Ich erlaube mir, hier nochmal Ella zu zitieren, da ich dies den wichtigsten Satz hier finde:

    Zitat

    Zudem würde ich mir keine finanziellen Projekte ans Bein binden, wenn ich so klamm wäre, dass Steuerersparnisse die Umsetzung erst ermöglichen.

    Du studierst noch, willst aber ein Haus kaufen? Bekommt ihr so viel Geld von den Eltern oder ist das so eine wackelige Finanzierungsgeschichte ohne Eigenkapital? (Dann würde ich empfehlen, dass ihr euch mal unabhängig beraten lässt - nicht unbedingt von einem profitorientierten Bankberater).


    Ich frage mich auch, ob ihr euch sicher seid, dass eine mögliche Steuerersparnis 500 Euro monatlich beträgt? Denn ihr wisst schon, dass am Ende des Jahres vom Finanzamt nochmal neu gerechnet wird und es da bei Eheleuten durchaus zu (teils erheblichen) Rückzahlungen kommen kann? Außerdem: Solltest du wirklich direkt nach dem Studium arbeiten, hat es sich mit der Steuerersparnis ganz schnell wieder erledigt.


    Apropos: Du schreibst, du seist dir sicher, nach dem Studium ganz schnell einen Job zu finden. Ich hoffe, dir ist bewusst, dass dies mit (Klein-)Kind - je nach Branche und angestrebter Position - nicht gerade einfacher wird?


    Insgesamt habe ich auch den Eindruck, dass du schon das Dach ausbaust, während das Fundament noch nicht mal gegossen ist (im übertragenen Sinne).

    Vielen Dank für eure Antworten und dass ihr euch mit meinem Problem beschäftigt.


    Da hier so sehr auf dem finanziellen Aspekt herum geritten wird, nochmal: wir könnten uns ein Kind auch ohne Heirat leisten. Allerdings müssten wir dann eben auf einige Annehmlichkeiten verzichten, die wir uns jetzt leisten und einiges sparsamer leben. Dann könnten wir, auch nur mit dem Gehalt meines Freundes zurecht kommen.


    Das mit dem Progressionsvorbehalt wusste ich noch nicht, danke für die Info.


    Den Immobilienkauf würde ich, wenn wir nicht heiraten erstmal aufschieben. Da die Häuser hier in der Gegend nicht gerade billig sind, wäre der Abtrag + Rücklagen vermutlich etwas höher als das, was wir jetzt an Miete bezahlen.


    Zum eigentlichen Thema: ich habe gestern abend nochmal mit ihm gesprochen und gesagt, dass wir die Hochzeit erstmal aufschieben sollten und dass ich das Gefühl habe, wir würden es jetzt nur machen, weil ich ihn unter Druck gesetzt habe. Dass wir auch im Winter oder nächstes Jahr heiraten können und dass ich keinen Druck mehr ausüben würde.


    Er meinte dazu, dass wir jetzt erstmal gucken sollten, wann wir einen Termin bekommen und dass er wohl etwas dafür tun müsste, dass ich das Gefühl bekomme, dass er es auch will. Er hätte auch nichts dagegen, es anderen zu sagen, aber erst, wenn es konkret ist, d.h. wenn wir einen Termin beim Standesamt haben. War sehr liebevoll und hat mir an dem Abend noch einige Male gesagt, dass er mich sehr liebt.


    Mir hat das natürlich wieder etwas Hoffnung gegeben und ich glaube momentan eher, dass es bei ihm nur noch eine Frage von sich trauen und überwinden ist.


    Trotzdem werde ich jetzt erstmal Abstand von dem Juni Plan nehmen und mich darauf einstellen, dass es noch etwas dauern wird. Außerdem werde ich das Ganze von mir aus nicht mehr ansprechen und auch nichts organisieren. Wenn er das tut - umso besser. Wenn nicht, soll es eben noch nicht sein.

    Hallo wave_seven,

    Zitat

    Du studierst noch, willst aber ein Haus kaufen? Bekommt ihr so viel Geld von den Eltern oder ist das so eine wackelige Finanzierungsgeschichte ohne Eigenkapital? (Dann würde ich empfehlen, dass ihr euch mal unabhängig beraten lässt - nicht unbedingt von einem profitorientierten Bankberater).

