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    Inzwischen ist es auch so, dass es für unsere Zukunftsplanung (Kind, Haus kaufen) gewissermaßen unumgänglich ist, auf jeden Fall würde es sonst finanziell sehr knapp werden.

    Solange du Studentin bist und das Kind da ist, wird es immer finanziell sehr knapp sein. Die Hochzeit würde daran nichts ändern. Habt ihr mal durchgerechnet, ob der Geldvorteil wirklich 500 Euro im Monat ist?

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    Wir (also wahrscheinlich ich) werden uns jetzt nächste Woche um einen Termin im Standesamt kümmern. Trotzdem sagt er, wir wären noch nicht verlobt, weil er mir ja noch keinen Antrag gemacht hätte. Und ich soll es deswegen noch nicht meinen Eltern sagen.

    Wieso willst du einen Termin auf dem Standesamt machen, wenn du keinen Antrag hast? Nimm ihn doch in die Pflicht - kein Antrag, keine Planung. Ganz einfach.

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    Ich würde das Thema gerne los lassen und einfach warten, wirkliche! Nur können wir uns dann erstmal nicht leisten, ein Kind zu bekommen und auch nicht, ein Haus zu kaufen und damit wollen wir beide nicht mehr warten. Er sieht das ja im Prinzip auch alles genauso wie ich, zumindest sagt er mir das.

    Ich stecke ja nicht in eurer Haut und kann das nur aus meiner Perspektive bewerten. Aber das Tempo, was ihr (du) vorlegt finde ich nicht besonders gesund. Nach 2 Jahren schon Projekte starten, die euch das ganze Leben begleiten werden (Haus, Kind), da muss man schon verdammt sicher sein. Warum muss das alles jetzt sein, wo du noch 1-2 Jahre studierst? Willst du nicht erst mal eine Sache fertigbringen, bevor du die nächste angehst? Du schreibst zwar, dass er das wohl genauso sieht (also nicht widerspricht), aber du bist die treibende Kraft in eurer Beziehung. Und ganz ehrlich: eine Partnerin, die ständig drängelt und mich mit Plänen konfrontiert, das fände ich irre anstrengend. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass es ihm bei den ganzen Entscheidungen gar nicht gut geht, du aber so eine Dominanz an den Tag legst, dass er die Beziehung nicht durch Widerworte gefährden will. Ich würde dir garantiert keinen Antrag machen, wenn du laufend zu verstehen gibst, dass der Antrag bitte bald mal kommen soll. Auch wenn ich's morgen vorgehabt hätte. Weil es sich einfach falsch anfühlt - es soll ja schon aus freien Stücken kommen oder zumindest so aussehen.


    Probier einfach mal, einen Gang runterzuschalten und gib ihm die Chance, aus freien Stücken handeln zu können. :)z

    Schmidti70


    Ja, so scheint es mir leider auch. Er traut sich noch nicht, will es aber nicht eingestehen und fährt eine Vermeidungstaktik.


    Nochmal zum finanziellen; er verdient schon ziemlich gut und ich habe einen Nebenjob und würde ja auch Elterngeld + Kindergeld bekommen. Ohne den Hauskauf wäre das durchaus machbar. Auch mit, aber dann müssten wir woanders sparen und das wollen wir eigentlich nicht.


    Dass ich einen Job bekomme, ist so gut wie sicher, da in der Branche viel gesucht wird und ich einen guten Schnitt haben werde.


    Ja, Druck raus nehmen o:) Ich denke, ich habe es verstanden.


    Ich muss aber an dieser Stelle schon nochmal darauf hinweisen, dass er damals angefangen hat, von Heiraten und Antrag zu sprechen.

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    Und es bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als jetzt zu warten, ob er irgendwas unternimmt, oder es eben erstmal abzuhaken. Und meine/unsere Pläne entsprechend anzupassen. Was ziemlich traurig und enttäuschend wäre.

    Wer weiß. Eine Freundin von mir war schon länger mit einem Mann zusammen. Er wollte keine Kinder, sie schon. Sie wollte heiraten, er offenbar nicht so unbedingt. Jedenfalls kamen sie während oder durch die Verlobung in eine Krise und die Hochzeit wurde auf seine Initiative mit Pauken und Trompeten abgesagt. Sie hatten erst mal Distanz und näherten sich dann wieder an. Über Heirat und Kinder hat sie keinen Ton mehr gesagt. Irgendwann kam er selber damit, und jetzt sind sie schon sehr lange verheiratet und haben 2 Kinder.

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    Dass ich einen Job bekomme, ist so gut wie sicher, da in der Branche viel gesucht wird und ich einen guten Schnitt haben werde.

    Ähm, das sagst du jetzt, mind. 1,5 Jahre bevor du einen Abschluss hast? Da wär ich mal zurückhaltend.

