• Plötzlich Fernbeziehung, komme nicht klar

    Hallo zusammen. Ich weiß, es gibt endlos viele Beiträge zu dem Thema, aber ich fühle mich grad wirklich schlecht. Ich habe seit einiger Zeit einen Freund und am Anfang haben wir uns jeden Tag gesehen und haben viel Zeit miteinander verbracht. Jetzt musste ich aufgrund meines Jobs in eine andere Stadt ziehen und habe mir dort auch eine Wohnung genommen,…
  • 85 Antworten

    Also unter der Woche ist jeder für sich, außer wenn ich eben mal spontan hinfahre. An den Wochenenden kommt er dann zu mir, da meist etwas mit Freunden ansteht, aber ab und zu sind wir an den Wochenenden auch bei ihm. Ja dann schlafen wir in seinem "Kinderzimmer". Es ist nicht so, dass wir mit seinen Eltern Ins Gehege kommen. Oft sehen wir uns nicht,weil sie oder wir unterwegs sind. Bisher brauchte er nicht ausziehen, weil seine Arbeit in der Nähe vom Elternhaus ist. Unsre Freunde fragen ihn auch schon, wann er denn mal vor hat auszuziehen, aber da kommt meist nur ein lachen von ihm...keine wirkliche antwort.

    @ Channel22

    Wenn Du nur ein Praktikum machst, ist das dann nicht ohnehin zeitlich begrenzt? Wär's dann nicht schlauer, die Zeit einfach durchzustehen, statt darauf zu warten/hoffen/drängen, dass Dein Freund zu Dir zieht?

    Auch wenn es keinen direkten Konflikt mit den Eltern gibt und ihr euch selten sehr, "Kinderzimmer" bleibt "Kinderzimmer" und es ist immer ein wenig komisch. Aber wie schonmal gesagt, ihn da raus drängen ist auch keine gute Idee. Am Ende bekommst du nur Vorwürfe zu hören, sei es weil ihm der neue Job nicht passt oder sei es weil er seine Freunde "zurücklassen" muss o.ä.


    Die Idee den Mann in ihm raus zu kitzeln find ich gut. Immer mal wieder Zeichen geben das dir unabhängige und selbstständige Typen gefallen und auch immer mal wieder vorschwärmen wie es wäre wenn ihr eine gemeinsame Wohnung hättet.


    Ich finde übrigens das so Sachen wie "50km pendeln ist zuweit" oder "Zuhause ist es billiger" nicht gelten. Gewisse Opfer muss man halt bringen und sei es das man ne halbe Stunde früher aufsteht oder am Ende vom Monat eben 200€ weniger auf die Seite legen kann. Natürlich immer unter der Voraussetzung das man sich dadurch nicht verschuldet, aber davon gehe ich mal nicht aus.

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    Bisher brauchte er nicht ausziehen, weil seine Arbeit in der Nähe vom Elternhaus ist.

    Das ist nun überhaupt kein Grund. Mein Sohn arbeitet nicht mal 1 km von uns entfernt. Trotzdem hat er sich nach Studienende eine eigene Wohnung gesucht, weil es zum Erwachsenwerden einfach dazugehört. Ich denke, dein Freund findet Hotel Mamma einfach nur bequem.


    Für eine Beziehung sollen Auszeiten ja ganz gut sein, aber wir können der Sache auch nichts abgewinnen. Die ersten 1-2 Tage sind immer die Schlimmsten, dann pegelt sich eine gewisse Routine ein.


    Für die Dienstreisen meines Mannes nehme ich mir immer ganz viele Arbeiten vor: putzen (ich habe schon ganze Putzorgien veranstaltet), jede Menge Korrespondenz erledigen, Geschenke kaufen, alles erledigen, was ich vorher bewusst liegen lasse, mache Überstunden… Aber seit die Kinder nicht mehr im Haus leben, gehen mir manchmal die Ideen aus.


    Mein Mann pendelt übrigens täglich 120 km pro Strecke. 50 km wären für mich absolut kein Grund für eine Fernbeziehung.

