Hallo Alias 726368,

    ihr scheint in einem kleinen Teufelskreis zu stecken. Dich zieht das Verhalten deiner Frau auch runter und gleichzeitig kannst du ihr nicht sagen, dass sie in einer Depression steckt, weil sie das nicht wahrhaben will. Was auch ganz ok in ihrer Situation ist.


    Man kann bei Depression auch von außen einwirken. Die Frage ist, wie du ihr das "verkaufst". Birkenzweig hat schon Vitamin B12 genannt. Ich würde das um Vitamin D3 erweitern. (Im Winter, wenn wenig Sonne scheint, dann sind wir sozusagen im Winterschlafmodus. Wenn der Körper genug Sonne bekommt, kommen wir da auch automatisch wieder raus.) Nur bei deiner Frau hört es sich nicht danach an, als ob sich sie sich regelmässig ein halbstündiges Sonnenbad gönnen würde. D.h. du solltest sie irgendwie dazu bekommen, dass sie diese beiden Stoffe regelmäßig bekommt. Das Vitamin D3 kann man am Anfang, bzw. sollte man auch am Anfang hoch dosieren. Das wird ihr dann die Kraft geben sich nach und nach auch selber aus dem dunklen Loch der dunklen Stimmung zu kommen.


    Das andere scheint aber auch zu sein, dass sie generell keine gute Einstellung zu sich und ihrem Körper hat. Wer sich selber liebt, der liebt auch seine Mitmenschen und seine Umgebung. Dass du ihr immer wieder bestätigtst, dass sie für die tollste Frau ist, ist in dieser Hinsicht genau richtig. Dies und das B12 und D3 als Anschubhilfe.


    Und noch was. Deine Frau ist in der Depression. Es ist ihre Depression. Du darfst trotzdem glücklich sein. Du mußt dich nicht mitrunterziehen lassen. Um es mal bildlich zu sagen, wenn einer in den Brunnen gefallen ist, nützt es gar nichts, wenn er den anderen auch noch reinzieht. Der andere muß draußen bleiben um Demjenigen im Brunnen ein Seil, eine Leiter runterlassen zu können. D.h. du kannst alles tun, was dich glücklich macht ohne schlechtes Gewissen deiner Frau gegenüber. Wahrscheinlich würde es dir auch nicht schaden, wenn du das B12 und D3 auch nimmst. Einfach damit auch einen gewissen Puffer bekommst um mit der negativen Stimmung deiner Frau besser umzugehen.

    Vitam D gibt es als Tropfen (eigentlich ein Öl), das kann man drunter mischen und kaum überdosieren. Kostet das Fläschen ca. 4 € in der Apotheke. Vitamin B kriegt man bei deutlich zu wenig im Blut als Spritze.


    Und Depression ist meist nur "komisch" funktionierende Hirnchemie.... also irgendwie auch körperlich.


    Zu welchem Arzt: der Hausarzt schreibt mal eine Überweisung zum Spezialisten mit Verdacht auf "xyz". Vielleicht käme sie mit der Diagnose "burn out" besser zu recht? Ist eigentlich auch "nur" eine Überlastungsdepression, aber heutzutage wesentlich anerkannter.

    Vitam D gibt es als Tropfen (eigentlich ein Öl), das kann man drunter mischen und kaum überdosieren. Kostet das Fläschen ca. 4 € in der Apotheke. Vitamin B kriegt man bei deutlich zu wenig im Blut als Spritze.


    Und Depression ist meist nur "komisch" funktionierende Hirnchemie.... also irgendwie auch körperlich.


    Zu welchem Arzt: der Hausarzt schreibt mal eine Überweisung zum Spezialisten mit Verdacht auf "xyz". Vielleicht käme sie mit der Diagnose "burn out" besser zu recht? Ist eigentlich auch "nur" eine Überlastungsdepression, aber heutzutage wesentlich anerkannter.

    Zitat

    Sie hat quasi seit dem Winter einen Dauerschnupfen, der v. a. nachts sehr nervt. Dazu hat sie öfter mal Kopf- und/oder Gliederschmerzen, ist oft schlapp und übermüdet, obwohl sie eigentlich ausreichend schläft.

    Das klingt nach geschwächtem Immunsystem (u.U. verbunden mit einer Depression). Das Immunsystem kann bei ihr aufgrund psychischer und physischer Überforderung verbunden u.U. mit wenig erholsamen Schlaf und schlechter Ernährung geschwächt sein. Ich vermute, dass sie eine Auszeit benötigt. Vor allem benötigt sie eine kräftige Unterstützung dabei, öfter mal "egal" zu sagen.

