• Paare hier für die fremdgehen kein Trennungsgrund ist?

    Wie die Überschrift schon sagt suche Ich nach Paare für die fremdgehen kein Trennungsgrund ist, allerdings keine offene Beziehung führen. Nachdem mein Partner und Ich vor Jahren mal kurzzeitig eine offene Beziehung geführt haben (aktuell nicht mehr, hat sich einfach in den Sand verlaufen und das Interesse daran war auch nicht mehr da) denke Ich seit…
  • 53 Antworten

    ah, okay. Habs gelesen... Geht Ihr denn nur zusammen in Clubs oder kommt es doch schonmal vor das Ihr wenn Ihr alleine unterwegs seit jemanden näher kommt? Und ist es euch wichtig davon zu wissen oder redet Ihr nicht darüber wenn mal was mit wem anderes passiert?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Polyamory


    Ein interessanter Wikipedia-Artikel


    Auch hier im Forum durfte ich schon mehrfach polyamore Menschen kennenlernen. Diese sollten sich jedoch besser selbst hier äussern.

    Zitat

    Diese sollten sich jedoch besser selbst hier äussern.

    Ich habe schon meinen "Senf" dazu gegeben ;-)


    Aber um Offenheit oder Polyamorie geht es ja der TE nicht, es geht ja wohl ehr darum, dem Partner Grenzen zu erweitern, ohne sie ganz zu öffnen und ohne ihm ein falsches Signal zu senden.


    Alles eigentlich nichts Besonderes, man muss ja nur mit dem Partner seine (neuen) Grenzen kommunizieren ... wenn da nicht die "normierte Beziehung/Ehe" wäre, die einem ständig suggeriert, man mache etwas Falsches ...

    Zitat

    ginge für mich gar nicht. Sex als Ausrutscher, Sex mal eben, weil der Partner grad so geil war mit einer anderen die verfügbar und willig ist? Nein, das wäre für mich ein Trennungsgrund.


    Wenn er sich allerdings verlieben würde und mich weiter lieben würde dann könnte ich (zumindest in der Theorie) das eine Weile aushalten bis er eine Entscheidung treffen könnte.

    Interessant, wie unterschiedlich die Menschen sind!


    Mir geht es da genau andersrum:


    Wenn mein Mann in eine Andere so ernsthaft verliebt wäre, daß er über Trennung nachdenken würde – dann würde mich das so sehr verletzen, daß es einfach nicht auszuhalten wäre und ich würde ihn bitten, dann doch lieber zu der anderen zu ziehen.


    Wenn mein Mann aus völlig heiterem Himmel und reiner spontaner Geilheit fremdginge, fände ich das extrem schockierend und weiß nicht, wie ich damit umgehen würde. Gerade deshalb, weil ich so etwas absolut nicht von ihm erwarte.


    Ich denke, WENN er mit einer anderen in der Kiste landen würde, dann hätte das Gründe. Dann wäre er mit unserer Ehe sehr unzufrieden und zugleich völlig ratlos, was er dagegen tun soll. Es würde mich sehr verletzen, wäre aber für sich genommen erst mal kein Trennungsgrund, sondern Anlaß für tiefere Ursachenforschung und gemeinsame Arbeit an Verbesserungen. Die eigentliche Verletzung würde nicht in der sexuellen Handlung bestehen (obwohl ich die Vorstellung eklig finde, aber ich muß es mir ja nicht vorstellen), sondern darin, daß er nicht früher offen mit mir gesprochen hat. In bestimmten Situationen könnte es ja eine (vielleicht vorübergehende) Lösung sein, Sex mit anderen zu "erlauben". Abgesprochen ist das für mich was anderes als heimlich.


    Würde ich herausfinden, daß er mich seit längerer Zeit regelmäßig und kaltblütig betrügt – dann hieße das, daß er ein anderer ist, als ich dachte und dann wäre die Ehe wohl vorbei.

    Zitat

    Interessant, wie unterschiedlich die Menschen sind!


    Mir geht es da genau andersrum:


    Wenn mein Mann in eine Andere so ernsthaft verliebt wäre, daß er über Trennung nachdenken würde – dann würde mich das so sehr verletzen, daß es einfach nicht auszuhalten wäre und ich würde ihn bitten, dann doch lieber zu der anderen zu ziehen.

    Ok, ich verstehe, dass du verletzt wärst, wenn dein Mann in eine andere verliebt wäre - mir würde es genauso gehen. ABER meine Argumentation ist diese: Wir sind uns doch einig, dass man Liebe und vor allem Verliebtsein nicht bewusst steuern kann, richtig? Sowas passiert Unterbewusst und entzieht sich unserer Kontrolle. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass man mehrere Menschen lieben kann, ohne dass die Liebe zum einen der Liebe zum anderen etwas "wegnimmt".


    Sex mit jemandem zu haben ist allerdings eine bewusste Entscheidung, auch wenn diese durch Alkohol, Verführung, usw. beeinflusst werden kann.


