@ Nadenia

    Zu dem Sommerurlaub hatte ich nie fix zugesagt. Ich wurde halt gefragt, ob ich mit möchte und habe es anfangs nicht gewusst. Im übrigen hat er auch mehr als das doppelte von dem Urlaub gekostet den ich schlussendlich gemacht habe. Selbst ohne Urlaub mit dem Freund hätte ich ihn mir wahrscheinlich nicht leisten können. Hätte ich zugesagt gehabt, wäre ich auch mitgekommen.

    Ich hab ihr jetzt mal geschrieben, ob sie mal wieder nen Spieleabend machen will. Wenn nicht warte ich bis ein interessanter Film im Kino kommt und frage sie dann ob sie da mitkommen will...


    Ich habe ja trotz Freund dieses mal echt gut Kontakt zu ihr gehalten. Cut war dann erst bei meinem Geburtstag, wo sie sich vernachlässigt gefühlt hat (war mir aber an der Party selbst nicht aufgefallen war) und wofür ich mich am tag darauf ja auch entschuldigt hatte.

    Zitat

    ok, ich bin also eine schlechte Freundin, aber wie kann ich das kitten?

    Ich weiß nicht ob du das hören willst, aber bei mir könntest du das nicht von heute auf morgen kitten. Ich verstehe deine Freundin sehr gut und würde vermutlich genauso auf Distanz gehen. Wenn jemand ganz offen kommuniziert, dass ich die beste Freundin bin solange derjenige Single ist, aber sobald ein fester Freund da ist, bin ich nur noch eine Bekannte, dann hätte ich darauf auch keine Lust mehr.


    Wäre ich diese Freundin/Bekannte würde ich über einen längeren Zeitraum sehen wollen, ob du wirklich bereit bist, etwas in die Freundschaft zu investieren und zunächst vorsichtig und distanzierter bleiben. Mit einer kurzen Entschuldigung wäre es nicht getan. Du müsstest schon zeigen, dass du es auch wirklich so meinst. Wenn es dir also ernst damit ist, dann schlag weiterhin Unternehmungen vor, nimm dir auch mal Zeit für sie alleine, lade sie eben persönlich zu Grillfesten ein (wenn dir ernsthaft etwas daran liegt, dass sie kommt) und lass sie dann auch nicht links liegen.


    Nachdem der gemeinsame Urlaub nicht geklappt hat, wäre es vielleicht auch schön stattdessen für ein Wochenende mit ihr wegzufahren (Wellness, Konzert, Städtetrip...). Ich weiß, du hast eine Wochenendbeziehung und willst kein Wochenende "opfern", aber ich finde das würde zeigen, dass sie dir auch sehr wichtig ist und du eben nicht immer nur Zeit für sie hast/nimmst, wenn der Freund gerade nicht greifbar ist.

    So ein Wochenende opfern ginge schon, jedes Wochenende ist mein Freund auch nicht da ;-) aber einen Wochenend-Tripp kann ich mir zur Zeit nicht leisten :|N ich habe einen offenen Kredit am laufen, deswegen hatte ich ja auch beim Sommerurlaub nie zugesagt, eben weil eine Flugreise was anderes ist als ein 3-Tage-Tripp in die Tschechei ;-)


    Mal schaun, ich werd jetzt öfter mal nachfragen, wie gesagt als beste freundin muss sie mich ja nicht sehen, aber so eine normale Freundschaft könnten wir ja weiter führen...

    ich frage mich, warum für dich so unwahrscheinlich ist, dass sie ganz einfach nicht mehr will.


    persönlich sortiere ich prinzipiell leute aus, die nur dann zeit haben, wenn sie gerade langeweile haben oder irgendwo nicht allein hingehen wollen.


    freundschaften entwickeln sich und wenn aus einer jahrelangen besten freundschaft sowas wie bei euch würde, würde ich wohl auch einmal darüber reden, dann vielleicht auch den neustart fahren, den ihr gefahren habt und würde das ganze dann wieder verrutschen, würde ich da einen strich drunter ziehen und diese freundschaft dauerhaft abschreiben.