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    aber scheinbar wecke ich in ihm noch nicht die Sehnsucht

    Ich habe die Erfahrung gemacht. Männer sind da anders. Zum einen zeigen sie es nicht so, zum anderen können sie eher abschalten. Wir hatten unsere erste längere Zwangspause damals nach 3 Monaten Beziehung.


    Ich hatte manchmal den Eindruck, "aus den Augen, aus dem Sinn". Was aber überhaupt nicht gestimmt hat, wie ich an den Briefen gemerkt habe. Mein Mann kann nur alles andere ausblenden, wenn er mit einer Sache beschäftigt ist. Mir gelingt das nie.


    Gott sei Dank ist es heutzutage per E-Mail, Telefon und Co einfacher miteinander zu kommunizieren.

    Liebe Te,


    ich bin jetzt seit 2,5 Jahren mit meinem Freund zusammen und wir haben was Beziehungsarten angeht auch schon ne ganze Menge mitgenommen. Er ist nach knapp 10 Monaten Beziehung für ein halbes Jahr ins Ausland und in der Zeit haben wir nur einmal 3 Wochen gesehen, danach haben wir fast ein Jahr auf 38 qm quasi zusammengewohnt (also ich hatte mein WG Zimmer noch, war aber meistens bei ihm). Nun ist er vor 2 Monaten 600 km weit weg gezogen und wir müssen noch bis Ende des Jahres diese Entfernung überbrücken, bis ich dann zu ihm ziehe. Ich weiß also sehr gut, was da so alles an Eindrücken und Emotionen auf einen einprasselt und ja, es ist gerade am Anfang wirklich nicht einfach. ;-) Aber ich habe in der Zeit wirklich sehr viel über mich und meine Erwartungen an Beziehungen und meinen Partner gelernt.


    Mir hat es unheimlich geholfen, dieses Vermissen, die Sehnsucht als etwas bittersüßes anzunehmen. Ja es ist traurig, wenn man sich Aufwiedersehen sagen muss, wenn man Kummer hat und der eigene Freund einen nicht in den Arm nehmen kann, oder wenn man etwas ganz Tolles nicht unmittelbar teilen kann. Aber ich finde das auch irgendwo schön. Diese Vorfreude darauf, sich endlich wieder in die Arme zu schließen. Dass die Tage, die man zusammen verbringt dann was ganz Besonderes sind. Ich denke, das ist sehr wertvoll auch für später, wenn man dann wirklich einen gemeinsamen Alltag hat.


    Ihr seid ja nun auch erst ein halbes Jahr zusammen, das ist natürlich noch nicht sehr lang und gerade am Anfang haben viele noch mehr das Bedürfnis jede freie Minute miteinander verbringen zu wollen. Wenn ihr dem durch die Entfernung nicht einfach so nachgeben könnt, ist das natürlich erstmal schrecklich. Nichtsdestotrotz hattest du ja auch vor deinem Freund ein eigenes Leben und hast es auch jetzt noch. Somit auch schon vorher Dinge gehabt, die dich glücklich gemacht haben. Welche waren das? Gehst du denen noch nach? Wie gut kümmerst du dich selbst darum, dass es dir gut geht?

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    Allerdings redet er jetzt öfter davon, was er in meiner Wohnung verschönern will, was man noch für Möbel kaufen kann etc. Aber leider sind das nur Worte...keine Taten...

    Eines der wichtigsten Dinge, die ich gelernt habe insbesondere wenn es um Partnerschaften geht: Miss die Menschen nicht an dem was sie sagen, sondern an dem was sie tun, dann weißt du sehr schnell was Phase ist und ersparst dir mitunter viel Kopfzerbrechen und Enttäuschung.


    Zusammen mit dem was du sonst noch so geschrieben hast über deinen Freund: Ich denke, der hat einfach keinen Bock auszuziehen. Oder was heißt keinen Bock...vermutlich stellt er sich das ganz schön vor mit dir zusammenzuwohnen, aber soooo unbedingt, dass er dafür mal den Arsch hochbekommt und sich nen neuen Job bei dir sucht, will er das dann doch nicht. ;-) Auch wenn du das natürlich nicht hören willst, aber seine Prioritäten liegen offensichtlich woanders.


