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    Denkt mal darüber nach, ob ihr wollen würdet, dass euch das jemand antut!

    Alternativ könnt ihr auch darüber nachdenken, wie sich das anfühlen wird, wenn euch euer Verhalten schmerzhaft und real auf die eigenen Füße fällt.

    Treeclimber, diese dritte Person hat Dir etwas im Vertrauen erzählt, was sie Dir nicht hätte erzählen sollen. Sie bringt Dich dadurch in eine unmögliche Situation. Ich würde an Deiner Stelle dieser dritten Person mitteilen, dass die Situation für Dich untragbar geworden ist und Du die betreffende Person darauf ansprechen möchtest. Dann könnt ihr absprechen, ob es möglich ist, besagte dritte Person da rauszuhalten (im Normalfall wohl nicht, manchmal aber schon) oder ob sie Deiner Freundin selbst mitteilen möchte, dass sie eine Information weitergegeben hat, die nicht für Deine Ohren bestimmt war.


    Ist Deine langjährige Freundin denn jemand aus Deinem direkten Umfeld oder eine Internet- oder Brieffreundin? Im letzteren Fall kann ja manchmal einfach ein Treffen Abhilfe schaffen. Ich hatte das auch schon mal, dass jemand, den ich nur virtuell kannte, ein bisschen gezweifelt hat, ob ich wirklich "die bin, die ich zu sein vorgebe"; ein persönliches Treffen hat da schnell alle Zweifel ausgeräumt.

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    Jedenfalls ist es ein richtig beschissenes Gefühl, wenn du verdächtigt wirst, etwas getan zu haben, was du nicht getan hast. Besonders schlimm dabei empfinde ich, dass mir Lügen unterstellt werden, da ich Lügen abgrundtief hasse

    Treeclimber


    boah, das glaub ich dir und es tut mir leid dass du gerade durch deine Offenheit jetzt so verletzt wirst.


    Ich finde es gut, dass du uns diese Geschichte erzählt hast, sie zeigt wie verletzend und zerstörerisch falsche Anschuldigungen sein können. Genau das ist es, was mir schon die ganze Zeit hier beim Lesen herumgwuselt ist und ich konnte es nicht verwörtern.


    Danke für deinen Beitrag , den Tip von Shojo finde ich übrigens sehr gut .

    @ Shojo

    Richtig, es ist eine unmögliche Situation, aber vor allem auch eine unnötige, wäre meine Freundin ehrlich zu mir gewesen. Ich bin trotz allem froh es zu wissen, auch wenn ich es lieber von meiner Freundin persönlich erfahren hätte. Ehrlichkeit ist mir verdammt wichtig, alles andere hat für mich wenig Sinn! Es ist zwar ein saudummes Gefühl, dass ich weiß, wie sie wirklich über mich denkt, aber mir ist die Wahrheit lieber als irgendein falsches Getue, bei dem nichts mehr echt ist, ohne dass ich es bemerke.


    Ja, leider ein virtueller Kontakt (aufgrund von einigen Kilometern zwischen uns), sonst hätte es dazu gar nicht kommen können. Ein Treffen wäre schön, leider ist das alles nicht so einfach zu regeln. Zum einen wegen der Entfernung, zum anderen nicht so, wie du vorschlägst, da ich zu der dritten Person keinen Kontakt mehr habe. Irgendwie aber auch nicht schlimm, da ich den ersten Schritt eigentlich sowieso von meiner Freundin erwarte. (Vielleicht blöd, ich weiß :-/)

    Porzellanseele, ich hab länger drüber nachgedacht, ob ich hier öffentlich davon erzählen will. Aber da mein Ärger über Faker durch diesen Faden noch größer wurde, fand ich es dann doch eine gute Idee.


    "Zerstörerisch" ist leider eine treffende Bezeichnung des Ganzen.