    Zitat

    Im Garten sprießt das Unkraut? --> Beim Nachbarn wächst das Unkraut nicht so schnell. Nur bei uns ist das so schlimm!

    Z.B. würde ich ihr hier mal sagen: "Lass' das Kraut wachsen- ist nicht nur gut für die Bienen" ...


    Alle nicht dringend notwendigen Arbeiten sollte sie sein lassen, keine Perfektion anstreben ....


    Lasse sie 20 mal am Tag laut sagen: "Das ist doch egal" (nein, das meine ich nicht nur aus Spaß!)


    Und du solltest deiner Frau auch mal deutlicher zu verstehen geben, dass dich ihr Verhalten stört und du auch Belastbarkeitsgrenzen hast- wenn sie ihre pessimistische Ader nicht abzustellen vermag, gefährdet sie irgendwann die Beziehung- sie muss was tun- solange sie all ihren Frust bei dir abladen kann, wird sie nichts ändern- mache ihr deutlich, dass du kein Psychologe bist und dich auch dazu nicht berufen fühlst.

    Hallo Alias,


    auch ich möchte Dir gerne schreiben, was ich zu Deiner Situation denke. Eventuell ziehst Du ja etwas hilfreiches daraus.


    Ob Deine Frau einfach nur eine negative Phase hat, eine ernsthafte Depression entwickelt, oder gar etwas körperliches dahinter steckt vermag ich nicht zu beurteilen. Dazu hast Du ja auch schon einige Spekulationen und Ideen hier bekommen.


    Weißt Du, es ehrt Dich, dass Du versuchst Deiner Frau zu helfen, ihr immer zuhörst, Dinge abnimmst, ihr Gejammer immer in immer wieder als Gegenüber erträgst.


    Ist Deiner Frau eigentlich bewusst wie es Dir damit geht?


    Hast Du Dich mitgeteilt? Deine Grenzen aufgezeigt?


    Du kannst sie nicht ändern, heilen oder wieder zurück verwandeln. Ich denke das hast Du schon genug versucht. Eure Welt scheint sich nurmehr um sie zu drehen. Das hält keine Partnerschaft lange aus.


    Sag ihr wie es Dir geht! Offen und deutlich.


    Man kann nur immer sich (respektive sein eigenes Verhalten) ändern - andere nie.

    @ :)

    Zitat

    Vielleicht bist Du auch zu lieb. Du passt Dich ihr immer an und bist gefällig und hilfst.

    Das ist ne schwierige Kiste, eine wirklich depressive Person reagiert auf übermäßigen Druck dann eher mit Resignation und Selbstaufgabe.


    Mann042 hat das Beispiel mit dem Brunnen gebracht. Jetzt einfach nur in den Brunnen zu rufen: "Kletter doch rauf, sonst geh ich weg." bringt nix.


    So wird es was: sie braucht Kraft, das Seil festzuhalten, dass sie zugeworfen bekommt. Und oben braucht es jemanden der zieht (die sollten sich auch mal abwechseln!). Und parallel sollte sie schauen, dass sie mit den Füßen es den Ziehenden so leicht wie möglich macht anstatt wie ein nasser Sack da an dem Seil zu hängen.


    Ich sehe die Hilfe darin, dass Alias weitere HelferInnen braucht. Freundinnen der Frau, vielleicht auch mal eine Haushaltshilfe, Großeltern, Kindergarten für die Kids, evt. Psychotherapie, worauf sich die Frau einlassen sollte. Die ziehen dann mit. Und Alias' Frau muss die Bedeutung bewusst werden, die sie hat: Hilfe annehmen und es den Helfern leicht machen und auch mal ein Stück selbst klettern. Ihren Teil beitragen. Ich finde, in diesem sprachlichen Bild verteilt sich die Verantwortung besser.


    Und Alias sollte sich ganz bewusst seine Auszeiten vom Ziehen nehmen, so großzügig dass er jedes neue Ziehen nicht mehr als Last, sondern wieder als etwas erlebt, wo er Anerkennung bekommt. Und wo er auch mal sieht: Ja, auch sie ist ein Stück hochgeklettert. Das fand ich gut ausgedrückt:

    Zitat

    Du darfst trotzdem glücklich sein. Du mußt dich nicht mitrunterziehen lassen. Um es mal bildlich zu sagen, wenn einer in den Brunnen gefallen ist, nützt es gar nichts, wenn er den anderen auch noch reinzieht. Der andere muß draußen bleiben um Demjenigen im Brunnen ein Seil, eine Leiter runterlassen zu können. D.h. du kannst alles tun, was dich glücklich macht ohne schlechtes Gewissen deiner Frau gegenüber.

