Partner redet schlecht von mir...

    Hallo,


    Ich muss das jetzt einfach mal loswerden weil ich absolut nicht weiß wie ich handeln sollte.


    Ich -27 ,bin mit meinem Freund, 24 seit anderthalb Jahren zusammen.


    Natürlich haben wir Probleme wie jedes andere Pärchen auch. Aber eigentlich sind wir glücklich - dachte ich.


    Nun war es so das mir schon vor einiger Zeit ein Kumpel meines Freundes gesagt hat, dass mein Freund zu ihm meinte 'ich mache immer Stress'.


    Worauf er das bezog?


    Er hatte einen Tag partout keinen Bock arbeiten zu gehen obwohl er nichts hatte und ich habe ihn angemacht (war nicht das erste Mal) was das für eine dämliche Einstellung sei und das er sich nicht immer drücken kann.


    Offensichtlich kann er solche Kritik nicht verkraften und muss sich über mich (sehr böse Frau) bei ihm auslassen.


    Wir saßen heute zum Abendessen gemütlich am Tisch als er laut seine WhatsApp SprachNachrichten anhörte.


    Eine Kollegin regte sich etwas auf wie er den Arbeitsplatz verlassen hatte und meinte noch ganz belustigt : haha aber ich hacke mal nicht auf dir rum ,so wie deine Freundin !!!


    Ich dachte mir platzt der Kragen. Sie fügte noch hinzu das dies der Eindruck von mir sei den er auf Arbeit über mich bei allen präsentiert.


    Ich glaube ich spinne .. Erstens sind das keine guten Freunde mit denen er etwas privat macht und zweitens denke ich nicht mal annähernd das es diese Leute etwas angeht!


    Auch ich bin nur ein Mensch, rege mich auch mal auf wenn er unzuverlässig ist oder nicht mal zum Arzt geht um sich seine Entschuldigung fürs blau machen zu holen .


    In seinem Augen bin ich anscheinend eine sehr böse Freundin die nichts anderes zutun hat als meckern!


    Ich halte mich sehr zurück jedoch finde ich nicht alles toll was er macht genauso wenig wie er immer alles super findet was ich tue. Das sagt er mir auch!


    Es kann doch nicht sein das alle seiner Kollegen nun schon über mich so instruiert werden ?


    Ich bin einfach nur sprachlos und hätte gerne mal ein paar Meinungen.


    Ich fühle mich total verraten ...

  • 15 Antworten

    Mir kommt dieses Verhalten sehr bekannt vor. Deine Rolle hatte ich inne. Seine Rolle kann man eins zu eins mit der Reaktion meines Mannes in den ersten Jahren unserer Beziehung vergleichen. Je mehr ich mich bemühte ihn anzuspornen, dass er in die Puschen kommt, bzw. dass er nicht immer Fünfe grade sein lassen soll, desto sturer wurde er.


    Mir reichte es irgendwann, mit dem Spruch,


    ICH BIN NICHT DEINE MUTTER


    hörte ich damit auf.


    Kam mir zu Ohren, wie er anderswo agierte, ließ es mich kalt.


    Bald war eine Veränderung zu bemerken, denn er kam nicht damit durch, sich nur die Rosinen rauszupicken oder wie ein Jugendlicher eine Null-Bock-Mentalität vor sich herzutragen.


    Vielleicht magst du dich auch komplett rausziehen, dir denken, dass es seine Sache ist und ihm gleichzeitig die Möglichkeit nehmen dich als die mit dem erhobenen Finger hinzustellen.

    Guten morgen Nivea2,


    das kommt mir bekannt vor. So ähnlich ist es auch bei mir. Nur das ich nicht weiß, ob die in der Firma über mich reden.


    Ich bin mit meinem Latein auch am Ende wie man so schön sagt. Weiß nicht mehr was ich machen soll. Heute morgen z. B. habe ich ihm gesagt das im Kühlschrank sein Essen für die Pause ist. Da hat er gesagt:"Noch nicht mal am Morgen hat man seine ruhe." Ich will es einfach nicht mehr. Ich mache mir die Arbeit, mache ihm noch spät abends das essen gür die Pause und er weiß noch nicht mal zu schätzen, was ich für ihn gemacht habe. Ich komme nicht mehr an ihn ran. Und das nervt. Ich liebe ihn, aber er behandelt mich wie der letzte Dreck. Was soll das? Wenn er mich lieben würde, würde er so etwas machen? Ich will es nicht mehr, das sage ich ihm auch. Es tut mir verdammt weh wie er mich behandelt. Ich weiß nicht mehr weiter. Was soll ich machen? Soll ich ihn verlassen? Soll ich bei ihm bleiben?