    Ich seh so konkret ehrlich gesagt keine Lösungsmöglichkeiten. Ich nehme an, du hast ihm mitgeteilt was du dir wünscht und wie du dir die gemeinsame Zukunft vorstellst. Und er zeigt dir durch sein Verhalten, dass er eigentlich so schnell gar nichts verändern möchte, auch wenn er was anderes behauptet.


    Dir bleibt mMn erstmal nur das so hinzunehmen und zu warten bis er von sich aus zu dir ziehen will. Und dann auch was tut. Aber sonst. ":/ Irgendwelche Hintenrum-Aktionen a la über Freunde, die noch zu Hause wohnen zu lästern oder vorschwärmen, wie sehr man auf richtige Männer steht... Hm, ich weiß nicht so ganz was das bringen soll. :-/

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    Mein Mann pendelt übrigens täglich 120 km pro Strecke.

    Wow, das ist echt wahnsinn. Aber wenn das für euch so passt, wieso nicht?! Ich persönlich finde das schon echt weit zum pendeln. Da ich ja mit Bus und Bahn unterwegs bin kommt es mir gleich noch weiter vor. Die 50km bei mir sind auch 1,5h Fahr- und Anschlusswartezeit.

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    Zum einen zeigen sie es nicht so, zum anderen können sie eher abschalten.

    Das möchte ich auch gerne können. Aber irgendwie schwirrt mir immer viel zu viel im Kopf rum.

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    Somit auch schon vorher Dinge gehabt, die dich glücklich gemacht haben.

    Natürlich mach ich das, aber zur Zeit bin ich mit meinen Gedanken fast immer nur bei ihm. Ich treff mich viel mit Freunden, ich backe und fahre gerne inlineskates... Mir geht es dabei schon gut, nur erfüllt es mich momentan einfach nicht so, wie vorher. So nach dem Motto "Ohne dich ist alles doof". ;-D


    Ich habe am Mittwoch Abend nochmal mit ihm darüber gesprochen, dass ich unsere derzeitige Wohnsituation schrecklich finde und als er gestern spontan zu mir kam, zeigt mir, dass er sich wirklich Gedanken macht. Ich werd einfach mal noch ein bisschen abwarten. Vielleicht brauchte er mal so ein Gespräch, um zu erkennen, wie schlecht es mir damit geht. Vielleicht braucht er selbst Zeit, um sich darüber klar zu werden, dass er langsam doch erwachsen wird.


    Ich danke euch für die vielen Ratschläge und Meinungen. Darüber zu reden, macht das ganze für mich ein wenig erträglicher. Und das andere viel größere Entfernungen überbrücken können gibt mir Mut. Danke @:)

    Hallo ihr Lieben...ich muss mich mal wieder zu Wort melden. In den letzten Wochen waren wir fast jeden Tag zusammen. Das lag aber hauptsächlich daran, dass ich doch fast alles so arrangiert habe, dass ich zu ihm fahren konnte und wir auch zwei Wochen Urlaub hatten.


    Nun ist irgendwie ein Problem aufgetaucht, was ich nicht ganz verstehe, deshalb möchte ich euch um Rat fragen:


    Ich hatte mit ihm die Woche geplant und abgesprochen,dass ich in meiner Wohnung zu bleibe, weil ich nachmittags einiges zu tun habe. Nun hatte es sich Dienstag spontan ergeben, dass ich doch zu ihm bin und ich hatte das Gefühl, dass er sich gar nicht freut. Habe das auch gleich angesprochen, aber er meinte, dass er sich gern bei mir habe, aber das auch mal jeder was für sich machen sollte. Seit gestern bin ich also allein und es ist komplette Funktstille... ich verstehe das nicht.


    Freunde haben mir geraten, ich solle mir nicht immer so viele Gedanken machen und mich ablenken. Das tu ich ja auch, aber wieso sagt er auf der einen Seite, dass er mich bei sich haben will und auf der anderen Seite scheint er mich nicht zu vermissen.


    Sorry ich bin so durcheinander.... ??? :-(

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    Ich hatte mit ihm die Woche geplant und abgesprochen,dass ich in meiner Wohnung zu bleibe, weil ich nachmittags einiges zu tun habe. Nun hatte es sich Dienstag spontan ergeben, dass ich doch zu ihm bin und ich hatte das Gefühl, dass er sich gar nicht freut. Habe das auch gleich angesprochen, aber er meinte, dass er sich gern bei mir habe, aber das auch mal jeder was für sich machen sollte.

    hatte er denn vielleicht etwas anderes geplant?

