Morwena 03.11.17 12:33

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    Was wäre denn daran anders?

    Die Frage finde ich etwas seltsam, denn für mich...

    ":/


    Ja, eben für dich.


    Meine Frage war an die TE gerichtet, was ihrer Meinung nach daran anders wäre.

    Also erstmal zu uns.


    Wir sind 30 und fast 40 und seit 4 Jahren zusammen. Davon wohnen wir 3 Jahre zusammen und der Kinderwunsch besteht seit etwas mehr als zwei Jahren bzw seitdem versuchen wir es konkret. Über Kinder haben wir gleich zu Anfang gesprochen und nach wenigen Monaten war er sich sicher, dass er noch eins mit mir möchte. Haben dann aber eine zeitlang noch mehr oder weniger mit NFP Verhütet, da ich erstmal meine Weiterbildung abschließen wollte.


    Wir arbeiten beide, verdienen gutes Geld und er hat ein eigenes Haus.


    Zu seinen jüngsten Kind besteht auf Grund verschiedener Umstände in der Vergangenheit (noch) kein Kontakt. Zu dem ältesten schon, aber hauptsächlich über das Handy (wohnt 400 km entfernt). Wir fahren 2-3 mal im Jahr hin oder sie kommt hier her, aber eher selten

    Die Kinder und Mütter untereinander haben seit einem Jahr Kontakt über Whatsapp & co.


    Ich drehe ihm bestimmt kein Kind an oder sehe ihn nur als "Ernährer". Ich liebe diesen Mann und wir führen eine glückliche Beziehung, haben keinen Streit oder so ??außer mal normale Meinungsverschiedenheiten??


    Seine Aussage gestern war ein Schock für mich. Daher wohl auch gleich die Fluchtgedanken. Natürlich würde ich ihn nicht einfach so verlassen, aber möchte er definitiv kein Kind mehr, muss ich darüber nachdenken. Die Hintergründe seiner Entscheidung kenne ich noch nicht, hatten gestern nicht mehr so ausführlich darüber geredet.


    Verhüten mit Gummi muss wenn er, da ich seit mehreren Jahren ich NFP mache und mich darauf verlassen kann. Die Kurve kann er auch gerne sehen, falls er mir nicht vertraut. Aber wäre fehlendes vertrauen nicht so oder so schlecht für die Beziehung?

    Wenn er zwei Jahre ein Kind mit gerne gehabt hätte und nun auf einmal nicht , käme ich mir auch betrogen vor.


    Ihm muss doch klar sein, dass es für dich (noch ohne Kind im Gegensatz zu ihm) eine sehr wichtige SAche ist .... einfach zu sagen: nein jetzt will ich nicht mehr ... so einfach ist das nicht zu verkraften und zu sagen: ach ansonsten liebe ich ihn .


    Redet noch mal in Ruhe , mache ihm klar, wie wichtig dir dein Kinderwunsch ist.... und ja ich kann dich verstehen, dass du an Trennung denkst.

    Ich kann Dich auch gut verstehen, denn auch ich bin in der Situation, dass mein Partner ein Kind aus erster Ehe hat. Es war von Anfang an klar und das habe ich ihm auch gesagt, dass ich unbedingt ein eigenes Kind möchte. Nun hatte ich inzwischen vier Fehlgeburten und bin schon über 40, was es immer schwieriger macht, aber ich kann einfach nicht aufgeben. Der nächste Schritt ist die künstliche Befruchtung. Bei uns gab es auch schon Streit, weil es meinem Mann zu viel wurde und für ihn ein gemeinsames Kind nicht mehr ganz so wichtig ist. Aber bisher hat er trotzdem zu mir gehalten, weil er eben weiß, wie wichtig es für mich ist. Ein unerfüllter Kinderwunsch kann ein Leben zerstören, davon kann ich ein Lied singen, das wünsche ich niemandem.


    Und ich kann schon verstehen, dass man über eine Veränderung nachdenkt, wenn der Partner in der Art die Meinung wechselt. Für mich hat das auch nicht per se mit mangelnder Liebe zu tun, sondern mit nicht zueinander passenden Lebenskonzepten.

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    sondern einfach weil sich der Mann iwie nicht als zum Vater geeignet zeigt, zumindest bis jetzt nicht. Und wenn sie das von vorneherein einkalkuliert, muss er auch nicht den "Versorger" spielen,


    das wird sie dann wohl schon selbst übernehmen, oder?

