• Partner depressiv/ausgebrannt - ich kann bald auch nicht mehr

    Ich hoffe, ich kriege es halbwegs stringent und vollständig erzählt: Mein Partner ist seit Jahren immer weiter in eine Depression oder einen Burnout reingerutscht. Er hat sein Abi nachgeholt, studiert und dann noch den notwendigen praktischen Teil seiner Ausbildung beendet. Das ganze hat etwa 9 Jahre gedauert und war nicht immer leicht für ihn. Er war…
  • 47 Antworten

    Ich hole meinen Faden mal wieder hoch. Tatsächlich ist bisher in diesem Jahr eine deutliche Besserung eingetreten. Die Stundenreduzierung meines Mannes verzögerte sich leider noch, zu Ende Februar aber konnte sie endlich realisiert werden. Es hat dann natürlich ein wenig gedauert, bis Entspannung eintreten konnte. Aber nach ein wenig auf und ab ist die Stimmung jetzt besser. Er kann besser auch mal abschalten, hat sich auch wieder ein Hobby gesucht, gleichzeitig kümmert er sich aber wieder aktiver um unsere Tochter und auch den Haushalt. So habe ich auch wieder mehr Luft und dadurch mehr Kraft.


    Es ist insgesamt natürlich noch nicht alles perfekt, aber wir können wieder besser miteinander reden, was wir uns jeweils wünschen und auch Freunden/der Familie ist aufgefallen, dass wir beide entspannter wirken. Wenn wir den Weg weitergehen, glaube ich daran, dass wir es schaffen, uns das Leben wieder so aufzubauen, wie wir es uns beide wünschen.


    Das wollte ich gern mal loswerden, denn gerade in den letzten Tagen habe ich viel darüber nachgedacht, ob sich wirklich etwas geändert hat. Aber das kann ich absolut bejahen und bin darüber sehr, sehr froh.

    Das freut mich ehrlich für dich und wünsche dir das es weiterhin so läuft.


    .....ich habe mir nur überlegt ob dies ohne Hilfe auf Dauer geht.,aber ich möchte dich damit nicht wieder runter


    Bei Depressionen braucht man professionelle Betreuung.

    Danke tiffy! Ich weiß auch nicht, ob es auf Dauer ohne Hilfe geht. Ich weiß aber auch nicht, ob mein Partner tatsächlich eine Depression hatte (hat). Sicherlich war/ist es etwas wie Burnout und er muss einfach in manchen Einstellungen/Verhaltensweisen an sich arbeiten (das sieht er selbst auch so - ich will ihm nix gegen seinen Willen aufdrängen, er ist ja selbst nicht mit der Situation zufrieden).


    Aber im Moment bin ich erst mal zufrieden, dass eine Besserung eingetreten ist. Denn sonst hätte ich Konsequenzen ziehen müssen, die ich eigentlich nicht ziehen will. Und dass es kurz vor knapp war, hat wohl auch mein Partner eingesehen. Denn wir können seit einiger Zeit wieder besser miteinander reden und konnten ausmachen, wo wir den dringendsten Handlungsbedarf sehen und wie wir in der Hinsicht erst mal weitermachen (bzw. nicht weitermachen) wollen. Natürlich gibt's auch Momente, in denen er in schlechtere Stimmung fällt, das hat aber im Moment immer einen konkreten Anlass (irgendwas, das schief gegangen ist, nicht klappt, o.ä.). Dann regt er sich kurz auf und kommt dann ganz schnell wieder runter und kann über eine Lösung des Problems nachdenken. Solange es im Moment stetig voran geht (und wenns erst mal kleine Schritte sind), bin ich erst mal zufrieden.


    Und eine grundsätzlich bessere Stimmung, mehr Antrieb um Sachen anzugehen und sich wieder aktiv ins Familienleben einbringen sind für mich erst mal ausreichende Verbesserungen in der kurzen Zeit.