Partner ist nicht aufgeschlossen - es treibt uns auseinander!

    Liebe Community,


    ich habe mich hier angemeldet, weil ich ein Problem habe, mit dem ich nicht mehr alleine fertig werde. Bzw bei dem ich dringend ein wenig Input benötige.


    Mein Partner und ich sind jetzt seit knapp 5 Jahren zusammen. Wie die meisten hatten wir unsere Höhen und Tiefen. und dennoch haben wir uns immer bewusst zusammen gerauft und auf die entscheidenden Dinge unserer Beziehung berufen. Wir leben schon lange zusammen und pflegen eine gute Nähe-Distanz-Basis im Alltag.


    Wir sprachen auch schon über Hochzeit und was wir sonst so für Zukunftspläne haben. Da sind wir uns auch sehr einig. Ich fühle mich wohl mit ihm und liebe ihn sehr. doch das Problem, das ich habe, ist die Tatsache, dass mein Partner nicht besonders aufgeschlossen ist neue Dinge zu probieren. und das in erster Linie im Bett.


    Im Laufe der Jahre wurde mir immer mehr bewusst, dass es Phantasien in mir gibt, die sich immer mehr in den Vordergrund drängen und die ich kaum mehr ignorieren oder abschalten kann.


    ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich wie gebannt in Foren Beiträge lese, die mit diesen Phantasien zusammenhängen. ich muss mir immer sehr verkneifen mich nicht dazu hinreißen zu lassen jemanden anzuschreiben, weil ich einfach so große Lust habe diese Dinge einmal auszuprobieren.


    Zu meinem Freund: ich habe ihm immer wieder zu verstehen gegeben, dass ich mir diesbezüglich etwas mehr wünsche und ihn gefragt, ob es Dinge gibt, die er auch gerne mal probieren würde.


    Doch er meint immer nur er sei glücklich mit unserem Sexleben. Er zeigt auch kein Interesse daran sich mit mir und meinen Wünschen (die er größtenteils nichtmal kennt, weil er bei dem Thema immer gleich abblockt), auseinander zu setzen. Er ist einfach nicht experimentierfreudig.


    ich frage mich nun, ob das wohl immer so bleibt und was ich tun kann, um ihn da etwas zu erweichen oder zu öffnen. ich habe nichtmal das Gefühl offen mit ihm sprechen zu können. obwohl wir eigentlich über alles sonst miteinander reden können.


    ich weiß nicht, was ich machen soll. denn ich hinterfrage die Beziehung mittlerweile. ich frage mich, ob ich das den Rest meines Lebens will. oder ob ich nicht einen Partner will, der mir da ähnlicher ist.


    Aber ich will mich nicht trennen. immerhin haben wir so viele Pläne. und mit Anfang und Mitte 30 will man ja auch nicht nochmal nach der eventuellen Nadel im Heuhaufen suchen :-/


    Jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und möchte mir davon berichten?


    Ich bin wirklich ratlos und langsam verzweifelt. Eine Beziehung hinterfragen, weil der Sex nicht das ist, was man will? das kann ich doch nicht wirklich tun?


    Danke schonmal für eure Rückmeldungen!

  • 26 Antworten

    Dass der Sex, der sich im Kopf abspielt, nicht absolut deckungsgleich mit dem Sex ist, den man tatsächlich hat, halte ich ein Stück weit für normal. Die Frage ist, denke ich, welchen Stellenwert die von dir gewünschten Praktiken für dich haben. Ich glaube jeder hat Dinge, die er sich unbedingt für sein Sexleben wünscht und andere Dinge, die ganz nett sind, aber die man nicht notwendigerweise zum glücklich sein braucht. In welche der beiden Kategorien würdest du deine Phantasien einordnen?

    Zitat

    Zu meinem Freund: ich habe ihm immer wieder zu verstehen gegeben, dass ich mir diesbezüglich etwas mehr wünsche und ihn gefragt, ob es Dinge gibt, die er auch gerne mal probieren würde.