    Ich frag mich halt auch, ob ihr gar nichts an meiner Freundschaft liegt? ich habe jetzt meine schlechten Seiten aufgezählt, daher werde ich für euch wohl ganz furchtbar wirken, aber ich habe auch meine Guten seiten. Ich bin nicht weg, wenns ihr mal schlecht geht, ich habe ihr durch ihre Depression geholfen soweit es mir möglich war. Wir haben viel gemeinsam erlebt und durchgemacht, ich habe bei Streit eigenltich immer nachgegeben und habe versucht ihr beizustehen, wenn sie Probleme hatte.


    Ich bin keine perfekte Freundin, als unsere Freundschaft aber vor 9 Jahren für 4 Jahre auf Eis gelegen hatte war das aber auch nicht meine alleinige Schuld, auch sie hatte in der Zeit einen Freund und andere Prioritäten. Wir haben uns dann ja wieder gefunden, halt nicht mehr soo intensiv.

    @ hag-tysja:

    dann hast du recht wenige Freunde, oder? Ich finde es nicht schlimm, wenn eine Freundschaft nicht mehr so intensiv ist, dann ist man halt normal befreundet. Da kann man trotzdem noch füreinander da sein, wenn man sich braucht. Dafür muss man sich ja nicht ständig sehen und etwas unternehmen, oder?


    Für mich ist sie obwohl ich aktuell seit 3 Monaten nur oberflächlichen Kontakt hat eine wichtige Person in meinem Leben. Wenn sie ein Problem hätte würde ich jederzeit so gut ich kann helfen, sogar finanziell, wenn es sein muss. Da kann man sich auf mich verlassen.

    Zitat

    dann hast du recht wenige Freunde, oder? Ich finde es nicht schlimm, wenn eine Freundschaft nicht mehr so intensiv ist, dann ist man halt normal befreundet. Da kann man trotzdem noch füreinander da sein, wenn man sich braucht. Dafür muss man sich ja nicht ständig sehen und etwas unternehmen, oder?

    in der tat habe ich eine handvoll freunde, das sind aber eben freunde - leute, für die ich und die für mich jederzeit mitten in der nacht losmachen würden - und nicht bekannte.


    meine wenige freizeit verbringe ich mit wirklichen freunden und bin für diese da. lose bekannte bekommen einen weihnachtsgruß aber mir deren sorgen anzuhören, wenn nach x monaten der nächste kerl doch irrtümlich wieder nicht der seelenverwandte war oder abende damit zu füllen, mit ihnen wegzugehen, weil alleine ist ja langweilig, nö, das tue ich nicht.


    und ich kenne auch nur wenige, die ihre ressourcen für solche losen bekanntschaften nutzen, zumindest seit man die mitte 20 überschritten hat und mit clique und den saufkumpanen nichts mehr anfangen kann.

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    Für mich ist sie obwohl ich aktuell seit 3 Monaten nur oberflächlichen Kontakt hat eine wichtige Person in meinem Leben. Wenn sie ein Problem hätte würde ich jederzeit so gut ich kann helfen, sogar finanziell, wenn es sein muss. Da kann man sich auf mich verlassen.

    Weiß sie das? Wie zeigst du ihr das? Weißt du überhaupt was in ihrem Leben gerade los ist?


    Natürlich kennen wir nur deine Seite und nur einen kleinen Teil eurer Freundschaft, aber nach 3 Monaten mehr oder weniger Funkstille, würde ich mit einem Problem wahrscheinlich nicht zu dir kommen. Überhaupt wenn ich das Gefühl hätte, ich bin nur willkommen, wenn dein Freund gerade nicht da ist. Fällt mein Problem zufällig auf ein Wochenende, an dem dein Freund da ist, hättest du sowieso keine Zeit für mich. Muss nicht so sein! Es wäre nur aus der geschilderten Situation heraus mein Eindruck. Und wie könntest du ihr denn überhaupt finanziell aushelfen, wenn nötig, wenn du dir nicht einmal ein Wellnesswochenende leisten kannst?

    Einiges was du zu Beginn geschrieben hast, kam einfach ziemlich hart rüber zb. Dass die Freundin zu ner Bekannten wird wenn ein Mann da ist. Deshalb wahrscheinlich die harten Antworten dazu.


