Probleme mit der Schwiegermutter -wie?

    Hallo,


    ich bin schon lange stille Mitleserin und brauche nun selbst einmal Hilfe.


    Ich habe das Problem, das ich mich leider nicht so gut mit meiner Schwiegermutter verstehe und mich das teilweise wirklich mitnimmt.


    Es kommt oft vor, dass ich nach einem Besuch sogar weinen muss, weil mich ihr Verhalten mal wieder sehr verletzt hat.


    Rahmenbedingungen:


    - schon lange mit meinem Freund zusammen und das auch sehr glücklich


    - nie etwas dramatisches vorgefallen (auch nicht von ihrer Seite)


    Was mich so sehr stört sind nach meinem Empfinden relativ starkes Desinteresse gepaart mit grenzüberschreitenden Aussagen ihrerseits. (Beides von Anfang an)


    Hinzu kommt, dass - wie so oft- nun der Bruder eine Freundin hat, mit der sich die Mutter blendend versteht. Ich gönne ihnen das, mag die Freundin auch sehr, aber natürlich macht das meine Position nicht einfacher.


    Mir tut es einfach auch sehr leid für meinen Freund, dass ich so Probleme mit seiner Mutter habe. :-/ Leider kann ich das auch nicht immer vor ihm "verstecken"


    Was kann ich tun?


    Liebe Grüße

  • 45 Antworten
    Zitat

    Was mich so sehr stört sind nach meinem Empfinden relativ starkes Desinteresse gepaart mit grenzüberschreitenden Aussagen ihrerseits. (Beides von Anfang an)

    Kannst du das konkretisieren? Für den Leser ist nicht so wirklich klar, wo das Problem liegt, so kann man dir nichts raten.

    @ Ella25890

    mein Beileid :°_ , machen kannst du da gar nichts, die ist so und daran kannst du nichts ändern. Mir geht das genau so, seit Jahren, ich habe mich mittlerweile dran gewöhnt, die ist garstig, schnippisch zu mir, faucht mich an usw nach xx Jahren, ich habe den Rückzug angetreten, es tut mir für meinem Mann leid, denn es ist ja seine Mutter, er versteht mich zwar in zwischen und meint zu mir, könnt ihr euch nicht vertragen, ich will ja, aber seine Mutter ist der Teufel in Person..

    Danke für die Antworten!

    @ die seherin

    Nachdem wir relativ lange eine Fernbeziehung von einigen 100 km geführt haben, wohnen wir seit ca. 1,5 Jahren zusammen in der Nähe seiner Heimat. Wir sehen seine Familie daher schon relativ häufig (durchschnittlich ca. 1 x alle 1-2 Wochen, manchmal auch wesentlich mehr).


    Mein Freund empfindet das Problem ähnlich. Er empfindet auf jeden fall auch ein größeres Desinteresse gegenüber uns, als gegenüber seinem Bruder. Es belastet ihn aber nicht in dem Ausmaß, in dem es mich belastet.

    @ clairet

    Ja, na klar.


    Zu dem Desinteresse: Mir fällt jedesmal auf, dass sie kaum Dinge fragt. Der Papa auch nicht, aber dem kann ich das mehr "verzeihen", weil er einfach generell nicht so der Frager ist.(Generell verstehe ich mich mit ihm wesentlich besser)


    Wir waren bpsw. gerade jetzt am letzten Wochenende auf einem Kurztrip, der mir sehr wichtig war. Am Sonntag kamen wir kurz bei den Eltern vorbei, und dieser Kurztrip kam in keiner Sekunde zur Sprache. Wir wurden weder gefragt wie es war, noch wurde dieses Thema sonst irgendwie angeschnitten.


    Ein anderes Beispiel:


    Seine Familie hatte mitbekommen, dass meine Mutter ein Vorstellungsgespräch hat. Es kam - das VG war im Feb- seither keine Frage mehr dazu, ob meine Mutter den Job hat, etc. (Ich empfinde generell starkes Desinteresse gegenüber meiner Familie- Die Familie der Freundin wird in meinen Augen hofiert: Da wird extra in ein anderes Bundesland gefahren, um einen bestimmten Wein zu kaufen, etc... )


    Letztes Beispiel:


    In meinem als auch dem Leben des Bruders + Freundin stehen in diesem Jahr noch etwas größere Ereignisse an. Während mein Ereignis einmal kurz besprochen wurde, als ich es erzählt habe, wurde das andere Ereignis zum Dauerthema. Ich freue mich auch auf das Ereignis des Bruders, aber dennoch bin ich mittlerweile sehr genervt von der eingeschränkten Thematik.