    Für unsere Gefühle können wir nichts, für unser Handeln sind wir aber immer verantwortlich.


    Daher kann ich es nicht verstehen, dass du deinen Mann bitten würdest, zu der anderen zu ziehen, wenn er sich fremdverliebt hat. Solange er sich nicht bewusst ist, ob er aus dieser Verliebtheit heraus handeln möchte bzw. eine Ehe aufgeben möchte für eine ungewisse Liebelei, würde ich ihn nicht versuchen zu beeinflussen.

    Ich hatte das so verstanden, daß er zwischen mir und der anderen hin- und herschwankt. Das fände ich entwürdigend und würde es nicht mitmachen.


    Etwas anderes wäre es, wenn er sich in eine andere verliebt hätte, aber dagegen kämpfen würde. Das kann doch über die Jahre x-mal passieren und wenn man es wirklich will, kann man fast immer ziemlich schnell mit diesem Gefühl fertigwerden, noch bevor man dem anderen überhaupt etwas davon sagen muß. Man muß halt der Versuchung widerstehen, sich in die Verliebtheit erstmal reinzusteigern, weil es gerade so schön ist. Daß man sich zu jemandem hingezogen fühlt, das passiert einfach so. Aber ob eine tiefe Liebe (oder eine heiße Affäre) daraus wird, die die bestehende Ehe in Frage stellt, das liegt an einem selber.


    Daß mein Mann sich vollkommen klar darüber ist,unsere Beziehung nicht für eine ungewisse Liebelei aufgeben zu wollen, setze ich voraus – das ist doch im Entschluß zur Heirat inbegriffen (also so sehen wir es jedenfalls).

    Zitat

    Ich bin ebenfalls der Meinung, dass man mehrere Menschen lieben kann, ohne dass die Liebe zum einen der Liebe zum anderen etwas "wegnimmt".

    Das denke ich auch. Aber man kann einen Menschen auch lieben, ohne mit ihm eine Intimbeziehung zu führen. Auch dann, wenn man sich das prinzipiell gut vorstellen könnte.

    Zitat

    Würde ich herausfinden, daß er mich seit längerer Zeit regelmäßig und kaltblütig betrügt – dann hieße das, daß er ein anderer ist, als ich dachte

    Ginge mir auch so, deshalb hätte ich mit einer Affäre, die über einen längeren Zeitraum gepflegt und verschwiegen wird, wohl auch ein massives Problem, wobei ich es an sich besser nachvollziehen könnte, wenn es um Sex in Verbindung mit Liebe/Gefühlen ginge, als um Sex "ohne Gefühle".


    Würde sich meine Partnerin verlieben, wäre das an sich kein Trennungsgrund für mich. Und wenn sie aus diesem Gefühl heraus Lust auf Sex mit der anderen Person bekäme, fände ich das nur allzu verständlich. Das ist näher an meinem eigenen Fühlen dran, als Sex aus "purer Geilheit" mit irgendwem zu haben und sich dann zu denken, aus den Augen, aus dem Sinn, hatte keine Bedeutung. Sex hat für mich immer eine Bedeutung und wenn meine Partnerin dazu überginge, Sex "ohne Bedeutung" mit anderen zu haben, würden wir uns wohl ganz automatisch entfremden.


    Ich käme deshalb besser damit klar, wenn sie sich fremdverlieben würde, aber ich hätte ein massives Problem damit, belogen und hintergangen zu werden. Ich selbst habe mich noch nie fremdverliebt, aber ich weiß, dass ich auf platonischer Ebene mehrere Personen gleichzeitig lieben kann und denke mir deshalb, wieso soll das also nicht auch auf romantischer Ebene möglich sein? Ich hätte nur keine Lust, deshalb Abstriche machen zu müssen, z.B. was gemeinsam verbrachte Zeit angeht und die müsste ich zwangsläufig machen, wenn sich nicht zufällig alle drei Beteiligten ineinander verlieben. Wenn nur zwei von drei Beteiligten Gefühle füreinander verwickeln und diese dann zu zweit pflegen, bleibt der Dritte außen vor und muss z.B. auf einen oder mehrere gemeinsam verbrachte Abende verzichten. Zeit ist ein sehr wichtiger Faktor für mich und ich habe das Gefühl, rein vom Zeitmanagement nur Kapazitäten für eine Person zu haben, deshalb möchte ich eine enge Zweierbeziehung führen. Ich könnte mich einfach nicht gleichermaßen auf zwei oder gar mehrere Personen einlassen, obgleich ich es wie gesagt nicht für ausgeschlossen halte, für mehrere Personen gleichzeitig Gefühle zu haben.