    Doch er meint immer nur er sei glücklich mit unserem Sexleben. Er zeigt auch kein Interesse daran sich mit mir und meinen Wünschen (die er größtenteils nichtmal kennt, weil er bei dem Thema immer gleich abblockt), auseinander zu setzen. Er ist einfach nicht experimentierfreudig.


    ich frage mich nun, ob das wohl immer so bleibt und was ich tun kann, um ihn da etwas zu erweichen oder zu öffnen. ich habe nichtmal das Gefühl offen mit ihm sprechen zu können. obwohl wir eigentlich über alles sonst miteinander reden können.

    Für mich klingt das, als hättest du bislang nur vage Andeutungen gemacht, aber nie klar kommuniziert, was du dir eigentlich wünschst. Kann das sein?


    Wenn du nur sagst, dass du dir etwas mehr wünschst und er zufrieden ist, ist es schwierig einen Kompromiss zu finden und sich an etwas Neues heranzutasten.


    Angenommen du hättest die Phantasie beim Sex härter angefasst werden zu wollen, müsst ihr es ja nicht gleich mir Rohrstöcken oder so versuchen. Du könntest ihn dann zum Beispiel auch mal bitten dich beim Sex ein bisschen an den Haaren zu ziehen oder ähnliches. Und dann gäbe es, wenn die Praktik für ihn in Ordnung wäre, auch die Möglichkeit sich weiter Richtung härtere Gangart ranzutasten.

    Zitat

    Mein Partner und ich sind jetzt seit knapp 5 Jahren zusammen. Wie die meisten hatten wir unsere Höhen und Tiefen. und dennoch haben wir uns immer bewusst zusammen gerauft und auf die entscheidenden Dinge unserer Beziehung berufen. Wir leben schon lange zusammen und pflegen eine gute Nähe-Distanz-Basis im Alltag.

    Zuerst mal eine sanfte Kritik meinerseits: Für mich beinhaltet das Zitat überwiegend Phrasenhaftes und leere Worthülsen. Da fehlt nur nocb "GZSZ".


    Was zum Beispiel ist eine "gute Nähe-Distanz-Basis im Alltag"? Ich werde da immer misstrauisch, weil das, in Alltagssprache ausgedrückt, oft bedeutet, dass mindestens einer von beiden ein hohes Maß individueller Freiheit beansprucht, was an die Grenzen einer Partnerschaft geht und generell kaum Gespräche und Offenheit zwischen den Partnern existiert. Also, vielleicht ein wenig konkreter!


    Was das Sexuelle betrifft: Ich als Mann liebe es sehr, wenn auch Frau die Initiative ergreift, gerade dann, wenn es etwas weiter als "Blümchensex" gehen soll. Ich habe beispielsweise noch nie eine Partnerin nach Blasen oder Anal gefragt (obwohl ich das sehr mag), sondern höchstens durch Streicheln mein Interesse an bestimmten Körperregionen gezeigt.


    *:)

    @Graógramán

    Ja, du magst recht haben, wenn du sagst es seien 2 unterschiedliche dinge. dessen bin ich mir im laufe der zeit auch bewusst geworden. da sind aber dinge, auf die ich nicht wirklich immer verzichten möchte.


    und doch, ich habe oft versucht das gespräch zu suchen. ich meinte mehrmals zu ihm, dass ich nicht möchte, dass unser sex so einseitig ist und dass ich gern etwas rumprobieren möchte. darunter konnte er sich nicht viel vorstellen. und wenn ich versucht habe etwas expliziter zu werden, dann blockte er direkt ab und entgegnete mir "auf einmal reicht es dir nicht mehr, was ist nur los?"... habe es dann meist dran gegeben es zu versuchen.


    auch wenn ich mal wo etwas gelesen habe und es vor ihm erwähnte, kam meist eine abwertende bemerkung seinerseits.

