So sind persönliche Erfahrungen eben und ja, die prägen einen schon, erstrecht wenn man noch jünger ist. Deswegen sag ich ja, ich für mich persönlich will keinen näheren Kontakt mehr zu Borderlinern oder Menschen die ähnliche Symptome an den Tag legen.

    Zitat

    Deine Beispiele muß ich nicht extra nochmal verlinken. Doch gehupft wie gesprungen - dass es hier zufällig diagnostizierte Borderliner waren sagt mal so gar nichts aus.


    Unsachlich, einseitig und viel zu undifferenziert.

    Sehe ich anders. Ich bin fast 50 Jahre auf dieser Welt, habe im Laufe meines Lebens viele Menschen kennen gelernt, Freundschaften geschlossen, sie wieder aufgelöst etc. Und ich hatte eine Frauenfreundschaft mit einer Borderlinerin (diagnostiziert) Und die war so sehr anders und unterschied sich in Gänze von allen anderen Freundschaften. Nicht, weil sie so ein besonderer Mensch war, sondern weil sie schlicht und ergreifend krank war. Die Krankheit war nicht "zufällig" oder "egal", sie bestimmte ihr Handeln, das so weit weg vom Normalen war. Es war wirklich eine Qual - für sie ggf, aber ganz sicher für mich.

    Zitat

    So sind persönliche Erfahrungen eben und ja, die prägen einen schon, erstrecht wenn man noch jünger ist. Deswegen sag ich ja, ich für mich persönlich will keinen näheren Kontakt mehr zu Borderlinern oder Menschen die ähnliche Symptome an den Tag legen.

    Dem kann ich nur zustimmen. Durch diese Beziehung habe ich extrem sensible Antennen bauen können, die wirklich gut funktionieren. (Empirisch im Bekanntenkreis ermittelt, wenn ich neue Menschen kennenlernte und dann im Anschluss ein wenig "Recherche" betrieb.)

    @ DieKruemi

    Zitat

    Sehe ich anders. Ich bin fast 50 Jahre auf dieser Welt, habe im Laufe meines Lebens viele Menschen kennen gelernt, Freundschaften geschlossen, sie wieder aufgelöst etc. Und ich hatte eine Frauenfreundschaft mit einer Borderlinerin (diagnostiziert) Und die war so sehr anders und unterschied sich in Gänze von allen anderen Freundschaften. Nicht, weil sie so ein besonderer Mensch war, sondern weil sie schlicht und ergreifend krank war. Die Krankheit war nicht "zufällig" oder "egal", sie bestimmte ihr Handeln, das so weit weg vom Normalen war. Es war wirklich eine Qual - für sie ggf, aber ganz sicher für mich.

    Das wiederum deckt sich mit meinen Erfahrungen. Besonders auffällig war – das passt hier rein – daß meine Ex zwar gut 400 "Freunde" bei Facebook hatte, aber im realen Leben sich sogar tiefste Gräben durch ihre Familie zogen, die sich bei ihr konzentrierten. Ich komme aus diametraler Konstellation, in meiner Familie ist wirklich alles sehr intakt (ich bin sehr dankbar dafür, die Regel ist das ja nicht). Das reichte bei ihr aber weiter: Innerhalb der sechs Jahre unserer (Fern-)Beziehung hatte sie vier Wohnungen (bei ihrem Ex, dann drei eigene, vermutlich mittlerweile beim neuen Prinzen, es können also auch fünf Wohnungen in sechs Jahren sein) und – wenn ich mich nicht verrechnete – fünf verschiedene Anstellungen. Überall gab es Konflikte (oder, in ihren Worten, "Krieg"), immer waren es natürlich die anderen Schuld. Und sei es nur die Kollegen, die sich am Ende genauso verhielt wie sie selbst (Kollegin war Single mit Männerzoo, sie war eigentlich ja mit mir zusammen, aber spielte das gleiche Spiel).


    Hier sieht man durchaus, wie sehr sich die Krankheit in den Alltag fräst. Als intimer Beobachter, wenn man beispielsweise mal auf dem Weihnachtsmarkt in ihrem Städtchen war und Bekannte/"Freunde" traf, sehr interessant: Wenn man nicht sehr nah rankommt an solche Personen, können sie unglaublich nett, faszinierend, einnehmend etc. sein – daher auch die vielen "Freunde" (bei FB und sonstigen sozialen Netzen, das war wirklich sehr zeitintensiv genutzt).


