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    Ich glaube, dass wir nicht planen, sondern einfach nur leben, ist grundsätzlich der richtige Weg. Es ist alles gut, wie es ist.

    Genau so. :)= Oldmum macht alles richtig und braucht keinen Rat.


    Ich habe den Faden mit größtem Vergnügen und Mitgefühl gelesen, denn er beschreibt exakt meine Situation vor langer Zeit. Ich der Prinz von nebenan, ältere Frau, zwei Kinder, halt genau so, wie es hier steht.


    Ich wünsche euch etwas mehr Mut eure Liebe zu leben und ihr werdet sehen, dass es funktioniert.

    Zum Anliegen in diesem Faden--- bei einer der älteren Diskussionen von Oldmum gab es mal den Begriff des "responding diarys", das finde ich total super und spannend, kann da viel für mich mit anfangen!

    Gut…… sogar sehr gut!


    Was ich nicht verstehe, sind die vielen Zweifel und Unterstellungen, die einer solchen Beziehung entgegengebracht werden und die sich alle am Altersunterschied fest machen. Es ist nicht die Frage, ob er reif genug für eine Beziehung ist (nein, ist er nicht, wie auch, aber wer will das denn schon sein, und warum unterstellt man es dir), sondern wie viel Entwicklungspotential bei beiden vorhanden ist. Genau hier liegt der springende Punkt. Es gibt nichts zu planen, nichts ist vorherbestimmt. In einer solchen Beziehung "besitzt" man sich nicht automatisch, sondern muss sich ständig hinterfragen und an sich arbeiten, ob gleichalterig oder nicht, nur wird es bei einem Altersunterschied offensichtlich. Das macht das ganze unbequem (ich schreibe bewusst nicht schwierig). Man kann von dem Partner nichts verlangen – dafür ist alles, was man bekommt umso schöner.

    So, da bin ich wieder ... manchmal muss ich wirklich arbeiten :-)

    @ Nordstern:

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    Das ist wirklich ein tolles Gefühl und einiges wert, oder?

    Ja, definitv, das ist es ... ich kannte nur den Begriff MILF nicht, Filme wie Mrs. Robinson kenne ich, geniale Musik vor allem. Und Stifflers Mum in American Pie ist auch keine unsympathische Gestalt, schräg halt.

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    Weißt Du eigentlich, wie er sonst damit umgeht?

    Er gilt als Single, ist eher ein ruhiger Typ, keiner, der mit "Weibergeschichten" angibt. Wahrscheinlich würde er es als letzter merken, wenn eine Frau auf ihn steht (mein Glück ;-) )

    @ fantasma:

    Das "responding diary" trifft es ganz gut, ich wollte einfach drüber reden können. Und durch die vielen Antworten reflektiere ich mich und mein Verhalten, erkenne "Fallen" wie die Kindrolle. Sowas gibt mit dann schon zu denken, und ich hinterfrage mein Handeln. Dass ich unsere Nicht-Beziehungen aufgrund irgendwelcher Moralvorstellungen beende, stand für mich nie im Raum, es geht mir eher darum, mit der Situation bestmöglich umzugehen. Und da kann ich hier viel mitnehmen.


    Und ja, auch Zustimmung ist toll – so wie eine Freundin im richtigen Leben mitlacht, wenn was Komisches passiert. Ich habe es bisher nicht gewagt, jemanden ins Vertrauen zu ziehen. Durch das Schreiben hier reift in mir aber der Entschluss, das irgendwann in irgendeiner Form zu tun – aber diese Entscheidung treffe ich nicht allein.

    @ Seherin:

    Danke @:) @:)

    @ mit:

    deinen Zeilen ist nichts hinzuzufügen, du triffst es auf den Punkt :)*


    Wie groß ist/war euer Altersunterschied? Habt ihr euch irgendwann geoutet?


    Das mit dem "Besitzen" stimmt. Eine "normale", sprich "passende" Beziehung wäre nach einem Jahr längst in einem festen Fahrwasser, und damit der Gefahr von Langeweile ausgesetzt. Wir halten eine Art Titanic-Feeling, und jeder gestohlene Moment ist ein Fest. Alles ist uns so kostbar.

