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    Die meisten - nicht alle - Paare verfolgen ab einem bestimmten Punkt das Alltagsziel gemeinsame Wohnung.

    Ja, aber ich wage mal sehr zu bezweifeln, dass irgendein Paar, sein Paar-Sein am Zeitpunkt des Zusammenziehens oder am Zeitpunkt, der Entscheidung, zusammen ziehen zu wollen, festzumachen. ;-) Insofern kann das Zusammenwohnen nicht konstituierend für's Paar-Sein sein.

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    Das hierzu schriftlich rechtsbindende Commitment ist entweder ein Mietvertrag oder ein Kaufvertrag der beide als gleichberechtigte Parteien einbezieht mit dem Ziel eine gemeinsame Bleibe auszustatten.

    Man kann auch einfach so zusammenziehen. Dafür braucht es weder einen gemeinsamen Mietvertrag noch gemeinsames Eigentum. Ja, das ist dann auf eine Art weniger verbindlich (weil leichter wieder aufzulösen), aber es geht.

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    Aus diesem Commitment heraus entstehen gemeinsame Synergieeffekte.

    Hmm, Synergieeffekte sind für mich eigentlich eher ein Begriff aus dem Wirtschaftsleben, das ich nicht auf private Beziehungen anwenden würde. Aber gut, ich weiß, was du meinst. Da gilt es aber folgendes zu Bedenken: Je stärker diese Synergieeffekte gibt, desto stärker steht in Frage, ob die Entscheidung zum zusammenziehen überhaupt etwas damit zu tun hat, dass eine höhere "Paar-Qualität" angestrebt wird. ;-) Viele ziehen auch einfach zusammen, weil sie so viel Geld sparen. Das sagt dann doch nicht zwangsläufig etwas über die Qualität der Beziehung aus... Man könnte sogar sagen: Es spricht erst eindeutig für die Beziehung, wenn zusätzliche KOSTEN in Kauf genommen werden, um den Mehrwert des Zusammenwohnens zu bekommen. (Das ist aber selten, weil es normalerweise ja Geld spart.

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    Ja - als Paar kann man ja mehrere Phasen durchlaufen bis man eins wird.

    Und bevor es gemeinsame Ziele gibt, ist man deiner Meinung nach noch kein Paar?

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    Wenn Commitment während es da ist, nicht praktisch umgesetzt wird bringt natürlich nix. Wenns praktisch umgesetzt wird kann man sich aufeinander verlassen und hat große Synergieeffekte im Alltag.

    Ob man sich auf jemanden verlassen kann, hängt m.E. eher von dessen Charakter ab, als von irgendwas anderem. Dazu braucht es nicht unbedingt ein explizites Commitment.

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    Wenn Du Deine Entscheidung die Einfluss auf die Beziehung haben in einer Beziehung alleine triffst löst Du eben aktiv Dein Commitment zur Beziehung und ggf hast Du dann ab einem bestimmten Punkt keine mehr, je nachdem wie der Partner das sieht.

    Das ist eine Interpretation bzw. Möglichkeit. Man kann es aber auch so sehen, dass eine berufliche Entscheidung einfach jedem Beziehungspartner selbst obliegt und sowieso jeder die beziehungsrelevanten Aspekte mitbedenkt und in seine Entscheidung miteinbezieht.

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    Von einem Freund kannst Du nicht verlangen dass er Karriereplanung mit Dir abspricht -

    Das würde ich auch von einem Partner keinesfalls verlangen! Ich stehe jederzeit beratend zur Verfügung, aber ich verlange sicher nicht, das berufliche Entscheidungen mit mir abgesprochen werden MÜSSEN. :|N Erst wenn man gemeinsame Kinder hat und es um die Zeit mit den Kindern geht, wird das auch für meine Begriffe ein Thema, das Absprachen erfordert.

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    Für mich wäre eine so vereinbarte Freundschaft, wo ich den anderen bei meinen zentralen Lebensentscheidungen vorher konsultieren muss und ich dem ein Vetorecht einräume eben wieder eine Paarbeziehung und nicht mehr "nur" eine Freundschaft.

    Ein Vetorecht passt für mich in eine Geschäftsbeziehung. In einer Liebesbeziehung passt das für mich nicht zu dem Umgang, den ich da miteinander haben wollen würde.