    Eine Ähnlichkeit zur Sonne zwängt sich auf: Man mag sie (um nicht "brauchen" zu schreiben), aber man darf ihr auf gar keinen Fall zu nahe kommen.

    Zitat

    Ich behaupte weiterhin, daß alle mit Erfahrung Dir sagen würden, wenn Du fragst, ob Du mit solch einer Person eine Beziehung eingehen solltest: "Lauf! Lauf so schnell Du kannst."

    Ich finde diese Aussage (Warnung?) etwas klischeehaft und sehr verallgemeinernd. Schließlich hast du es selber ja auch sechs Jahre "ausgehalten". Theoretisch kann man sich jeden Tag neu entscheiden.


    Alle "Borderliner" über einen Kamm zu scheren ist ungenau und ungerecht, dafür ist die "Symptomspanne" viel zu groß.


    Für Menschen, die sich ausschließlich im "normativen Normalneurobereich" bewegen, ist ein Mensch mit BPS-Symptomen sehr wahrscheinlich eine Überforderung, diese Überforderung sollte man sich dann besser nicht antun.


    Menschen, die um die Verschiedenartigkeit von Menschen wissen und damit umgehen können, müssen aber nicht in jedem Fall unbedingt schnell davonlaufen. Für mich persönlich hat ein "Borderliner" zur Horizonterweiterung beigetragen, durchaus im Sinne einer Win-Win-Situation.

    DieKruemi


    Wir sind in einem Alter ;-)


    Und ich verstehe jetzt nicht so ganz, warum Du auf meine Aussage Bezug genommen hast?


    Dazu:

    Zitat

    Die Krankheit war nicht "zufällig" oder "egal", sie bestimmte ihr Handeln, das so weit weg vom Normalen war.

    Ich kann natürlich nicht beurteilen, geschweige denn werten wie es Deiner Freundin ging (geht).


    Aber ein allgemeines "die Krankheit bestimmt das Handeln" kann ich so nicht akzeptieren. Verstehe mich bitte nicht falsch! In dem Fall Deiner Freundin kann es ja so gewesen sein! Mir geht es aber hier und jetzt um das Verallgemeinern. Weil sie es nicht konnte heißt das noch lange nicht, dass es Andere somit ebenso nicht können.


    Das meine ich damit, dass diese ganze Sache viel zu komplex ist. Man kann nicht von dem Einen auf den Anderen schließen.


    Und ich bin sowieso die Letzte, die psychische Erkrankungen/Störungen (litt und leide teilweise heute noch, selbst an einer Angststörung) nicht ernst nimmt. Aber gerade deswegen weiß ich, dass es da keinen allgemeingültigen "Kamm" gibt über den sich Alle scheren lassen.


    Und auch bezüglich Bordeline, schrieb ich heute früh schon mal: Da habe ich alleine hier im Laufe der letzten 14 Jahre so einige kennengelernt, bei denen sich das völlig unterschiedlich dargestellt hat.


    Bei Deiner Freundin bestimmte die Krankheit ihr Handeln. Ok. Ich möchte mir jetzt auch nicht anmaßen das beurteilen zu können in diesem Einzelfall. Aber auf die Allgemeinheit bezogen: Nein. Es gibt schlicht Abstufungen und viel zu viel Komplexität.


    Und um zum Schluß nochmal auf die Beispiele von Nordi zurückzukommen:


    "Als Arsch zum bezahlen, trösten und von A nach B fahren war man gut genug, war man nicht da ging es schnell rüber zum Nachbarn um dich da die nötige "Bestätigung" zu holen"


    Hier spielt es also für Dich eine Rolle ob dieses Verhalten von einer "diagnostizierten Borderlinerin" kommt oder einem "normalen" Menschen? Wenn ja, inwiefern?


    Nordi


    "Deswegen sag ich ja, ich für mich persönlich will keinen näheren Kontakt mehr zu Borderlinern oder Menschen die ähnliche Symptome an den Tag legen."