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    Ich muss aber an dieser Stelle schon nochmal darauf hinweisen, dass er damals angefangen hat, von Heiraten und Antrag zu sprechen.

    Das lastet dir ja auch keiner an. Auch nicht dass er jetzt offenbar auf Rückzug ist. Es ist nur ein Fakt, dem du dich stellen musst.

    Gerade den Hauskauf würde ich hinten anstellen bis die finanziellen Verhältnisse gesichert sind. Einschränken gut und schön, aber bei einer Hausfinanzierung reden wir von 20-30 Jahren und da sich dauerhaft einschränken oder jeden Cent umdrehen?


    Später können sich sicher geglaubte finanzielle Verhältnisse auch ändern, aber wenn es zu Beginn schon knapp ist? Dann bricht Euch vielleicht die erste Zinsanpassung nachher das Genick.


    Ich denke auch nicht unbedingt, dass er gar nicht mehr will...Entspann Dich! :-D

    CoteSauvage

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    Dann rate ich dir dringend, mit der konkrete Kinderplanung aufzuhören und in deinem eigenen Interesse erst mal dein Studium zu beenden, sind doch nur noch 1,5 Jahre.

    Ja, plus min. 1 Jahr Arbeit, bis die Probezeit vorbei ist. Dann bin ich fast 33, wenn nicht noch was dazwischen kommt. S. obiger Beitrag.

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    Was er sagt spielt keine Rolle, davon abgesehen ist das ja ziemlich diffus und er lässt keine Taten folgen. Du hast null Sicherheit. Kann sein dass du schwanger wirst und er dann damit rausrückt, dass er die ganze Zeit schon Zweifel hat und dich damit bloß nicht belasten wollte. Oder du musst dann wirklich an ihn hinreden, dass er dich aus finanziellen Gründen nun bitte heiraten soll. Auf mich macht das alles einen ziemlich unstimmigen Eindruck.

    Ich glaube nicht, dass er an unserer Beziehung an sich Zweifel hat. Von diesem Thema abgesehen, ist auch alles gut. Und ein Kind will er mindestens so sehr, wie ich.

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    Das finde ich überhaupt nicht. Deine Art zu schreiben ist total ok, und mE analysierst du die Situation noch zu wenig. Wenn man finanziell so von einer Heirat abhängig ist, dann fängt man doch nicht schon mal mit dem Schwangerwerden an, wenn der Partner beim Thema Heirat so deutlich nicht zieht.

    Dazu habe ich ja in meinem letzten Beitrag schon etwas geschrieben.

    Comran

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    Solange du Studentin bist und das Kind da ist, wird es immer finanziell sehr knapp sein. Die Hochzeit würde daran nichts ändern. Habt ihr mal durchgerechnet, ob der Geldvorteil wirklich 500 Euro im Monat ist?

    Siehe oben und ja, haben wir.

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    Wieso willst du einen Termin auf dem Standesamt machen, wenn du keinen Antrag hast? Nimm ihn doch in die Pflicht - kein Antrag, keine Planung. Ganz einfach.

    Weil ich nicht auf einem Antrag bestehe und er es offensichtlich nicht so eilig hat, wie ich.

    Zitat

    Ich stecke ja nicht in eurer Haut und kann das nur aus meiner Perspektive bewerten. Aber das Tempo, was ihr (du) vorlegt finde ich nicht besonders gesund. Nach 2 Jahren schon Projekte starten, die euch das ganze Leben begleiten werden (Haus, Kind), da muss man schon verdammt sicher sein. Warum muss das alles jetzt sein, wo du noch 1-2 Jahre studierst? Willst du nicht erst mal eine Sache fertigbringen, bevor du die nächste angehst? Du schreibst zwar, dass er das wohl genauso sieht (also nicht widerspricht), aber du bist die treibende Kraft in eurer Beziehung. Und ganz ehrlich: eine Partnerin, die ständig drängelt und mich mit Plänen konfrontiert, das fände ich irre anstrengend. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass es ihm bei den ganzen Entscheidungen gar nicht gut geht, du aber so eine Dominanz an den Tag legst, dass er die Beziehung nicht durch Widerworte gefährden will. Ich würde dir garantiert keinen Antrag machen, wenn du laufend zu verstehen gibst, dass der Antrag bitte bald mal kommen soll. Auch wenn ich's morgen vorgehabt hätte. Weil es sich einfach falsch anfühlt - es soll ja schon aus freien Stücken kommen oder zumindest so aussehen.

    Ich finde nicht, dass es zu schnell geht. Wir sind eben auch keine Teenager mehr, haben ein bisschen Lebenserfahrung, beide lange Beziehungen hinter uns und wissen, was wir wollen oder eben nicht.


    Nochmal - angefangen hat er mit dem Thema. Aber ja, inzwischen treibe ich da sicherlich.


    Und du hast wahrscheinlich recht, dass es sich falsch anfühlt. Das tut es ja auch für mich.