    Ich studiere noch, habe aber schon 5 Jahre gearbeitet und dabei einiges angespart. Mein Freund arbeitet seit 8 Jahren, hat einen Festvertrag, ein gutes Gehalt, sichere Gehaltssteigerungen und Aufstiegschancen. Außerdem war meine Frage nicht "kann ich es mir leisten, ein Haus zu kaufen".

    Zitat

    Ich frage mich auch, ob ihr euch sicher seid, dass eine mögliche Steuerersparnis 500 Euro monatlich beträgt? Denn ihr wisst schon, dass am Ende des Jahres vom Finanzamt nochmal neu gerechnet wird und es da bei Eheleuten durchaus zu (teils erheblichen) Rückzahlungen kommen kann? Außerdem: Solltest du wirklich direkt nach dem Studium arbeiten, hat es sich mit der Steuerersparnis ganz schnell wieder erledigt.

    Ersteres wurde hier ja schon geschrieben. Auf 100 mehr oder weniger im Monat käme es allerdings nicht an. Sollte ich nach dem Studium direkt wieder arbeiten, hätten wir noch mehr Geld zur Verfügung und wären auf die Steuerersparnisse nicht mehr angewiesen.

    Zitat

    Apropos: Du schreibst, du seist dir sicher, nach dem Studium ganz schnell einen Job zu finden. Ich hoffe, dir ist bewusst, dass dies mit (Klein-)Kind - je nach Branche und angestrebter Position - nicht gerade einfacher wird?

    Sicherlich nicht schwieriger, als mit Anfang 30 ohne Kind, da würde nämlich jeder Personaler davon ausgehen, dass man bald schwanger wird.

    Perseida


    Darüber habe ich auch mal nachgedacht, aber nachdem er schon so oft gesagt hatte, dass er mir einen Antrag machen werde und Andeutungen gemacht hat, dass er schon einen Ring gekauft hat, hätte ich das blöd gefunden. Als ob ich ihm zuvor kommen wollte.


    Und letztendlich würde sich an der Situation ja nicht ändern, ich wüsste dann immer noch nicht, ob er wirklich will, oder nur nicht nein sagen will.


    Ich denke, ihm die Zeit zu geben, die er braucht, ist für uns beide die bessere Lösung.

    Ja. Oder eben klar anzusprechen, dass du auf den Antrag wartest und nachzufragen, ob er denn wirklich möchte und woran's denn nun scheitert.


    Aber für kaum 2 Jahre Beziehung geht das alles wirklich sehr schnell. Ich würde mit Hochzeit und Kind noch etwas warten.

    Inday


    Ich weiß, Du wirst nicht gern lesen, was ich in meinem Beitrag schreiben werde. Dennoch ist es mein persönlicher Eindruck, nach Deinen bisher geschriebenen Beiträgen im Thread.


    Du bist gerade dabei Dich auf einen Mann einzulassen, der es offenbar zu lasch mit konkreten Plänen und dem dazu gehörenden Einklang von Wort und Tat in Angriff nimmt.


    Glaube mir, dass ist ein guter Anfang in Sachen Ehe- und Kinderplanung in Sachen gemeinsamer Zukunft. Das große Verliebtheitsgefühl macht es möglich, dass Frau oder Mann, je nach Konstellation euphorisch Zukunftsvisionen zu sehr verklären. Unter anderem auch die Eigenheiten der Persönilchkeit des aktuellen Partners. Zudem setze Dich bitte nicht selbst zu sehr unter Erfolgsdruck, in der Panik, bin bald 30 und will zu diesem Zeitpunkt alles in trockenen Tüchern haben, weil andere Menschen dies so getan und erreicht haben. Dieser selbst gemachte innere Druck ist kein guter Lebensberater.


    Einige User werden sich noch an den Faden der Userin Filou1 erinnern, die ähnlich lange mit einem Mann zusammen war wie ihr zwei. (die Konstellation war etwas anders) Auch er hat wie Dein Freund in den Anfängen von Hochzeit und gemeinsamen Kind/ern selbst initiiert gesprochen.. Danach passierte nix mehr in der Richtung, außer Beschwichtigungen.