    Die da wären? Welche "Symptome" meinst Du?

    Zitat

    Mich interessiert, wie viele Betroffene hier sind und würde hiermit gerne einen Faden starten, um sich auszutauschen. Meiner Meinung nach kommt das insgesamt zu kurz.

    Hm, klingt für mich so, als ob hier ein Opferfaden aufgemacht wurde.

    Zitat

    Ich bin selbst vor knapp zwei Jahren aus einer sechs Jahre dauernden, sehr stürmischen Beziehung mit einer Borderlinerin "entkommen" (Betroffene wissen, wovon ich schreibe).

    Manch' einer braucht 6 Jahre, um zu erkennen, dass er in einer destruktiven Beziehung steckt, ein anderer wieder nur 1 Jahr, was mich direkt hierzu führt:

    Zitat

    Weil es ein entkommen war, an dem ich jahrelang arbeiten musste.

    Dieser Satz sagt einiges über deine Defizite aus.

    Zitat

    "Lauf! Lauf so schnell Du kannst."

    *


    Dieser Satz gilt dann mMn aber gleichermaßen für die nachstehenden Störungen:


    Schizoide Persönlichkeit


    Dissoziale Persönlichkeit


    Histrionische Persönlichkeit


    Zwanghafte Persönlichkeit


    Ängstlich-vermeidende Persönlichkeit


    Abhängige Persönlichkeit


    Narzisstische Persönlichkeit


    Passiv-aggressive Persönlichkeit


    Jede dieser Persönlichkeiten führt, sofern keine Erkenntnisbereitschaft beim Betroffenen vorhanden ist, zur stetigen Verseuchung einer Beziehung. Und vielleicht trifft sogar eine auf dich zu? Und wollen wir jetzt zu jeder Störung pauschal einen Faden aufmachen?


    Mein Fazit: Bitte stelle nicht die Borderliner an den Pranger, bloß weil du nicht in der Lage warst, dich rechtzeitig aus diesem Beziehungs-Ungleichgewicht frei zu machen. Schaue auf dich, was du hättest anders machen können, um Schaden von dir abzuwenden und nicht auf das, was sie dir vermeintlich angetan hat. Wärst du nicht bei ihr geblieben, hättest du dir rund 80 % der Verletzungen erspart. Es gibt eine Eigenverantwortung, und du solltest hier nicht versuchen, dich der zu entziehen.

    Nein, die Diagnose spielt da keine Rolle, wenn sich ein Mensch ohne Borderline so verhält ist das genau so Scheisse. Deswegen sag ich ja, ich will mit Menschen die diese Verhaltensweisen an den Tag legen nix zu tun haben. Und mit Symptomen meine ich Dinge wie eben diese massiven Stimmungsschwankungen, gerne auch selbstverletzendes Verhalten, die extreme "Sucht" nach Bestätigung und das Umschlagen der Stimmung wenn man diese nicht erhält und das Manipulieren um nur ein paar Beispiele zu nennen.


    Nochmal: Es ist völlig egal wie man es nennt, in meinen Beispielen ist es halt Borderline. Wenn irgend einer schlicht ein Arschloch das sich verhält wie diese Borderliner dann ist mir die Diagnose herzlich egal.

    @ Isabell

    Zitat

    Aber auf die Allgemeinheit bezogen: Nein. Es gibt schlicht Abstufungen und viel zu viel Komplexität.

    natürlich ist das so, das habe ich in einem vorherigen Beitrag ja auch geschrieben.


    In diesem Thread fragt der TE doch nach persönlichen Erfahrungen, jede Erfahrung ist individuell, und individuelle Dinge sind ja das Gegenteil von Verallgemeinerungen.


    Wenn jedoch jemand seine persönlichen Erfahrungen berichtet und diese auch ausdrücklich als solche kenntlich macht, kann ich nicht nachvollziehen, wie man das mit

    Zitat

    Unsachlich, einseitig und viel zu undifferenziert.

    ver-/be-urteilen kann.

    @ minimia

    Zitat
    Zitat

    "Mich interessiert, wie viele Betroffene hier sind und würde hiermit gerne einen Faden starten, um sich auszutauschen. Meiner Meinung nach kommt das insgesamt zu kurz."