    Meinst Du nicht, es wäre Zeit, statt von einer Nicht-Beziehung lieber von einer heimlichen Beziehung zu sprechen? ;-)


    Ich lese übrigens sehr gern, was Du erzählst. Wenn mir mal langweilig ist, mache ich mich dann noch an Deine alten Threads. ;-D

    Ja, könnte ich tun ;-)


    Irgendwie unterscheide ich für mich in One-Night-Stands (nicht mein Ding), Affären und Beziehungen. Am ehesten wäre es wohl eine Affäre, weil fest aber heimlich. Andererseits klingt mir Affäre zu schäbig, also eine Kann-nicht-weil-nicht-sein-darf-Beziehung – kurz Nicht-Beziehung. Aber du hast Recht, heimlich Beziehung trifft es auch, oder G'spusi auf Bayerisch ;-D


    Hier fallen grad Weihnachten und Ostern zusammen, sprich wir haben beide sturmfreie Bude. Alle sind im Urlaub, nur ich muss noch "arbeiten". Meine Jungs sind bei der Oma, und er hatte keinen Bock auf Familienurlaub. Komisch, das hatten wir noch nie – fast zwei Wochen das Haus für uns, sich ganz normal und frei bewegen. Wir essen auch ganz offen miteinander auf der Terrasse, ist ja kein Geheimnis, dass wir uns kennen, und nicht das erste Mal, dass ich jemanden ein paar Tage durchfüttere. Manchmal melden sich Freunde von mir, denen ich freundlich klar mache, dass ich grad wenig Zeit habe, weil ich Fenster streichen will und mein Helfer schon da ist. Die Farbe steht auch dekorativ vor der Haustür bereit, für spontane Besucher. Dämliche Ausrede, ich weiß ...


    Ansonsten verbringen wir herrliche entspannte Tage mir reden, lieben, trinken ... herrliche Cocktailrezepte habe ich dazugelernt :-)

    @ fantasma:

    Du hattest etwas geschrieben, über das ich länger nachgedacht habe:

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    Wie ist hingegen seine Persönlichkeit? Ist er – böse gesagt – Dir relativ untergeordnet (wenn auch gerne) und manipulierbar, ansonsten ziemlich ohne Profil und Pläne? Ist er aufgrund dessen sogar "bequem"? Warum?

    Er war immer ein stiller, nachdenklicher, sehr intellektueller Typ, mit fast depressiven Phasen. Wirkt manchmal etwas unnahbar, ist aber in Wirklichkeit Schüchternheit.


    Böse gesagt: Er gibt sich für alles die Schuld, aber für nichts die Verantwortung. Will sagen, er entschuldigt sich für Dinge, für die er gar nichts kann. Ein Beispiel: wenn es plötzlich zum regnen anfängt, und man vorher den Garten gegossen hat. Ich würde sagen: "Mist, die Arbeit hätte ich mir sparen können." Er: "Tut mir leid, dass ich vorher gegossen habe."


    Es gibt viele Menschen, die immer und für alles einen Schuldigen suchen, und er tappt da oft genug rein. Damit meine ich nicht mich, das hat mich schon vor Jahren aufgeregt, wenn ich es mitbekommen habe, und bin in eine Art Verteidigungshaltung gegangen. Er hat mich also als die "Tante von nebenan" erlebt, die auf seiner Seite steht, bei der er sich sicher fühlen kann. Das war unser Verhältnis vor rund zehn Jahren.


    Das mit dem sicheren Hafen ist geblieben, denke ich. Ansonsten bewegen wir uns inzwischen (meistens) beide auf Erwachsenenniveau. Wenn wir allein sind, sowieso. An meinen Ausrutschern arbeite ich noch, ich bringe ihm jetzt Bier statt Eis :=o (im übertragenen Sinn).


    Profil? Ja, da hat er jede Menge, viel Tiefgang. Und er ist jemand, den man einfach mögen muss. Pläne? Einige, aber für mein Dafürhalten nicht wirklich ausgereift. Ich bin praxisorientiert, er idealistisch. Bequem? Ja, definitiv. Warum? Da gibt es viele mögliche Ursachen, und unschuldig bin ich daran sicher nicht. Ich versuche zumindest, ihn nicht in eine Richtung zu drängen oder gar zu formen. Menschen sind unterschiedlich, und das ist der Reiz.


    Was mich an ihm immer wieder völlig umhaut, ist seine völlige Offenheit. Manche Menschen sind ja wie Zwiebeln, unter jeder Maske wieder eine Maske, bis nichts mehr da ist. Er zeigt seine Emotionalität mit einem Vertrauen, das mich sprachlos macht. Noch nie hat sich mir jemand so verwundbar präsentiert – und nie würde ich das ausnutzen. Das schafft eine Nähe, neben der selbst Dinge wie der fehlende Plan fürs Leben völlig belanglos scheinen.


    In seinem Alter habe ich schon ... viel geschafft im Leben ... aber auch jede Menge Zwiebelschichten aufgebaut.


    Er möchte unseren Status quo am liebsten dauerhaft beibehalten. Vor allem, weil er eher konfliktscheu ist und keine Lust auf den zwangsläufigen Ärger und Ausgrenzung hat. Kann ja auch eine kluge Entscheidung sein, Ärger einfach zu vermeiden.

