• Partner in Psychiatrie :(

    Vorweg der Text wird lange aber da ich aktuell komplett überfordert bin und mit niemanden aus meinem Umkreis darüber reden mag, schreibe ich hier.. Sonst war auch immer mein Freund derjenige mit dem ich gesprochen habe und nun ist er quasi weggebrochen. Ich bin mit meinem Freund schon einige Jahre zusammen und ist es für mich die erste richtige…
  • 388 Antworten

    Du befindest dich (leider) in einer absoluten Ausnahmesituation, ich würde mich nochmal krankschreiben lassen an deiner Stelle. Nimm dir die Zeit zum trauern, die du brauchst. Du musst nicht schon nach 2 Wochen wieder funktionieren..


    Ich wünsche dir, dass du die Trauer mit liebenden Angehörigen durchstehen kannst. Ich hoffe, dass es dir bald besser geht. Dieser aktuelle Zustand wird auch wieder vergehen, die Zeit wird die Wunde heilen, und du wirst dann einen neuen, schönen Lebensabschnitt beginnen können. Aber jetzt ist jetzt, und ich wünsche dir viel Kraft, diese harte Zeit durchzustehen. :°_

    Und bitte fühle dich nicht der Firma gegenüber schuldig, du hast deinen ehemaligen Lebenspartner verloren, mit dem du jahrelang dein Leben geteilt hast. Da darf man sich ruhig ohne Schuldgefühle eine Auszeit nehmen.

    Erstaunlicherweise ging es heute recht gut mit dem Arbeiten. Ich konnte mich gut konzentrieren und war nicht abgelenkt. Meine Kolleginnen hatten in den letzten 2 Wochen täglich Überstunden und da würde ich mich wegen einer Krankschreibung jetzt schlecht fühlen, nachdem es heute doch gut ging.


    Aber es hat sich komisch angefühlt wieder zurück im Alltag zu sein. Ich hatte fast keine Zeit an meinen verstorbenen Lebensgefährten zu denken und habe ich deswegen ein schlechtes Gewissen, weil mein Leben gerade wieder in den Alltag zurück kommt :°( und er kein Leben mehr hat, dass er Leben kann und ich heute nicht die Zeit hatte, viel an ihn zu denken :°(

    wenn dir die Arbeit gut tut und du merkst, dass du gebraucht wirst, dann ist es richtig.


    Ich möchte dir ans Herz legen, dass du dir für die kommenden Monate eine stütze für dich suchst. Eine Therapeuten. Du hast da eine intensive Zeit hinter dir.


    Liebe Grüße

    Danke für die Nachfrage.


    Es geht. Die letzten Wochen waren hart und ich habe es noch nicht ganz realisiert das er tot ist und nie wieder kommt. Ich arbeite leider nach wie vor Vollzeit, da ich umgezogen bin habe ich einen viel längeren Arbeitsweg, nebenbei habe ich noch die komplette Wohnung ausgeräumt und geputzt, seine Sachen weggschmissen und alle gemeinsamen Möbel verkauft. Ich funktioniere jeden Tag aber ich merke immer mehr wie mir alles zu viel wird, ich komme teilweise nicht einmal zum Trauern, weil soviele andere Gedanken im Kopf sind :°(


    und mir gehen immer die letzten Tage mit ihm durch den Kopf, wenn ich gewusst hätte was er vorhat, ich hätte ihn so gerne daran gehindert :-( Es macht mich traurig das er nie wieder auf Urlaub fahren kann, ein Eis essen gehen kann und vieles mehr. Es fühlt sich so falsch für mich an, dass ich weiterlebe und er nicht mehr %-|

    Itsme09 schrieb:

    Danke für die Nachfrage.


    Es geht. Die letzten Wochen waren hart und ich habe es noch nicht ganz realisiert das er tot ist und nie wieder kommt. Ich arbeite leider nach wie vor Vollzeit, da ich umgezogen bin habe ich einen viel längeren Arbeitsweg, nebenbei habe ich noch die komplette Wohnung ausgeräumt und geputzt, seine Sachen weggschmissen und alle gemeinsamen Möbel verkauft. Ich funktioniere jeden Tag aber ich merke immer mehr wie mir alles zu viel wird, ich komme teilweise nicht einmal zum Trauern, weil soviele andere Gedanken im Kopf sind :°(


    und mir gehen immer die letzten Tage mit ihm durch den Kopf, wenn ich gewusst hätte was er vorhat, ich hätte ihn so gerne daran gehindert :-( Es macht mich traurig das er nie wieder auf Urlaub fahren kann, ein Eis essen gehen kann und vieles mehr. Es fühlt sich so falsch für mich an, dass ich weiterlebe und er nicht mehr %-|

    Als jemand der letztes Jahr jemanden durch Suizid verloren hat, kenn ich die Empfindung zu gut. Und glaub mir: Jeder von uns hätte alles getan um es zu verhindern. Ich stell mir auch heute noch oft vor, wie das gewesen wäre. Wenn ich dort gewesen wäre, wenn ich verstanden hätte dass sie Abschied nimmt und ich dachte, wir seien in einer schlechten Drogenphase, aber egal wie lang es geht, wir kommen am Ende des Tunnels irgendwann raus.

