Schlechtes Verhältnis zwischen meinem Mann und meiner Mutter

    Hallo zusammen.


    Wie oben beschrieben ist das Verhältnis zwischen meinem Mann und meiner Mutter nicht (mehr) das beste. Von meinem Mann muss ich mir ständig Gemecker anhören, von meiner Mutter ebenso. Ich stehe hilflos dazwischen.


    Mein Mann und ich sind 13 Jahre zusammen und bald 12 Jahre verheiratet. Es gab viele Höhen und Tiefen in unserer Ehe. Er nimmt Antidepressiva seit letztem Jahr März. Allerdings oft unregelmäßig...

    Ich vermute aufgrund vieler passender Symptome ADHS bei ihm, ist unserem Sohn ( getestet) sehr sehr ähnlich, der Neurologe allerdings meint es wären Depressionen..

    Er kam eigentlich immer gut mit meinen Eltern aus. Nur mit meiner 12 Jahre jüngeren Schwester hatte er immer seine Probleme. Provozierte, meckerte über sie. Dann war mal 2 wochen alles gut und dann ging es wieder von vorne los. Kontakt zu ihr ist heutzutage sehr wenig, seitdem sie nicht mehr im gleichen Ort wohnt. Wir sehen uns 1-2 x jährlich. Da reißt sich mein Mann mittlerweile zusammen.


    Meine Mutter ist psychisch krank seit ich denken kann. Zwänge bestimmen ihr Leben, zumindest in ihrem eigenen Haushalt. Ausserhalb merkt man ihr nichts an.

    Dementsprechend war sie nicht in der Lage ein normales Leben zu führen. Ich wuchs in schwierigen Verhältnissen auf. Mein Vater kümmerte sich um den Haushalt, um mich und ging arbeiten. Dauerstreit zwischen meinen Eltern mit Handgreiflichkeiten von Seiten meines Vaters gegenüber meiner Mutter. Umgekehrt erpresste sie ihn oft... zerschnitt Kleidung usw. Das meine Mutter viele Fehler machte weiß sie. Unser Verhältnis wurde erst besser, als ich mit 18 auszog. Meine Eltern waren lange geschieden, kamen aber wieder zusammen. Mein Vater kümmerte sich dauerhaft bis zu seinem Tode um den Haushalt, Einkauf usw.

    Sie machte jahrelang Therapie, ging in eine Selbsthilfegruppe, und nahm Antidepressiva. Phasenweise war es etwas besser, mal wieder schlechter.

    Irgendwann ließ sie alles weg, meinte sie wäre austherapiert.


    Nun ist es so:

    Als mein Vater 2016 starb, änderte sich alles.

    Meine Mutter muss seitdem irgendwie alleine zurecht kommen.

    Sie kommt alle 2- 3 Tage um hier was warmes zu essen. Ich koche für sie mit und wasche ihre Wäsche (kann sie aufgrund der Zwänge nicht). Ihr Haushalt kann sie nicht führen. Zudem hat sie durch die zwänge einen riesen Verbrauch an Taschentücher, die sie in normale Müllsäcke füllt und im ehemaligen Zimmer von meiner Schwester lagert. Einmal hat ne Freundin ihr die Säcke zur Müllkippe gebracht.

    Sie kann es aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr. Vor 2 Jahren habe ich einmal mit meiner Oma zusammen ihre Wohnung komplett geputzt. Letztes Jahr habe ich nur einmal das Bad gemacht. Sie weiß, das ich nicht permanent ihre Wohnung putzen kann und will.

    Natürlich würde ich mir wünschen, eine ganz normale Mutter zu haben, aber es wird nie so sein und deshalb arrangier ich mich damit einfach.

    Hilfe wie Therapie usw. Will sie nicht... bringt eh nichts, meint sie. Tipps und Ratschläge verkneife ich mir mittlerweile, werden eh nicht angenommen.


    Sie betreut sehr oft unsere Kinder, wenn wir arbeiten müssen und Ferien sind oder die Kinder krank sind. Auch zur lockdown Zeit hat sie die ersten Wochen die Kids betreut. Dafür bin ich sehr sehr dankbar. Denn ohne sie hätten wir oft ein Problem.