    Ich möchte noch anmerken, dass ich natürlich absolut verstehen kann, dass das Interesse bei einem Ereigniss des eigenen Sohnen selbstverständlich größer ist.


    Als Grenzüberschreitung habe ich es z.b. empfunden, als ich beim letzten Besuch gehört habe, wie seine Mutter einer Freundin erzählte, dass sie ja schon am ersten tag, als sie die Freundin kennen gelernt hat, zu dem Sohn meinte: Nimm diese Frau! Die ist perfekt. Schön und toll und wunderbar...


    As Grenzüberschreitung empfinde ich auch, wenn sich dahingehend geäußert wird, das man gerne möglichst schnell Oma werden möchte und dabei aber klar ist, dass das Kind nicht von meinem Freund und mir kommen soll...


    Unterm Strich seht ihr, bin ich sehr frustriert und neidisch, auch wenn ich das eigentlich garnicht sein will.


    ich bin der Meinung, dass seine Eltern mich kaum kennen, obwohl ich schon so viele Jahre mit ihrem Sohn zusammen bin... Das ist doch irgendwie traurig, oder?

    @ lucy

    danke auch für deine lieb gemeinten Worte.


    Mein Freund ist mir wichtig, er ist das beste was mir passiert ist, und ich möchte mich nicht zurückziehen... ich möchte ein schönes Verhältnis zu seiner Familie.. so eins, wie er auch zu meiner Familie hat.


    Auf keinen Fall möchte ich ein Verhältnis mit offenen Feindseligkeiten, wo man sich das Leben gegenseitig zur Hölle macht. Es ist seine Familie und ein wichtiger Bestandteil von ihm. Sie haben ihn ja auch genau zu der Person erzogen, in die ich mich verliebt habe. Deshalb habe ich mich bisher auch zurückgehalten und fresse die Verletzungen in mich rein...

    Zitat

    Als Grenzüberschreitung habe ich es z.b. empfunden, als ich beim letzten Besuch gehört habe, wie seine Mutter einer Freundin erzählte, dass sie ja schon am ersten tag, als sie die Freundin kennen gelernt hat, zu dem Sohn meinte: Nimm diese Frau! Die ist perfekt. Schön und toll und wunderbar...

    also, je nach tonfall, empfinde ich das gar nicht als grenzüberschreitung - habe ich meinem sohn auch so gesagt ;-D

    Zitat

    As Grenzüberschreitung empfinde ich auch, wenn sich dahingehend geäußert wird, das man gerne möglichst schnell Oma werden möchte und dabei aber klar ist, dass das Kind nicht von meinem Freund und mir kommen soll...

    kann es sein, dass du da ziemlich viel hineininterpretierst?


    wie verhältst du dich ihr gegenüber? offen? erzählst du viel? versuchst du trotzdem, locker zu bleiben?

    hm wie kann man hier zitieren?


    Ja klar, darf man dem Sohn sagen, wenn er ne tolle Wahl getroffen hat.


    Ich finde trotzdem, dass sie es nicht unbedingt episch ausbreiten muss, wenn ich nebendran sitze. Es ist eh jedem klar, dass sie die Lieblingsschwiegertochter ist...


    Das mit dem Kind war nicht reininterpretiert, sondern tatsächlich explizit so geäußert. Ein Kind von ihm und mir steht in ihren Augen garnicht im Raum. Sie äußert sich sogar gegenüber dem besten Freund von meinem Freund dahingehend, dass der Bruder ihnen hoffentlich bald ein Enkel beschert, was selbst der beste Kumpel schon ein wenig seltsam fand.


    (ja ich weiß, ich bin sensibel, zickig und fühle mich grad zu schnell angegriffen ;-D)


    Ich verhalte mich schon immer zuvorkommend und nett, aber klar, ich bin auch mittlerweile verkrampft. Aber ich versuche dennoch mich einzubringen, Witzchen zu machen, Dinge zu erzählen, die mir wichtig sind und mir passiert sind...


    Da kommt dann aber wieder das Desinteresse ;-)


    Sie gibt mir das Gefühl, dass ich in ihren Augen eben vielleicht auch keine spannenden Themen anschneide, jedenfalls fragt sie kaum nach. Aber ja, Kirchengänge, thermomix-Gerichte oder Gespräche über Nachbarn, die ich nicht kenne, da kann ich dann auch nicht viel dazu beitragen.

    mei, im grunde hast du nicht viele möglichkeiten! entweder, du sprichst sie mal direkt darauf an, oder du nimmst die situation einfach so, wie sie ist! du wirst deine schwiegermutter nicht ändern können, wohl aber an deiner gelassenheit arbeiten können ;-)

    Ich finde es schwer solche sozialen Situationen mit all ihren Nuancen darzustellen.


