• Problem mit meiner Freundin

    Hallo erst einmal, Ich bin seit gut anderhalb Jahren mit meiner Freundin zusammen und ich muss sagen, bei mir war es Liebe auf den ersten Blick. Ich hab sie gesehen und wollte sie haben - das ist bei mir so gut wie nie der Fall. Ich habe einige Frauen davor gedatet, aber keine hat mir so zugesagt und ich war echt happy, als ich feststellte, dass sie auch…
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    Es gibt auch Persönlichkeitsstörungen, bei denen allein der theoretische Gedanke an eine eigene Persönlichkeitsstörung zu Aggression bis Gewalt führt.


    ("Wie, du sagst ich wäre aggressiv? Ich schlage dich!")


    P.S.: Hoffnung auf Besserung ist keine Basis für eine Beziehung. Da macht man Schluss und gut ist.

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    Sie sieht es ein oder sie setzt es auch um?

    Ich glaube ihr, dass sie es einsieht, allerdings wenn sie sich wieder wirklich hintergangen fühlt, vergisst sie das schnell und reagiert wieder sehr impulsiv.


    Ich muss an dem Punkt auch gestehen, dass ich sie tatsächlich schon das eine oder andere Mal angelogen habe... Wissen tut sie das allerdings nicht, sonst würde sie mir mein Leben zur Hölle machen.

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    Sicher ist, dass du ein psychisches Problem durch "Bleiben" nicht heilen oder besser kannst.

    Ich würde es dann auch nicht heilen wollen, sondern nur unterstützen. Ich meine eine psychische Erkrankung ist auch eine ganz normale Krankheit und da kann ich doch nicht abhauen? Das könnte ich moralisch nicht mit mir vereinbaren, schon gar nicht, wenn ich die Person doch liebe. Das ich mir nicht alles gefallen lassen muss ist klar, aber für mich hätte das mit Egoismus zu tun, wenn ich sie dann deswegen verlasse. Anders wäre es natürlich, wenn sie mir sagt, dass ich gehen soll, dann würde ich ihr auch nicht hinterherlaufen.


    Danke für eure Meinungen!

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    Ich meine eine psychische Erkrankung ist auch eine ganz normale Krankheit und da kann ich doch nicht abhauen?

    JAIN, je nach Erkrankung sollte man als Partner eine sehr stabile Persönlichkeit sein um mit all den Machtspielchen, Beschimpfungen etc. zurecht zu kommen. Ansonsten kann der Partner sich gleich mitbehandeln lassen.

    Nicolas, dass du eine eventuell kranke Freundin nicht einfach abschießen willst, sondern dich ggf. verpflichtet fühlst, ihr zu helfen, das verstehe ich gut.


    In diesem Fall würde ich dir, nachdem Kruemi offenbar denselben Gedanken hatte wie ich, empfehlen, dich in das Thema Borderliner einzulesen und zu entscheiden, ob du meinst, dass sie eine solche Persönlichkeitsstörung haben könnte. Du kennst sie selbst am besten.


    Wenn du zum Ergebnis kommst, dass mit einiger Wahrscheinlichkeit eine psychische Störung vorliegt (Borderliner oder was anderes), dann solltest du ihr das in einer ruhigen Minute (also besser nicht grade, während ihr euch streitet) sagen, mit ihr diskutieren, was dafür oder dagegen sprechen könnte und ihr vorschlagen, sich professionelle Hilfe zu suchen. Auch dabei, diese Hilfe zu beschaffen, kannst du ihr behilflich sein.


    Mehr aber kannst du nicht tun. Heilen kannst du sie nicht. Und wenn sie keine Hilfe will, wirst du sie auch nicht zwingen können, Hilfe anzunehmen.


    Du wist dich unter Umständen damit abfinden müssen, dass du sie zwar liebst, widrige Umstände (hier in Form psychischer Krankheit) aber eine sinnvolle Partnerschaft einfach verhindern.


    Sieh zu, dass du nicht selber dabei draufgehst!

    Ich hoffe, Du nimmst mir das drastische Wort nicht übel, aber das klingt für mich nach Hörigkeit. Keine gesunde Basis.

    Zitat

    eine psychische Erkrankung ist auch eine ganz normale Krankheit und da kann ich doch nicht abhauen?

    Wenn sich der Betreffende weigert in Behandlung zu gehen, dann ist abhauen das einzig richtige, um dich selbst zu schützen.