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    Irgendwie aber auch nicht schlimm, da ich den ersten Schritt eigentlich sowieso von meiner Freundin erwarte. (Vielleicht blöd, ich weiß :-/)

    Völlig bescheuert sogar. Gerade wenn Du zu der dritten Person ohnehin keinen Kontakt mehr hast. Es lässt sich ganz schlicht so regeln, dass Du Deiner Freundin schreibst: "Hör mal, damals hatte ich durch XY den Eindruck, als wärst Du Dir nicht ganz sicher, ob all das wirklich so stimmen kann. Ich würde Dich gern mal treffen und das ausräumen, das verletzt und trifft mich sehr."
    Ich habe nie erlebt, dass sich eine gewisse Grundskepsis bei virtuellen Kontakten (die ich übrigens nicht verletzend finde, sondern bis zu einem bestimmten Maß vollkommen normal und sogar gesund, ehe man sich mal getroffen hat) nicht leicht ausräumen ließe. Wie kompliziert können Umstände sein? Meistens nur so kompliziert, wie man sie macht. Denn schau, hier zum Beispiel:

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    Richtig, es ist eine unmögliche Situation, aber vor allem auch eine unnötige, wäre meine Freundin ehrlich zu mir gewesen.

    Wenn ich ernstlich am Wahrheitsgehalt dessen zweifle, was mir eine rein virtuelle Bekanntschaft erzählt, dann hau ich ihr das doch nicht so ungebremst rein? (Also - ich vielleicht schon, wenn ich gerade erzürnt bin, aber höflich und diplomatisch ist das nicht, und glaub mal bloß nicht, das wäre weniger verletzend). Dann taste ich mich da ein bisschen ran und suche nach konkreten Belegen für die Echtheit. Und da ist jetzt die Frage: Weshalb findet sie die bei Dir nicht? Was lässt sie zweifeln? An was genau zweifelt sie? Wie kannst Du das ausräumen?
    Du liebst die Offenheit. Fein. Deine Freundin hat jemandem gegenüber ihre Zweifel geäußert, nicht Dir gegenüber. Jetzt äußerst Du uns gegenüber Deine Verletztheit, aber nicht ihr gegenüber. Bist Du wirklich in der Position, Deine große Offenheit zu betonen und ihre mangelnde Offenheit zu beklagen? Krieg den Hintern hoch, sprich offen mit ihr und mach Dich sichtbar.

    @ Shojo

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    Wenn ich ernstlich am Wahrheitsgehalt dessen zweifle, was mir eine rein virtuelle Bekanntschaft erzählt, dann hau ich ihr das doch nicht so ungebremst rein? (Also - ich vielleicht schon, wenn ich gerade erzürnt bin, aber höflich und diplomatisch ist das nicht, und glaub mal bloß nicht, das wäre weniger verletzend).

    Weniger verletzend vielleicht nicht, aber immer noch besser als es rein zufällig durch eine dritte Person zu erfahren. Hat aber sicher auch mit meiner Vergangenheit zu tun, weil ich es hasse, wenn hinter meinem Rücken über mich und nicht direkt mit mir gesprochen wird. Das ist dann also eher meine Baustelle.

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    Wie kannst Du das ausräumen?

    Gute Frage, auch insofern, dass es mir einfach stinkt, dass ich meine Unschuld beweisen muss.

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    Bist Du wirklich in der Position, Deine große Offenheit zu betonen und ihre mangelnde Offenheit zu beklagen?

    Möglicherweise ein berechtigter Einwurf.


    Muss zugeben, dass ich mich bei solchen Vorkommnissen auch erstmal wie ein verletztes Tier zurückziehe und viel später dann drüber nachdenke, was ich tun sollte oder könnte. Ich hätte es wahrscheinlich längst angesprochen, wäre es persönlich möglich gewesen, das war es aber nicht. (Natürlich ein Aspekt, den ich auch in ihrem Verhalten/Schweigen berücksichtigen muss) ??Zudem gab es dieses Jahr Veränderungen in meinem Leben, so dass diese Sache sehr in den Hintergrund gerückt war, bis ich jetzt diesen Faden las.??

    mhm , nicht nur plakatieren auch ausführen, was hat dich bisher daran gehindert, wenn du zur Person drei keinen Kontakt mehr hast Treeclimber ?


    Verstehe ich jetzt auch nicht so ganz, mir wäre es ein Anliegen, gerade weil du sie ja als Freundin bezeichnest - klar Schiff zu machen.