    Ich erzähl euch die Geschichte von Anfang an:


    Ich habe meinen Freund in der Fahrschule kennengelernt. Damals war ich noch mit meinem Ex zusammen. Daraufhin habe ich ihn verlassen und bin wieder Zuhause eingezogen. Dann wurde mein Freund von seiner Ex rausgeschmissen und musste in die Wohnung einziehen in der wir beide jetzt wohnen. Dann habe ich meinen Ausbildungsplatz verloren. Er hat mir eine Arbeit besorgt die ich Ende Januar wieder verloren habe. Zwischendurch bin ich bei ihm eingezogen. Seitdem bin ich arbeitslos. Im Januar sind wir zu einem Kumpel und seiner Freundin 'feiern' gegangen. Da hat es schon gekrieselt. An diesem besagten Wochenende waren wir besoffen und diese Freundin hat sich meinen Freund geschnappt und wollte mit ihm ... haben. Das haben sie dann gelassen die Höhe kommt noch. Am 03.02. war er angeblich krank. Er war nicht krank. Er wollte ins KH. Ist aber zu ihr gegangen. Ich habe gemerkt das etwas nicht stimmt und zwei Wochen später hat er es mir mit ihr gesagt. Hatte nicht die Eier in der Hose etwas zu sagen. Seitdem ist es mit meiner Beziehung weiter bergab gegangen. Ich konnte ihm nicht mehr vertrauen. Habe alles gegeben, damit es nicht zu einer Trennung kommt.


    Nun was soll ich machen. Ich bin wie Nivea2 unentschlossen. Was soll ich machen? Ich liebe ihn. Doch liebt er mich?


    masa16

    Auch, wenn es für euch, de vor mir geschrieben haben, sich über das Verhalten der Partner beklagend wundern werden, so ergreife ich Partei für die Männer in euren Beziehungen.


    Auf den ersten Blick sehr unverständlich, oder?


    Ich will es versuchen verständlicher rüber zu bringen. Zwischenmenschliche Beziehungen, sind fast immer eine Kontext von agieren und reagieren. Aktion und Gegenreaktion.


    Schon bei jungen Kleinkindern kann man im sozialen Miteinander beobachten, wie persönliches Terrain und Grenzen untereinander ab gesteckt werden. Das ist Etwas, dass unser Sozialverhalten ausmacht. Das ist nichts das falsch oder empathielos ist. Es gehört zu unser Natur als Spezies. So entwickeln sich durch innere Anlagen, Hormoneinfluss, soziale Prägung und Nachahmverhalten (beobachten von Erwachsenenverhalten) unsere Persönlichkeit und charakterliches Verhalten heraus.


    Von Kindesbeinen an, gibt es dabei große Unterschiede. Die kleinen neugierigen Racker, die man weder mit einem strengen Nein noch einem 'hee lass das' zu stoppen sind. Dann die anderen Persönlichkeitstypen, welche erst einmal alles ruhig beobachten, die Lage/Chancen für sich bewerten wollen, um dann eine Entscheidung zu treffen. Noch andere junge Kids - ich meine die Altersgruppe von 1-4 Jahren, die generell zurück stecken, die sich das Spielzeug abräumen lassen, die noch ruhig aber verwirt zuschauen, wie ein kleiner Racker und Flegel/in das eigene Frühstücksbrot vom Teller nimmt, weil das eigene nicht interessant genug ist ohne eigene Gegenwehr dazu. Es gibt auch Mischformen und natürlich immer wieder neue Konstellation und Situationen. Es soll in meiner Darstellung nur nicht zu kompliziert werden.


    Nun mögt ihr vielleicht fragen, was diese Erläuterung mit dem zu tun haben soll was eure Paarbeziehung angeht. Natürlich lässt sich das unreife Kiddi-Verhalten nicht auf erwachsene und hoffentlich reif verantwortungsvolle Personen eins zu eins anwenden. ABER!