    @Kulturschaffender

    es mag phrasenhaft klingen, ja. ich wollte nur einen überblick bieten und dabei nicht den rahmen schon mit den hintergrunddetails sprengen.


    ich verstehe unter diesem begriff ein ausgewogegenes verhältnis von freiräumen und regelmäßiger gemeinsamer zeit.


    abends liegen zb grundsätzlich zusammen auf der Couch und schauen fern. am wochenende unternehmen wir viel mit freunden und familie, sowohl gemeinsam, als auch jeder mal für sich. ebenso haben wir beide unsere zeit für uns, wenn wir sie brauchen.


    obwohl ich, wenn ich das so schreibe, fast das gefühl habe wir könnten auch einfach gute freunde sein, die sich umeinander sorgen... ":/


    Initiative ergriffen habe ich im laufe der zeit immer wieder mal. versuche ich mit ihm in der küche rumzumachen und es wird expliziter, dann drängt er immer aufs schlafzimmer.


    will ich vor freunden auch mal knutschen, wenn wir abends unterwegs sind, dann bremst er mich. es ist ihm unangenehm. wenn ich ihm während des sex versuche zu zeigen, dass es auch spannend wäre, wenn wir mal die position oder die rollen wechseln, dann ist er sofort gehemmt und wirkt angespannt und unzufrieden.


    kann er dann wieder in seine position zurück, wird es wieder besser.


    Dirty Talk hat mir schon immer gefallen. doch mache ich beim sex den mund auf und stöhne ihm etwas entgegen, spüre ich auch, dass er unsicher wird. habe ihn darauf mal angesprochen und da meinte er nur, ob denn dieses gequatsche und diese ausdrücke beim sex sein müssten :-/

    Für mich klingt das auch eher nach guten Freunden, die Intimität und Sex miteinander teilen, als nach Leidenschaft. Und falls ich da falsch liege, dann scheinen Eure Leidenschaften nicht sehr kompatibel zu sein.

    Nowoonder

    genau davor habe ich angst. mir ist ja immer mehr aufgefallen, dass es zwischen uns zwar funktioniert, aber nicht leidenschaftlich zugeht.


    wir kochen und essen zusammen, liegen auf der couch auch zusammen unter einer decke. wir küssen uns auch immer wieder. aber das ist alles so flach.


    aber die beziehung deshalb beenden? der alltag mit uns passt und wir ergänzen uns da prima. wir haben unsere wohnung, unsere pläne, wollten ja auch heiraten... ":/ an der stelle sorge ich mich und frage mich, ob das nicht der größte fehler wäre!


    gleichzeitig will ich aber auch nicht alles aufgeben. ich habe auch angst davor es zu bereuen, sollte ich den schritt wagen :-(

    Zitat

    wenn ich ihm während des sex versuche zu zeigen, dass es auch spannend wäre, wenn wir mal die position oder die rollen wechseln, dann ist er sofort gehemmt und wirkt angespannt und unzufrieden.

    Das ist doch jetzt mehr als eindeutig - der Kerl ist mit dem, was er die ganze Zeit schon getan hat, voll und ganz zufrieden, das hat er Dir schließlich ganz genau so gesagt. Außerdem hat er's mehrmals ausprobiert und war noch nicht mal ansatzweise davon begeistert.


    Außerdem glaube ich nicht, daß Begriffe wie 'unsicher', 'gehemmt' oder 'angespannt' in diesem Falle zutreffend sind, er soll da schließlich etwas tun, was ihm ganz und gar nicht gefällt bzw. ihm im ungünstigsten Falle die Stimmung vollständig verdirbt.

    Zitat

    obwohl ich, wenn ich das so schreibe, fast das gefühl habe wir könnten auch einfach gute freunde sein, die sich umeinander sorgen...