    Hallo Nicolas,


    Ich würde mal darauf tippen, daß deine Freundin unter einer Borderline-Störung leidet. Schau am besten mal im Internet nach diesen Symptomen, so einiges was du über sie geschrieben hast, spricht dafür! Vor allem dieser ständige Wechsel ihrer Stimmungen, zwischen Entwertung und Vergötterung des Partners, zwischen großer Nähe und abruptem Sich-Zurückziehen, gedankenlosem Fremdgehen usw. Menschen mit dieser Störung wirken oft auf den ersten Blick faszinierend, charmant, warmherzig, intelligent und auch sehr unternehmenslustig. Aber dann kommen die vielen negativen Aspekte. Zu Anfang gibt sich der Partner oft noch selbst die Schuld nach dem Motto: was hab ich bloß falsch gemacht? So eine Beziehung geht absolut an die Substanz!


    Ob du dir das antun willst, kannst nur du allein entscheiden, aber es klappt, wenn überhaupt, nur dann, wenn du weißt, woran du bist. Und wenn deine Freundin wenigstens einen Funken Einsicht zeigt. Und das wird schwierig, denn für Borderliner sind sowieso grundsätzlich immer die anderen die Bösen und die Schuldigen.


    In diesem Sinne wünsche ich dir viel Kraft , entweder um diese Beziehung weiterzuführen oder so schnell wie möglich die Reißleine zu ziehen! :)*

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    Ich würde es dann auch nicht heilen wollen, sondern nur unterstützen.

    Aber was konkret willst du da unterstützen? Es bleibt nur immer wieder zu wiederholen, was du ihr längst mehrmals gesagt hast, und sie zu ertragen. Damit unterstützt du aber allenfalls ihre komplett destruktiven Muster- und damit unterstützt du letztlich weder sie noch dich.

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    Ich meine eine psychische Erkrankung ist auch eine ganz normale Krankheit und da kann ich doch nicht abhauen?

    Kann man, muss man manchmal auch. Um sich selbst zu schützen (für alles andere bräuchte man eine enorme eigene Stärke, um ehrlich zu sein bezweifle ich, dass du die momentan hast) und auch um dem anderen den Weg aus dem eigenen Knast hinaus zu ermöglichen. Was tut sie, um ihre Probleme zu bewältigen? Damit meine ich konkretes, nicht laue Worte, die beim nächsten cholerischen Wutanfall wieder vergessen sind. Zum Beispiel Therapeuten-Suche. Tut sie in die Richtung was? DAS könnte mal als Freund unterstützen. Aber ohne solche klaren Signale, dass sie selbst aktiv etwas ändern will, ist auch keine Unterstützung möglich (es wäre dann eher reines Aushalten, lediglich Unterstützung genannt, um die Hoffnung künstlich aufrecht zu erhalten, dass Probleme wie die deiner Freundin mit "einfach für sie da sein" lösbar wären).

    Mal ein kleines "Update" für diejenigen, die es interessiert.


    Ich habe mit ihr gesprochen und sie vorsichtig auf die 'Borderline-Störung' angesprochen. Sie hat daraufhin nur gelacht und gemeint, dass ich alles überdramatisiere. Wortlaut: "Wenns dir nicht passt, wie ich bin, dann verpiss' dich doch". Keine Ahnung, warum ich es nicht getan habe. Ich verstehe einfach nicht, was los ist mit ihr.

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    Was tut sie, um ihre Probleme zu bewältigen?

    Nichts. In ihren Augen hat sie keine und ich bin einfach nur zu sensibel. Und mit einem Therapeuten brauche ich ihr gar nicht erst ankommen, sie öffnet sich ja nicht einmal mir richtig, wie soll das bei einem Fremden funktionieren?


    Irgendwo steckt auch die Angst in mir, dass sie sich vielleicht was antun könnte. Keine Ahnung...

    Oh man, es tut mir echt Leid. Du machst dir Sorgen um sie und sie nimmt dich nicht ernst. Leider wirst du ihr nicht helfen können. Weil sie schlichtweg keine Hilfe will. Du hättest direkt gehen sollen, als sie es dir angeboten hat.


    Versuch dich von ihr zu lösen. Dass sie dich über deine Gedanken auslacht, zeigt, dass sie dich nicht ernst nimmt. Damit wären wieder viele Thesen, die man dir hier schon nannte, bestätigt.


    Denk an dich. Tu dir das nicht an. Du bist nicht zu sensibel. Mach dir ihre Probleme nicht zu deinen Problemen.


    PS: Die Angst, dass sie sich etwas antun könnte, ist kein Grund, dir so eine Beziehung zuzumuten. Zum einen hat sie deswegen doch noch nie etwas geäußert und zweitens bist du nicht für sie verantwortlich. Sonst wirst du in 10 Jahren bei ihr sitzen, dich fertigmachen lassen und wahrscheinlich schwer depressiv sein.