    Aber mir scheint, dass dir nun wirklich daran liegt diese Freundschaft aufrecht zu erhalten. Ich denke ich würde versuchen ein ehrliches Gespräch mit ihr zu führen. Ihr zu sagen, dass es mir leid tut falls sie sich zurück gesetzt gefühlt hat. Sie mir sehr wichtig ist und ich gerne ein gutes Verhältnis haben möchte. Sie dann fragen ob sie überhaupt noch Interesse hat bzw. wie man zusammen kommen kann. Was ihr denn wichtig wäre für die Zukunft.

    @ koboldine:

    ich vertraue meine Freundin und ich hoffe mal sie vertraut mir auch. Aber die Vertrautheit geht natürlich verloren, wenn man nicht mehr so eng ist. Ich bin mir dessen bewusst, deswegen habe ich auch den sehr sehr ehrlichen Startbeitrag geschrieben.


    Ich weiß was sie an mir stört, ich selbst finde das nicht schlimm, sie aber anscheinend schon. Ich weiß aber nicht wie ich es ändern soll, weil ich es nicht schaffe eine so hohe Vertrautheit zu mehreren Personen aufzubauen.


    Ich habe in der Regel EINE feste Bezugsperson. Das war meine beste Freundin (bis zu dem Cut vor 9 Jahren) dann war es meine Schwester, jetzt ist es mein Freund.


    Zu ganz vielen anderen Personen pflege ich Freundschaften. Die Pflege ich schon auch, so ist das nicht (nur eben in der Zeit vor 9 Jahren habe ich alle vernachlässigt, da war ich in einer sehr ungesunden Beziehung) während meiner aktuellen und meiner letzten Beziehung habe ich die auch gepflegt, aber halt naja nicht ausschließlich. Ist ja auch normal, dass sich die Prioriäten irgendwann verschieben, unwichtig ist sie mir aber trotzdem nicht.


    Ich bin jetzt auch in einem Alter in dem ich ans Familie gründen denke, wenn ich an den besten Freund meines Vaters denke, die sehen sich 2, vielleicht 3 mal im Jahr und trotzdem sind sie seit 40 Jahren beste Freunde. Ist das so ungewöhnlich?

    Hallo sugarlove,


    ich bin jetzt wohl mal die einzige, die dich versteht :-)


    Ich glaube ihr habt einfach eine andere Vorstellung von einer Freundschaft. Sie möchte am liebsten ständig mit dir zusammen hängen und du brauchst das jetzt nicht so oft, weil du deinen Partner als besten Freund ansiehst. (geht mir genauso)


    Und was man nicht vernachlässigen sollte, ihr beide kennt euch schon sehr lange. Und ich finde es ganz normal, dass egrade wenn man sich als Kind/Jugendliche kennengelernt hat, dass man sich unterschiedlich entwickelt mit den Jahren und dann einfach die Gemeinsamkeiten auch nicht mehr so da sind. Und ganz wichtig finde ich, Du bist in einer Partnerschaft, sie schon viele Jahre nicht. Dass Du kein Single-Leben leben kannst wie sie, scheint ihr nicht klar zu sein. Hätte sie jetzt einen neuen Partner, hätte sie auch weniger Zeit. Das wird echt oft vergessen.


    Ich mach das momentan mit meiner Freundin auch durch. Kennengelernt als Teenie, zusammengewachsen, auseinander gegangen, wieder zusammengewachsen. Gut, dann war ich Single, hatte viel Zeit, sie war zwar vergeben, ihr Partner aber immer am WE abends gearbeitet, so dass ich dann mit ihr mir die Nächte um die Ohren geschlagen habe, war auch auch ne Weile ganz witzig. Dann habe ich meinen Mann kennengelernt und hatte am WE dann nicht mehr so die Zeit. Hauptsächlich aber auch keine Lust mir die Nächte um die Ohren zu schlagen, weil es mir nichts gegeben hat. Und das war auch immer so ne einseitige Sache, wenns um Party machen ging, und dann sollte ich da hin kommen, andersrum oder zu was anderem als Party ging das dann nicht. Naja, es gab auch noch so ein paar andere Dinge die mich merken ließen, das passt einfach nicht mehr. Wir haben uns viel zu sehr auseinander entwickelt, und ich kann auch nicht immer nur auf alte Zeiten anstoßen.


