Problem zwischen Partner und seiner Tochter - wie soll ich mich verhalten?

    Hallo liebes Forum, auf der Suche nach ähnlichen Inhalten im Netz habe ich meinen ewig alten Nick hier wieder gefunden und würde ihn gerne reaktivieren, um euch eine Frage zu stellen.


    Ich wusste nicht genau, in welches Unterforum das Thema passt, aber es geht irgendwie schon um Beziehungen...


    Ich lebe mit meinem Freund zusammen, der eine bald 18-jährige Tochter hat, die aber bei der Mutter lebt.


    Nun ist die Tochter seit Freitag (hörbar) krank und mein Freund hat ihr geraten, doch sicherheitshalber einen Coronatest zu machen, damit sie niemanden aus ihrer Schulklasse gefährde. Hätte sie diesen bereits am Freitag gemacht, wäre das Ergebnis sicher bis Sonntag dagewesen und wenn negativ (wovon ich derzeit immer noch ausgehe), hätte sie am Montag wieder in die Schule können.


    Die Tochter aber wollte nicht zum Test, hat sich am Wochenende zu Hause verkrochen die Mutter war am Wochenende allerdings nicht zu Hause). Mein Freund hat sie jeden Tag angerufen und sich erkundigt, wie es ihr gehe, ob sie was brauche und ihr wiederum den Test nahegelegt.


    Am Sonntag Abend dann hat die Tochter eingewilligt, sie werde mit ihrer Mama am Montag ins Testzentrum fahren und einen Test machen lassen.


    Als mein Freund die Tochter dann gestern fragte, ob alles ok sei und wie es beim Testen war, hat sie nur einsilbige Antworten gegeben und gesagt, sie könne morgen (also heute) wieder in die Schule, die Direktorin habe es erlaubt.


    Nun, aufgrund der recht wortkargen Antworten auf Nachfrage, wie denn der Test war und wie lange sie auf das Ergebnis warten müsse, verbunden mit der Aussage, die Direktorin habe den Schulbesuch erlaubt, war uns eigentlich klar: Das Mädel war nicht beim Test.


    Bei uns in Ö gilt man als Verdachtsfall, wenn man Symtome hat und muss gesetzlich bis zum Vorliegen des negativen Testergebnisses in Selbstisolation, sprich Quarantäne. Nie und nimmer hat ihr die Direktorin erlaubt, die Schule zu besuchen, wenn sie denn zum Test gegangen wäre und das Ergebnis noch nicht hätte.


    Ich weiß das auch deshalb, weil ich im öffentlichen Dienst arbeite und in den letzten Monaten oft freiwillig unser Corona-Team bei der Dateneingabe der Testergebnisse unterstützt habe. Ich habe auch Einsicht in die Datenbank der Testergebnisse, darf aber diese Infos natürlich niemandem weitergeben, auch nicht, wenn es sich quasi um die eigene Familie handelt.


    So, nun vermuten wir also, dass die Tochter nie beim Test war und trotz eindeutiger Grippesymptome in die Schule geht, der Mutter dürfte das scheinbar egal sein, jedenfalls hat sie offenbar den Schulbesuch erlaubt, sie verweigert leider den Kontakt mit meinem Freund, deshalb weiß er auch nicht genaueres.


    Ich denk mir nur: Eigentlich ist dieses Verhalten von Tochter (und Mutter?) fahrlässig und da ich eben im öffentlichen Dienst arbeite, stecke ich ein bisschen in der Zwickmühle. Soll ich mich raushalten? So tun, als wüsste ich nix? Hoffen, dass es schon nicht Corona ist/war? Oder den "Fall" melden?


    Oder soll mein Freund seine Tochter ermahnen mit dem Hinweis darauf, dass sie sich auf ein sehr ungutes Terrain begibt?


    Also nur zur Info, mein Freund hat mich natürlich um seine Meinung gebeten, sonst würd ich mir keine Gedanken machen.


    Würde mich über Antworten freuen, vielen Dank! @:)

  • 28 Antworten

    Solange sie noch minderjährig ist und der Vater das Sorgerecht hat, würde ich ihm empfehlen, sie am Montag zu schnappen und zum Test zu bringen, ohne Widerrede. Sie hatte die Chance, das selber wie eine Erwachsene zu regeln, aber wenn sie die nicht nutzt und sich lieber wie ein Kind verhält, darf sie sich nicht wundern, wenn sie wider eines behandelt wird.

    Sollte er kein Sorgerecht haben, dann Nachricht an die Mutter und 2 Wochen auf persönlichen Kontakt zur Tochter verzichten.

    Naja, das Problem ist: Die Tochter behauptet ja, sie sei beim Test gewesen.

    Auf mehrmalige Nachfrage heute meines Freundes schrieb sie sogar, dass sie negativ sei. :=o:=o:=o


    Ich werde das nicht überprüfen, da ich diese Info ja dann auch nicht weitergeben darf.


    Das heißt: Bisher vermuten wir nur, dass sie nicht beim Test war.

    kratzbaum schrieb:

    Naja, das Problem ist: Die Tochter behauptet ja, sie sei beim Test gewesen.

    Auf mehrmalige Nachfrage heute meines Freundes schrieb sie sogar, dass sie negativ sei. :=o:=o:=o

    Das habe ich gelesen. Dann würde ich mir an Stelle des Vaters das negative Testergebnis zeigen lassen.


    Normal bin ich dafür, 17jährige mehr wie Erwachsene zu behandeln, aber wer sich nicht so benimmt, verwirkt das damit dann ach schnell wieder.

    In der Schule/Arbeit/Ausbildung kann das Testegebnis auch jederzeit zur Vorlage verlangt werden.