    Darauf wird es wohl hinauslaufen und Dein Unterbewußtsein weiß das auch schon:

    Zitat

    und auf die entscheidenden Dinge unserer Beziehung berufen.

    oh mann ":/


    diese befürchtung hatte ich schon länger. offensichtlich scheint mein unterbewusstsein längst zu wissen, dass es im grunde keinen sinn macht. ... und doch wollte ich die hoffnung nicht aufgeben, dass sich nochmal etwas ändert. und auch, dass ihr mir vielleicht sagen würdet ich würde es überstürzen oder überbewerten oder sonst was :-/


    ich glaube wohl schon auch, dass ich langfristig nicht glücklich sein kann in so einer beziehung. wir sind wohl verschiedener, als ich es dachte


    wenn ich es nun so betrachte, stehe ich vor den trümmern meiner zukunft. ich müsste meine beziehung, die wohnung, die sicherheit und auch alles gewohnte aufgeben. woher weiß ich denn, dass ich es nicht irgendwann bereue ? dass ich nicht alleine ende ... :-( -ich schätze ich weiß auch, dass es da keine garantie gibt :-/

    Also ich würde, bevor ich ernsthaft mit dem Gedanken spiele alles hinzuschmeissen, wenigstens dem Partner mal klarmachen, was gerade bei mir Sache ist, was in mir vorgeht und was ich mir wünsche. Und dann kann man immer noch sehen, ob man zusammen eine gemeinsame Lösung findet, oder ob die Differenzen gerade tatsächlich so unüberbrückbar sind, wie sie scheinen ":/

    Zitat

    aber die beziehung deshalb beenden?

    Das ist halt der typische Med1-Rat, daran musst du dich hier gewöhnen. Das Doppel-T (Trennung oder Therapie) wird aus der Ferne leicht als ultimativer Ratschlag über die Mauer geworfen und ich bezweifle, dass die Urheber im eigenen Privatleben so konsequent wären, wie sie hier empfehlen.


    Als jemand, der die ersten 10 Jahre der Beziehung bei weitem nicht den Sex ausleben konnte, wie er es gerne hätte, möchte ich dir Mut zusprechen. Und ich bin jetzt schon 3x so lang mit meiner Frau zusammen. Und sie war es wert, die ersten 10 Jahre die Hoffnung nicht aufzugeben. Das kann dir natürlich niemand garantieren und es gibt keine Kristallkugel, wo man reingucken kann. Aber einzig du allein bist gefragt, da niemand dich, deinen Partner und eure Beziehung so gut kennt wie ihr selbst. Die Entscheidung kann dir kein Forenrat abnehmen. Wir können höchstens reflektieren, was du preisgibst.

    Zitat

    Aber ich will mich nicht trennen. immerhin haben wir so viele Pläne. und mit Anfang und Mitte 30 will man ja auch nicht nochmal nach der eventuellen Nadel im Heuhaufen suchen :-/

    Das zum Beispiel klingt für mich als Beziehungsargument gruselig. Man trennt sich nicht, weil man Pläne hat? Und wenn die Pläne erfüllt sind, geht man dann auseinander, oder wie? Dahinter steckt viel mehr die Angst, zu scheitern, als ein klares "Ja" zum Partner.

    Zitat

    Im Laufe der Jahre wurde mir immer mehr bewusst, dass es Phantasien in mir gibt, die sich immer mehr in den Vordergrund drängen und die ich kaum mehr ignorieren oder abschalten kann.

    Wenn diese Worte der Realität entsprechen (und du nicht einen "gewöhnlichen" Wunsch einfach nur übertrieben hoch ausschmückst), dann bedeutet das, dass du dies irgendwann - vermutlich gegen seinen Willen oder ohne sein Wissen - umsetzen wirst. Bist du dir darüber im Klaren, oder willst du die Worte nochmal relativieren? Wenn es aber so ist, wie du schreibst, wirst du vermutlich schon kurz nach der Hochzeit fremdgehen. Wie willst du das auflösen? Trennen nein, Pläne und Hochzeit ja, aber sexuelle Fantasien nicht mehr unterdrückbar und inkompatibel zum Partner? Das wird krachen, und zwar gewaltig. Ich finde, er hat die unverblümte Ehrlichkeit verdient. Und dann überlegt ihr, was ihr damit macht.