    Manchmal bin ich traurig, dass das so gekommen ist, aber die Interessen gehen da einfach auch zu stark auseinander.


    Jetzt hab ich halt keine beste Freundin. Aber immer noch besser keine beste Freundin zu haben, als eine, mit der es sich falsch anfühlt. Und gute Bekannte habe ich einige, dazu mein Partner, dann reicht mir das.


    Tut dir das denn weh, wenn sie sich nicht mehr auf deine Nachrichten meldet? Bei mir ist das so, dass ich mir denke, ja dann nicht. Ich bin eher knatschig. Sie beschwert sich, ich würde mich nicht melden, aber sie meldet sich doch auch nicht bei mir. und dann frag ich mich, wieso muss ICH denn immer auf sie zukommen. Also genauso wie bei dir.


    Vielleicht reicht dir ja auch eine Bekanntschaft zu ihr. Vielleicht will sie das aber auch nicht mehr.


    Tja, so ist nun mal der Lauf der Dinge... ändert sich alles...

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    Weiß sie das? Wie zeigst du ihr das? Weißt du überhaupt was in ihrem Leben gerade los ist?


    Natürlich kennen wir nur deine Seite und nur einen kleinen Teil eurer Freundschaft, aber nach 3 Monaten mehr oder weniger Funkstille, würde ich mit einem Problem wahrscheinlich nicht zu dir kommen. Überhaupt wenn ich das Gefühl hätte, ich bin nur willkommen, wenn dein Freund gerade nicht da ist. Fällt mein Problem zufällig auf ein Wochenende, an dem dein Freund da ist, hättest du sowieso keine Zeit für mich. Muss nicht so sein! Es wäre nur aus der geschilderten Situation heraus mein Eindruck. Und wie könntest du ihr denn überhaupt finanziell aushelfen, wenn nötig, wenn du dir nicht einmal ein Wellnesswochenende leisten kannst?

    Grob weiß ich das schon, detailiert nicht wirklich. Mit Problemen würde sie jetzt wohl nicht zu mir kommen, ausser ich bin die letzte Hoffnung. Sie weiß eigentlich auch was bei mir los ist, denn in den letzten 3 monaten gabs bei mir nichts neues und große Sachen hätte ich ihr wohl trotz funkstille geschrieben.


    Ansonsten finde ich ist es etwas anderes wenn jemand ein Problem hat und wenn jemand Freizeit mit mir verbringen will. Das erste ist wichtig, da helfe ich, auch wenns ein Wochenende ist, wenns ein wirklich schlimmes Problem ist auch, wenn ich dafür einen Urlaub absagen muss oder ähnliches. Das weiß sie aber denke ich, schließlich kennt sie mich seit 20 Jahren. Das gleiche auch beim finanziellen. Wenns wirklich wichtig ist, klar dann würde ich helfen. Müsste ich halt meinen Kredit aufstocken, das tut mir weh, das mach ich nicht für ein Wellnesswochenede, denn das hab ich nicht, aber es wäre nicht das erste mal, dass ich mich in finanzielle Nöte begebe, wenn die des anderen einfach schlimmer sind und diejenige Person mir sehr wichtig ist. Bei ihr ist das aber nicht nötig. Sie ist zur Zeit wesentlich besser finanziell gestellt als ich, da sie etwas verdient und wieder in ihr Elternhaus gezogen ist (also quasi kaum Ausgaben hat)

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    Aber die Vertrautheit geht natürlich verloren, wenn man nicht mehr so eng ist.

    Kann es sein, das du alles daran festmachst wie oft man sich sieht?


    Das Beispiel deines Vaters zeigt es doch deutlich das nicht die körperliche Nähe ausschlaggebend ist.


    Ich denke allerdings, es ist fast ein Generationsproblem. Damit will ich dir nicht zu Nahe treten, aber ich habe den Eindruck das die jüngeren Generationen das Wort Freundschaft anders definieren als Ältere.


    Meine beiden besten Freundinnen leben je 450 und 300km weit weg. Wir sehen uns wenns paßt maximal 3mal im Jahr. Aber es ist eine tiefe, gewachsene Freundschaft bei der jeder für die andere durchs Feuer gehen würde.


    Heutzutage bestehen da u.U. andere Prioritäten. Kann man verstehen, muß man aber nicht.