    Mein Mann allerdings ist scheinbar zunehmend genervt von ihr... die letzten Wochen redet er nur knapp angebunden mit ihr... wenn ich darum bitte, mit ihr normal umzugehen, heißt es, tut er doch.

    Das sehe ich anders, bekomme oft mit in welchem Ton er mit ihr spricht. Aber auf die Kinder aufpassen das soll sie laut seiner Meinung, am besten ohne ihre Mitsprache, einfach dann wenn wir sie brauchen...

    Das finde ich nicht okay.

    Prallt aber von ihm ab, wenn ich es sage.


    Meine Mutter hingegen fühlt sich in Gegenwart meines Mannes momentan unwohl.

    Im Gespräch mit mir kam dann vor paar Tagen raus das sie mehr Hilfe von ihm erwartet, z.B. die Müllsäcke wegzubringen. Ehrlich gesagt war ich da ein wenig geschockt...

    Es hieß wortwörtlich, andere schwiegersöhne tun so viel für ihre Schwiegermütter...


    Auch das wiederum finde ich nicht okay. Denn wir sind für Ihren "Müll" nicht zuständig.

    Zumal ich gut verstehe das mein Mann es nicht tun mag. Ich selber würde mich auch schämen mal eben einen Anhänger mit 80 oder mehr Säcken wegzubringen und bin froh das ich die Säcke eh nicht schleppen kann.

    Wir helfen Ihr soweit für uns möglich.


    Alles in allem würde ich mir einfach wünschen, dass das Verhältnis zwischen den beiden wieder besser wird. Wenn ich beiden unabhängig voneinander sage das sie das unter sich klären sollen, und zusammen sprechen sollen herrscht wenig Begeisterung.


    Was sollte ich am besten Tun?

    Mich belastet das gerade ungemein.

  • 17 Antworten
    Zitat

    Wir helfen Ihr soweit für uns möglich.

    Magst du das mal konkreter beschreiben? Keine Angst, ich will dir nichts anlasten. Aber ein Gefühl, was die Mama denken könnte, wäre schon nicht schlecht.

    Ich wasche ihre Wäsche, koche für sie mit, sie isst 3x wöchentlich hier und bekommt von uns auch jeden Monat etwas finanzielle Unterstützung.

    Ich möchte halt keinen emotional verletzen.

    Aber so wie es gerade ist, belastet mich es.

    Mein Mann und ich streiten die letzten Wochen öfter wegen ihr. Ich sage er soll freundlich ihr gegenüber sein und er meint er macht ja nix schlimmes.. aber sein Verhalten ihr gegenüber hat sich dermaßen verändert, das fällt eben auf.

    Könntet ihr vielleicht einen Mediator einschalten? Manchmal hilft es ja, wenn eine neutrale Person ein Gespräch moderiert und vielleicht helfen kann, eine bessere Kommunikation zu erreichen? Du bist halt emotional mit beiden verstrickt.

    Zitat

    Ich wasche ihre Wäsche, koche für sie mit, sie isst 3x wöchentlich hier und bekommt von uns auch jeden Monat etwas finanzielle Unterstützung.

    Ja, also du kochst, du wäscht. Da kann ich schon nachvollziehen, dass sie meckert, dass ihr Schwiegersohn nichts für sie tut.

    Und da sie eure Kinder auch mitbetreut, halte ich es aus ihrer Sicht für legitim, dass sie erwartet, dass ihr Schwiegersohn mal die Mülltüten wegfährt.


    Spielt aber vielleicht keine Rolle, was sie denkt. Da bei deinem Mann eine psychische Diagnose vorliegt, kann er das vielleicht im Moment auch nicht. Das könnt nur ihr bzw. der Psychologe einschätzen. Und ich würde ihr das unmissverständlich klar machen, wenn es so wäre. Emotionale Verletzung hin oder her. So stehst du nur permanent zwischen den Stühlen.


