Dabei finde ich Sprache nicht unbedingt off-topic. Wenn man ein gutes Gespür dafür hat und entsprechende Erfahrung kann die sicher ein guter Indikator sein um Faker die dies Forum regelmäßig nutzen wieder zuerkennen. Ich glaube beinahe jeder hat ein oder mehrere Angewohnheiten im sprachlichen Bereich ohne sich dessen bewusst zu sein, also auch ohne sie bewusst weglassen zu können.

    Zitat

    ein guter Indikator sein um Faker die dies Forum regelmäßig nutzen wieder zuerkennen.

    Richtig. Generell. Shojo und danae erkennt man schon, bevor man überhaupt beim Nick angekommen ist. ;-)


    Manche Faker und Unerkannt-bleiben-Woller enttarnen sich in ihren Folgefäden wirklich durch ihre Sprache. Ich bin gespannt, wann mal wieder ein Hauch von ..Pferdestallgeruch durchs Forum weht. :)_

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    Shojo und danae erkennt man schon, bevor man überhaupt beim Nick angekommen ist.

    Ohja ;-D ;-D


    Stimmt, Sprache ist eigentlich nicht so sehr weit vom Thema entfernt. Habe ich noch gar nicht richtig bedacht.

    Zitat

    Wenn man ein gutes Gespür dafür hat und entsprechende Erfahrung kann die sicher ein guter Indikator sein um Faker die dies Forum regelmäßig nutzen wieder zuerkennen.

    Oder gute, im Sinne erfolgreicher, Realfaker benutzen diese auch, um ihre Opfer um den Finger zu wickeln. Entweder passen sie ihr Sprachniveau an, oder suchen sich gleich Opfer auf der gleichen Kommunikationsebene.

    Nachdem hier etwas Ruhe eingekehrt ist, kann ich auch mal meinen Senf dazugeben, ohne zu stören, hoffe ich.


    Menschen, sofern sie keine Autisten sind, sind Meister der Einfühlung. Dieselbe Einfühlung, die das Opfer zum Opfer macht, ermöglicht dem Faker, seine Geschichte zu inszenieren, in seine Rolle zu schlüpfen, gar in ihr für eine (unbestimmte) Zeit aufzugehen. Sie ist es, die uns 2 Stunden einem Film im Kino oder Fernsehen zusehen lässt, was von außen höchst lächerlich wirken muss. Oder stundenlang in einem Roman zu lesen, der uns hoffentlich nicht allzuoft die Stirn runzeln lässt ob der Ungereimtheiten. In denen uns Realität vor Augen geführt wird, ohne real zu sein. Was wir in diesen Fällen mehr oder weniger klar wissen.


    Ich glaube, dass wir diese Gelegenheiten zur Einfühlung so dringend brauchen, wie Katzen ihre Krallen und Vögel ihre Schnäbel wetzen müssen. Täuschung ist eine Kunstform, Enttarnung ihre Kritik. Die Skala reicht beim Spiel mit den Gefühlen wie beim Spiel auf den Seiten einer Geige von einfach nur schlecht bis absolut atemberaubend.


    Ich vermute, dass vielen Menschen klar ist (durchaus nicht ganz unberechtigt), dass ihr Einfühlungspotenzial recht begrenzt ist, wenn sie sich als Ausgangsmaterial ausschließlich auf die Kette der Fakten in ihrem Leben beziehen sollen. Schläge wider das Selbstwertgefühl im Verbund mit einer Menge Geschichten aus Romanen und Filmen mit Fluchtpotenzial bestätigen und verdrängen diese unangenehme Selbsteinschätzung.


    Opfer und Täter finden sich auf der Suche nach Antwort auf dieselbe Frage: Wie kann mein Leben interessanter werden? Was verleiht ihm Bedeutung und Sinn? Bei beiden, so vermute ich, verblasst vor dem Hintergrund der aufregenden Interaktionen die schnöde Realität. Ein Traum scheint wahr zu werden. Aber Träume, die für wahr genommen werden, platzen. Ist das schlecht? Natürlich nicht. Hätte man sich gar nicht erst auf den Traum einlassen sollen? Aber was bleibt dann noch? Diese letzte Frage halte ich für wichtig. Woher kommt die Farbe im grauen Alltag?

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    Dieselbe Einfühlung, die das Opfer zum Opfer macht, ermöglicht dem Faker, seine Geschichte zu inszenieren

    Ich picke mal dieses Zitat heraus, meine aber niht konkret LovHus: Ich verstehe nicht, warum diese Empathie nicht auch dem potenziellen Opfer, das eben keines wird, zugestanden wird.


    Hier gibt es einen interessanten Faden, der gleichzeitig läuft: "Zu früh 'Ich liebe Dich'von airmax". Da haben wir einen Fall davon, dass jemand hellhörig wurde, mit sich rang, es beendete und natürlich auch drunter litt. Und man kann, finde ich, nicht immer damit kommen, dass die professionellen Faker das noch viiiel besser anstellen, das Reinlegen. Oder dass keiner sich, nachdem er es kapiert hat, lösen kann.

    Zitat

    Ich verstehe nicht, warum diese Empathie nicht auch dem potenziellen Opfer, das eben keines wird, zugestanden wird.