    Dennoch bleibt dieses Grenzen setzen und durchalten/durchsetzen Etwas, dass unser gesamtes Sozialleben ausmacht, ob im Job, im Hobbie, in der Freizeit und in der Liebe/Partnerschaft. Dieseer Kerngedanke, "bis hier HER, und keinen Schritt weiter, ein Achtungszeichen setzen - hier geht's nicht weiter", ist etwas das Menschen im Umgang miteinander brauchen.


    Ständige Grenzüberschreitung, die trotz verbaler Gegenwehr nicht im Verhalten durchgesetzt und gehalten werden kann, führt zu einem Gewöhnungseffekt. Nachgedanke, "viel heiße Luft, lass ihn/sie labern - interessiert mich gar nicht auf ein Neues". Je öfter jemand der gern Grenzen ausreizt und überschreitet, überschreiten darf mit diesem Verhalten in der Partnerschaft durchkommt ohne dazu eine spürbare Konsequenz auf sein Verhalten zu erfahren, wird weiter machen, und das in fast jedem Bereich den eure Beziehung ausmacht.


    Allenfalls an Punkten an denen etwas schnell, ohne großen Aufwand oder Anstrengung durchgesetzt werden soll, alles andere ist lästig - wird es ein Einlenken oder kurzzeitig liebevolleres Verhalten geben. Ist das Nahziel erreicht verfällt der/die Jenige wieder in sein/ihr erlernt konditioniertes übergriffiges Verhalten.


    Es gibt die Konsequenz wehret den Anfängen, was ihr für euch selbst nicht haben wollt, lehnt konsequent ab. Nein heißt nein und sollte im gesamten Verhalten Konsequenz durchsetzen. Wenn sich ein/e Partner/in daraufhin abwendet, Streit beginnt, sinnlose und verletztende Diskussionen einsetzen ist es im Ansatz vergleichbar mit einem bockigen Kind das an der Supermarktkasse sein Kaugummi nicht bekommen hat.


    Kann man mit sich so machen lassen, keine Frage - aber man muss es nicht. Liebe sollte nicht alles möglich machen. So lange eine Frau und ein Mann nicht in der Lage sind für sich selbst Stopp zu sagen, und für das eigene Selbstwertgefühl einzustehen, wird es diese Grenzüberschreitungen weiterhin geben und zwar so lange bis einer von beiden die Nase voll hat, entweder vom Verletztwerden oder der Grenzüberschreiter der sich langweilt, weil mit der/dem kann ich es ja machen.


    Es ist an euch die sich beschweren und klagen eure persönlichen Grenzen zu finden und zu setzen, und dem eigenen Selbstwertgefühl anzupassen. Es macht Sinn für sich eine Bis hier und nicht weiter, eine Stopp-Grenze festzulegen. Wird diese nicht oder nicht mehr eingehalten/partnerschaftlich respektiert, muss darüber nachgedacht werden, ob diese partnerschaftliche "Basis" für ein dauerhaftes Zusammenleben passend ist. Liebe allein reicht nicht, dass gilt schon im sozialen Umgang zwischen Eltern und Kindern. :)z

    Ihr habt alle ein Talent so viel zu schreiben, was man so kurz fassen könnte! ]:D


    tl; dr:


    Sofort die Beziehung beenden mit solchen Asis! Wenn nicht: selber Schuld, wenn ihr nur heult, aber euch so ausnutzen lasst. ]:D


    ??P.S. normalerweise bin ich nicht so ein Arschloch, aber ich habe gerade nicht die Kraft es netter und durch die Blume auszudrücken.??

    Ja ich weiß auch nicht, dass man ganze Romene verfassen muss, wenn ein Satz dem Ganzen zur Genüge gereichen würde. Ich gebe der TE recht. Wenn ein Mann faul ist und sich hinter dem Getratze der Frau versteckt, dann sollte der Mann an seinem Verhalten arbeiten. Die TE muss ihn ja nicht gleich verlassen. Aber ein bisschen beuteln sollte sie ihn schon.

    Oha... Da sind aber so einige Baustellen in der Beziehung.


