Aber welche Emotionen? Zum Tod und sterben ok. Aber zum ganz eventuellen Fall des spendens?


    Ich kenn eigentlich nur Leute die das ganz rational sehen. Sind doch Fakten. Und dann ist man aufgeklärt dafür oder dagegen.


    Schlimm sind nur die unwissenden Panikmacher. Denen kommt man aber auch am besten mir rationaler Logik und Fakten.

    Schlimm sind nur die unwissenden Panikmacher.




    So sieht es aus. Und leider schaffen sie es hin und wieder, mit dieser Panikmache andere anzustecken. Daher ist es schön, wenn es Menschen gibt mit Wissen und Sachverstand, die dieser Panikmache auch mal Fakten gegenüberstellen ??darunter zähle ich ganz eindeutig nicht den Link von der Vorseite,hust?? . Nicht so sehr für die Panikmacher, eher für die Verunsicherten als Gegengewicht.


    Eigentlich hat heute jeder so viele freie Informationen zur Verfügung wie nie zuvor. Nur das Sortieren scheint hier und da schwer zu fallen. Eine gesunde Skepsis in alle Richtungen ist mehr als angebracht. Nur Skepsis alleine reicht nicht, informieren und sortieren muss das letztlich jeder für sich selbst. Und entscheiden sowieso.


    Ich habe niemanden gefragt als ich mich nach ausführlichen Recherchen pro Organspende entschieden habe. Ich habe lediglich danach meine Familie informiert (welche das aber eh vermutet hätten, da sie meine grundsätzliche Meinung zu vielen anderen ähnlichen Themen kennen). Bin da auch sehr pragmatisch veranlagt und könnte mir daher beim Partner der TE gut vorstellen, dass es sich einfach für ihn in dem Moment erledigt hatte als seine Entscheidung stand und er das Kärtchen in die Geldbörse steckte. Er hat es wahrscheinlich gar nicht als belastendes Thema für die TE auf dem Schirm.


    Ob ich beim eigenen Kind einer Organentnahme zustimmen könnte, steht auf einem ganz anderen Blatt. Das würde ich sehr wahrscheinlich nur emotional und nicht rational entscheiden (können). Ergebnis jedoch offen. Das wüsste ich erst, wenn ich mich real entscheiden müsste und der Fall tritt hoffentlich niemals ein!

    @ Louisiana

    Zitat

    Ach ja? Beetlejuice scheint aber auch was davon gehört/gelesen zu haben.

    Hast Du den Link überhaupt gelesen? Und wenn ja, dann sind Zitate aus Richtlinien und Gesetzestexten für Dich gleichwertig, nein, eigentlich weniger glaubhaft, als ein eingeworfener Halbsatz eines anonymen Internetusers (nichts gegen Dich, beetlejuice). Da wird es mit den Fakten als Argumente dann schwierig, wenn alles eine große Verschwörung ist, kann man natürlich nur dem eigenen Bauchgefühl trauen.


    Da auch immer wieder der Organhandel angesprochen wird - in Deutschland werden Organe über eine zentrale Vergabestelle, Eurotransplant, verteilt. Die Organe kommen nicht in irgendeinen Handel.



    @ Marie27

    Ich hoffe, ihr konntet inzwischen miteinander reden und Du Dich sortieren. Wobei ich auch den Eindruck habe, der Spendeausweis war hier mehr Trigger als eigentliches Problem. Vielleicht aber ein guter Aufhänger, um darüber nachzudenken, woher diese heftige (Verlust?)Angst bei Dir kommt.


    Sorry, dass das Thema so abgedriftet ist, ich hoffe, Du konntest auch ein paar für Dich interessante Infos entnehmen, gerade weil Du bei dem Thema ja auch unsicher zu sein scheinst, wie nun die Faktenlage ist.

    Sorry, aber ihr könnt nicht die rationale Sicht (weil es die eure ist?) als die richtige bezeichnen und die emotionale (die für euch unverständlich ist) als die verkehrte. Es ist die eine und die andere. Sobald ihr das wertet, lasst ihr nicht die Freiheit, sich gegen die Spende zu entscheiden.


    Damit wir uns nicht missverstehen: Ich bin dafür, zu spenden, wenn ich auch gern Empfänger von Organen wäre, im Fall des Falles. Am besten finde ich übrigens, soweit sie möglich ist, die Lebendspende.

    Stimmt, aber eine Sache noch:

    Zitat

    Sorry, aber ihr könnt nicht die rationale Sicht (weil es die eure ist?) als die richtige bezeichnen und die emotionale (die für euch unverständlich ist) als die verkehrte.

    Mir geht es gar nicht um emotional oder rational - wenn jemand sagt: Ich find die Vorstellung voll gruselig oder das geht gegen meinen Glauben oder ich gönne einfach keinem meine Organe etc. pp., ist das in meinen Augen nicht anzugreifen oder wegzudiskutieren. Mir geht es nur um das Schüren von Angst und die, vielleicht unwissentliche, Weiterverbreitung von Fehlinformationen oder Gerüchten. Denn wenn lauter so irgendwo aufgeschnappte vielleicht halbwegs oder gar nicht richtige Vorstellungen herumschwirren, kann niemand eine informierte Entscheidung treffen. Und darum geht es ja, egal, wie diese dann ausfällt.