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    In den letzten Wochen waren wir fast jeden Tag zusammen.

    das ist eben einfach nicht jedermanns Sache. Sich über Wochen und Monate jeden Tag zu sehen-vielleicht will er ja wirklich auch ein wenig "eigenes Leben" haben-was grundsätzlich ja auch eher gesund ist.

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    Seit gestern bin ich also allein und es ist komplette Funktstille... ich verstehe das nicht.

    Das sind keine 24 Stunden, das finde ich jetzt nicht so tragisch.

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    hatte er denn vielleicht etwas anderes geplant

    wenn zocken zur Planung zählt, dann ja.


    Ich weiß dass ich etwas zu überschwinglich mit meiner Liebe bin... Vermiss ihn sehr schnell und kann schlecht allein sein. Aber ich hatte mit ihm mal besprochen, dass er mir auch grade, wenn wir uns nicht sehen, ein bisschen Sicherheit geben soll. Da hat er auch zugestimmt. Verlang ich da zu viel von ihm?


    Doch es sind schon über 24 stunden...

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    Aber ich hatte mit ihm mal besprochen, dass er mir auch grade, wenn wir uns nicht sehen, ein bisschen Sicherheit geben soll. Da hat er auch zugestimmt. Verlang ich da zu viel von ihm?

    mhhh, jeder Mensch ist da anders. Ich würde nicht wollen, dass mein Partner mir täglich (mehrfach?) schreiben/anrufen soll, wenn er es nicht selbst von Herzen will. Wenn man schon einige Zeit zusammen ist, finde ich es persönlich nicht tragisch, mal einen Tag nichts von einander zu hören. aber du kennst ihn besser und spürst vermutlich auch Schwingungen/Stimmungen besser. Dass er sich wenn ihr euch täglich gesehen habt in den letten Wochen nicht überschwengliche Freude zeigt, wenn du am ca 20ten oder 30ten Tag hintereinander vor der Tür stehst, finde ich völlig normal, und ein Ansprechen

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    Nun hatte es sich Dienstag spontan ergeben, dass ich doch zu ihm bin und ich hatte das Gefühl, dass er sich gar nicht freut. Habe das auch gleich angesprochen,

    hebt die Stimmung auch nicht.


    Ich denke, du konzentrierst dich zu sehr auf deine Bedürfnisse, ohne seine dabei zu sehen. Auch wenn es für dich "nur zocken" / sinnlose Zeitverschwendung ist, vielleicht war es aber genau das, was er eben machen wollte. Hat er das Bedürfnis, dich jeden Tag zu sehen? Braucht er diesen ständigen Kontakt, oder ist es das, was du brauchst und von ihm erwartest?

    Channel22

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    Aber ich hatte mit ihm mal besprochen, dass er mir auch grade, wenn wir uns nicht sehen, ein bisschen Sicherheit geben soll. Da hat er auch zugestimmt. Verlang ich da zu viel von ihm?

    Was meinst du mit "bisschen Sicherheit geben"? Du selber scheinst dir ja recht wenig Sicherheit zu geben, wenn du nach 24 Stunden schon so verunsichert bist und "nicht verstehst".

    Ich weiß nicht, was falsch daran ist ihn jeden Tag sehen zu wollen. Er braucht es scheinbar nicht und das macht mich ehrlich gesagt traurig. Ich will nicht tagelang warten bis er sich mal meldet oder sagt, dass er mich jetz sehen will und ich dann springe. (auch wenn ich sehnsüchtig drauf warte) was ist so schlimm daran, einmal am Tag zu fragen, wie es mir geht? Ich interessier nich doch auch für ihn. Wieso nicht umgekehrt? Ich hab schon überlegt, ob ich mir ein Hobby zulege, damit ich wenigstens ein bisschen Ablenkung habe, aber mir fällt keins ein, wofür ich mich auf Dauer begeistern kann. Klar möchte ich ihm Freiraum geben, aber ohne die Ungewissheit, wann ich wieder zu ihm kann...