Wir haben leider zu wenig geredet , das wollten wir nach diesem Vorfall geändert und wir wollten offen über alles reden .


    Das haben wir in den 4 Wochen immer . Und das hat er gesagt , dass es so gut tut . Leider hat das Sexleben auch nachgelassen, aber auch daran haben wir zusammen gearbeitet und wiederhergestellt . Es war schön wie lange nicht mehr , das hat er selbst gesagt.

    Wir hatten in den 4 Wochen wirklich viel zusammen unternommen ( was zu selten wegen Stress die letzte Zeit war ) , offen geredet , unserer Sexleben neu gestaltet . Ich habe ihm auch deswegen weil es im Hinterkopf mit der Nachbarin blieb , gesagt dass wir an dem Vertrauen arbeiten muss ( wegen der SMS und dem Kuss ) , weil eben Vertrauen fehlt es sonst keinen Sinn mehr machen würde . Er hat selbst eingesehen , dass er Schuld am Misstrauen war .

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    Aber welche weiteren Negativaussagen ?

    das hier:

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    dass ich sagte , dass ich nicht mehr weiß ob ich in dieser Beziehung noch bleiben kann.

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    Ich war 3 mal kurz davor ihn raus zu werfen

    Es sind Dinge, die wesentlich stärker eine Trennung forcieren, als eine Beziehung zu verbessern. Es ist dabei egal, was du dabei wirklich fühltest. Klar ist dein Mann nicht unbeteiligt.

    Für mich ist das alles eher so , als ob er sich in sie verliebt hat , und er einfach was neues wollte . Nach 13 Jahren ist halt nicht alles immer frisch verliebt . Vor 8 Jahren hatte er auch Gefühle für eine andere , er war aber nicht mit ihr zusammen .Aber ich weiß dass er sich zu schnell wegen dem ganzen verrannt hat . Sonst hätte er nicht Tage vorher noch so gekämpft und als der Streit groß war ist er zu ihr geflüchtet

    Leider lässt sich in 4 Wochen nicht wieder herstellen, was vorher Jahre nicht zufriedenstellend zwischen euch verlaufen ist. Ich vermute, dass es bei euch eine längere Durststrecke gegeben hat, die bei euch beiden dazu geführt hat die Gefühle zum anderen zu hinterfragen. Du warst Dir nicht sicher wie tief Deine Emotionen für ihn noch sind, und bei ihm gab es offenbar auch seit längerem eine innere Unzufriedenheit. Es scheint so, als ob er sich schon länger an Deiner Seite nicht mehr wahrgenommen und verstanden gefühlt hat.


    Wenn dieser Zustand zu lange in einer Beziehung anhält reicht ein bestimmter Anlass, explosiver Streit und die emotionale Abweisung, und es werden viele Dinge neu hinterfragt. Das ist bei Deinem Ex-Partner passiert und die Nachbarin hat ihm überdeutlich gezeigt, dass sie ihn so wie er ist als Mann und Persönlichkeit will. Ob das Ganze eine Chance hat, wird er nach der ersten Verliebtheit selbst erkennen, und dann neu entscheiden. Auch bei den beiden wird irgendwann der Alltag einkehren, und erst dann wird sich zeigen ob sie als Partner zusammen kompatibel sind.


    Kümmer Dich in der neuen Situation um Dich selbst, versuche eure Beziehung zu reflektieren und die Trennung allmählich zu verarbeiten. Dich mit Frust und Wut an dem neuen Paar zu "rächen", wird ihn Dir sicher nicht zurück bringen.

    Nach 13 Jahren gibt es aber solche Phasen . Die gibt es doch in jeder Beziehung . Wir haben wirklich super zusammen gepasst . Ich glaube auch nicht , dass er mich bis Mittwoch umsonst angefleht hat bei ihm zu bleiben. Er hat gesagt , dass ich die Liebe seines Lebens sei und er nicht ohne mich könne . Deswegen ergibt das am Donnerstag alles keinen Sinn

    Er hat in den 4 Wochen immer wieder betont , dass wir soviel zusammen durch gemacht haben und zusammen gehören.


    Nach der Trennung warf er mir vor , dass wir keinen nächsten Schritt gegangen seien ( wir haben bei meiner Mutter gewohnt, weil sie einen Schlaganfall hatte ) . Schritt meint er wohl Wohnung , aber ich wusste nicht wie ich alles so mit meiner Mutter regeln sollte .

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    Er hat gesagt , dass ich die Liebe seines Lebens sei und er nicht ohne mich könne . Deswegen ergibt das am Donnerstag alles keinen Sinn

    Doch, das alles ergibt schon Sinn, wenn man die Vorgeschichte richtig interpretiert. Irgendwann reißt bei einer hohen Spannung halt der Faden. Es kann natürlich sein, dass dein Partner wieder zu dir zurückkommt. Er ist ja nicht weit weg. Nur solltest du für dich und dein Seelenheil genug Abstand halten. Und wer weiß, vielleicht magst du ihn ja nicht mehr zurück nehmen, wenn genug Zeit verstichen ist...wer weiß das schon? Ich wünsch dir Ruhe, Abstand und Glück.

    Aber direkt mit ihr zusammen kommen ? Wo er sie nur kurz kennt ? Sie wohnt nicht lange hier . Ich versuche nicht zu schreiben . Es fällt mir sehr schwer , auch zu wissen , dass er nebenan ist :�(

    Er wird nicht ganz empathielos sein, und geahnt haben das Dir die Entscheidung schwer fällt. Aber nichts gleichwohl kann es Deinen Partner schon längere Zeit belastet und eingeschränkt haben. Wenn ich dann noch lese, dass ihr ein Tier habt, da bleibt nicht viel privater Rückzugsraum. Das kann eine Beziehung mitunter an Grenzen bringen, ohne positive Aussicht auf eine Änderung.


    Wie belastbar Deine Mutter noch ist für ihren Alltag, lässt sich nicht aus der Ferne einschätzen. Aber schon die Tatsache, dass ein richtiges Paarleben schwierig sein kann, wenn die Intimsphäre nicht klar abgegrenzt werden kann.


    Es ist eine schwierige Situation keine Frage, sich entscheiden zu müssen, zwischen der Verantwortung, die man für ein Familienmitglied hat und den Partner den man liebt. Aber es gibt durchaus Angebote und Hilfestellungen, die euch ein Leben als eigenständiges Paar ermöglicht hätten. Mir scheint zwischen euch wurde lange nicht offen ausgesprochen was ihr euch wünscht und welche Träume ihr verwirklichen wollt. Das kann sehr zermürben, und in genau so eine Situation führen, wie ihr sie gerade erlebt habt.

    Wir waren doch dabei Wohnungen zu suchen . Es wäre also Aussicht gewesen . Meine Mutter ist kein Schwerstpflegefall , aber ich dachte immer ich muss ihr helfen .


    Zudem hat er wie gesagt nebenan auch keinen Rückzugort .