    Seit knapp 2 Jahren hat sie einen anderen Partner, ihr Studium erfolgreich beendet, und Hurra, sie ist sehr zufrieden schwanger und freut sich auf das gemeinsame Kind. Wer etwas will findet Wege, .......wer es nicht will, findet viele Gründe ....


    Für mich klingt es ungut von der Situation her, weil es sinnfrei ist einen Antrag oder Hochzeitspläne anzukündigen, ohne konkretere Termine oder Zeiträume zu benennen. Dein Freund setzt Dir (humorvoll gemeint), einen lustigen Floh ins Ohr, und belässt es aber dann dabei. Das ist weder respekt- noch liebevoll Dir gegenüber. .


    Einen Antrag anzukündigen dem keine Taten folgen - ist reine Hinhaltetaktik und nichts anderes. Leider gibt es Männer wie Frauen, die sich Bequemlichkeit für ihr Leben mit so einem Versprechen sichern wollen. Ich weiß, dass klingt böse an dieser Stelle, aber kommt dennoch vor.


    Es gab im Forum einige Fäden zum selben Thema. Wenn Dein Freund sich so nachhaltig zurück hält, ohne konkret in die Tat zu gehen, obwohl er spürt das es Dich unglücklich macht - ist er Dir gegenüber nicht offen und ehrlich.


    Meine Empfehlung für Dich, die Du natürlich komplett ignorieren kannst, wenn sie Dir unsympathisch ist.


    Setze Dir eine eigene Deadline. ABER, vorher zum Frauenarzt gehen und Hormonstatus abklären so gut es für den aktuellen Moment möglich ist, für Dich selbst um Klarheit zu erlangen. Hausplanung bis nach dem Studiumabschluss vertagen, wie bereits von anderen Forenschreibern geraten. Es gibt nichts verhängnisvolleres als mit ungelegten Eiern eine verbindliche Zukunftsplanung auf den Weg bringen zu wollen. Hier ist das noch nicht abgeschlossenes Studium und unsichere Jobgarantie gemeint.


    Du magst Dir mit der euphorischen Vorfreude auf eine gemeinsame Zukunft sehr sicher sein, dass alles seinen erfolgreichen Weg geht, die Liebe macht's möglich. Leider grätscht das reale Leben manchmal unerwartet ganz brutal dazwischen. Auch sehr gute und fleißige Studenten vermasseln wichtige Prüfungen und stehen von jetzt auf gleich ohne Abschluss da, wenn auch die Nachprüfung/en nicht zum Erfolg führ(t)en.


    Ein Studium mit der Belastung eines Baby's/jungen Kindes zu Ende zu bringen, ist eine große logistische Herausforderung.Könnte en Detail bedeuten, dass Dein Freund weniger arbeiten kann, wenn euer Baby ein Schreibaby ist o.ä., dass sich nicht altersgerecht entwickel. Du Deinem Studium mit Lernpensum/Prüfungszeit ohne aussetzen zu müssen, weiter nachgehen kannst. Hier gäbe es Einkommenseinbußen, mit denen ihr am Limit lebend schon rechnet.


    Dazu der Hauskauf zusätzlich im Rücken habend, dass finanziert werden muss.


    Du bist in Deiner Planung bisher nur vom günstigsten Fall ausgegangen, wenn Deine Planung optimal läuft. Wer für ein reales Leben steht wappnet sich vorher gegen die Tücken des Lebens.


    Ich halte es für möglich, dass Dein Freund all diese von mir angesprochenen Bedenken im Hinterkopf hat, und deswegen rum laviert, weil ihm der Mut fehlt es Dir so offen zu sagen.


    Ebenso möglich, dass Dein Freund ein Partner mit der Sicherung der eigenen Bequemlichkeit ist. Du kennst ihn hoffentlich gut genug, um sein Motiv einschätzen zu können.


    Es gibt durchaus die Möglichkeit, dass er Dich als Frau und Persönlichkeit aufrichtig liebt, aber dennoch keine verbindlichen Zukunftswünsche mit Dir an seiner Seite hat. Ebenso kann es das Thema kalte Füße vor der großen Verantwortung sein, in der gegenwärtigen Lage Hochzeit-Kind-Studim-Haus.