    Zu allererst musst du dich selbst verstehen, ob deine Fantasien alternativlos sind. Wenn sie es sind, bleiben euch nicht viele Möglichkeiten. Ich weiß ja nicht, wie "krass" deine Interessen sind. Also mal in der Küche vögeln ist jetzt nicht das Gewagteste, was ich mir vorstellen kann, und da hat er sicherlich noch Entwicklungspotenzial. Wenn du aber z.B. heute schon weißt, dass du irgendwann unbedingt einen Gangbang erleben willst, sag ihm das bitte vor der Hochzeit und gib ihm die Chance, Konsequenzen daraus zu ziehen. Und dazwischen ist eine große Bandbreite, was alles vielleicht noch zu seinem Repertoire gehören kann, wenn du ihm bisschen mehr Zeit einräumst, sich auf "deinen" Weg probehalber einzulassen. Und dazu gehört reden, reden, reden, reden. Wenn du ihm sagst, was du dir früher oder später vermutlich woanders holen wirst, dann wird er mit dir darüber reden. Glaub's mir.


    Wenn mir und meiner Frau vor 30 Jahren jemand gesagt hätte, dass ihr eines Tages Pornos gefallen und sie mit mir in Paare-Clubs unterwegs ist, hätten wir beide demjenigen den Vogel gezeigt. Surprise. Bleib bei ihm, wenn es der richtige Mensch für dich ist. Das mit dem Sex wird sich auf die eine oder andere Art irgendwann lösen. Vielleicht klagt dein Freund ja in 20 Jahren hier auf Med1, dass seine Frau anfangs immer so aufgeschlossen war, und nun überhaupt keine Lust mehr hat? Alles ist möglich ... und wenn du Angst davor hast, darfst du dich nie binden, oder eine Beziehung von vornherein offen gestalten.

    ja. da hast du schon recht. dieses gespräch würde ich wohl auch führen wollen. allein um mir sicherer zu sein, ob es wirklich auf eine trennung hinauslaufen muss...


    vermutlich habe ich aber noch angst davor, weil mit diesem Gespräch auch jeder letzte hoffnungsschimmer verschwinden könnte :-(

    Zitat

    ich habe oft versucht das gespräch zu suchen. ich meinte mehrmals zu ihm, dass ich nicht möchte, dass unser sex so einseitig ist und dass ich gern etwas rumprobieren möchte.

    Ich denke nicht, dass ein solches Gespräch zu einem aufregenderen Liebesleben führt. Ein solches Gespräch ist doch so ziemlich das Gegenteil von Leidenschaft. Wenn der Partner immer wieder antönt, dass er etwas ausprobieren möchte, obwohl man klargemacht hat, dass man das nicht möchte, führt das wohl eher nicht dazu, dass man das irgendwann doch noch ausprobieren möchte. Und falls er spürt, dass du deswegen sogar die Beziehung in Frage stellst, könnte der Druck wohl kaum grösser sein.

    Zitat

    abends liegen zb grundsätzlich zusammen auf der Couch und schauen fern.

    Vielleicht würde es euch helfen, wenn ihr etwas mehr zusammen unternehmen würdet, abseits von Fernsehen?

    Zitat

    Aber ich will mich nicht trennen. immerhin haben wir so viele Pläne. und mit Anfang und Mitte 30 will man ja auch nicht nochmal nach der eventuellen Nadel im Heuhaufen suchen :-/

    Ich weiss nicht, das ist vielleicht falsch angekommen, aber ich finde es hört sich etwas lieblos an, wenn der Hauptgrund, dass man sich nicht trennen möchte der ist, dass man sich nicht sicher ist ob man rechtzeitig einen besseren findet (und nicht, dass einem der Gedanke den Partner nicht mehr um sich zu haben weh tut).

    @Comran

    danke für deine sehr ausführliche und auch offene antwort!


    vieles was du sagst regt tatsächlich zum denken an. und ich denke über diese punkte muss ich auch noch in ruhe nachdenken und kann vermutlich erst dann etwas dazu sagen.


    dass es mir so erscheint als seien meine phantasien absolut notwendig, das liegt vermutlich daran, dass es nicht wirklich ausgefallene dinge sind, er aber immer wieder deutlich gezeigt hat, dass er sich gegen diese "änderungen" sträubt. derzeit nimmt er auch lieber in kauf, dass wir gar keinen sex haben, als dass er sich mal damit auseinandersetzt, warum das so ist und wo meine lust hin ist. dabei habe ich viel lust. immer schon. und das weiß er eigentlich auch. nur habe ich kaum mehr lust auf ihn und sie so auszuleben, wie es ihm passt.