    Das mit dem über Dich reden... Hol mal tief Luft und frag Dich mal, über was Du alles mit Deiner besten Freundin redest. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Frauen normalerweise mit der einen oder anderen Freundin über ALLES reden. Bis hin zu intimen Details aus dem Sex Leben. Da fragt man sich als Mann schon irgendwann, ob man noch sowas wie eine eigene Privatsphäre hat. Im Umkehrschluss muss das wohl auch erlaubt sein, dass der Mann sich mit jemandem austauscht. Einer Beziehung tut es gut, wenn Meinungen von außen dazu kommen. Nicht alles kann man zu zweit lösen, gerade in jungen Jahren mit wenig Lebenserfahrung sind Anregungen von außen Gold wert. Diese Kommunikation mit Freunden sollte dann allerdings dort bleiben. Dass sein Kumpel das, was Dein Freund ihm anvertraut hat, an Dich zurückspiegelt, ist ein ziemlicher Vertrauensbruch. Dass Dein Freund seine Kommunikation über Sprachnachrichten abwickelt, die er in Deinem Beisein hört, ist dämlich. Aus den Möglichkeiten, ein Problem zu lösen schafft dies Vorgehen neue Probleme.


    Nun mal zum Inhalt der Gespräche. Du machst Stress?... Ja, zu Recht. Ein Partner, der faul ist und lieber auf der Couch sitzt, anstatt arbeiten zu gehen, wäre für mich auch nichts. Je nachdem, wie gravierend das ist, würde ich die Beziehung insgesamt in Frage stellen. Jemanden mal motivieren müssen, ist ok, wenn man immer der Part ist, der den Partner motivieren muss, nicht nur für gemeinsame Unternehmungen sondern auch für dessen eigenes Leben, dann wird's auf Dauer zu anstrengend. Und wenn das nicht der einzige Punkt ist, was Dich stört, dann fragt Euch beide, ob das wirklich passt mit Euch.


    Ein Partner, über den Du Dich ständig aufregen kannst, weil er nicht so ist, wie Du möchtest, ist nichts für Dich und Dein Freund wird erkennen, dass eine Partnerin, die etwas aus ihm machen will, was er nicht ist, und ständig an ihm rummäkelt auch nicht das richtige für ihn ist. Aber wie groß diese Differenzen sind, das wisst nur ihr.

    @ Nivea2

    Das dein Freund schlecht über dich redet ist das kleinere Problem. Das er 27 und arbeitsscheu ist, ist das größere Problem.


    Frag dich bitte mal, ob du dein Leben mit jemanden verbringen willst, der zu faul zum Arbeiten ist. Mit 24 sollte man wissen, was man vom Leben erwartet und falls es in deinem Falle eine Familie und vielleicht auch Wohneigentum ist würde ich mal scharf nachdenken, ob dein Freund der Richtige ist. Oder erwartest du etwa in den nächsten Monaten/Jahren , dass ihm die Erleuchtung kommt, das Arbeit ein fester Bestandteil des Lebens ist?


    Das er sich mit Anderen darüber austauscht, was ihn an dir stört ist nicht schön, aber auch kein Drama. Viel schlimmer ist, dass er offensichtlich eine andere Lebenseinstellung hat als du.

    Danke für die Antworten bis hier her


    Es geht nicht darum das ich es sonderlich schlimm finde das er seinem Freund Probleme über die Beziehung mitteilt.


    Verletzt hat es mich natürlich trotzdem .


    Es geht darum das er auf seiner Arbeit (!!!) bei anderen Frauen mit denen keine persönliche oder private Bindung besteht , sich über seine eigene Freundin (nämlich mich ) aufregt und lästert.


    Ich finde es einfach absolut daneben wie man seine eigene Partnerin bei nicht mal engen Bekanntschaften derart schlecht macht und sich über sie (mich ) auslässt.


    Zu mal sie nur ne Stink normale Kollegin ist die er selbst erst seit kurzem kennt. Sowas gehört doch nicht auf Arbeit, ich würde sowas niiiemals einfach so nem Kollegen erzählen.


    Das geht mir einfach zu sehr ins private und das verletzt mich so.


    Da frage ich mich .. Bin ich so eine grauenhafte Freundin ???

    Zitat

    Es geht nicht darum das ich es sonderlich schlimm finde das er seinem Freund Probleme über die Beziehung mitteilt.