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    Gute Frage, auch insofern, dass es mir einfach stinkt, dass ich meine Unschuld beweisen muss.

    Unschuld? Großes Wort. Betrachte es mal ganz pragmatisch: Du kennst jemanden ausschließlich virtuell, nicht persönlich (gab es wenigstens mal Telefongespräche? Postkarten? Irgendwas?) Bei Dir passieren krasse Sachen. Persönliches Treffen ist "schwierig" (warum? Habt ihr es denn mal vorgehabt? Wenn ja, was kam dazwischen?) Die andere Person hat Zweifel. Das ist unter bestimmten Umständen, die bei euch gegeben scheinen, völlig normal. Und, mal ganz ehrlich - Du schreibst viel von Ehrlichkeit, aber Du wirkst hier nicht wirklich wie jemand, der sehr geradeaus denkt und handelt. Hier Vergangenheit, dort dritte Person im Spiel, dazu die Kindheit und Familie ... Du machst hier in diesem kurzen Auftritt im Faden bereits etliche Verrenkungen.
    Gab es denn mal den Plan, euch zu treffen? Und falls ja, von wem ging das aus, und woran (also: an wem von euch) ist es letzten Endes gescheitert?

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    Hat aber sicher auch mit meiner Vergangenheit zu tun, weil ich es hasse, wenn hinter meinem Rücken über mich und nicht direkt mit mir gesprochen wird. Das ist dann also eher meine Baustelle.

    Du sprichst hier hinter ihrem Rücken über Deine Freundin und nicht direkt mit ihr.


    Auf jeden Fall bist Du ganz gut darin, mit dem Finger auf andere Leute oder auf widrige Umstände zu zeigen.

    Damit möchte ich Dir übrigens nichts unterstellen, aber ich denke halt: Es ist ganz normal, dass man eine gewisse emotionale Distanz hält, wenn man jemanden noch nie getroffen hat. Es gibt einige Menschen, die mir sehr nachdrücklich am Herzen liegen, obwohl ich sie nie persönlich getroffen habe, aber niemand von ihnen ist verschwurbelt, da ist alles auch über lange Zeit stimmig. Und ein persönliches Treffen empfinde ich als superwichtig, denn ohne das bleibt es eben eine virtuelle Sache mit eingebauter Minimaldistanz, so klein sie auch sein mag. Und wenn dann Unstimmigkeiten auftreten, sich womöglich sogar häufen, dann finde ich es vernünftig, auf Abstand zu gehen.

    danae

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    Es sei denn man betrachtet den Gewinn an Wissen an sich als Wert an sich, auch wenn man es nicht praktisch nutzen kann. So jedenfalls geht es mir.

    Wieso das denn?! Ich hoffe, ich habe das jetzt richtig verstanden, aber man kann aus diesem Faden durchaus mitnehmen, dass man vorsihtig sein sollte beim Kontakt mit neuen Menschen (ih fand das Beiispiel mit dem Noch-mal-Nachschauen, wenn man über die Straße geht, ganz gut).


    Dann, dass wohl jeder Mensch zu unterschiedlichen Zeiten und bei individuell unterschiedlichen Dingen eine sehr sensible Seite hat, wo ein Manipulator potenziell leichtes Spiel hat. Es wäre gut, wenn man erstens so Grundstabil ist (das kann man sih erarbeiten), dass man nicht dazu neigt, von anderen Menshen abhängig zu sein sondern jederzeit einen unschönen Kontakt (auch wenns weh tut) lösen kann und dass man über seine sensiblen Seiten gut Bescheid weiss.


    Dann kann man doch auch aus schlechten Erfahrungen oder denen anderer Leute lernen usw. usf.


    Na gut, da müsste dann der Manipulator shlechthin kommen, der das über Jahe unbemerkt aufreht erhalten kann oder eben, wie schon geschrieben, es müsste wie Puzzleteile zusammen passen, aber auh da kann sich die ausgenutzte Seite weiterentwickeln, mehr Selbstwertgefühl entwickeln usw.