    Trotz meiner wenig positiv klingenen Zeilen, möchte ich keinen pessimistischen Eindruck wecken, nur Deinen persönlichen Blickwinkel erweitern. :)z :)*

    Ich sehe die Sache ganz anders.


    Wieso wird dem Partner unterstellt nicht heiraten zu wollen? Nur, weil er keinen Antrag macht? Ist ein Antrag im Jahr 2017 essentiell? Ich finde nicht.


    Er hat doch schon von einem Termin im Juni gesprochen, mach doch einfach einen.


    Ich glaube nicht, dass er nicht will. Ich glaube eher, er kriegt das mit dem Antrag einfach nicht gebacken. Manche Männer sind so, hab selber so ein Exemplar daheim. Ich hab damals dann einfach gefragt, aber ohne offizielle Verlobung oder Ring. Mein Mann war froh, er hats nicht so mit solchen Sachen ;-) Haben dann gemeinsam die Hochzeit geplant und sind seit 9 Jahren verheiratet.


    Wenn man es mal so sieht und nicht nur alles schwarz, sieht die Sache anders aus.


    Planen kann man eh nix im Leben. Ich würde einen Termin auf dem Standesamt mit ihm machen und einfach mal weiter sehen.

    Perseida


    Genau das habe ich letzte Woche im Urlaub getan.


    Ich kann verstehen, dass du das schnell findest. Aber wir sind uns auch sehr schnell sehr nahe gewesen, haben schnell Vertrauen zueinander aufgebaut und es fühlte sich alles so richtig an.


    DieDosismachtdasGift


    Ich freue mich sehr, dass auch du hier schreibst, ich habe schon viel von dir gelesen und finde deine Beiträge immer sehr hilfreich, objektiv und umsichtig geschrieben @:)

    Zitat

    Ich weiß, Du wirst nicht gern lesen, was ich in meinem Beitrag schreiben werde. Dennoch ist es mein persönlicher Eindruck, nach Deinen bisher geschriebenen Beiträgen im Thread.


    Du bist gerade dabei Dich auf einen Mann einzulassen, der es offenbar zu lasch mit konkreten Plänen und dem dazu gehörenden Einklang von Wort und Tat in Angriff nimmt.

    Abgesehen davon, dass ich mich, emotional und gedanklich schon absolut auf ihn eingelassen habe, hast du recht.


    Beim Kinderwunsch war es sehr ähnlich, erst ja, dann doch nein aus verschiedenen (vorgeschobenen) Gründen. Ich glaube, er spricht da sehr schnell ein positives Gefühl aus und denkt erst später darüber nach, was das eigentlich für Folgen hat.

    Zitat

    Glaube mir, dass ist ein guter Anfang in Sachen Ehe- und Kinderplanung in Sachen gemeinsamer Zukunft. Das große Verliebtheitsgefühl macht es möglich, dass Frau oder Mann, je nach Konstellation euphorisch Zukunftsvisionen zu sehr verklären. Unter anderem auch die Eigenheiten der Persönilchkeit des aktuellen Partners. Zudem setze Dich bitte nicht selbst zu sehr unter Erfolgsdruck, in der Panik, bin bald 30 und will zu diesem Zeitpunkt alles in trockenen Tüchern haben, weil andere Menschen dies so getan und erreicht haben. Dieser selbst gemachte innere Druck ist kein guter Lebensberater.

    Das tue ich nicht - ich habe mich ja bewusst mit 28 für ein zweites Studium entschlossen, statt meinen bisherigen Weg weiter zu verfolgen. Damals hatte ich vor, mit allem anderen erst noch zu warten. Nur möchte ich das schwanger werden einfach ungern aufschieben, weil die Wahrscheinlichkeit mit jedem Lebensjahr sinkt und weil eben im Prinzip zwischen meinem Freund und mir alles passt - vom Thema Heirat abgesehen.

    Zitat

    Einige User werden sich noch an den Faden der Userin Filou1 erinnern, die ähnlich lange mit einem Mann zusammen war wie ihr zwei. (die Konstellation war etwas anders) Auch er hat wie Dein Freund in den Anfängen von Hochzeit und gemeinsamen Kind/ern selbst initiiert gesprochen.. Danach passierte nix mehr in der Richtung, außer Beschwichtigungen.


