Weihnachten waren die Kinder bei Papa, wir wechseln uns da im Jahresrhythmus ab. Sonst für mich eine schlimme Zeit, haben wir diesmal satte vier Tage in einem Wellnesshotel am Bodensee verbracht. Diesmal mit Frühstück und Restaurant, nur für die Sauna ist er zu "gschamig".


    Geht gleich weiter, Fortsetzung folgt ...

    Da auch mein Budget endlich ist, bleibt es bei wenigen Tagen, die wir uns so stehlen. Im Frühling ist er mir einmal überraschend nachgereist, als ich beruflich eine Woche in D-Dorf war. Irgendwie wollte er in einem Anfall von Misstrauen wohl wissen, wie meine anderen "Dienstreisen" so ablaufen. Da kursieren ja die wildesten Vorstellungen, was da alles passiert. Mir noch nie, ich bin auch nicht die Zielgruppe, die in der Hotelbar abgeschleppt wird. Ich konnte dann auf eigene Kosten das Wochenende verlängern und zu zweit dableiben. Nachdem ich die ganze Woche mit verschiedenen, teils wechselnden Kollegen beim Frühstücksbuffet war, haben wir am Wochenende natürlich auch miteinander gegessen. Zum einen denke ich, dass Hotelfachleute viel sehen, und wir nur eines von vielen heimlichen Paaren sind, zum anderen könnte es ja harmlos sein. Wir haben ja kein Schild auf der Stirn.


    Vielleicht sind wir im Laufe der Monate ein wenig leichtsinniger geworden, auf jeden Fall aber routinierter. Wir haben ja schon früher ungeniert viel Zeit miteinander verquasselt, und da ist auch niemand misstrauisch geworden. Bei Schulzeit, aber Semesterferien gehört uns der Vormittag – nur halt jetzt nicht, wegen dem Besuch :°(


    Meistens geht es mir gut mit der Nicht-Beziehung, hat ja durchaus Vorteile. Aber einen Preis zahlen wir beide, ganz klar. Vieles ist anders als in meinen bisherigen Beziehungen, sicher habe auch ich mich geändert. Und es ist schwer zu trennen, was davon dem Reiz des Verbotenen geschuldet ist.

    Hallo Oldmum,


    hier war ja heute nicht viel los... wahrscheinlich alle im Urlaub oder in der Sonne ;-)


    Interessantes Thema, wenn ich wollte (und mehr Zeit hätte) könnte ich irgendwie jeden Satz von Dir kommentieren, ergänzen, und meine Version davon erzählen: Tagungshotels, Frühstücksbuffet, gestohlene Augenblicke, überkorrektes Verhalten, damit keiner etwas merkt….


    Letzteres finde ich übrigens eine schwierige Sache, bin dabei schon manchmal über das Ziel hinausgeschossen und habe mich hinterher selbst über mein distanziertes Verhalten geärgert (und durchaus direkt anschließend per SMS/E-Mail dafür entschuldigt |-o ).


    Das hier fand ich gut:

    Zitat

    Irgendwie wollte er in einem Anfall von Misstrauen wohl wissen, wie meine anderen "Dienstreisen" so ablaufen. Da kursieren ja die wildesten Vorstellungen, was da alles passiert.

    Tja…. :=o 8-)

    Zitat

    Zum einen denke ich, dass Hotelfachleute viel sehen, und wir nur eines von vielen heimlichen Paaren sind, zum anderen könnte es ja harmlos sein.

    Stimmt, was aber bleibt, ist die Gefahr jemanden zu treffen, den man kennt – davor ist man glaube ich selbst am Ende der Welt nicht sicher. Noch schlimmer finde ich, dass man ja jemanden treffen könnte, der einen erkennt, den man aber selber nicht erkennt. Hmm, das klingt jetzt natürlich schon fast paranoid,

    ich meine so etwas wie den Kollegen aus der Nachbarabteilung oder wirklich entfernte Bekannte, Vereinskollegen, Nachbarn etc… einfach auch jemanden, der sich vielleicht gar nichts dabei denkt, hinterher z.B. weiterzuerzählen "Du, stell Dir vor, ich habe kürzlich XY gesehen, ich glaube, er hat eine neue Freundin, …." %:|


    Apropos, machst Du Dir eigentlich keine Sorgen, dass Du hier erkannt wirst? Es sind ja in Deinen letzten Posts schon ein paar Details aufgetaucht (Urlaubsziele, Studienfächer). Falls Deine Nachbarn/Kinder/Freunde hier mitlesen, wäre das Geheimnis wohl keines mehr, oder?


    Auf der anderen Seite vermute ich mal, dass es Dir schon lange gefehlt hat, darüber reden/schreiben zu können… :)_

    Hallo Nordstern, ein Restrisiko bleibt natürlich, hast Recht. Aber wie du richtigt siehst, ich musste einfach irgendwo mal drüber reden, und da halte ich ein anonymes Forum für das geringste Übel. Der Vorteil ist, dass in meinem Umfeld eigentlich niemand alle Details zusammenbekommt, z.B. wissen alle, wo ich arbeite, aber wenige, was ich da genau tue. Und die wenigen sind nicht grad internet-affin ;-)


    Offen gemeinsam irgendwo angereist sind wir auch nur einmal, Weihnachten, aber das feiern alle daheim. Da in einem kleinen Hotel Bekannten zu begegnen, wäre schon übles Pech gewesen.