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    Ja, aber ich wage mal sehr zu bezweifeln, dass irgendein Paar, sein Paar-Sein am Zeitpunkt des Zusammenziehens oder am Zeitpunkt, der Entscheidung, zusammen ziehen zu wollen, festzumachen.

    Ich schon. Das gemeinsame Leben ist für mich das Entscheidende, was den Unterschied zu einer Affäre oder Freundschaft ausmacht.

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    Und bevor es gemeinsame Ziele gibt, ist man deiner Meinung nach noch kein Paar?

    Ganz genau.

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    Und bevor es gemeinsame Ziele gibt, ist man deiner Meinung nach noch kein Paar?

    Ganz genau.

    Dann gibt es aber verdammt viele Nicht-Paare. ;-D Wer sagt denen jetzt allen Bescheid, dass sie eigentlich nur Freundschaft+ sind und nicht das Recht haben, sich als Paar zu sehen?! ":/ ;-D Kommt sicher super an: "Du, Schatz, wir sind zwar schon sein 5 Jahren zusammen, aber lt. med1-Usern X & Y sind wir gar kein Paar." ;-D

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    Wenn sich beide zusammen als Paar fühlen wollen sind sie eins egal ob die anderen oder med1 User das so sehen oder nicht. Es gibt hier keine zu vergebenden "Rechte" auf Begrifflichkeiten. Es gibt nur weiterentwicklungsfähige Definitionen, die als Diskussionsgrundlagen dienen von denen sich ein individuelles Paar dann abheben kann oder auch nicht. Solange beide ähnliches empfinden und gleiches wollen ist der Begriff wurscht. Ich würde auch nie behaupten eine Paarbeziehung wäre per Definition glücklicher oder immer von Commitment getragen während eine Freundschaft+ das nie sei. Das ist nicht pauschalierbar. Es gibt alle Formen und die Begriffe muss keiner wertend sehen. Kann man natürlich wenn man will. Wem diese Begriffe nicht helfen, der kann sie ja einfach links liegen lassen.


    Wer z.B. eine monogame Beziehung sucht braucht ja nichts von den anderen Begrifflichkeiten ausser in dem Sinn, dass wenn einer damit ankommt und was derartiges vorschlägt der monogame Beziehungemensch eben gleich: "Danke aber nein Danke" sagen kann.


    Schwierig wirds doch erst dann wenn einer meint, dass er ein Teil eines Paars ist und der andere das bei genauerer Betrachtung eigentlich eher unverbindlich sieht, was möglicherweise erst rauskommt wenn letzterer danach handelt, wenns nicht angesprochen wurde.


    Das passiert doch öfter in Beziehungsentstehungsphasen wenns nicht wirklich passt: Einer meint man wäre "schon zusammen" und der andere agiert noch "wie solo". Spätestens durch Diskussionen um den "Status" kann man eben auch als Paar rausbekommen, ob man da tatsächlich auf einer Wellenlänge liegt oder ob da eigentlich sehr unterschiedliche Vorstellungen da sind und die Beziehungsgrundlage auf der Nummer 1 Commitment aufbauen will eine Illusion ist. Welche Begriffe man selbst braucht um eigene Bedürfnisse deutlich zu machen bleibt jedem selbst überlassen. Sicher - wenn man diesen Part erfolgreich nonverbal löst und so gut löst das beide wirklich auf demselben Trip sind: 1A! Solls ja auch geben.

    Lola

    Da habe ich doch glatt "..für mich oder nach meiner Meinung" vergessen. Wie dumm von mir und das nach alle den Jahren med1!! Diese Wörtchen dürfen doch in keinem noch so kleinen Beitrag eines Beitrags fehlen!

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    Da habe ich doch glatt "..für mich oder nach meiner Meinung" vergessen.

    Keine Sorge, das schaffe ich schon, mir das dazu zu denken. ;-) Aber ich hätte auch mit dieser Ergänzung ähnlich reagiert, denn das ändert ja nichts an deiner Aussage bzw. Ansicht diesbezüglich.


    Ich bin nicht so "planerisch veranlagt" könnte man sagen, deshalb wundert es mich eben, wie wichtig manchen gemeinsame Ziele zu sein scheinen. ":/


    Mir sind gemeinsame Werte und dass man zusammenpasst z.B. viel wichtiger. Gemeinsame Ziele und Pläne können auch Paare haben, die hinten und vorne nicht zusammenpassen und sich dauernd streiten. ":/