    Seit knapp 2 Jahren hat sie einen anderen Partner, ihr Studium erfolgreich beendet, und Hurra, sie ist sehr zufrieden schwanger und freut sich auf das gemeinsame Kind. Wer etwas will findet Wege, .......wer es nicht will, findet viele Gründe ....

    Ja, wahrscheinlich ist sowas nicht so selten... Bei meinem Exfreund war es auch ähnlich, ganz am Anfang sprach er von heiraten, in den folgenden 6 Jahren passierte nichts. Da war aber so viel anderes unstimmig, dass es mich nicht so störte.


    Nur glaube ich bei meinem jetzigen Partner nicht, dass er wirklich nicht will. Eher, dass er sich nicht überwinden kann.

    Zitat

    Für mich klingt es ungut von der Situation her, weil es sinnfrei ist einen Antrag oder Hochzeitspläne anzukündigen, ohne konkretere Termine oder Zeiträume zu benennen. Dein Freund setzt Dir (humorvoll gemeint), einen lustigen Floh ins Ohr, und belässt es aber dann dabei. Das ist weder respekt- noch liebevoll Dir gegenüber. .


    Einen Antrag anzukündigen dem keine Taten folgen - ist reine Hinhaltetaktik und nichts anderes. Leider gibt es Männer wie Frauen, die sich Bequemlichkeit für ihr Leben mit so einem Versprechen sichern wollen. Ich weiß, dass klingt böse an dieser Stelle, aber kommt dennoch vor.


    Es gab im Forum einige Fäden zum selben Thema. Wenn Dein Freund sich so nachhaltig zurück hält, ohne konkret in die Tat zu gehen, obwohl er spürt das es Dich unglücklich macht - ist er Dir gegenüber nicht offen und ehrlich.

    Ich bin mir ganz sicher, dass er nichts bewusst tut, um ich unglücklich zu machen. Ich denke nicht, dass er wirklich versteht, wie sehr mich das belastet. Auch glaube ich, dass er "ich will dich wirklich heiraten" auch so gemeint hat. Nur eben nicht mit konkretem Datum im Hinterkopf, sondern eher "in den nächsten Jahren".

    Zitat

    Meine Empfehlung für Dich, die Du natürlich komplett ignorieren kannst, wenn sie Dir unsympathisch ist.


    Setze Dir eine eigene Deadline. ABER, vorher zum Frauenarzt gehen und Hormonstatus abklären so gut es für den aktuellen Moment möglich ist, für Dich selbst um Klarheit zu erlangen. Hausplanung bis nach dem Studiumabschluss vertagen, wie bereits von anderen Forenschreibern geraten. Es gibt nichts verhängnisvolleres als mit ungelegten Eiern eine verbindliche Zukunftsplanung auf den Weg bringen zu wollen. Hier ist das noch nicht abgeschlossenes Studium und unsichere Jobgarantie gemeint.


    Du magst Dir mit der euphorischen Vorfreude auf eine gemeinsame Zukunft sehr sicher sein, dass alles seinen erfolgreichen Weg geht, die Liebe macht's möglich. Leider grätscht das reale Leben manchmal unerwartet ganz brutal dazwischen. Auch sehr gute und fleißige Studenten vermasseln wichtige Prüfungen und stehen von jetzt auf gleich ohne Abschluss da, wenn auch die Nachprüfung/en nicht zum Erfolg führ(t)en.

    Das mit dem Hormonstatus ist eine gute Idee, danke.


    Unsichere Jobgarantie, selbst wenn ich mein jetziges Studium in den Sand setze, könnte ich mit ziemlich großer Sicherheit in dem Bereich arbeiten, in dem ich vorher war. 100%ige Sicherheit gibt es doch nie, auch wenn ich einen unbefristeten Vertrag hätte, könnte ich morgen aus betrieblichen Gründen gekündigt werden oder berufsunfähig werden.


    Die Hausplanung werde ich aufschieben, wenn aus der Heirat nichts wird und wohl auch die Kinderplanung. Letztendlich muss ich mir wohl eingestehen, dass es Gründe dafür geben muss, wenn er mich, trotz vorheriger Ankündigung, tatsächlich nicht heiraten will und dass diese Gründe dann auch gegen ein gemeinsames Kind und gemeinsame Verschuldung sprechen.