    Ich hab das ja auch nie gesagt was Louisiana behauptet. Ich hab versucht zu erklären wie es zu verschiedenen vorgehen kommt


    Ob rational oder emotional ist auch egal. Man soll nur bei den Fakten bleiben. Außer religiöse Gründe gibt's eigentlich sachlich keine die dagegen sprechen. Der Rest ist Emotional. Ist ja auch ok.. nur Bitte ohne Panikmacher oder lügenden Texten.


    Für die TE ist das gesamte Thema so emotional das ihr Partner sicher daher nichts gesagt hat weil es für ihn evtl auch nur rational logisch ist.


    Da hilft nur reden .. wenn es geht sachlich.


    Auch Thema patientenverfügung ist so eines. Weil man oft wen braucht es dann auch durchzusetzen.

    Kurzer Zwischenstand - ich komm grad wirklich nicht zum nachlesen, Gedanken machen und anworten.


    Er kommt jetzt heim, hoffe, ich kann das Thema gleich ansprechen. Halte euch selbstverständlich auf dem Laufenden.


    Nur eines, weil ich es beim überfliegen öfter gelesen habe: mein Freund kennt mich gut, ja, aber wie extrem ich auf Verlust & co. reagiere.. das weiss er nicht und das habe ich ihm bisher auch nicht gezeigt. Es gab zum Glück auch keine solche Situation. Abgesehen davon ist er nicht der supersensibelste, der da jetzt Rücksicht nehmen würde - er ist herzensgut aber soweit denkt er dann eher nicht, glaub ich ;-D


    Wie gesagt, ich melde mich wieder.


    Verlinke gleich noch einen Faden zum Thema Organspende allgemein.

    Zitat

    jemand, der bereits tot war oder halbtot im koma liegt- welches leben würde er danach noch führen?


    ein normales, lebenswertes leben?

    Den wenigsten geht es wohl darum, wie das Leben danach wäre. Da wird wohl jeder wissen, dass es das gewesen ist.


    Es geht nicht um das Leben sondern um die Art des Sterbens. Der Sterbeprozess ist ein anderer, und das wird wohl auch ein Punkt sein, der dafür sorgt, dass ein Teil der Leute das kritisch sieht oder ablehnt. Ich habe, auch wenn das nicht gerne gehört wird, eben schon in Foren darüber gelesen, was Angehörige berichtet haben, und allein das Lesen war unerträglich - zumindest für mich.


    Ich glaube, vieles wäre einfacher, wenn a) die ganze Sache transparenter wäre (also dass keine Schieberei möglich ist bzw bestimmte Leute bevorzugt werden), b) erst bei einem natürlichen Tod die Organe entnommen würden (was ja nicht machbar ist, weil die Organe dann nicht mehr verwendbar sind) und und c) so komisch das klingt, wenn alle Organspender wären, dann müsste man sich keine Sorgen machen, dass ein potentieller Spender vor lauter Gier oder Notstand etwas schneller für tot erklärt wird bzw weniger um sein Leben gekämpft wird, weil es ja genug Spender gäbe.


    Ansonsten würde mich etwas interessieren: Wie kommt es eigentlich, dass dieses Thema so extrem emotional diskutiert wird, vor allem, warum werden Nicht-Spender angegriffen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass gerade hier im Thread ein Haufen Leute posten, die gerade aktuell auf einer Warteliste stehen. Also, warum kann jemand, der einen Spenderausweis hat, es nicht einfach dabei lassen, sich gut und hilfsbereit zu fühlen und zu akzeptieren, dass es andere Leute gibt, die nicht schlechter sind, die aber einfach Angst haben, dass in sie in einer Welt, wo Lug und Trug und das große Geld regieren, sie über den Tisch gezogen werden?

    Du brauchst doch nicht so eine Welle zu machen. Hol Dir einen Spenderausweis, kreuze "nein, ich will keine Organe spenden" an, und die Sache ist völligst erledigt.


    So machen das viele, auch ich. Das Gute ist daran, dass sich kein Hinterbliebener unter großem Stress Gedanken machen muss, ob ich/Du spenden wollen würde oder nicht. Das halte ich für das Entscheidende, dass die anderen wissen, dass sie nicht gefragt werden können, weil es meine/Deine Entscheidung schwarz auf weiß gibt.

    Also ich greife zb keinen an. Ich glaub nur man fühlt sich schnell angegriffen . Ich greife nur Propaganda an.


    Sterbeprozess im kh ist eh scheisse wenn es nicht spontan passiert. Im hirntot Fall ist für mich der Prozess schon auf der Straße nach dem Unfall passiert... und zwar in Sekunden. Körper ist dann hülle und dient ggf noch zum verabschieden oder eben spenden.


    Im kh sterben kann trostlos sein wenn man ewig liegt dann lieber auf dem op Tisch recht spontan.


    PS für mich fängt der Sterbeprozess an wenn es mir gesagt wird und endet mit Herz oder hirntod. Danach..


    Tja... für mich kommt dann noch 0.

    Oh oh. Ich war innerhalb von drei Tagen zwei Mal herztot, und danach kam noch eine ganze Menge.


    Ich kann Dir versichern, der Tod war sehr schön, ich habe ihn zwei Mal bewusst mit erlebt, aber das Leben ist nochmal um einiges schöner