    ich denke auch, dass einige der phantasien wohl auch für die allgemeine leidenschaftslosigkeit zwischen uns stehen und dass sie einfach mehr bedeuten, als nur ungelebte leidenschaft in form von sex zu sein ":/


    mir fehlt ganz offensichtlich schon mehr bei ihm, als nur das sexuelle zusammenpassen. darüber muss ich mir wirklich mal meine gedanken machen

    @Jolanda345

    ja, du sagst es. diese gespräche führen zu nichts. aber selbst das initieren von neuen ansätzen hatte ja leider keine wirkung, außer, dass er genervt war.


    dass wir unter der woche abends auf der couch liegen hat damit zu tun, dass wir beide recht spät heimkommen von der arbeit und dann nach dem gemeinsamen essen meist einfach nur müde sind. unternehmungen am wochenende gehen wir ja regelmäßig nach.


    und ja, du hast recht. es klingt lieblos. und das soll es eigentlich nicht. ich hab nur versucht es rational zu sehen... denn natürlich kann ich mir nur schwer vorstellen ohne ihn zu sein!


    trotzdem bin ich einfach nicht glücklich. und dann hinterfrage ich, was mich außer meinen gefühlen noch davon abhält mich zu trennen. und das sind eben gründe wie alles aufzugeben, angst vor dem allein sein und sorge davor es zu bereuen ...

    Liebe Pauline,


    Ich habe gerade deinen Beitrag gesehen und wollte dir etwas dazu schreiben, obwohl ich hier kaum noch aktiv schreibe.


    Bitte, lass dich nicht so schnell zu einem Trennungsgedanken bringen! Lies nochmal- innerhalb von circa 5 Beiträgen wurde aus deiner Frage nach Hilfe auf einmal die Aussage einer möglichen Trennung :-o :-o


    Die Community hier rät oft zu schnellen Trennungen :(v Du kennst bestimmt die Sender-Empfänger-Botschaften: Wenn der andere dich nicht versteht, ist es deine Aufgabe es ihm so zu erklären, dass er es verstehen kann.


    Ob du das deinem Partner richtig erklärt hast, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Aber ich würde an deiner Stelle alles daran setzen, dass er die Möglichkeit bekommt, einzugreifen und auf deine Aussagen zu reagieren.


    Ob du ihn noch liebst? Das ist etwas, dass wir auch nicht bewerten können. Aber weißt du, eine Beziehung muss nicht voller Leidenschaft sein, um sie Liebe zu nennen. Es gibt zig Formen von Beziehungen und Liebe darin. Ich habe an Beziehungen auch einiges gehabt: Leidenschaft, Auf und abs, überwältigende Emotionen. Aber ich kenne auch die ruhige Variante der Liebe, so wie du deine Beziehung beschreibst - kuscheln, küssen, Tv gucken, das Leben mit Freunden und Aktivitäten teilen. Das hat auch sehr viele schöne kleine Momente, in denen ich tiefe Liebe spüre.


    Mein heutiger Freund war anfangs z.B. absolut gegen Küssen in der Öffentlichkeit. Heute nicht mehr. Es war nur 1 Gespräch nötig, sonst habe ich einfach gemacht. Mir das genommen, was ich von ihm wollte in dem Moment- den Kuss. Vielleicht weiss dein Freund nicht, was er beim Sex machen soll, er fühlt sich doof dabei und unwissend. Häufig erwartet man von einem Partner etwas ohne es selbst zu tun, man bleibt passiv und wartet, dass der andere aktiv wird.


    Lass nicht jetzt schon zu, dass dein Gehirn/Unterbewusstsein sich schon mit der Trennung auseinandersetzt, auch wenn viele dir das hier als Lösung direkt vorschlagen werden. Du verpasst damit nämlich auch Chancen der Verbesserung @:)