    Aber zurück zum Thema, ein Seitensprung aus "purer Geilheit" wäre also wohl langfristig ein Trennungsgrund für mich, weil es bedeuten würde, dass Sex für meine Partnerin einen anderen Stellenwert (bekommen) hätte, als für mich. Ich glaube, das würde uns entzweien, auch wenn ich an sich gewillt bin, Fehltritte zu verzeihen, wenn man mich um Entschuldigung bittet. Sich fremdzuverlieben und deshalb Lust auf Sex mit einer anderen Person zu bekommen, empfände ich weniger entzweiend, weil es eben der Umgang mit Sex ist, den wir seit Jahren zu haben pflegen. Ginge das aber über einen längeren Zeitraum mit Lug und Betrug einher, würde sie mir also wirklich mehrfach bewusst und mit voller Absicht ins Gesicht lügen, könnte ich mir nicht vorstellen, die Beziehung weiterzuführen. Ich empfände es zum einen als sehr respektlos und es würde mir auch einfach zeigen, dass wir doch nicht (mehr) so wirklich innig miteinander verbunden sind, wenn sie das a) kann und ich es b) nicht merke.

    Zitat

    Ich empfände es zum einen als sehr respektlos und es würde mir auch einfach zeigen, dass wir doch nicht (mehr) so wirklich innig miteinander verbunden sind, wenn sie das a) kann und ich es b) nicht merke.

    Interessanter Punkt. Bist du der Meinung, dass man es meistens eben doch merkt, wenn der andere fremdgegangen ist (nicht nur in symbiotischen Beziehungen)?

    Zitat

    ass man es meistens eben doch merkt, wenn der andere fremdgegangen ist

    ":/ ":/ Man weiss es ja nie. Wenn man es nicht merkt, so weiss man es halt nicht.


    Eine Dunkelziffer hat die unangenehme Eigenschaft, dass sie im Dunkeln liegt, man ihre tatsächliche Grösse als per definitionem nicht kennt. Sonst wäre es ja keine Dunkelziffer. ;-D

    Zitat

    ":/ ":/ Man weiss es ja nie. Wenn man es nicht merkt, so weiss man es halt nicht.


    Eine Dunkelziffer hat die unangenehme Eigenschaft, dass sie im Dunkeln liegt, man ihre tatsächliche Grösse als per definitionem nicht kennt. Sonst wäre es ja keine Dunkelziffer. ;-D

    Meine Erfahrung hier zu ist: Männer merken es fast nie, wenn Frauen fremdgehen, weil sie es besser zu verstecken wissen. Sie haben die Gesamtheit im Blick, lassen keine Emails, SMS oder sogar Dinge vom Lover herumliegen. Dafür beichten Frauen häufiger von sich aus Affären oder Seitensprünge, weil sie die (unausgesprochene) Lüge selbst nicht ertragen können, bzw. die Beziehung für sie an Wert verliert, wenn sie selbst fremdgegangen sind.


    Frauen merken häufiger, wenn mit ihren Männern etwas nicht stimmt, weil sie ein besseres Gefühl dafür haben, kleinste Veränderungen im Verhalten, Aussehen, usw. zu bemerken. Männer sind schlechter im Geheimhalten von Seitensprüngen und Affären, würden aber deswegen seltener ihre Beziehung/Ehe auflösen.


    Hat jemand andere Erfahrungen gemacht?

    ??? Äh ja, aber mir ging es eher darum, ob man es merkt, es aber nicht wahrhaben will. Also ob man schon bemerkt, dass da was nicht stimmt, ber nicht so genau hinguckt z.b. Also ob es die Chance gibt, wenn man denn nur will, es zu merken.

    Zitat

    Frauen merken häufiger, wenn mit ihren Männern etwas nicht stimmt, weil sie ein besseres Gefühl dafür haben, kleinste Veränderungen im Verhalten, Aussehen, usw. zu bemerken.

    Genau das meinte ich :)^ Dass man, wenn man nicht gänzlich sozial inkompetent ist, das einfach merkt.


    Es gibt ja Leute, die sagen, sie hätten wirklich nichts gemerkt, aber uch da würde mich die genaue Situation interessieren und ich behaute mal, eine andere an ihrer Stelle hätte sehr wohl was gecheckt :-/

    Zitat

    Bist du der Meinung, dass man es meistens eben doch merkt, wenn der andere fremdgegangen ist (nicht nur in symbiotischen Beziehungen)?

    Nein, ich kenne sogar relativ viele Paare, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie durchaus in der Lage wären, sich etwas vorzumachen und einander zu belügen.


    Ich weiß nur, dass ich (idealerweise) gerne eine Beziehung führen möchte, in der ich es merken würde, wenn ich belogen werde. Ich bin mir z.B. sicher, dass mir meine Partnerin nicht ins Gesicht lügen könnte, weil ich das Gefühl habe, sie in und auswendig zu kennen. Müsste ich irgendwann einsehen, dass ich mich so getäuscht habe und sie es doch kann, wäre für mich klar, dass die Beziehung doch nicht so innig war wie gedacht und dann hätte ich wohl kein Interesse mehr daran, sie weiterzuführen.