    Natürlich muss er. Das Kind hat den Unterhaltsanspruch, nicht die Mutter. Diese kann nicht stellvertretend die Rechte des Kindes beschneiden.

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    Also es ist nicht auch Dein Haus? ":/

    nee, wenn sie nicht verheiratet sind ist es das nicht.


    Versuch doch nicht über materielle Güter , die er mmentan nicht teilen will ihn als schlechten Partner dazustellen.


    DA gibt es doch viele Varianten, wie man das mit Eigentum handhabt und wie es für beide o.k. ist.

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    Die Situation ist hier ja eine etwas besondere. Wenn zwei zusammenkommen und sich bezüglich des Kinderwunsches nicht einig werden, könnte ich das als Trennungsgrund noch halbwegs verstehen (sofern eigene Kinder eben ein unverhandelbares Lebensziel sind - was ich wiederum nicht verstehe). Aber hier hatte sie ja schon eine Chance, es wurden verschiedene Dinge probiert und er hat sich dazu bereiterklärt. Es hat aber nicht funktioniert. Und da ist es eben nicht das gleiche - sie sollte wenigstens anerkennen, dass er diesen Weg einige Monate mitgegangen ist. Wenn Alias gute Chancen hätte, ein Kind zu bekommen, dann hätten sie das Thema ja weiter probiert, aber es ist ja eingeschlafen. Ihn deswegen abservieren, dass er sich jetzt mit der Situation so arrangiert hat und die Akte schließen möchte, finde ich nicht gerechtfertigt.


    Besonders irrational wird es, wenn man ihre Chancen betrachtet, die eine Trennung mit sich bringen würde:

    Ich finde nicht, dass Fremde (wie wir) das alles verstehen können müssen ;-) Unabhängig davon finde ich es meistens ziemlich leicht, die Motivation anderer zu "verstehen", auch wenn ich selber anders denke. ZB wollte ich selber nie Kinder, aus Gründen, die ich dir nennen könnte und die du vermutlich auch "verstehen" würdest, kann es aber trotzdem verstehen, wenn jemand genau den gegenteiligen Lebensplan hat, nämlich unbedingt Kinder möchte.


    Für jemanden, dessen Lebensplan "Kinder" ist, finde ich es auch "gerechtfertigt" (soweit ich mir da überhaupt ein Urteil anmaßen würde), wenn dieser sich von einem Partner trennt, der diesen Lebensplan so entweder nie hatte oder der ihn wegen der Fehlversuche aufgibt, weil er für ihn nicht dieselbe Bedeutung hatte wie für die Partnerin.


    Und dann habe ich auch gelernt, dass es bei diesem Thema vieles gibt, was nicht rein rational abläuft. Bei den meisten Frauen entsteht offenbar irgendwann ein Kinderwunsch, das kann man aber nicht en detail "erklären". Muss man auch nicht. Entscheidend ist doch nur, dass ein Paar hier übereinstimmend fühlt, denkt und handelt.

    Es ist alleine sein Haus und das ist auch gut so. Er hat lange gekämpft, damit es endlich ihm alleine gehört, da er es mit seiner Ex zusammen gekauft hatte und die nie einen cent dafür bezahlt hat.


    Ich möchte auch gar keine rechte am Haus haben.


    Er hat das Haus schon vor über 10 Jahren gekauft, da kannten wir uns noch gar nicht bzw nur vom sehen.

    Ich persönlich finde es komisch mi jemanden eine Familie zu planen und nicht alle Posten als "unser" zu verstehen, egal, ob groß oder klein. Das heißt nicht, dass jemand, der es anders handhabt, ein "schlechter Partner" ist, aber für mich sieht das immer so aus, als ob das Materielle wichtiger ist als eben z.B. Kinder. Was ist so wichtig an einem Haus oder von mir aus einer Gummiente, dass man es nicht teilt?

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    Weil das ein Aspekt des Zusammengehörigkeitsgefühls ist - oder eben nicht, das diskutieren wir ja gerade. Sind noch nicht fertig.

    Da sehe ich keinen Zusammenhang. Die TE stellt hier auch keinen Zusammenhang her. Dass das Eigentum an einem Haus mit ihrem Kinderwunsch und seinem anscheinend nicht mehr vorhandenen Kinderwunsch irgendwas zu tun haben soll finde ich an den Haaren herbeigezogen.