    Zitat

    Ein Studium mit der Belastung eines Baby's/jungen Kindes zu Ende zu bringen, ist eine große logistische Herausforderung.Könnte en Detail bedeuten, dass Dein Freund weniger arbeiten kann, wenn euer Baby ein Schreibaby ist o.ä., dass sich nicht altersgerecht entwickel. Du Deinem Studium mit Lernpensum/Prüfungszeit ohne aussetzen zu müssen, weiter nachgehen kannst. Hier gäbe es Einkommenseinbußen, mit denen ihr am Limit lebend schon rechnet.


    Dazu der Hauskauf zusätzlich im Rücken habend, dass finanziert werden muss.


    Du bist in Deiner Planung bisher nur vom günstigsten Fall ausgegangen, wenn Deine Planung optimal läuft. Wer für ein reales Leben steht wappnet sich vorher gegen die Tücken des Lebens.

    Wir haben schon zwei Urlaubssemester eingeplant, außerdem habe ich einige Prüfungen vorgezogen. Einiges an finanziellem Puffer würde ich auf jeden Fall immer einrechnen, ich bin nicht naiv ;-)

    Zitat

    Ich halte es für möglich, dass Dein Freund all diese von mir angesprochenen Bedenken im Hinterkopf hat, und deswegen rum laviert, weil ihm der Mut fehlt es Dir so offen zu sagen.


    Ebenso möglich, dass Dein Freund ein Partner mit der Sicherung der eigenen Bequemlichkeit ist. Du kennst ihn hoffentlich gut genug, um sein Motiv einschätzen zu können.

    Ersteres mag schon sein, in dem Fall würde ich mir aber wünschen, dass er seine Bedenken mit mir teilt. Ich muss aber zugeben, dass das etwas ist, was ihm generell schwer fällt, er frisst seine Sorgen gerne in sich hinein und ist da eher verschlossen.

    Zitat

    Es gibt durchaus die Möglichkeit, dass er Dich als Frau und Persönlichkeit aufrichtig liebt, aber dennoch keine verbindlichen Zukunftswünsche mit Dir an seiner Seite hat. Ebenso kann es das Thema kalte Füße vor der großen Verantwortung sein, in der gegenwärtigen Lage Hochzeit-Kind-Studim-Haus.

    Nun ja, er will (inzwischen) definitiv ein Kind mit mir, was für mich persönlich mehr aneinander bindet, als eine Ehe. Das Haus ist primär sein Wunsch, ich könnte damit noch warten.


    Aber kalte Füße, ja, das glaube ich schon. Angst davor, so eine große Entscheidung zu treffen.

    Zitat

    Trotz meiner wenig positiv klingenen Zeilen, möchte ich keinen pessimistischen Eindruck wecken, nur Deinen persönlichen Blickwinkel erweitern.

    Das hast du auch :-)


    Immerhin hat mich diese ganze Diskussion hier so weit gebracht, meine Pläne zu überdenken und auch, das alles etwas gelassener und weniger emotional zu sehen.


    Mir ist aber auch bewusst geworden, dass ich keine Zweifel an der Ehrlichkeit meines Partners oder seinen Gefühlen zu mir habe.


    Dass er Dinge ankündigt und dann lange braucht, um sie umzusetzen, dass er nicht "aus dem Quark kommt", dass er mir nicht immer sagt, was er denkt, das ist alles nicht toll, aber Dinge mit denen ich leben kann. Dagegen stehen viele, viele positive Eigenschaften.


    Es klingt jetzt vielleicht so, als ob ich mir alles schön reden wollte, aber was ich hier geschildert habe, ist eben nur ein Bruchteil unserer Beziehung.


    Mein nächster Eisprung ist erst in 6 Wochen, ein Hauskauf steht auch noch nicht sofort an. Erstmal habe ich also noch Zeit, mir alles durch den Kopf gehen zu lassen. Sollte er bis dahin konkrete Schritten für eine Hochzeit machen, gibt es für mich keine Gründe, da nicht mitzugehen. Wenn nicht, wird es ein Gespräch geben, dass mir die Situation so zu unsicher ist und wir alles erstmal aufschieben sollte.