    Ich möchte klar zwischen Empathie und Einfühlung unterscheiden. Empathie ist Mitgefühl, "dein Leid ist auch mein Leid, deine Freude auch meine Freude". Einfühlung ist einfach nur die Fähigkeit mitzubekommen, was im anderen vor sich geht. Was dann auch zu sehr hässlichen Zwecken "benutzt" werden kann. Psychopathen haben Null Empathie, können aber Meister der Einfühlung sein und so ihr ganzes Umfeld manipulieren.


    Ob ein potenzielles Opfer eines wird oder nicht, hängt meines Erachtens nicht von seiner Empathie oder seinem Einfühlungsvermögen in den angehenden Täter ab, sondern ob es sich in den angebotenen Rahmen der Täter-Stories hineinziehen lässt oder nicht. Ich könnte aber nicht sagen, wieviel Wahlfreiheit da der Einzelne in einer konkreten Situation hat. Dürfte von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein.

    Ein Ausrufezeichen und ein Fragezeichen. Uta konnte sich gut in die von mir dargestellten Zusammenhänge einfühlen und empfindet sie als stimmig. Für Shojo fehlte noch die entscheidende Konkretisierung, die den Schreiber hinter dem Text hervortreten lässt und klärt, warum ich das geschrieben habe.

    Zitat

    Ich möchte klar zwischen Empathie und Einfühlung unterscheiden. Empathie ist Mitgefühl, "dein Leid ist auch mein Leid, deine Freude auch meine Freude".

    Du meinst den Unterschied zwischen kognitiver und emotionaler Empathie, schätze ich. Da muss man das Rad nicht neu erfinden und Begriffe umdefinieren, da gibt es bereits Abgrenzungen.

    Zitat

    Uta konnte sich gut in die von mir dargestellten Zusammenhänge einfühlen und empfindet sie als stimmig.

    Vielleicht ist Uta auch einfach sehr schnell zufrieden, wenn etwas erst mal ganz gut klingt, und fragt dann nicht weiter? Du kennst sie ja vermutlich nicht, kannst also nicht beurteilen, was genau ihr an deinem Beitrag gefallen hat und weshalb.

    Zitat

    Für Shojo fehlte noch die entscheidende Konkretisierung, die den Schreiber hinter dem Text hervortreten lässt und klärt, warum ich das geschrieben habe.

    Ja. Kein neues Phänomen und auch keins, bei dem ich damit auch nur ansatzweise allein stehe, mit solchem geschwurbel eine gewisse Ungeduld zu entwickeln. Hältst du das wirklich für etwas, das der Diskussion dienlich ist, wenn es um Leute geht, die sich hinter Geschichten verstecken, und du versteckst dich in deinem Beitrag mal wieder hinter Formulierungen? Allerdings eine interessante Paralele womöglich. Weshalb versteckst du dich so gern hinter Worten? Wo stehst du selbst, wo ist der Mensch LovHus, wo verortet er sich hier konkret?

    Übrigens, LovHus, wäre ich dir sehr dankbar dafür, wenn du dich wenigstens hier angesichts des Themas wirklich mal um Konkretheit bemühen würdest. In gewisser Weise ist deine Art, dich so allgemein zu äußern und Nachfragen damit notwendig zu machen, damit klar wird, was zum Geier du meinst, ebenfalls eine Masche, um Aufmerksamkeit zu generieren.

    Zitat

    Ein Traum scheint wahr zu werden. Aber Träume, die für wahr genommen werden, platzen. Ist das schlecht? Natürlich nicht. Hätte man sich gar nicht erst auf den Traum einlassen sollen? Aber was bleibt dann noch? Diese letzte Frage halte ich für wichtig. Woher kommt die Farbe im grauen Alltag?

    Soll ich dann am Ende dankbar sein, dass mich jemand verarscht hat, weil es mein tristes Leben für ne Zeit versüßt hat? ":/

    Zitat

    Ich möchte klar zwischen Empathie und Einfühlung unterscheiden. Empathie ist Mitgefühl, "dein Leid ist auch mein Leid, deine Freude auch meine Freude". Einfühlung ist einfach nur die Fähigkeit mitzubekommen, was im anderen vor sich geht. Was dann auch zu sehr hässlichen Zwecken "benutzt" werden kann. Psychopathen haben Null Empathie, können aber Meister der Einfühlung sein und so ihr ganzes Umfeld manipulieren.


    Ob ein potenzielles Opfer eines wird oder nicht, hängt meines Erachtens nicht von seiner Empathie oder seinem Einfühlungsvermögen in den angehenden Täter ab, sondern ob es sich in den angebotenen Rahmen der Täter-Stories hineinziehen lässt oder nicht. Ich könnte aber nicht sagen, wieviel Wahlfreiheit da der Einzelne in einer konkreten Situation hat. Dürfte von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein.

    Ja, das zum Einen, aber noch mehr.


    Menschenkenntnis, Intuition, Scharfsichtigkeit, (schlechte) Erfahrung, ein undefinierbares Gefühl des Unbehagens, wenn man mit dieser Person zu tun hat, Selbstvertrauen, innere Stärke; ich finde es sehr Einseitig, das Personen potenziell abzusprechen.


    Es gibt alle denkbaren Szenarien und Konstellationen. Genauso wenig, wie (manche) Menschen davor gefeit sind, sind es andere.


    Einen Mehrwert hat die Diskussion meines Erachtens, wenn man nicht darauf besteht, dass jeder ein potenzielles Opfer ist, sondern wie man möglichst viele davor bewahrt, es zu werden.