    Es war uns nicht vergönnt, aber wir können nichts ändern und sind deshalb auch nicht schuldig. Wir haben geliebt, nur leider den Kampf gegen das Dunkel, das in einer geliebten Person wuchs nicht gewonnen.

    Ich wünsche dir alle erdenkliche Kraft. Nimm dir jede Zeit die du brauchst. Und nimm dir den Raum.

    Möchtest du dich vielleicht nicht lieber für eine Weile krank schreiben lassen und eine Kur beantragen? Dann kannst du etwas Abstand gewinnen und dich neu sortieren. :)*

    Sehr stark von dir, dass du das alles schaffen konntest mit der Wohnung. Vielleicht solltest du dir mal für einige Wochen eine Auszeit nehmen, wäre das nicht möglich? Ansonsten könnte es gut sein, dass dir bald alles zu viel sein wird und du erstmal gar nichts hinbekommen und zusammenbrechen wirst... Muss natürlich nicht sein, nur würde ich lieber Vorkehrungen dafür treffen und mir Zeit für mich nehmen. Ich wünsche dir weiterhin Kraft, diese schlimme Phase durchzustehen und dass du bald deinen Frieden mit den unberechtigten Schuldgefühlen schließen kannst. :)

    Lieben Dank für Eure Antworten!


    Ja ich würde sehr gerne kürzer treten aber auf eine Stundenreduzierung auf 30 Stunden hat sich mein Chef nicht eingelassen. Ich habe zwar 4x einen Tag frei bekommen, jedoch hat er die Tage bestimmt und ich konnte mir sie nicht aussuchen.


    Ich arbeite ein einem Kleinbüro, wir sind 3 Angestellte und davon nur 2 Vollzeitkräfte, wenn ich länger fehlen würde, wäre die Arbeit für die anderen Beiden nicht mehr zu bewältigen und an manchen Tagen, wäre dann niemand im Büro, weil wir manchmal nur zu 2 sind. Jetzt ist auch noch die Urlaubszeit.


    Ich habe es mir aber auch schon überlegt mit einer Krankschreibung und eine Kur beantragen, aber ich werde dafür kein Verständnis vom Büro bekommen. Es ist schwierig, ich überlege jeden Tag was ich machen soll und habe auch schon überlegt, ob ich nicht kündigen soll.


    Aber ich möchte mich dann vom Arbeitsmarktservice nicht gleich wieder wo bewerben müssen, da ich es nicht schaffe Vollzeit wieder neu wo anzufangen.


    Also ich weiß nicht so recht wie ich das machen soll, aktuell funktioniere ich einfach und bin am Abend aber immer sehr kaputt, vorallem da mein Job sehr fordernd ist und ich auch hier nichts vergessen darf.

    wenn du überlegt hast, zu kündigen, dann kannst du dich auch gleich Krank melden. Schreiben lassen natürlich.

    .

    Wenn von der Seite des Chefs so wenig Verständnis kommt, warum nimmst du dann Rücksicht auf ihn und willst sogar kündigen?


    Du würdest reichlich schlecht da stehen. Vor allem finanziell.


    Lass dich Krank schreiben, beantrage eine Reha. Denke zuerst an dich, dann an die Folgen von Chefs oder Kollegen.

    Wenn ich kündigen würde, wüsste das der Chef schon ein paar Wochen vorher und könnte eine neue Mitarbeiterin suchen.


    Wenn ich aber wochenlang krank bin, kann er für diese Zeit keinen Ersatz aufnehmen, weil er ja nicht von einem Tag auf den anderen jemanden findet, dann ist eine Kollegin teilweise nur alleine oder es gibt dann Tage, wo das Büro gar nicht besetzt ist, weil ich aufgerund der Urlaubszeit jetzt teilweise alleine im Büro bin.


    Es geht mir nicht vorrangig um den Chef, sondern um meine beiden Kolleginnen, mit dennen ich mich auch privat gut verstehe und die dann einen enormen Stress hätten, wenn ich wochenlang krankheitsbedingt ausfallen würde. Bei einer Kündigung wäre klar das ich nicht mehr komme und sie jemanden Neues brauchen.


    Zumindest sind so meine Gedankengänge.

    echt jetzt?


    Du bist erkrankt und aus der Ferne heraus ist es mehr als verständlich, wenn du dich krank schreiben lässt.


    Du riskierst deine soziale Absicherung, wenn du kündigen würdest. Überlege dir das gut.


    Es ist das Problem deines Chefs, dann das deiner Kollegen. Das musst du nicht zu deinem machen.

    Das ist nunmal das Risiko, das man eingeht, wenn man nur wenige Beschäftigte hat. Ein Chef muss doch damit rechnen, dass es irgendwann mal dazu kommen könnte, dass eine Mitarbeiterin mal für einen längeren Zeitraum krank wird. Vielleicht findet er ja Ersatz... Du musst ja auch überlegen, dass du wahrscheinlich so oder so langfristig einen Krankenschein nehmen müssen wirst, da du das, was du derzeit tust, auf Dauer nicht durchhalten wirst. Du brauchst dringend Zeit für dich, und die darfst du auch in Anspruch nehmen. Selbst, wenn deine Kolleginnen erstmal nicht gut auf dich zu sprechen sein sollten (was ich bezweifle, ich nehme mal an, die wissen über den Vorfall Bescheid, oder?), kannst du, wenn du wieder da bist, die Wögen glätten. :)