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    Wenns dir nicht passt, wie ich bin, dann verpiss' dich doch". Keine Ahnung, warum ich es nicht getan habe.

    Mensch Nicolas, tragischer Fall. Wieso lässt du dir so etwas nur gefallen ? Merkst du denn immer noch nicht, dass diese Person psychisch völlig gestört ist ? Wieso fühlst du dich für ihr Glück bzw. überhaupt für sie verantwortlich ? Sie wird sich nicht helfen lassen, weder von dir (was du gar nicht könntest) und auch nicht professionell. Es gibt nunmal Menschen, die wollen sich nicht helfen lassen, muss man dann auch akzeptieren.

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    Keine Ahnung, warum ich es nicht getan habe. Ich verstehe einfach nicht, was los ist mit ihr.

    Du solltest dich eher fragen, warum du so reagiert hast und nicht anders ! Die macht dich doch zum Hampelmann und ich glaube auch, dass diese Frau das auch geniest, dich klein zu machen. Die braucht das für ihr Ego und warum spielst du hier überhaupt mit ? Ernst nehmen tut die dich schon lange nicht mehr.


    Aber da sieht man, wie unterschiedlich Menschen doch sein können. Wenn mir eine so etwas sagen würde, entsprechend aggressiver Ton dazu noch, dann wäre ich aber sowas von schnell weg, so schnell könnte die nicht mal drüber nachdenken.

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    Irgendwo steckt auch die Angst in mir, dass sie sich vielleicht was antun könnte. Keine Ahnung...

    Und wenn ? Du musst dir im Klaren drüber sein, dass du es nicht verhindern könntest ! Wenn jemand das vorhat, dann fragt der nicht lange und Schuld hättest du auch keine. Rede dir nichts ein, was nicht ist.

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    Wie hast du deine Vermutung denn angesprochen? Was hast du zu ihr gesagt

    Ich sagte, dass ich ihr Verhalten nicht ganz normal finde und mich das eben fertig macht, wenn sie ihre Launen hat. Daraufhin fragte sie, worauf ich hinaus will und da sagte ich es.

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    Wieso fühlst du dich für ihr Glück bzw. überhaupt für sie verantwortlich ?

    Weil ich sie liebe und sie meine Partnerin ist, ich möchte sie nicht gleich verlassen, wie so ziemlich jeder andere um sie herum. Wenn sie weg wäre, wäre dann auf der anderen Seite auch in meinem Leben einiges beschissen. Es heißt doch immer "in guten, wie in schlechten Zeiten" oder nicht? Ich meine welcher psychisch Kranke sieht sofort ein, dass er Hilfe braucht? Ist man nicht ein Stück weit für seinen Partner verantwortlich?

    Zitat

    Wenn mir eine so etwas sagen würde, entsprechend aggressiver Ton dazu noch, dann wäre ich aber sowas von schnell weg

    Ich weiß, dass sie das nur so gesagt hat, um bloß nicht zu zeigen, dass sie das verletzt hat. Man kennt sich ja nun so mit der Zeit und sie will keine Schwäche zeigen. Sie sagte mal, dass sie sich eher die Augen rausreißen würde, als vor irgendwem zu weinen und das sie oft so tut, als wäre ihr alles egal. Das weiß ich aus einem unserer langen, nächtlichen Gesprächen, wo wir ein bisschen zu viel getrunken haben.


    Ich stehe einfach so zwischen den Stühlen...

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    Weil ich sie liebe und sie meine Partnerin ist, ich möchte sie nicht gleich verlassen, wie so ziemlich jeder andere um sie herum. Wenn sie weg wäre, wäre dann auf der anderen Seite auch in meinem Leben einiges beschissen. Es heißt doch immer "in guten, wie in schlechten Zeiten" oder nicht? Ich meine welcher psychisch Kranke sieht sofort ein, dass er Hilfe braucht? Ist man nicht ein Stück weit für seinen Partner verantwortlich?

    Ein Stück weit, jo... aber nicht bis zur Selbstaufgabe und zum völligen Zusammenbruch.

    In den letzten Tagen habe ich den Abstand zu ihr gesucht, ihr kaum zurückgeschrieben oder mich sonst wie gemeldet. Von ihrer Seite aus kam auch nichts.


    Nun habe ich heute Morgen von einer Bekannten erfahren, dass sie seit 2 Tagen bei einem Freund von ihr "wohnt", weil sie es Zuhause nicht mehr aushält. Sie hat mir das nicht mitgeteilt, aber sie weiß ohnehin, dass sie nicht zu mir könnte.