    Andrejka

    Zitat

    Ich sehe die Sache ganz anders.


    Wieso wird dem Partner unterstellt nicht heiraten zu wollen? Nur, weil er keinen Antrag macht? Ist ein Antrag im Jahr 2017 essentiell? Ich finde nicht.

    Deshalb und weil er, wenn ich ihn darauf angesprochen habe, ob wir nicht einfach so heiraten wollen, entweder gesagt hat, er wolle mir noch einen Antrag machen oder quasi nur ok gesagt und sonst weiter kein Interesse gezeigt hat.


    Ich brauche keinen Antrag, aber ein bisschen Initiative und das Gefühl, dass er das auch will, hätte ich schon gerne.

    Ich möchte einfach nicht, dass er mich heiratet, weil ich ihn dazu gedrängt habe. Wenn er mit Begeisterung mitmachen und -planen würde, wäre das ja für mich auch ok. Ich sehe da auch nicht alles schwarz, sonder schwanke eher zwischen schwarz und weiß ;-)


    Vielen Dank auch für deine Sichtweise!

    Zitat

    Ich möchte einfach nicht, dass er mich heiratet, weil ich ihn dazu gedrängt habe.

    Dann würde ich das Thema erstmal unter den Tisch fallen lassen und nicht mehr ansprechen.


    Ihr nehmt euch gerade 3 Lebensaufgaben auf einmal auf den Plan für innerhalb der nächsten 2 Jahre. Hochzeit, Kind und Haus: Das Familienidyll.


    Aber ich würde eines nach dem anderen angehen, wenn dein kinderwunsch so akut ist, würde ich den voran stellen, denn der geht irgendwann eben nicht mehr. Haus und Hochzeit gehen auch in 10 Jahren noch. Ein Kind, dessen Eltern nicht verheiratet sind, steht nicht schlechter da.


    Haus, ihr könnt ja schon mal den Eigenanteil ansparen und erhöhen damit der Kredit kleiner ausfällt.


    Ich finde es erdrückend... Und vielleicht wirkt sich dieser Erwartungsdruck auch auf ihn aus...


    Bekommt doch erstmal ein Kind, ohne Haus und hochzeit (die is nämlich auch teuer!) könnt ihr das sicher finanzieren, so wie ichs hier rausgelesen habe. Wenn das Kind aus dem gröbsten raus ist, könnt ihr immernoch über Haus etc nachdenken.


    Wenn ich dein kerle wär, wär mir wohl der Druck zu groß.

    Zitat

    Das tue ich nicht - ich habe mich ja bewusst mit 28 für ein zweites Studium entschlossen, statt meinen bisherigen Weg weiter zu verfolgen. Damals hatte ich vor, mit allem anderen erst noch zu warten. Nur möchte ich das schwanger werden einfach ungern aufschieben, weil die Wahrscheinlichkeit mit jedem Lebensjahr sinkt und weil eben im Prinzip zwischen meinem Freund und mir alles passt - vom Thema Heirat abgesehen.

    An diesem Punkt verstehe ich Dich sehr gut und nachvollziehbar. Ich hatte ebenso wie Du den Wunsch, eine junge Mutter zu sein. Habe deshalb nach dem Studium nicht lange abgewartet. Zu dem Zeitpunkt gab es bei mir die Prognose von zwei Frauenärzten, dass es für mich schwer bis unmöglich sein könnte schwanger zu werden. Mit 3 Kindern wurde das Gegenteil gezeigt. ;-D


    Wir hatten zudem durch günstige Umstände von außen, die Möglichkeit ein altes Bauernhaus kaufen und umbauen zu können als bereits 2 meiner Kinder geboren waren. Eine Woche vor der Geburt es dritten Kindes war dann der Umzug. Das alles ohne Heirat, auch das geht. ;-) (Stress pur, ich sag's Dir ]:D zu Weihnachten und Silvester wollte mein Partner noch gemütlich feiern :=o o:) )


    Ich drücke die Daumen, dass ihr euren Weg findet und glücklich bleibt damit.