    Wenn dein Freund diese Ungleichbehandlung ebenfalls wahrnimmt, wird es schon so sein.


    Menschen, die mir offensichtlich wenig Interesse entgegenbringen, muss ich nicht regelmäßig besuchen - schon gar nicht in so kurzen Intervallen. Dazu wäre mir meine Zeit vielzu schade, mal ganz abgesehen von dem miesen Gefühl, dass du hinterher hast.


    Ganz klar, den Kontakt einschränken und die gewonnene Zeit mit schönen Dingen verbringen!


    Sollen sie sich doch bei Interesse bei euch zu Besuch anmelden ;-D

    Legst du denn viel Wert auf ein enges Verhältnis zu deinen Schwiegereltern? Ziehst du daraus einen persönlichen Mehrwert?


    Mit persönlich ist ein freundlich distanziertes Verhältnis am liebsten: man ist freundlich zueinander, lädt sich einander gelegentlich zum Kaffeetrinken ein und denkt aneinander, wenn Geburtstage oder Weihnachten ansteht. Das war's. Ich mische mich nicht in ihre Angelegenheiten ein, sie nicht in meine. Ich finde es perfekt so.

    Vielleicht noch ein allerletztes Beispiel:


    Die beiden haben letztes Jahr geheiratet. Es sind tatsächlich alle im Hochzeitsbuch, außer ich. Obwohl ich natürlich mit meinem Freund dort war.


    Dieses Buch haben wir dann von meiner SchwieMa geschenkt bekommen.


    Ich unterstelle einfach mal, dass es keine Absicht war, das ich nicht drin war, aber ja, auch das hat mich sehr verletzt.

    Man wird im Leben immer wieder Menschen finden, mit denn man nicht klarkommt. Die gilt es auszusortieren, denn der Kontakt mit diesen Menschen tut einem selten gut. Wenn die Schwiegereltern klar machen, dass Du nicht erwünscht bist, dann stell den Kontakt ein. Ich würd sie nicht mehr besuchen. Und dann kann man nur hoffen, dass dein Freund dahinter steht und Dir nicht in den Rücken fällt. Ein gutes Verhältnis zu den Schwiegereltern ist zwar schön aber nicht lebensnotwendig.


    Ich kann allerdings aus Deinen Beiträgen immer noch nicht herauslesen, was genau Du als übergriffig betrachtest. Desinteresse ok, mangelndes Taktgefühl ja. Das kann dazu führen, dass man das große Interesse an Besuchen verliert. Aber das macht noch keinen Ärger. Dass sich die Schwiegermama auf das Baby vom Bruder freut ok. Aber was war denn die explizite Bemerkung, die Du hier nur andeutest, dass Du als Mutter für ein Enkelkind nicht erwünscht bist?

    @ heute_ hier und @minuchin

    Danke auch für eure nachrichten! Sehr, sehr gerne würde ich es so sehen können wie ihr und mich so verhalten- aber ja, ich bin verkrampft und kann es nicht. Anscheinend ziehe ich also den Mehrwert durchaus daraus.


    Wie kann ich das ändern? Im Endeffekt hat ja auch das wieder mit der mir fehlenden Gelassenheit zu tun...

    Zitat

    Sehr, sehr gerne würde ich es so sehen können wie ihr und mich so verhalten- aber ja, ich bin verkrampft und kann es nicht.

    tja... schwierig ist das schon - aber überleg doch mal, was das mit dir macht, wenn du die nächsten jahre nach negativbeispielen "suchst", dich darauf stürzt, das ganze hin- und herdrehst, dich selber in eine miese mimimi-stimmung fallen lässt.


    oder


    du sagst dir (jeden tag aufs neue, bis es im hirn angekommen ist ;-)): gut, ich habe mein bestes gegeben, liebevoll-enge schwiegereltern werde das nicht, also wahre ich freundliche distanz und nehme mir das nicht zu herzen - ist halt so!

    Macht sie denn auch solche Unterschiede zwischen den beiden Brüdern und nicht nur zwischen den potentiellen Schwiegertöchtern? Ich lese es so heraus, als wenn sie auch kein großes Interesse an deinem Freund zeigt, sondern viel mehr an ihrem anderen Sohn.


    War das vorher auch schon so, bevor ihr zusammen gekommen seid?


