@ PerfectPitch:

    Ja, ich habe schon ein ziemlich dickes Fell. Was noch dazu kommt, war auch, dass sie ständig am Meckern war wegen meiner Arbeit, dass ich nie da bin usw. dafür verdiene ich aber ordentlich und der Job macht mir Spaß, zumal ich diesen schon vorher hatte.


    Sie sitzt auf dem Amt mit Gleitzeit und schafft es nicht mal den Hund zu kämmen.


    Die Aussage mit dem Hund ist krass, habe ihr auch gesagt das dass verletzend ist, aber da meinte sie nur ob es mir lieber wäre wenn sie da lügen würde. Ich habe auch noch nie jemanden kennengelernt, der so kalt sein kann. Sie hat auch zwei Seiten, unbeschwert, süß und fröhlich und dann wieder launisch, von oben herab und kalt wie Eis. So richtig Phasenweise. Hat auch den Hang zu Depressionen.


    Sie versteht auch absolut nicht wie verletzend ihre Art ist.


    Dein Tipp ist sehr gut und ich werde ihn auch beherzigen müssen.

    @ Hanca:

    Wir sind fast 2 Jahre zusammen, also noch nicht so lange. Ich finde es auch unmöglich das sie mit dem Hund null kompromissbereit ist. Sie versucht es ja noch nicht mal, sondern blockt direkt ab.

    Bist du Wendy? Das Wendy-Syndrom


    Menschen mit dem Wendy-Syndrom befürchten meist 2 Dinge: nicht mehr benötigt oder zurückgewiesen zu werden und ihre Einsamkeit. Alleine der Gedanke, niemanden bemuttern zu können, ist grauenvoll, weil sie sich nur so nützlich fühlen.


    Doch auch, wenn sie so glücklich zu sein scheinen, kommt es meist zu Situationen, in denen sie sich manipuliert fühlen und bemerken, dass sie zu viel geben, ohne etwas zu erhalten. Sie fühlen sich frustriert und herabgesetzt. Ab diesem Moment kommt es zu Problemen und oft auch zu Depressionen.


    Lies das doch mals durch, das mit dem Peter Pan-Syndrom (deine Freundin) = und Wendy-Syndrom (du)

    "Berherzigen müssen."


    Ja, wirst Du wohl...


    Stell Dir vor, ihr fabriziert tatsächlich Kinder.


    Tut mir leid, dass so direkt auszudrücken:


    Das wird nur Murks.


    Mal so "gesagt":


    Auch, wenn Du nicht Rücksicht auf Dich nehmen würdest... - so denke dann, ‚wenigstens‘, an Deine, potentiellen, zukünftigen Kinder...


    Hm?


    Und, was doch überraschend positiv klingt, ist:


    Du bist anscheinend richtig glücklich mit Deiner Arbeit!


    DAS hat noch lange nicht jeder...


    Und zum Schluß:


    Dass sie - phasenweise - "süß, unbeschwert & fröhlich" sein kann..., DAS erklärt mir und allen anderen Mitlesern, wie ihr überhaupt zusammen gekommen seid.


    Zieh‘ die Reißleine, bevor es zu spät ist.

    Der Hund ist doch nur ein Symptom. Die eigentlich spannende Frage ist doch, warum ihr aneinander festhaltet, wenn ihr beide euch so, wie ihr nun mal seid, nicht ganz richtig findet.


    Ich habe zum Beispiel auch einen Hund und ich wäre tatsächlich auch nicht bereit meinen Hund aus dem Wohn- und Schlafzimmer und vom Sofa und aus dem Bett zu verbannen. Was habe ich gemacht? Mir einen Partner gesucht, der Tiere auch sehr mag und auch in anderen Belangen mit mir harmoniert.