    Ich würde da unbedingt an der Schilddrüse nochmal nachprüfen ... das Kind ist scheinbar noch sehr klein, eine Schilddrüsenunterfunktion tritt gerne nach einer Schwangerschaft auf. Gelenkschmerzen und Müdigkeit sind ebenfalls ein wichtiges Symptom.

    sie sollte therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, denn das was du beschreibst können auch histrionische Persönlichkeitszüge sein, die sich nun in einer Depression manifestieren.


    und das ließe sich langsam aber gut behandeln.

    Ich schließe mich den Vorgängern zum großen Teil an. Fände es auch wichtig wichtige Vitamine und Mineralstoffe mal checken zu lassen. B12, Vit. D, Ferretin aber auch Selen und Zink.


    Selenmangel (Hormonsystem und Immunsystem) kann man selbst leicht beheben, indem man jeden Tag einen Esslöffel Kokosflocken isst, vielleicht in Joghurt ect. eingerührt. Viele Menschen haben hier Mängel.


    Vielleicht kann deine Frau auch hin und wieder ein Stück Kalbsleber essen.

    @ Hallo Alias *:)

    Wäre eine Mutter-Kind-Kur was für deine Frau? Vieleicht kann sie eine solche Hilfe annehmen? Denn solche Kuren sind doch genau für solche Familien-Situationen wie du sie beschreibst.


    http://www.kur.org/


    http://www.mutter-kind.de/Voraussetzungen.aspx


    Ich wünsche euch alles Gute und hoffe deine Familie zerbricht nicht an dieser Prüfung.


    :)* :)* :)*

    Hallo Alias

    Auch für mich klingt das nach einer Depression. Nur nutzen die Behandlungsvorschläge wenig, wenn deine Frau sich einer Behandlung weitgehend verweigert. Menschen, die durch die Meinungsbildung und Außeneinflüsse im Laufe ihres Lebens zu dem Schluss gekommen sind "Psychische Erkrankungen gibt es nicht, die stellen sich nur an und lassen sich hängen", neigen logischerweise dazu, eine eigene psychische Erkrankung auszuschließen. Das ist leider eine weit verbreitete Einstellung und deine Frau scheint so zu denken.

    Zitat

    Sie sieht eine Depression, oder generell psychische Probleme, eher als Schwäche und möchte sich daher überhaupt nicht damit auseinander setzen.

    Mein Ansatz geht also dahin, sie zunächst einmal nicht mehr zu beschwichtigen, sondern genau das Gegenteil zu tun

    Zitat

    Ich hole sie dann, so gut es geht, wieder aus ihrem Loch heraus und versuche, mit guten Worten und Erklärungen die Ängste und negativen Gedanken zu zerstreuen. Das klappt mal gut und mal weniger gut, je nachdem, wie tief das Loch ist. Leider nervt es aber zunehmend, sie täglich irgendwo rausholen zu müssen.

    Und dieses "Nerven" wird ihr sicher nicht verborgen bleiben.

    Zitat

    Sie verlässt sich einfach darauf, dass ich sie immer wieder aufbaue und in die richtige Richtung schubse.

    All diese Aktionen haben den Hintergrund, ihre Gefühle zu verharmlosen, zu beschwichtigen und zu sagen "Aber es ist doch alles gut". Das wird immer weniger gelingen, je schlechter sie sich fühlt. Denn im Unbewussten führt es dazu, dass sie ihre Gefühle nicht ernst genommen fühlt. Und die sind nun mal da. Man kann Gefühle nicht wegfühlen. Sie legt also bildlich noch eine Schüppe drauf, damit endlich klar wird, dass es ihr wirklich schlecht geht. Und das ist auch so, es geht ihr wirklich schlecht.


    Beispiel: Wenn jemand am Beginn eines langen Tunnels in Panik verfällt, dann ist diese Panik echt. Dein Ansatz geht dahin zu sagen: "Schau mal, da hinten ist doch schon das Licht!" und so lange zu reden, bis der Tunnel am Ende ist. Diese Methode ist beliebt und funktioniert auch oft. Aber deshalb ist die Panik trotzdem vorhanden, und das Beschwichtigen führt dazu, dass der Betroffene sich nicht ernst genommen fühlt. Denn die tausend Tonnen Gestein über ihr sind da, sie stellt sie sich vor, die ganze Zeit, wo er redet, den möglichen Wassereinbruch, das herabstürzende Gestein - und sucht nach Worten, ihm die schrecklichen Panikgefühle zu vermitteln.