    Ich habe schon gelesen, dass es dir sehr wichtig ist, ein Kind zu haben. Es ist halt alles eine Risikoabwägung. Aber dein Partner verhält sich für mich nicht schlüssig und du kannst in ihn nicht hineinsehen.

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    Nochmal - angefangen hat er mit dem Thema.

    Nochmal - es ist egal wer damit angefangen hat! Es ist allein relevant, wie ihr beide JETZT mit dem Thema umgeht und wie das in den gemeinsamen Gesamtplan hineinpasst.

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    Wer weiß. Eine Freundin von mir war schon länger mit einem Mann zusammen. Er wollte keine Kinder, sie schon. Sie wollte heiraten, er offenbar nicht so unbedingt. Jedenfalls kamen sie während oder durch die Verlobung in eine Krise und die Hochzeit wurde auf seine Initiative mit Pauken und Trompeten abgesagt. Sie hatten erst mal Distanz und näherten sich dann wieder an. Über Heirat und Kinder hat sie keinen Ton mehr gesagt. Irgendwann kam er selber damit, und jetzt sind sie schon sehr lange verheiratet und haben 2 Kinder.

    Ja, weiß man natürlich nie... Kann sein, dass ich mich zu sehr auf meine Pläne versteift habe.


    Das hat wohl auch mit meinem Charakter zu tun. Ich finde es schwer, von Dingen abzurücken, die ich geplant habe und auf die ich mich eingestellt habe.

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    Ähm, das sagst du jetzt, mind. 1,5 Jahre bevor du einen Abschluss hast? Da wär ich mal zurückhaltend.

    Ja, das sage ich jetzt ;-) Mein Studium ist sehr vielseitig, die Branche wird auf jeden Fall in den nächsten Jahrzehnten wachsen und mir fällt das Studium sehr leicht. Zudem habe ich einen weiteren Studienabschluss und Berufserfahrung.

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    Das lastet dir ja auch keiner an. Auch nicht dass er jetzt offenbar auf Rückzug ist. Es ist nur ein Fakt, dem du dich stellen musst.

    Ja, dass muss ich wohl oder übel.

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    Aber dein Partner verhält sich für mich nicht schlüssig und du kannst in ihn nicht hineinsehen.

    Für mich auch nicht. Und das ist wohl das Grundproblem. Das was er sagt (gesagt hat) und was er tut, passt nicht zusammen.

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    Weil ich nicht auf einem Antrag bestehe und er es offensichtlich nicht so eilig hat, wie ich.

    Offensichtlich. :)z


    Und da zum Heiraten nun mal zwei gehören, bist du eben darauf angewiesen, dass er irgendwann sein "Go!" gibt.

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    Für mich auch nicht. Und das ist wohl das Grundproblem. Das was er sagt (gesagt hat) und was er tut, passt nicht zusammen.

    Im Zweifelsfall muss man immer das heranziehen, was weniger hergibt. Fakt ist: er wollte dir bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Antrag machen.


    Und ich erlaube mir darauf hinzuweisen: du bist noch im Studium, verdienst sehr wenig, bist auf Steuerersparnisse und Förderungen angewiesen, hast einen Mann, der sich offensichtlich unsicher ist - ich halte es für keinen guten Zeitpunkt, jetzt ein Baby zu planen.

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    Ja, weiß man natürlich nie... Kann sein, dass ich mich zu sehr auf meine Pläne versteift habe.

    Dass du dich bisher auf die Aussagen deines Freundes und den Hochzeitstermin verlassen hast, finde ich in Summe erst mal völlig nachvollziehbar. Viel wichtiger ist doch, dass du jetzt, wo die Zweifel nachhaltig aufkommen, erst mal die Reißleine ziehen kannst/willst. Es ist normal, dass sich das für dich entgegen deiner persönlichen Gangart falsch anfühlt, langfristig gesehen ist es aber genau das Richtige.

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    Das hat wohl auch mit meinem Charakter zu tun. Ich finde es schwer, von Dingen abzurücken, die ich geplant habe und auf die ich mich eingestellt habe.

    Völlig in Ordnung. Geht vielen Menschen genauso. Auch wenn du dir bald ein Kind wünschst, gib dir die nächsten 3 oder 6 Monate, um die weitere Entwicklung zu beobachten.

    Puh, die Situation insgesamt halte ich für ganz schön kompliziert. Anbei mal ein paar Gedanken, die mir da auf der sachlichen Seite in den Kopf kommen:


    Hast Du bei Deinen Berechnungen auch bedacht, was das Kind kostet? Das Kindergeld gibt es ja nicht "on top", sondern um die Unkosten zu decken.


    Das Elterngeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt, da wird also auch wieder was abgezogen.


    Und wie sich Deine Noten entwickeln und wie Du Deine Abschlussarbeit schreiben wirst, wenn Du ein Kind hast, weißt Du auch nicht.