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    hier verkümmere ich emotional.

    mh, ja das ist wirklich schlimm... handele und halte es nicht einfach aus. Hier schreibst du ziemlich ehrlich, wie es dir geht und du weist glaube ich, dass es nicht der Partner ist, den du verdienst und dir vorgestellt hast. Ich glaube auch nicht, dass er sich dauerhaft ändert.Ich würde mich trennen. Aber die Entscheidung musst du treffen. Aber nur, um nicht alleine zu sein soviel Abweisung und Verletzung deiner Gefühle ertragen ":/ ....

    Also, deine Geduld usw. ehren dich - aber was willst du mit einer so piensigen, launischen, ständig beleidigten Leberwurst, deren einzige Antwort auf alles angepisstes Schweigen ist?


    Kosenamen, Küsschen, Ermahnungen vorsichtig zu fahren etc. pp. sind alles schön und gut, aber was heißt das schon? Partnerschaftliche Liebe muss das nicht bedeuten.


    Er hat offenbar nicht gelernt, vernünftig mit Konflikten und Gefühlen umzugehen, er ist immer noch ein kleines beleidigtes Kind, verletzt in irgendwelchem Stolz, den er in seinem eigenen Empfinden nie befriedigt bekommen hat. Mit 44. Das ist nicht dein Job, das wirst du auch nicht kitten können. Der kreist doch um sich selbst und seine Empfindsamkeiten.


    An deiner Stelle würde ich eine so launische Zicke in den Wind schießen. Oder besser, aber nur, wenn du die Stärke hast: Zuerst noch vernünftig Tacheles mit ihm reden, dass es so nicht geht. Ohne Tränen deinerseits, das bringt gar nichts. Andernfalls wirst du immer die Taffe, Verständnisvolle sein müssen, die stets rationaler und großmütiger ist und dieses ewig gekränkte Kind betütteln muss. Willst du das?


    Das ist doch keine Partnerschaft auf Augenhöhe, wie du sie dir (vermutlich) wünschst. So könnt ihr einander beide keine vernünftigen Partner sein. Vermutlich ist in ihm ein Loch, das du niemals füllen kannst (weil es niemand kann außer Mami/Papi).


    Oder ich liege komplett falsch und er ist wegen irgendwas dauerhaft und permanent sauer auf dich. Aber auch dann hilft nur Klartext reden, ohne Ausflüchte, ohne Wenn und Aber. Beleidigte Leberwürste müssen erwachsen werden.

    Du schreibst

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    Ich möchte einfach nur im Leben ankommen und mir eine gemeinsame Zukunft mit dem Richtigen aufbauen.

    Diesen Wunsch kann ich total nachvollziehen. Aber ist er das denn, der Richtige? Wenn du 5, 10 oder 25 Jahre weiter denkst und euch gemeinsam vorstellst, was fühlst du da? Und passen eure Zukunftspläne zueinander?

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    Ich war vor ihm fast 4 Jahre Single und hatte mich zum Schluss total nach einer glücklichen Beziehung gesehnt, die lange hält wenn nicht sogar für immer. Ich lernte ihn kennen und er wirkte bodenständig und vernünftig, attraktiv, gebildet - ich dachte ein Volltreffer. Vielleicht ist es die Angst vor dem Scheitern, nach einer Trennung wieder jemanden zu finden mit dem man wieder von vorne anfangen muss um sich was aufbauen zu können.

    Auch diesen Wunsch kann ich total nachvollziehen. Ich hatte Phasen in meinem Leben, da war ich total liebesbedürftig und habe mir deshalb Partner herausgepickt, die zwar diese akute Sehnsucht gestillt, mich aber auf Dauer nicht genährt haben/hätten. Im Gegenteil, es hat mich ausgelaugt, weil mich die Männer nie umfassend und tief geliebt haben. Das liegt aber nicht an Partnerschaft an sich, sondern an falscher Partnerwahl. Und daran kann man arbeiten.


    Ich glaube blackheartedqueen schrieb, dass jeder Tag mit ihm dich daran hindert, jemanden zu finden, der wirklich zu dir passt, der sich wirklich für dich interessiert, bei dem du du selbst sein kannst. Das sehe ich auch so. Im Grunde weißt du, dass es mit euch keinen Sinn mehr hat, oder? @:)

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    In der Kennenlernphase war er auch schon so, nur hat er sich da noch etwas mehr Mühe gegeben. (...) In einem unserer Streits warf er mir sogar mal an den Kopf, dass ihn meine Gefühle nicht interessieren (...)

    Da hast Du doch eigentlich den Kern des Ganzen. Er kann, wenn er denn will, er hält es aber nicht für notwendig. Es gibt diese Typen: in der "Werbungsphase" geht da so einiges, kaum haben sie einen "im Sack", wird es eingestellt.


    Deine Gefühle und Bedürfnisse sind völlig egal, es geht nur noch um ihn und seine Befindlichkeiten. Du kommst Deinem "partnerschaftlichen Auftrag" nach und berücksichtigst diese. Er aber nicht. Das macht die ganze Beziehung sehr einseitig und Du bleibst emotional auf der Strecke. Es gibt nahezu nichts, was Du tun kannst, um ihn in diesem Punkt zu ändern (außer ein paar manipulierenden Taktiken) - letztendlich willst Du doch aber, dass es von ihm kommt, dass es sein ureigenes Interesse ist, dass es Dir in der Beziehung gut geht


    (was übrigens für mich eigentlich "Liebe" bedeutet. Da dieses Interesse nicht vorhanden ist, gehe ich, ehrlich gesagt, auch nicht davon aus, dass er Dich liebt. Bewegen tut er sich ja nur, wenn Du mit Trennung drohst und somit seine Interessen in Gefahr sind).


    Den "Fehler" den ich bei Dir sehe ist, dass Du voll auf diese Dynamik einsteigst. Was nachvollziehbar ist, weil Deine Herangehensweise eben auf Gemeinsamkeit und Harmonie ausgerichtet ist. Er zieht da aber nicht mit - also musst Du quasi 200% geben für die Gemeinsamkeit und Harmonie, weil Du seinen Teil mit übernimmst. Was Du also tun kannst - und hier ja auch schon beschrieben wurde - ist, bereit zu sein, ein Stück der Harmonie aufzugeben. Und ihm damit Grenzen zu setzen. Aber auch: ein Stück der Gemeinsamkeit aufgeben. Je unabhängiger (und damit zufrieden) er Dich empfindet, desto mehr wird er (nach anfänglichem Genöhle) von alleine wieder investieren (ist merkwürdig, ist aber so). Er weiß aber um Deinen Wunsch nach Zukunft, Perspektive, "Ankommen" und Harmonie - und hat damit in seinen Augen alle Karten in der Hand und somit das "Recht", sich wie der letzte Penner zu benehmen. Das muss gar kein bewusstes Verhalten sein.


    Die Frage ist, willst Du wirklich jemanden, der so gestrickt ist? Oder, um es mal ganz hart auszudrücken: Dich an so jemanden verschwenden?