Scheidung und so...

    Hallo ihr Lieben,


    kleine Frage: Wenn man seit 3 Jahren von Tisch und Bett getrennt ist und sich scheiden lassen möchte, kann dann ein Ehepartner sagen, dass der andere die Kosten der Scheidung komplett selbst tragen muss? Also Anwalt- und Gerichtskosten? Danke ;-)

  • 11 Antworten

    Ein Ehepartner kann entscheiden was er will, die Entscheidungen hierüber treffen Anwälte und/oder Gerichte.


    Du kannst dich an Caritative Organisation wenden, Auskünfte dürften kostenlos sein.


    Hier genauer darauf einzugehen, dürfte iwann in eine Rechtsberatung übergehen, was auf med1 nicht erlaubt ist.

    Erst mal vielen Dank. Aber ein Partner kann nicht einfach so verfügen, dass die Kosten der andere zu tragen hat, oder?

    Hab ich ... aber ich blick da ehrlich gesagt nicht so wirklich durch :(. Also nur soviel, dass der Partner der die Scheidung beantragt erst mal die Anwaltskosten und die Gerichtskosten übernimmt, sofern nur ein Anwalt beauftragt ist. Bei Hartz IV springt wohl der Staat ein. Geht auch nicht um meine Scheidung, sonder um die meines Partners. Dessen Noch-Ehefrau hat ihm ne böse Nachricht geschickt, dass er die Kosten alleine tragen wird. Der ist mittlerweile so genervt, dass er das auch gerne tun wird. Aber ich finds einfach nicht ok. Die beschimpft uns die ganze Zeit aufs Übelste. Wir reagieren allerdings überhaupt nicht darauf. Das ist einfach nur eine "drauf" mit dem Scheidungskosten komplett alleine tragen. Ich war übrigens nicht der Grund für die Trennung, die beiden waren schon 2 Jahre getrennt, als wir uns kenngelnert haben.

    Hey, ich will aber auch niemand hier in eine Art "Rechtsberatung" drängen. Wollte einfach nur wissen, ob man als Ehepartner einfach so sagen kann: "Du willst die Scheidung, dann zahlst du sie auch" ...

    Grüße

    Ganz einfach:

    Ein Gericht wird frühestens tätig, nachdem die Kohle auf seinem Konto verbucht ist.

    Das bedeutet im Allgemeinen, dass die Klägerseite erst einmal zahlt.

    Danach geht 'der Krieg nach Noten' dann los...

    Und wer letztlich wem was zahlen muss, legt schließlich das Gericht fest.

    Cookievictim schrieb:

    Wollte einfach nur wissen, ob man als Ehepartner einfach so sagen kann: "Du willst die Scheidung, dann zahlst du sie auch" ...

    Aus dem obigen Link :


    "...Jeder Ehegatte bezahlt seinen von ihm beauftragten Anwalt selbst. Wer nicht genügend finanzielle Mittel hat, seinen Anwalt zu bezahlen, kann Verfahrenskostenhilfe beantragen..."


    "...Die Gerichtskosten müssen auch immer im Voraus bezahlt werden, ansonsten beginnt das Gericht nicht mit der Arbeit.

    Die Gerichtskosten muss zunächst derjenige Ehegatte bezahlen, der die Scheidung einreicht. Der die Scheidung einreichende Ehegatte muss übrigens auch immer die vollen Gerichtskosten vorauszahlen...."


    "...Auch wenn in der Regel das Familiengericht später im „Scheidungsurteil“ entscheidet, dass jeder Ehegatte die Gerichtskosten zur Hälfte zu tragen hat, so muss gleichwohl der die Scheidung einreichende Ehegatte die Gerichtskosten zunächst voll bezahlen. Später kann der Ehegatte aufgrund des Scheidungsurteils vom anderen Ehegatte die Hälfte der Gerichtskosten erstattet verlangen...."

    (Hervorhebungen durch mich)


    Was ist daran nicht zu verstehen?

    Eine Scheidung macht ein Gericht, dort besteht Anwaltszwang. Die kostengünstigste Variante ist die, dass nur eine Partei einen Anwalt hat, der dann die Scheidung bei Gericht beantragt. Dazu sollten sich beide Partner über die Modalitäten wie Vermögensaufteilung, Unterhalt, Kinder Sorgerecht etc. einig sein, denn das ist dann nicht Teil des Verfahrens. Wenn nun ein Partner die Scheidung einreicht über einen Anwalt, dann kann der sicher auch im Detail erläutern, wie das mit der hälftigen Kostenerstattung durch einen ggf. unwilligen Ex Partners laufen wird.