    Aber beweist sich wahre Liebe nicht darin, ob sie auch alltagstauglich ist?


    Und wie fühlst du dich, kannst du dich auch mal an seine Schulter anlehnen? Oder meinst du, dass auf Dauer nicht zu brauchen?


    Kann ich mir bei dir eigentlich, trotz deiner Tuff-heit nicht vorstellen.


    Ich wünsche euch beiden jedenfalls eine glückliche Zeit. Vielleicht ist es wirklich besser, wenn man nur den Moment lebt. Glücklich ist man damit auf jeden Fall:


    Oder meinst du, es läuft so lange wie es läuft, danach kann man sich mit der Realität immer noch abfinden?

    Sicher ist es sehr sehr schön sich anzulehen. Aber es gibt auch Menschen, bei denen geht das Leben auch "vernünftig" weiter, wenn sie sich mal längere Zeit an niemand anlehen können.


    Oldmum kann man hier einerseits als sehr warmherzigen, sympatischen und immer um Fairness bemühten Menschen und andererseits nehmende und gebende Frau erkennen. [Sie bemüht sich nicht nur, sie lebt das auch!]


    Oldmum würde auch schnell wieder Tritt (gute Mutter bzgl. ihrer Söhne, erfolgreiches kreatives Arbeitsleben) fassen, wenn die Affäre zu Ende wäre. Es gibt keinen Grund, die Oldmum nicht so zu sehen.


    Oldmum "läßt sich nicht gehen".


    Das Erfolgsrezept ist hier, dass man ein Ende einer Affäre schon verarbeitet und durchdacht hat, bevor man die Affäre beginnt.

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    Am ehesten wäre es wohl eine Affäre, weil fest aber heimlich. Andererseits klingt mir Affäre zu schäbig

    ...und hat für mich den Beiklang von "Sex ohne Gefühle". Auch das passt nicht. ;-)

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    Er gibt sich für alles die Schuld, aber für nichts die Verantwortung.


    ...


    Pläne? Einige, aber für mein Dafürhalten nicht wirklich ausgereift.

    Ich denke, das hat viel mit seinem Alter zu tun.

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    Er möchte unseren Status quo am liebsten dauerhaft beibehalten.


    ...


    Kann ja auch eine kluge Entscheidung sein, Ärger einfach zu vermeiden.

    Stimmt. Und die Gratwanderung hat wohl auch ihren Reiz.


    Ich wünsche euch schöne Weihnachten und Ostern! @:)

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    Ich versuche zumindest, ihn nicht in eine Richtung zu drängen oder gar zu formen. Menschen sind unterschiedlich, und das ist der Reiz.

    Deswegen hatte ich mich so verliebt. Sie wollte mich nicht in irgendetwas hinein zwängen, hätte es auch nicht gekonnt, denn dann wäre die ganze Beziehung sofort geplatzt. Ich wollte keine "Püppie" und brauchte schon gar keine Mutti, sie brauchte keinen Ernährer. Das war auf einer Seite schon bequem für mich (sicherer Hafen) aber sie war eben auch das Alphatier. Und noch etwas war uns wichtig: Wir kamen beide aus einer Umgebung des ständigen Verletztwerdens. Verletzungen auf so einer Unterebene- Worte, Halbsätze, Gesten, Rituale, Andeutungen, Voreingenommenheiten, Erwartungen….Da hatten wir die gleiche Antenne, verstanden uns sofort und wollten das für uns nicht.

    @Doreen-xx

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    Das Erfolgsrezept ist hier, dass man ein Ende einer Affäre schon verarbeitet und durchdacht hat, bevor man die Affäre beginnt.

    :)^

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    Das Erfolgsrezept ist hier, dass man ein Ende einer Affäre schon verarbeitet und durchdacht hat, bevor man die Affäre beginnt.

    Ich glaube nicht daran, dass das geht.

    Ich denke vielmehr, dass das dem Gedanken den Augenblick leben widerspricht.

    @ Solamie

    Sicher können nicht alle Menschen schon im Voraus Situationen verarbeiten. Der Oldmum traue ich es aber zu.


    Die biologische Bandbreite der Menschen ist glücklicherweise groß.


    [Man hört bei Unglücksfällen oder Schicksalschlägen ja oft:"Damit rechnet ja niemand" oder "Ich bin völlig fassungslos". Die Leute, die derartige Fälle aber schon mal gedanklich durcharbeiten, sind beim Eintreffen des Falls der Fälle besser gewappnet. Aber das wird nun etwas OT in dem Threat von Oldmum]