    Hm, klingt für mich so, als ob hier ein Opferfaden aufgemacht wurde.

    Das schrieb ich ja. Schön, daß Du "Opfer" hier schon intrinsisch verurteilst.

    Zitat
    Zitat

    "Ich bin selbst vor knapp zwei Jahren aus einer sechs Jahre dauernden, sehr stürmischen Beziehung mit einer Borderlinerin "entkommen" (Betroffene wissen, wovon ich schreibe)."

    Manch' einer braucht 6 Jahre, um zu erkennen, dass er in einer destruktiven Beziehung steckt, ein anderer wieder nur 1 Jahr, was mich direkt hierzu führt:

    Augenscheinlich hast Du selbst keinerlei Erfahrung mit dem Thema.

    Zitat
    Zitat

    "Weil es ein entkommen war, an dem ich jahrelang arbeiten musste."

    Dieser Satz sagt einiges über deine Defizite aus.

    Siehe oben. Und ja, ich habe "Defizite" in der Form, als daß ich so "doof" war, mich mit der Hoffnung in einen (augenscheinlich toxischen) Menschen zu verlieben, daß das doch "irgendwie schaffbar" ist. Als dann aber nach und nach die Grenzen gesprengt wurden, bin ich ausgestiegen.


    Schön, daß Du das so vorwurfsvoll ausdrückst. Klingt mir ebenfalls sehr bekannt.

    Vermutlich schon, ja. Ich habe die histrionische Variante erwischt – ist das jetzt in Deinen Augen auch wieder "falsch"?

    Zitat

    Jede dieser Persönlichkeiten führt, sofern keine Erkenntnisbereitschaft beim Betroffenen vorhanden ist, zur stetigen Verseuchung einer Beziehung. Und vielleicht trifft sogar eine auf dich zu? Und wollen wir jetzt zu jeder Störung pauschal einen Faden aufmachen?

    Das habe ich weder geschrieben noch wirst Du davon abgehalten, diese Faden nicht mehr zu verfolgen. :)*

    Zitat

    Mein Fazit: Bitte stelle nicht die Borderliner an den Pranger, bloß weil du nicht in der Lage warst, dich rechtzeitig aus diesem Beziehungs-Ungleichgewicht frei zu machen. Schaue auf dich, was du hättest anders machen können, um Schaden von dir abzuwenden und nicht auf das, was sie dir vermeintlich angetan hat. Wärst du nicht bei ihr geblieben, hättest du dir rund 80 % der Verletzungen erspart. Es gibt eine Eigenverantwortung, und du solltest hier nicht versuchen, dich der zu entziehen.

    Ich stelle niemanden an den "Pranger". Ich – wie andere auch, die bereits zu lesen waren – haben beschlossen, diesen Menschen aus dem Weg zu gehen. Sie hat mir nicht "vermeintlich" was getan, sie hat in diesem konkreten Falle dutzende Menschen (und deren Angehörige, es kann ja durchaus sein, daß sie sich bei der Singlebörsendurchpopperei den einen oder anderen Vergebenen krallte, dessen Partnerin ebenfalls einem Risiko ausgesetzt war) massiv in ihrer Gesundheit bedroht, physisch, nicht "nur" psychisch. Ich finde es überaus interessant, wie Du das angreifst. Wie bereits gesagt: Auch diesen modus operandi kenne ich bereits.


    Zudem stelle ich mich durchaus dieser Eigenverantwortung, indem ich daran arbeite, anderen diese Erfahrung zu ersparen.

    @ Nordi84

    Zitat

    Nein, die Diagnose spielt da keine Rolle, wenn sich ein Mensch ohne Borderline so verhält ist das genau so Scheisse. Deswegen sag ich ja, ich will mit Menschen die diese Verhaltensweisen an den Tag legen nix zu tun haben. Und mit Symptomen meine ich Dinge wie eben diese massiven Stimmungsschwankungen, gerne auch selbstverletzendes Verhalten, die extreme "Sucht" nach Bestätigung und das Umschlagen der Stimmung wenn man diese nicht erhält und das Manipulieren um nur ein paar Beispiele zu nennen.