    Ich komme jetzt zum Lösungsansatz.


    Der läge darin, lieber Alias, dass du genau das Gegenteil von dem tust wie bisher. Wenn du dazu bereit bist, könntest du also bei der nächsten Attacke einmal mit der Frage starten "Ist das wirklich so? Geht es dir wirklich so schlecht??" und sie dadurch dazu bewegen, weiter in ihre Gefühle hinein zu gehen, statt sie zu beschwichtigen. Um im Beispielbild zu bleiben, tröstest du sie also nicht mit dem Licht am Ende des Tunnels. Sondern du hältst an oder fährst langsamer und lässt dir von ihr zeigen, wovor sie denn nun Angst hat, was es ist in diesem Tunnel und lässt sie so in ihre Gefühle hinein gehen


    Wenn sie das tut und dich auf dem Weg mitnehmen möchte, wenn sie also mal alles wirklich genau schildern will, wie schlecht es ihr geht und wie tief das Loch ist, in dem sie sich gefangen fühlt, dann kehren sich die Verhältnisse vermutlich um.


    Diese neue Situation bedeutet dann ja, dass nicht nur sie ein Problem hat, sondern auch du. Denn du erkennst staunend – und sagst ihr das auch mit deinen Worten – dass das ja wohl wirklich alles sehr ernst ist und es ihr wirklich sehr schlecht geht. Damit wird klar, dass ihr ein gemeinsames Problem habt, ein Problem, dass euch beiden und eure Kinder mit beeinflusst. Und das ist ja kein Fake, es stimmt ja längst, es wird nur beschwichtigt.


    Der Weg in die Tiefe des Lochs, das sie empfindet, erzeugt dann endlich auch bei deiner Frau einen Leidensdruck, der dazu führen kann, endlich eine kompetentere Hilfe anzunehmen, einen Arzt aufzusuchen, einen Therapeuten, sich vielleicht Antidepressiva verschreiben zu lassen. Wegen ihrer schlechten Meinung von psychisch kranken Menschen ist der hier schon geäußerte Diagnoseversuch "Burn Out" vermutlich der beste Weg. Du kannst also mit ihr zusammen heraus finden, dass sie ausgebrannt ist, dass sie sich zu viel zugemutet hat und mit dem, was und wie sie das immer lösen wollte, letztlich überfordert war.


    Diese Zustimmung ist für sie Neuland und sie ist kein Automat. Es kann also gut sein, dass nun sie zunächst selber versucht, das zu verharmlosen. Aber trotzdem halte ich das für den besseren Weg als nun in trauter Zweisamkeit mit ihr zusammen auszubrennen – oder gar konkret über eine Trennung nachzudenken. Mit ihr zusammen einzutauchen in die ganze Schwere ihrer Gefühle und dann mit ihr zusammen nach Lösungen zu suchen. Das kann damit beginnen, sie selber zu fragen: "Was machen wir denn jetzt, wenn das wirklich alles so schlimm ist, ich habe bisher immer geglaubt, das geht schon wieder!" – sie also auch selber nach Lösungen suchen zu lassen. Das ist neu, das war bisher deine Aufgabe. Jetzt ist es zunächst ihre Aufgabe und du bietest ihr dann natürlich auch deine Unterstützung an. Aber anders als bisher.


    All das kann natürlich dazu führen, dass auch du dich überfordert fühlst und Hilfe brauchst. Aber das sehe ich sowieso schon so. der Gedanke, dass sie sich endlich einen kompetenten Helfer sucht, wäre für dich eher erleichternd.


    Vielleicht hilft dir dieser Gedanke etwas.

    Ja unbedingt Schilddrüse prüfen lassen und beim Frauenarzt den Hormonstatus.


    Eine schwangerschaft ist ja kein Pappenstiel vielleicht hat das Hormonsystem einen Knacks.


    Zusätzlich würde ich noch empfehlen einen Allergietest beim Arzt zu machen.


    Wegen dem Schnupfen. (Auch Histamin)


    und ein großes Blutbild mit allen Nährstoffwerten.


    Das kann alles wieder werden! Kopf hoch :)^

    Hallo alle miteinander,


    herzlichen Dank für all Eure Ausführungen, Tipps und lieben Worte.


    Das tut sehr gut! :)^


    Ich habe dadurch wieder Hoffnung geschöpft, dass sich das Ganze wieder zum Guten wenden kann.


    Ich bin heute und vermutlich auch morgen beruflich sehr eingespannt, daher kann ich aktuell leider nicht ausführlich antworten.


    Das hole ich aber sehr bald nach!