    Die Symptome scheinen abgeklungen zu sein. Nicht ganz, aber halt eben für Lehrpersonen auch nicht mehr als eindeutige Krankheitssymptome erkennbar.

    Was ja nicht heißt, dass damit auch eine eventuelle Covid-Infektion abgeklungen ist oder sie nicht mehr ansteckend (gewesen) ist.

    Dorfnixe schrieb:

    Das habe ich gelesen. Dann würde ich mir an Stelle des Vaters das negative Testergebnis zeigen lassen.

    Tja, da sie momentan nur schriftlich mit ihm kommuniziert (wahrscheinlich, um unangenehmen Fragen auszuweichen), hat sie meinem Freund auf seine Bitte hin, ihm das Testergebnis zu zeigen, nicht mehr geantwortet :=o

    Dorfnixe schrieb:

    Sollte er kein Sorgerecht haben, dann Nachricht an die Mutter und 2 Wochen auf persönlichen Kontakt zur Tochter verzichten.

    Ich glaube, dass das die Tochter nicht interessiert. Genauso wenig, wie sie sich einfach "schnappen" lässt. Hier zeigt sich, dass das Verhältnis zwischen Vater und Tochter irgendwie....nicht gut ist?! Oder hat die Tochter extrem Angst vor dem Test? ":/


    Wieso fährt der Vater nicht persönlich zur Tochter und versucht das zu klären?

    Braunesledersofa schrieb:
    Dorfnixe schrieb:

    Sollte er kein Sorgerecht haben, dann Nachricht an die Mutter und 2 Wochen auf persönlichen Kontakt zur Tochter verzichten.

    Ich glaube, dass das die Tochter nicht interessiert.

    Ich meine das nicht als "Strafe", sondern um die TE und den Mann vor einer Ansteckung mit was-auch-immer zu schützen.

    kratzbaum schrieb:

    Die Symptome scheinen abgeklungen zu sein. Nicht ganz, aber halt eben für Lehrpersonen auch nicht mehr als eindeutige Krankheitssymptome erkennbar.

    woher wisst ihr das, wenn sie nur schriftlich kommuniziert?

    "Bei uns in Ö gilt man als Verdachtsfall, wenn man Symtome hat und muss gesetzlich bis zum Vorliegen des negativen Testergebnisses in Selbstisolation, sprich Quarantäne. Nie und nimmer hat ihr die Direktorin erlaubt, die Schule zu besuchen, wenn sie denn zum Test gegangen wäre und das Ergebnis noch nicht hätte."


    hatte sie denn Symptome oder war sie nur verkühlt, es gibt eine genaue Einstufung wer als Verdachtsfall gilt und wer nicht, Erkältungssymptome reichen für einen Test nicht (das mussten auch schon Kollegen erfahren - ich arbeite in einem Krankenhaus wohlgemerkt)


    die erste Anlaufstelle ist bei Unklarheiten außerdem der Hausarzt, dieser entscheidet über Test oder nicht - bei einer 17-jährigen liegt es außerdem an den Eltern in der Schule anzurufen und nachzufragen wie vorzugehen ist, ob die Tochter wieder zur Schule darf etc.

    Wenn die Symptome jetzt abgeklungen sind und sie ja eh schon seit fast einer Woche so in die Schule geht, würde ich sagen: der Drops ist gelutscht.

    Wenn tatsächlich Corona kann man jetzt eh nix mehr machen und wenn nicht, dann passt ja alles. Was soll ein Test jetzt noch bringen? Angesteckt hat sie dann eh schon einige, das kann man nicht mehr rückgängig machen.

    Ich glaube kaum, dass man eine 17-jährige zum Test zwingen kann, falls sie das stark ablehnt. Ein Test ist ja doch ein (sehr kleiner) medizinischer Eingriff und die Patientenrechte erwirbt man ja nicht erst mit der Volljährigkeit.

    "rein vorsichtshalber" wird kein Corona-Test gemacht, da muss schon ein arger Verdachtsfall vorliegen (Kontakt mit einer erwiesenermaßen an Corona erkrankten Person).

    Nur grippeähnliche Symptome zu haben reicht nicht für einen Corona-Test.


    Außerdem ist es jetzt sowieso bereits zu spät, wie ist ja schon wieder in der Schule, ich würde da gar nichts mehr machen und mich nicht einmischen.


    Melden würde ich schon gar nix, außer du möchtest ein Zerwürfnis und Streit herstellen.

    Braunesledersofa schrieb:

    Ich glaube, dass das die Tochter nicht interessiert. Genauso wenig, wie sie sich einfach "schnappen" lässt. Hier zeigt sich, dass das Verhältnis zwischen Vater und Tochter irgendwie....nicht gut ist?! Oder hat die Tochter extrem Angst vor dem Test? ":/


    Wieso fährt der Vater nicht persönlich zur Tochter und versucht das zu klären?

    Naja, ich bin eigentlich der Meinung, dass das Verhältnis "normal" ist.

    Klar zicken Teenies mal rum und erzählen dem Papa nicht alles, aber sie hat regelmäßig mit dem Papa Kontakt und fährt auch freiwillig jedes Jahr in den Urlaub mit.


    Was soll der denn vor Ort bei der Tochter tun? Dann wird er auch keine andere Auskunft kriegen als "negativ". Sie behauptete abends dann noch, sie hätte keine SMS gekriegt, sondern wäre telefonisch verständigt worden.


    Was sie offenbar nicht wusste: Seit Mitte August gibt es bei negativen Testergebnissen ausschließlich nur mehr SMS-Verständigung.........