    Verletzt hat es mich natürlich trotzdem.

    Dafür (sicher nicht ausschließlich) braucht man Freunde. Menschen, die einem auch mal ein kritisches Feedback geben können. Die nicht nur Ja ja sagen und ins gleiche Horn stoßen. Meine Freunde sind jedenfalls so, dass auch mir mal gut was auf den Weg geben, wenn ich mich falsch verhalte oder Fehler gemacht habe.

    Zitat

    Es geht darum das er auf seiner Arbeit (!!!) bei anderen Frauen mit denen keine persönliche oder private Bindung besteht , sich über seine eigene Freundin (nämlich mich ) aufregt und lästert.

    Hm, Du warst selbst nicht dabei, oder? Das macht es in meinen Augen schwierig objektiv einzuschätzen, wie etwas erzählt und gesagt wurde, und wie der Zusammenhang geäußert wurde, aus dem eine Aussage entstanden ist. Zudem spielen eigene Laune, Tagesstimmung und eigene Belastungen durch Alltag/Beziehung dabei eine größere Rolle.


    Nicht jedes "Lästern" ist ein konkretes über Dich lästern. Es kommt auf die Wahrnehmung an, die Menschen im Allgemeinen haben, wenn es um Aussagen oder Erzählungen über Dritte geht. Man kann durchaus mit humoriger Ironie Aussagen machen. Jemand, der den Erzählenden noch nicht gut kennt oder seine Wesensart, hört etwas ganz anderes aus der Erzählung heraus, als die Ursprungsbotschaft war. So kann es Dir selbst auch gehen.


    Wäre es wirklich böses Ablästern das Dich menschlich komplett runter setzt, Dich vielleicht sogar "falsch" darstellt, weil es nur einseitig ohne Beziehungsdynamik dargestellt wird, kann es durchaus unangebracht und verletztend sein, Du Dich hintergangen und bloß gestellt fühlen. Aber das ist stark abhängig von tatsächlich Stattgefundenen vor Ort.

    Zitat

    Ich finde es einfach absolut daneben wie man seine eigene Partnerin bei nicht mal engen Bekanntschaften derart schlecht macht und sich über sie (mich ) auslässt.

    Das ist Deine Wahrnehmung, und das darf durchaus so sein, wenn Du es für Dich so fühlst. Aber das muss nicht ebenso für Deinen Freund so gelten. Wie oben erwähnt kommt es auf den Kontext der Situation an, und das was die Zuhörenden für sich selbst verstanden haben von dem was gesagt wurde.


    Hier ist mehr die Frage, wie euer Kommunikationsverhalten daheim allgemein im Alltag vorherrscht. Hört ihr euch in ruhiger Atmosphäre wertschätzend und respektvoll zu ? Funktioniert es, dass jeder seine Argumente in Ruhe aussprechen darf, ohne das der Andere dazwischen quatscht oder genervt umdreht und abblockt? Wie sehen eure Vorwürfe aneinander aus? Sind diese sachlich auf die Situation bezogen, oder werde ihr einander verletztend und es fallen Worte, die die Stimmung einer solchen Diskussion von Beginn an vergiften?

    Zitat

    Zu mal sie nur ne Stink normale Kollegin ist die er selbst erst seit kurzem kennt. Sowas gehört doch nicht auf Arbeit, ich würde sowas niiiemals einfach so nem Kollegen erzählen.

    Das ist in meiner Wahrnehmung oft der Fehler im System. Das zu oft eigene Sichtweisen und Empfindungen im Automatismus auf den Partner übertragen werden, er es genauso sehen und einhalten soll, was an Eigenanspruch gelebt wird. So funktionieren Beziehungen auf Dauer jedoch nicht. Respekt fängt schon auf der Ebene an, auf der nicht versucht wird, das eigene ICH zum ICH des Partners machen zu wollen.


    Natürlich soll es gelebte Rahmenbedingungen geben, und Probleme gehören vordergründig dort geklärt wo sie entstanden sind, zwischen euch beiden.