    Zitat

    Dass er Dinge ankündigt und dann lange braucht, um sie umzusetzen, dass er nicht "aus dem Quark kommt", dass er mir nicht immer sagt, was er denkt, das ist alles nicht toll, aber Dinge mit denen ich leben kann. Dagegen stehen viele, viele positive Eigenschaften.

    Das Du diese innere Sicherheit hast freut mich und es war mein Ansinnen, Dich etwas anzupieksen mit meinen Bedenken genau in Dich rein zu horchen, wie der Stand Deiner Gefühle ist. Sehr gut, dass Du überzeugt bist, trotz einiger Eigenheiten Deinen Partner so zu nehmen und zu lieben wie er als Partner und Persönlichkeit ist.


    Mein damaliger Partner war ählich veranlagt. Leider haben wir es trotz Haus und gemeinsamer Kinder nicht geschafft mit unseren Eigenheiten umgehen zu lernen. Aus diesem Grund bin ich an dieser Stelle vielleicht zu kritisch in meiner Sichtweise. Wenn Du die Ausdauer und Geduld hast, um

    Zitat

    Dass er Dinge ankündigt und dann lange braucht, um sie umzusetzen, dass er nicht "aus dem Quark kommt", dass er mir nicht immer sagt, was er denkt, das ist alles nicht toll, aber Dinge mit denen ich leben kann.

    mit seiner Mentalität umzugehen, und ihn auch dafür zu lieben, machst Du alles richtig. :)=

    Zitat

    Es klingt jetzt vielleicht so, als ob ich mir alles schön reden wollte, aber was ich hier geschildert habe, ist eben nur ein Bruchteil unserer Beziehung.

    Ich kann es denke ich einschätzen, dass es im Forum nur ein kleiner Teil eurer Beziehung ist, den Du der Forengemeinschaft geschildert hast. Du bist die Frau die ihren Partner realer einschätzen kann. Grund genug fest zu ihm zu stehen und deshalb ein guter Anfang für eure Liebe und die gemeinsame Zukunft. @:)

    Zitat

    Wenn nicht, wird es ein Gespräch geben, dass mir die Situation so zu unsicher ist und wir alles erstmal aufschieben sollte.

    Klingt nach einem guten Plan, und nimmt euch den großen Druck für die Gesamtsituation. :)z Alles Gute. @:)

    ich hab nicht ganz alles gelesen, AAAABER:


    ich habe auch keinen antrag bekommen- und ich dachte auch, daß es mir nix ausmacht.


    hats dann aber doch. wir haben genau wie ihr nur besprochen, wann es sein soll. irgendwann verlobungsringe aufgesetzt und gut wars.


    das mit dem geld.. erkenne ich uns auch wieder.


    ich würde nie nie nie wieder so knapp rechnen und irgendwas großes anfangen, ohne finanzielle sicherheiten.


    wir sind aus den schulden nie wieder rausgekommen (was aber auch daran liegt, daß er immer sofort alles mögliche sich geleistet hat, wenn geld da war)


    wirklich wirklich, mach erst dein zeug fertig!

    Nehmt es mir nicht übel - aber für mich klingt das etwas schrecklich...


    Meiner Frau einen Heiratsantrag zu machen war für mich eine Herzensangelegenheit. Ich habe ihn ganz bewusst zu einer Zeit gemacht, als sie nicht damit gerechnet hat. Hätte sie täglich nur darauf gelauert, dass ich ihr endlich - der Form halber - einen Antrag mache, hätte ich es lieber gleich gelassen.


    Das hier klingt für mich wie das Warten auf einen geschäftlichen Auftrag.


    Okay, man muss ja keinen Sinn für Romantik haben. Aber dann frage ich mich, wofür man dann überhaupt einen Heiratsantrag braucht. Dann kann man das Ganze auch als Verwaltungsakt abwickeln. Muss jeder selbst wissen, will ich überhaupt nicht kritisieren.


    Ich habe ja eine leise Vermutung, dass der Gute sich in Wirklichkeit ziemlich überrumpelt von der Geschwindigkeit der "Beziehungsfortschritte" fühlt, sich nicht traut, Klartext zu reden und rumeiert, um Zeit zu gewinnen und auf die Idee zu hoffen, wie er aus der ganzen Nummer herauskommt... ]:D