• Organspendeausweis Partner - aufgewühlt

    Hallo ihr Lieben, vielleicht denken nun einige, was das für ein läppisches Thema ist aber ich denk schon den ganzen Tag drüber nach. Mir ist auch kein aussagekräftiger Betreff eingefallen, sorry. Mein Freund hat einen Organspendeausweis, von dem ich nichts wusste. Den hat er seit Sommer 2015, da waren wir schon ein paar Jahre zusammen. Bin ziemlich…
  • 95 Antworten

    Ich behaupte du hadt das sterben erlebt aber nicht den Tod.


    Wer wiedergeholt wird erlebt sicher ne menge dabei. Keine Frage.


    Geht ja auch mehr um hirntod hier da gibt's leider oder zum Glück kein zurück

    Zitat

    Ich behaupte du hadt das sterben erlebt aber nicht den Tod.


    Wer wiedergeholt wird erlebt sicher ne menge dabei. Keine Frage.


    Geht ja auch mehr um hirntod hier da gibt's leider oder zum Glück kein zurück

    Ich habe das Sterben erlebt, das war grausam.


    Ich habe auch zwei Mal den Tod, Herztod durch Kammerflimmern als Folge von PVI, erlebt. Der Tod war wunderschön. Dass ich noch/wieder lebe, habe ich dem unwahrscheinlichen Glück zu verdanken, dass mir die beiden Ereignisse in einer Universitäts-Herz-Klinik widerfahren sind, und dass die dort so gut aufgestellt waren/sind, dass nachts genau so viele Spezialisten wie tags anwesend sind, sodass an mir gleichzeitig acht bis zehn Leute arbeiten konnten. Deren Arbeiten habe ich zum Teil mitbekommen, zum Teil auch nicht, wenn ich gerade wieder mal ohne Bewusstsein war. Bewusstsein und Koma haben sich laufend abgewechselt.


    Das dazu.


    Zum Hirntod: in der Theorie gibt es kein Zurück. Sagt man. Das ist ungefähr so zuverlässig wie die Aussage, dass bei Entnahme und "Handel" immer alles mit rechten Dingen zugeht.


    Und wenn es auch nur einmal nicht stimmt, wenn es nur ein einziges Mal widerlegt wurde, dass es aus dem Hirntod kein Zurück gibt, dann ist die Aussage von vorne bis hinten wertlos. Genau in diesem Stadium sind wir meines Erachtens.


    Von der einen, endgültigen Wahrheit abgesehen, dass jedes Leben mit dem Tode endet, gibt es niemals 100%-ige Wahrheiten, kann es niemals geben. Was das bedeutet mag jeder für sich entscheiden. Vielleicht ist die Menschheit irgendwann so weit, dass nicht mal mehr diese einzige Wahrheit Bestand haben wird.

    Ist mir etwas philosophisch aber sicher hast du recht. Das restrisiko nehme ich dann aber in kauf. Genau wie ich nach spätestens 5 Tagen Maschinen aus haben will... sollte ich dann doch etwas mitkriegen oder an tag 6 wäre ich spontan wach... persönliches Pech. So ein Risiko muss man dann eingehen. Ist in meinem Kopf aber unwahrscheinlicher als zb Jahre lang zu vegetieren und das schlimm zu finden.

    Zitat

    c) so komisch das klingt, wenn alle Organspender wären, dann müsste man sich keine Sorgen machen, dass ein potentieller Spender vor lauter Gier oder Notstand etwas schneller für tot erklärt wird bzw weniger um sein Leben gekämpft wird, weil es ja genug Spender gäbe.

    Man kann niemanden absichtlich an einem Hirntod sterben lassen. Das ist einfach nicht möglich. Der Hirntod ist ein seltener Tod unter besonderen Umständen, deshalb gibt es ja so wenig potenzielle Spender. Und es ist eine absolut eindeutige Diagnose, die von zwei unterschiedlichen - nicht am etwaigen Transplantationsprozess beteiligten - Ärzte über den Verlauf mehrerer Tage gestellt werden muss, also "schnell" oder "schneler" geht da auch nichts.


    Und falls Du das jetzt wieder als Angriff verstehst: es geht mir wieder nur darum, Fehlinformationen nicht unkommentiert stehen zu lassen.