    Aber das Du darüber entscheideest, welche Kollegin/Kollege es Wert ist, Probleme zu erfahren und diskutieren zu dürfen, empfinde ich als nicht angebracht. Es gibt durchaus Menschen, denen man schneller vertraut, die kompetent für Probleme und Ansichten rüber kommen. Es liegt nicht auf Deiner Seite darüber zu entscheiden, wie Dein Partner das für sich selbst empfinden darf oder nicht.


    Alles was Du von Deiner Seite unternehmen kannst, statt Verbote und empörter Vorwürfe an ihn, daheim die Streit- und Diskussionskultur wertschätzend, empathisch und partnerschaftlich zugewandter zu gestalten, sodass die Lust auf Problemlösungen wieder mehr daheim stattfinden kann.

    Zitat

    Das geht mir einfach zu sehr ins private und das verletzt mich so.

    Das darfst Du selbstverständlich für Dich so empfinden. Allerdings hilft es im Leben immer wieder mal, den Abgleich mit sich selbst zu machen, zu hinterfragen wie das eigene Verhalten in Streitsituationen und im Alltag gelebt wird. Manchmal ist weniger mehr. Humor und die Gelassenheit mit eigenen und den Schwächen des Partners geduldiger umgehen zu lernen, hat mitunter einen ganz neuen Effekt im Umgang miteinander.


    Natürlich müssen ernste Themen, wie Arbeitsbummelei o.ä. angemessen diskutiert werden. Aber hast Du ohne Vorwürfe mal versucht zu ergründen, warum Dein Freund nicht zur Arbeit wollte und daheim geblieben ist? Gab es eine Konfliktsituation am Arbeitsplatz? Persönliches Tagestief oder gab es einen hefrigen Streit vorweg zwischen euch?


    Wie kritikfähig seid ihr als Partner? Passiert das nur auf der emotionalen Ebene oder seid ihr auf der Sachebene ebenso empfänglich ohne alles rein persönlich zu nehmen?

    Zitat

    Da frage ich mich .. Bin ich so eine grauenhafte Freundin ???

    Das liegt in der Betrachtung des Einzelnen. Du hast es mit in der Hand, wie eure Paarbeziehung gelebt wird. Ein Partner der oft unzufrieden ist, sich häufig kritisierend äußert, ohne nach Details zu fragen, einfach erst mal raus hauend was nicht gefällt - hmm ja, kann dazu führen, dass der Freund sich woanders ein Feedback holt was daheim falsch läuft.

    Wenn Du den Eindruck hast, Dein Partner würde Dich vor jedem x-beliebigen Menschen schlecht machen, dann gebe ich Dir Recht. Aber das hängt dann nicht nur an einer Kollegin. Mit Verlaub, die Gesprächspartner sucht sich Dein Freund selber aus. Wenn Du mit Deiner Freundin intime Details bespricht, hat Dein Freund ja auch nicht das Recht, Dir zu sagen: "Sorry, für solche Themen ist die Freundschaft nicht eng genug."

    Weißt du, was ich machen würde?


    Ich würde ihn im Bett liegen lassen, wenn er nicht arbeiten will. Und ich würde ihm erst recht nicht sein "Essen richten". Erst dadurch kommt dieses Mama Gefühl ja auf. Er schätzt es nicht also solltest du es einfach lassen.


    Was das mit der Arbeit angeht, da würde ich mich total von dir bevormundet fühlen, allerdings weiß ich nicht in welchen Relationen dieser Faulenzer Tag vorkommt und wie er abgegolten wird.


    Bei mir ist es so, dass ich Gleitzeit habe. Ich sammel mir Überstunden an und 1-2 mal im Jahr hab ich so einen Tag wo ich mir denke "Warum aufstehen...."...am 1. Tag gehe ich zur Arbeit...am 2. Tag gehe ich zur Arbeit... am 3. auch....und meist nach ner Woche gebe ich ca. auf und nehme mir einen Faulenzer Tag, wo mich einfach alle in Ruhe lassen sollen. Üblicherweise kommen diese Tage, wenn grad nicht viel zu tun ist. UND ich verbrauche dabei meine Überstunden! Also es ist nicht so, dass ich für den Tag nicht gearbeitet hätt.


    Ich sag meinem Freund dann auch, dass ich zu hause bleibe...wenn er dann kommen würde "Das geht doch nicht bla bla blubb", dann wär ich aber begeistert....nicht.