    Sonst sehen wir uns bei mir, aber gestern war ich drüben bei Nachbars, waren grad alle ausgeflogen und wir hatten ein wenig Ruhe. Eine Stunde später kamen Vater und kleiner Bruder heim, aber nachdem vorsorglich Kaffee auf dem Tisch stand, war ja alles okay. Vater hat verstanden, dass ich meinem Besuch mal entflohen bin und angenommen, ich wäre auf einen Plausch zu ihm gekommen. "Oh sorry, wenn ich gewusst hätte, dass du da bist, hätte ich mich beeilt." Seinen eigenen Sohn, der leicht zerzaust in Badeshorts durch die Bude hüpft, hat er kaum registriert. Die Vater-Sohn-Beziehung ist eh eine sehr seltsame. Papa Macho, kann alles weiß alles, im Gegensatz zum "Sensibelchen". DEM könnte ich sein Weltbild schon ein wenig durchschütteln.


    Aber wie ist das bei dir? Hoffst du auf ein Coming Out irgendwann?

    Zitat

    Letzteres finde ich übrigens eine schwierige Sache, bin dabei schon manchmal über das Ziel hinausgeschossen und habe mich hinterher selbst über mein distanziertes Verhalten geärgert (und durchaus direkt anschließend per SMS/E-Mail dafür entschuldigt |-o ).

    Kenne ich auch sehr gut ... dann behandle ich ihn wie die 15-Jährigen, damit nur ja der Abstand betont wird.

    Hallo Oldmum,


    ich war schon immer ein begeisterter Leser Deiner Geschichten und bin immer schon auf Neues gespannt.


    Du hast einen tollen Schreibstil.


    Aber genug dazu. Wollte ich nur mal erwähnt haben.


    Zu Deinem "Problem" mit dem Nachbarssohn ( obwohl ich das Wort Problem für eure Beziehung eigentlich falsch finde, deshalb auch die "" ):


    Ich würde nur eines dazu sagen. Nämlich genießt es !!!!!!!!!!!!!!!!!!


    Was gibt es schöneres als Liebe? Klar die Umstände sprechen wahrscheinlich nicht gerade für ein Happy End aber warum das Risiko nicht eingehen?


    Manchmal sollte man es einfach nur geschehen lassen und sich nicht zuviele Gedanken machen.


    Aber in einem wäre ich vorsichtiger. Erwähne hier nicht zuviele Details. Mit den Infos die Du hier gegeben hast könnte man vielleicht erkennen wer hier schreibt. Kommissar Zufall spielt da manchmal eine nicht zu unterschätzende Rolle.


    Nämlich, egal wie das endet, es könnte ja auch zu einer offen gelebten Beziehung führen, das Heft des Handelns würde ich mir nicht aus der Hand nehmen lassen.


    Darauf würde ich achten.


    Ansonsten lass alles auf Dich zukommen und genieße es.

    Zitat

    Aber wie ist das bei dir? Hoffst du auf ein Coming Out irgendwann?

    genau in dieser frage steckt ja das, was irgendwann mal ein problem werden könnte! solange sich beide darüber einig sind, dass sie diese heimliche beziehung-affaire-liason genießen wollen, solange es passt, ist alles gut... aber was, wenn einer der beteiligten mehr möchte? händchen haltend über den salzburger christkindlmarkt bummeln, knutschend im strandkorb an der nordsee, glücklich-lasziv im frühstücksraum vom hotel am gardasee...


    ... das war damals bei meinem "bub" ein problem – für mich! mir wären diese paar jahre egal gewesen und ich hatte ja auch nicht dieses verschwurbelte freundschfts-nachbarschafts-familien-ding im hintergrund!

    @ Basti:

    Mit der Vorsicht hast du wohl Recht. Ich kenne zwar einige Frauen, auf die die Beschreibung meiner Lebenssituation zutrifft – und bei denen keiner reinschauen kann – und deswegen habe ich vor dieser Form der Öffentlichkeit hier weniger Angst. Aber wahrscheinlich unterschätze ich Kommissar Zufall. Also :-@


    Für viel wahrscheinlicher halte ich es, im richtigen Leben ertappt zu werden ...

    @ Seherin

    Unser "verschwurbelter" (cooles Wort, merke ich mir :)^ ) Hintergrund führt dazu, dass wir schon öffentlich zusammen unterwegs sind, aber in der Gruppe und damit sowas von getrennt. Und das finde ich noch härter, den Weihnachtsmarkt mit Sicherheitsabstand. Da passieren kränkende Erfahrungen der ganz anderen Art, wenn Dritte unbewusst unsere Gefühle verletzen.


    Manchmal macht uns das Spaß, manchmal tut es weh ... und manchmal ist für mich ziemlich schwer, mein loses Mundwerk zu halten. Geschichte dazu kommt später (ich schreibe halt gern), es geht ums Thema "such dir mal einen/eine".


    Bei dir hatte der "Bub" also nicht den Mut. Ja, meiner hat auch mehr Angst als ich. In unserem Alter ist halt doch @:) schon mehr Wasser die Isar runtergeflossen.