    Das solltet ihr eventuell auch tun, du und deine Freundin: Euch andere Partner suchen, die für euch passen. Ohne dass es ein Kompromiss wäre. Sowas gibt's nämlich auch und ich verstehe nicht, warum man sich mit so viel weniger zufrieden gibt. Bei euch ist doch echt so gut wie alles ein Anlass für Konflikte und Gemecker, oder? ;-D

    Wenn ich das so lese, würde mich einiges reizen:

    Zitat

    Sie meckert das ich auf der Toilette zu doll spüle

    "Schaaahatz ich bin fertig, spülst du bitte, du weißt ja ich mach das ja immer falsch." Oder ganz hart: Gar nicht mehr spülen. ;-D

    Zitat

    dass ich beim Hände waschen zu viel Wasser nehme

    "Schatz, bitte Wasser aufdrehen, sonst meckerst du ja wieder"


    Zu:

    Zitat

    sie meckert wie ich die Wäsche aufhänge, wie ich die Wäsche nach dem bügeln zusammenlege.

    Zitat

    Sie sagt das ich nur oberflächlich putze.

    Zitat

    Selbst bei Handwerksarbeiten die ich im Haus erledige weiß sie immer alles besser, obwohl sie es vorher noch nie gemacht hat.

    Da würde ich keinen Finger mehr rühren! Wenn sie sich beschwert "Ich mach es ja eh nie richtig, also kannst es auch gleich selbst machen"

    @ Parazellnuss:

    Ich glaube kaum das ich irgendein Syndrom habe. Ich hatte vorher immer funktionierende Beziehungen, da gab es diese Probleme nicht. Nur bin ich kein Typ der schnell den Rückzug antritt wenn etwas nicht passt, so wie es die meisten in der heutigen Wegwerfgesellschafft machen. Es ist einfach so das ich sie liebe und ich weiß wie ihre Eltern sind und das sie es nicht leicht hatte. Ich dachte ich kann ihr helfen, nur schaffe ich das nicht und merke eben das es mir an die Substanz geht.

    http://www.med1.de/Nutzer/lgrui/Also/ damit du es nicht falsch verstehst, ich liebe ihren Hund auch, aber wird es mit der Allergie immer schlimmer. Und ich bin beruflich auf meine Augen angewiesen, da kann ich nicht immer mit Bindehautentzündung zur Arbeit gehen.


    Es würde mir auch schwer fallen ihn zu verbannen, aber man muss ja wenigstens kompromissbereit sein.

    Ich habe auch mal nen Allergiker gedatet und da war es schon klar, dass mein Hund nicht ins Schlafzimmer und nicht auf's Sofa darf. In einer Beziehung würde mir das schwerer fallen, aber verschiedene Lösungsmöglichkeiten auszuprobieren finde ich auch nicht zu viel verlangt. Bürsten und oft Saugen und nicht ins Bett und auf dem Sofa nur auf eine Schondecke zum Beispiel.

    Zitat

    Nur bin ich kein Typ der schnell den Rückzug antritt wenn etwas nicht passt, so wie es die meisten in der heutigen Wegwerfgesellschafft machen.

    Naja! Sicher, ich empfinde eine langfristige Beziehung für mich persönlich auch als etwas wertvolles. Aber deshalb bleibt man doch nicht in einer Beziehung, bei der es hinten und vorne nicht passt? Ist es das echt wert, sich für eine langfristige Beziehung selbst unglücklich zu machen?

    Zitat

    Es ist einfach so das ich sie liebe und ich weiß wie ihre Eltern sind und das sie es nicht leicht hatte. Ich dachte ich kann ihr helfen, nur schaffe ich das nicht und merke eben das es mir an die Substanz geht.

    Du bist nicht ihr Therapeut. Viele Menschen hatten es in ihrer Kindheit nicht leicht. Irgendwann ist man groß und geht die eigenen Defizite, wenn sie nicht zu groß sind, selbst an oder sucht sich, wenn man es alleine nicht schafft, professionelle Hilfe. Liebe ist keine Therapie. Und für eine Therapie muss auch erst einmal eine grundsätzliche Einsicht da sein, dass man Baustellen hat.


    Ist deine Freundin denn bereit an sich zu arbeiten und sich zu ändern?


    Weil du wirst sie sicher nicht ändern und Liebe heilt auch keine Macken.