    Es wurde hier doch deutlich, dass viele es erstens shnell gemerkt haben und auch wieder aus den Situationen raus sin. Ich verstehe niht, warum du so pessimistisch bist ":/ (Also natürlich kann das jedem passieren, realistisch ist aber, dass es einigen passiert, einigen nicht, einige es schnell bemerken, andere später, einige sich schnell lösen, andere länger brauchen usw.)



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    "Ach, wenn er oder sie das nicht wollte, dann wärs doch gar nicht passiert, da gehörn ja immer zzwei dazu, nech?"

    Na man kann bestimmt nicht von bewusst wollen á la "Ich wünsche mir einen PArasiten, der mich benutzt und so richtig schön verarscht" sprechen. Aber dass es da unbewusste Schlüssel-Schloss-Mechanismen gibt, das glaube ich schon. Jeder würde vielleicht auf wen anders reinfliegen aber irgendwas kriegt man doch auch (vermeintlich) dafür. Und wenn es nur was ungesundes ist wie seine masochistische Seite bedienen zu können, unentbehrliche Mutter Theresa sein oder so was.

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    was ich über eine dritte Person (und leider nicht von ihr selbst) erfahren habe.

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    so erzählte es mir besagte dritte Person

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    Als ich das von der dritten Person erfuhr, brach für mich eine Welt zusammen!

    Wie kommt es, dass Du einer dritten Person so vorbehaltlos geglaubt hast?

    Log Lady, mariposa

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    Soll ich dann am Ende dankbar sein, dass mich jemand verarscht hat, weil es mein tristes Leben für ne Zeit versüßt hat?

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    Meinst Du damit so etwas wie Du hast es doch auch gewollt?


    Erfreulich, dass Du immerhin noch vom Täter - und nicht vom Wohltäter - schreibst.

    Ihr glaubst nicht im Ernst, dass ich das sagen wollte.

    chance

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    Ich suche keinen Traum, sondern echte ehrliche Menschen. Und wenn genau diese Annahme dann platzt, dann ist das selbstverständlich schlecht.

    Schlecht ist, dass jemand die Annahme falsch sein ließ. Mein "selbstverständlich nicht" bezog sich darauf, dass die falsche Annahme geplatzt ist. ??Wobei diese Selbstverständlichkeit hier im Forum auch schon in Frage gestellt worden ist. Im Zusammenhang mit sexueller Untreue wird immer wieder vertreten, dass "mich (ihn/sie) nicht heiß macht, was ich (er/sie) nicht weiß".??

    danae

    Zitat

    Aber schöne Idee, es könnte auch Faker geben die sich rechtfertigen in dem sie dem Gedanken da oben folgen.

    Keine Ahnung, wie sich Faker rechtfertigen. Jemandem ungefragt gefakte Farbe anzudrehen, nur weil er eine Lücke entdeckt hat, die er füllen kann, ist sicher nichts, was ich verteidigen will. Scheint ja an mehreren Stellen so angekommen zu sein. Sorry dafür.

    Luis

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    Einen Mehrwert hat die Diskussion meines Erachtens, wenn man nicht darauf besteht, dass jeder ein potenzielles Opfer ist, sondern wie man möglichst viele davor bewahrt, es zu werden.

    Schwierig, aber ja. Einen Mehrwert hat die Diskussion auch dann, wenn es Opfern besser gelingt, über die Schweinerei, die ihnen angetan wurde, hinwegzukommen. Auch schwierig.

    Ralph

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    Blöde Vergleiche!

    Kino und Romane sind keine Vergleich mit Realfakes, sondern dienten zur Illustration, dass Einfühlung keine reale Basis braucht. Das ist ja das Problem, sonst wäre realfaking nicht möglich.

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    Schwierig, aber ja. Einen Mehrwert hat die Diskussion auch dann, wenn es Opfern besser gelingt, über die Schweinerei, die ihnen angetan wurde, hinwegzukommen. Auch schwierig.

    Ach so, dann hat danae vielleicht das gemeint. Klar ist es dann zu spät. Andererseits kann man sich doch sagen, dass man es geschafft hat, da raus zu kommen. Kann im Nachhinein wissen, dass man sich eigentlich doh auf sein Bauhgefühl verlassen kann. Aber klar, wenn man erst mal so ein Pech hatte, muss man da erst mal wieder auf die Füße kommen, richtig.