    Also für mich klingt es so, als hätte sie einen absoluten Lieblingssohn und an dem Anderen zwar Interesse, aber halt nicht so großes wie an dem Anderen. Interpretiere ich das richtig?


    Dann würde ich das schon gar nicht persönlich nehmen und wenn dein Freund da WIRKLICH nicht so drunter leidet, oder es ihm egal ist (vielleicht, weil er es nicht anders kennt?), würd ich da wohl auch einfach versuchen damit umzugehen zu lernen. Aber das würde in meinem Fall auch bedeuten - und da schliesse ich mich z. B. heute_hier an - ich würde den Kontakt auch einschränken und die neugewonnene Freizeit lieber mit meinem Schatz bei schönen Dingen verbringen. ;-) Menschen, die sich nicht für mich interessieren (und ich mich auch nicht für sie) - damit würde ich meine Freizeit nicht mehr als nötig belasten und versuchen, es gelassen zu sehen. Ok, Letzeres fällt schwer.. aber das ist ein Ziel, an dem du arbeiten könntest ;-)

    @ ralph

    den Kontakt ganz einstellen finde ich blöd gegenüber meinem Freund. Ich weiß, dass er seine Familie liebt und finde das zu einfach gemacht. Ich will auf keinen fall ein "die oder ich".


    Dass sie sich explizit dahingehend geäußert hat, dass ich als Mutter nicht erwünscht wäre, war ein missverständnis. Ausdrücklich hat sie das bisher nicht geäußert (allerdings auch nicht das gegenteil). sorry, falls ich das falsch wiedergegeben habe. Ich hoffe, dass sie das auch nicht explizit äußert, das wär schon ganz schön hart ;-) Außerdem müsste ich sie dann enttäuschen, wir sind uns einig, dass wir Kinder kriegen! :)z ;-)


    Übergriffig empfinde ich z.b., dass sie über unsere Zeit verfügt. Über seine noch mehr als über meine. Da wird nicht gefragt, ob wir kommen wollen, sondern es wird festgelegt, DASS wir kommen, noch dies und das mitbringen und die Gäste danach noch heimfahren. (Wir machen das alles gerne, kein Problem, aber das Ausmaß nervt und kannte ich davor auch nicht).


    Sie ist eine sehr resolute Frau, in ihrem Handeln und in ihren Aussagen. Mein Freund meinte mal, er wäre nie richtig rebellisch in der Pubertät gewesen, weil er einfach auch immer etwas Angst vor ihr hatte, und das kann ich total nachvollziehen.

    @ snoeffi

    vielen, lieben Dank für deine Antwort :)


    Keine Ahnung, ob der andere der Lieblingssohn ist. Eigentlich lieben doch Eltern ihre Kinder immer gleich, oder? ;-)


    Manchesmal sagt mein Freund das zwar auch, also, dass der Bruder der Lieblingssohn ist, aber das tut mir immer total leid, wenn er das sagt...

    Hallo liebe Ella :-)


    Naja, eigentlich sollte es so sein, daß jedes Kind von der Mutter bzw. beiden Elternteilen geliebt wird. Ich habe allerdings gelernt, daß jedes Kind auf seine eigene Art und Weise geliebt wird und es da schon Unterschiede gibt. Aber sicher nicht in der Wertigkeit. Sprich, man liebt eigentlich nicht das eine Kind mehr als das Andere und da sollten auch keine Unterschiede gemacht werden. Also es sollte kein Kind ständig bevorzugt werden, das sollte sich die Waage halten.


    Aber wenn dein Freund schon selbst sagt, daß er das manchmal auch so sieht, dass der Bruder das Lieblingskind ist.. na da wird sicher was dran sein. Du fühlst es ja auch so und die Äußerungen der Mutter könnten schon darauf hindeuten...


    Ich kann total verstehen, daß es dir weh tut, wenn dein Schatz auch meint, daß der Bruder der Liebling ist. Hast du darüber mal ein intensiveres Gespräch mit deinem Schatz geführt, wie er sich dabei fühlt und woran er das fest macht?


    Wenn ihn das tatsächlich nicht so sehr belastet, dann kannst du damit ja vielleicht langfristig auch deinen Frieden machen? Vielleicht belastet ihn das ja wirklich gar nicht so sehr?


    Ich würd auf alle Fälle mal mit ihm darüber sprechen, ob ihr wirklich so oft zu seinen Eltern müßt. Wenn es ihnen eh egal zu sein scheint was ihr tut und was ihr so erlebt.. tja.. warum fahrt ihr dann hin? Über was unterhaltet ihr euch so, wenn ihr da seid?