    Zitat

    Es ist einfach so das ich sie liebe und ich weiß wie ihre Eltern sind und das sie es nicht leicht hatte. Ich dachte ich kann ihr helfen, nur schaffe ich das nicht und merke eben das es mir an die Substanz geht.

    Finde ich als Beziehungsgrundlage ein wenig befremdlich.


    Gegenseitiges Verständnis für die durch die jeweilige Biographie entstandenen Besonderheiten und Unterstützung bei Problemen und Schwierigkeiten: ja, klar.


    Aber jemanden Arzt, Retter und/oder Therapeut sein wollen und sich zugleich wie ein Kleinkind und Fußabtreter behandeln lassen, verstehe ich nicht. Wo bleibt da die Augenhöhe?

    Zitat

    Ihre Mutter war bzw. ist genauso.

    Erklärt einiges... Wenn die Eltern so sind gibts grob zwei Möglichkeiten: Kind merkt das und macht es besser oder Kind übernimmt es und führt die Fehler der Eltern fort. Deine Freundin scheint letzteres zu sein. Traurig irgendwie, aber tief eingeprägt und nicht einfach so abstellbar. Merkt sie denn wenigstens in einer ruhigen Sekunde, dass sie eine Nörglerin ist oder gibt es so gar keine Einsicht?

    Zitat

    Im Prinzip komme ich mir vor wie der letzte Trottel.

    Das verstehe ich allerdings nicht. Wenn mir jemand erzählt, wie ich das Klo zu spülen habe, bin ich irgendwann genervt, aber wie ein Trottel würde ich mir nicht vorkommen.


    Kann es sein, dass du selbst nicht mit dem besten Selbstbewusstsein ausgestattet bist?


    Ist es ausgeschlossen, dass sie das eher nebenbei oder sogar ironisch meint (z.B. die Anmerkung, dass dein Überrasschungs-Putzen aber nicht sauber genug war)? Klingt jetzt zwar ehrlichgesagt nicht so, aber nur zur Sicherheit, weil ich hellhörig werden, wenn sich jemand wegen einem (sorry:) Nörgelweib als Trottel fühlt.

    Zitat

    Nach außen hin hat sie auch null Selbstbewusstsein, Behördengänge muss ich oft für sie regeln.


    Aber zu Hause bei mir, schwillt ihre Brust an und sie kommandiert mich nur rum.

    Passt doch wunderbar zusammen. Nach Außen nix zu melden haben aber dafür wenigstens zu Hause den Boss spielen wollen. Es liegt an dir, ob du da mitspielst oder nicht.



    Wenn keine Einsicht vorhanden ist, dass sie dieselben nervigen Muster ihrer Mutter weiterführt, würde ich sämtliche Familienplanung mal gaaaanz weit hinten anstellen.


    mMn ist deine einzige Chance dann noch, die berechtigte Kritik umzusetzen und den ganzen Bullshit konsequent zu ignorieren. Dann wirst du ja sehen, ob sie wenigstens dann was kapiert und umdenkt oder Hopf und Malz verloren ist.


    Wenn das so bleibt bin ich mir ziemlich sicher, dass "weil ich sie liebe" in 10, 20, 30 Jahren erstrecht nicht mehr reicht.

    @ mnef:

    Ersetz das Trottel meinetwegen gegen Kleinkind. Man kommt sich zu doof vor richtig zu spülen in dem Moment. Selbstbewusstsein habe ich genug.


    Vielleicht hast du mich da falsch verstanden, ich weiß das ich kein Trottel bin.

    Zitat

    Ersetz das Trottel meinetwegen gegen Kleinkind. Man kommt sich zu doof vor richtig zu spülen in dem Moment. Selbstbewusstsein habe ich genug.

    Also wenn mein Freund meinen würde, dass ich nicht richtig Spülen würde, käme ich mir sicher nicht doof vor. Ich wahrscheinlich lachen, weil ich davon ausgehen würde, dass er das unmöglich ernst meinen kann ;-D