    Nochmal: Es ist völlig egal wie man es nennt, in meinen Beispielen ist es halt Borderline. Wenn irgend einer schlicht ein Arschloch das sich verhält wie diese Borderliner dann ist mir die Diagnose herzlich egal.

    Das kann man alles genau so unterschreiben. Schau mal bei Instagram rein, das scheint mir schon ein Sammelbecken für genau diese Kategorie zu sein.

    Zitat

    Es gibt eine Eigenverantwortung, und du solltest hier nicht versuchen, dich der zu entziehen.

    Er übernimmt doch Eigenverantwortung, in dem er für die Zukunft für sich die Entscheidung "lauf so schnell du kannst" gezogen hat.


    Wie jeder Mensch lernt er aus Fehlern.


    Es geht doch nicht ums Anprangern, sondern um Erfahrungsaustausch.


    Schreibt hier eine Frau, die sich jahrelang betrügen und verprügeln ließ, und fragt nach "Leidensgenossinnen", kann man ihr natürlich sagen "selbst schuld, hättest ja gleich gehen können", oder aber andere Frauen berichten aus ihren Ehehöllen.

    minimia


    "Mein Fazit: Bitte stelle nicht die Borderliner an den Pranger, bloß weil du nicht in der Lage warst, dich rechtzeitig aus diesem Beziehungs-Ungleichgewicht frei zu machen. Schaue auf dich, was du hättest anders machen können, um Schaden von dir abzuwenden und nicht auf das, was sie dir vermeintlich angetan hat. Wärst du nicht bei ihr geblieben, hättest du dir rund 80 % der Verletzungen erspart. Es gibt eine Eigenverantwortung, und du solltest hier nicht versuchen, dich der zu entziehen."


    Andere Worte - aber das wollte ich auch ausdrücken :)z


    Nordi


    Wir kommen also doch wieder zusammen ;-).


    Dein letzter Beitrag und vor allem das:


    "// Deswegen sag ich ja, ich will mit Menschen die diese Verhaltensweisen an den Tag legen nix zu tun haben. //"


    Genau darum geht es mir.


    Es ist mir schnurz welche oder ob überhaupt mein Gegenüber/Partner psychisch "gestört" ist - sein Verhalten ganz alleine zeigt, ob ich mit ihm (weiterhin oder überhaupt) will und/oder kann.


    Deswegen ja auch meine wiederholte Frage:


    Was für einen Unterschied macht es ob ich eine Benennung/einen Namen für diese Probleme habe oder nicht - sie sind so oder so da.


    Bitte nicht mißverstehen:


    Natürlich kommt es immer auf den Einzelfall an!


    Doch hier habe ich - ähnlich wie minimia- den Eindruck, dass diverse Beziehungsprobleme oder Probleme mit einem Menschen, Verletzungen von diesem, "abgeschoben" werden sollen. In diesem Fall auf eine psychische Erkrankung. So dass "man" sich zurücklehnen und sagen kann "Es liegt nicht an mir".

    Na klar, hätte ich besser über dieses Krankheitsbild und die damit einhergehenden Symptome bescheid gewusst und mehr Erfahrung mit mackenbehafteten Menschen gehabt hätte ich mich wahrscheinlich schneller aus diesen Beziehungen befreit. Hatte ich aber nicht und da mir die Menschen sehr an Herzen lagen (was solche Leute eben gut auf die Reihe bekommen) hat es sehr sehr lange gedauert.

    Zitat

    Und ja, ich habe "Defizite" in der Form, als daß ich so "doof" war, mich mit der Hoffnung in einen (augenscheinlich toxischen) Menschen zu verlieben, daß das doch "irgendwie schaffbar" ist. Als dann aber nach und nach die Grenzen gesprengt wurden, bin ich ausgestiegen.

    Ich denke, diese Hoffnung wird von der eigenen Vorstellung genährt, wie ein Mensch funktioniert.


    Bei einem "Borderliner" stößt man jedoch das erste mal an die Grenzen der eigenen Vorstellungen, dass Verhalten eines anderen Menschen ist plötzlich mit eigenem Denken und Wissen nicht mehr erklärlich. Nun muss man sein eigenes Denken und Wissen erweitern, sonst wird man mit dem "eigentümlichen" Verhalten des anderen nicht zurecht kommen.