    Nochmals herzlichen Dank und bis morgen/übermorgen! *:)

    Ich finde es nicht gut, dass deiner Frau hier eine Depression diagnostiziert wird, ohne sie oder die genauen Umstände zu kennen.

    Klingt nicht danach, dass sie zurzeit glücklich ist. Keine berufliche Perspektive, finanzielle Abhängigkeit, unzufrieden mit dem Aussehen und vielleicht gelangweilt und/oder überfordert. Nur weil man unzufrieden ist, ist man nicht direkt depressiv. Wichtig ist hier erst mal in Erfahrung zu bringen, was sie tatsächlich stört, was sie gerne ändern möchte und wie man das realisieren kann. Das lässt sich nicht unbedingt leicht herausfinden. Vor allem nicht zwischen Tür und Angel. Nehmt euch mal etwas Zeit ohne die Kinder und versucht ein paar Antworten zu finden. Die vorgeschlagene Kur ist dann eine Möglichkeit, das noch weiter zu vertiefen.

    @ Alle

    Nochmals vielen Dank an Euch. Ich hatte nun Zeit, mir alles genau durchzulesen.


    Nach den vielen Tipps, Vermutungen und Beispielen von Euch, hab ich für mich ein kleines Fazit gezogen:


    dass meine Frau aktuell sehr unzufrieden mit der Gesamtsituation ist, ist mir klar.


    Ich glaube auch, die Gründe zu kennen. Das haben einige von Euch sehr gut erkannt: Aussehen, Gesundheit, (zeitweise) Überforderung durch Kids und Haushalt, berufliche Perspektive (ist aktuell quasi nicht vorhanden), zu wenig Zeit für sich selbst.


    Ich versuche, sie so gut wie möglich zu unterstützen, um diese lange Liste an Problemen zu verkleinern. Dafür stelle ich meine Bedürnisse zurück. Leider nimmt sie aber meine Hilfsangebote nur unzureichend an. Vielleicht, weil ihr die Kraft fehlt?


    Um bei dem wirklich tollen Beispiel mit dem Brunnen zu bleiben:


    ich werfe ihr ein Seil zu und bitte sie, sich gut festzuhalten. Dann ziehe ich. Sie lässt aber immer wieder los und beschwert sich, dass ich nicht so ziehe, wie sie es möchte. Ich ärgere mich darüber, dass sie losgelassen hat und dass ihr nicht in den Kram passt, wie ich ziehe. Sie soll doch froh sein, dass überhaupt jemand zieht.


    Aber dass ihr vielleicht schlicht und ergreifend die Kraft fehlt, sich so lange festzuhalten, bis sie oben ist, hab ich in der letzten Zeit etwas aus den Augen verloren. ":/


    Ob sie nun an einer Depression leidet oder nicht, vermag wohl niemand zu beurteilen. Ja, nichtmal ich kann das beurteilen, weil ich kein entsprechender Fachmann bin. Keine Angst (@gato), ich lasse mich da von niemanden beinflussen. Bin aber für alle Tipps und Ansichten von aussen sehr dankbar.


    Es kam u. a. der Tipp, dass ich meine Vermutungen als "Burnout" verpacken könnte. Das ist ja quasi die neue Volkskrankheit und ruft bei ihr vielleicht nicht diese Ablehnung hervor.


    Es ist ja nicht so, dass ich sie gegen ihren Willen in die Klinik einweisen lassen möchte. ;-) Es würde ja absolut ausreichen (v. a. in ihrem Interesse), wenn sie mal dahingehend von einem Fachmann untersucht würde.


    Sie ist ein wunderbarer Mensch. Eine tolle Mutter.


    Leider geht das seit vielen Monaten unter. Die Kinder wollen ihre alte Mama zurück und ich meine Frau. Von daher muss sich etwas tun.


    Wir haben gemeinsam Himmel und Hölle bereist. Uns voneinander entfernt und immer wieder gefunden. Es wäre schlimm, wenn diese sche*ß Situation nicht aufgelöst werden könnte und wir uns soweit voneinander entfernten, dass ein "Wiederfinden" nicht mehr möglich ist. Der Trend geht momentan leider da hin.


    Ich habe hier jedoch wertvolle Anregungen rausgezogen und wieder Hoffnung geschöpft, dass vielleicht doch wieder alles gut wird.


    Dafür danke ich Euch herzlich! *:)


    Als ersten (kleinen) Schritt, möchte ich ein gemeinsames Frühstück (ohne Kinder) für uns organisieren. Das wird nicht einfach, aber es ist nicht unmöglich.


    Dann halte ich es wie unser aller Kaiser Franz: "Schau ma mal." ;-)