    Deinem Mann könntest aber vielleicht auch mal klar machen, dass er seine Medikamente regelmäßig nehmen soll. Das ist doch für dich auch kein Zustand, wenn es ohne nicht geht.


    Ist denn deine Mutter irgendwo in ärztlicher Behandlung? Ich meine grundsätzlich irgendwo und nicht nur psychologisch. Sie blockt ja fremde Hilfe ab, wenn du das ansprichst. Aber vielleicht kann ein "Fachmann" eher zu ihr durchdringen.

    An sich ist das ja ein unhaltbarer Zustand, wenn sie den Haushalt selber nicht führen kann und in ihrem eigenen Siff lebt.

    Wenn ihr selber zu ihr nicht durchdringt, macht es vielleicht Sinn, wenn ihr öffentliche Wege geht. Da kenne ich mich aber nicht aus. Sozialamt würde mir da eventuell noch einfallen. Manche Menschen muss man zu ihrem Glück zwingen.

    Das du den kompletten Haushalt nicht übernimmst, da würde ich mir keine Gedanken machen. Selbst wenn du könntest. Du hast eine eigene Familie, die dich braucht und ein eigenes Leben. Aber du solltest vielleicht diesbezüglich nicht aus den Augen verlieren, dass sie oft eure Kinder betreut. Das scheint für euch auch eine enorme Entlastung zu sein. Wenn das natürlich von deinem Mann ausgeht und du das so okay nicht findest, dass sie springt, wenn er pfeift, ließe sich da vielleicht eine andere Lösung zur Kinderbetreuung finden? Ich dachte jetzt an Kita, Hort oder so.


    Das dein Mann sich ihr gegenüber höflich verhalten sollte, wenn sie schon die Kinderbetreuung übernimmt, sehe ich auch so. Es ist aber die Frage, ob er nicht will oder aufgrund seiner psychischen Problematik und der unregelmäßigen Medikamenteneinnahme nicht kann. Letzteres könnte man lösen.


    Mich schockt das Verhalten deiner Mutter nicht wirklich. Es hat sich ja immer jemand umfassend gekümmert. Und jetzt ist sie auch noch alt. Da setzen manche voraus, dass die Kinder sich kümmern. Die Frage ist wie. Ihr könnt nicht, was ich nachvollziehbar finde. Sie will es anders nicht. Deswegen müsst ihr sehen, dass ihr sie irgendwie zwingt. Vielleicht leiert ihr auf einfach mal was an. Einfach im Stich lassen ist ja sicher keine Option.


    Was ich persönlich nicht ok finde, ist, dass du dich für deine Mutter schämst. Sie kann für ihre psychische Problematik auch nichts. Die Müllsäcke hängen da ja mit zusammen. Sie kann nicht anders. Und offenbar ist es über Jahrzehnte niemand gelungen, sie von ihren Zwängen zu befreien. Es tut mir leid, dass du so aufwachsen musstest. Aber die Erkrankung der Mutter ist kein Grund sich zu schämen.


    Im Grunde genommen seid ihr für deine Mutter gar nicht "zuständig". Aber könnt ihr das gefühlsmäßig aushalten?


    Unter sich werden wohl zwei psychisch kranke Menschen keine gemeinsame Basis finden. Und du kannst nicht ewig die Vermittlerin spielen. Da brauchst als nächstes du einen Psychologen. Dein Mann muss zusehen, dass er psychisch wieder auf die Beine kommt. Deine Mutter hat mehrere Baustellen. Da könnt ihr sie entweder selbst unterstützen oder zwangsweise etwas anleiern. Ansonsten bleibt wohl nur versiffen lassen. Aber ob das gefühlsmäßig angenehm und rechtens ist - keine Ahnung.


    Von allein wird da jedenfalls gar nichts anders.

    Meinem Mann muss ich hin und wieder darauf hinweisen das er die Tabletten regelmäßig nehmen muss. Dann geht es paar Wochen gut und dann "vergisst" er es wieder öfter.

    Das mit der kinderbetreuung geht nicht anders. Sie betreut die Kinder wenn die Kita und Schule geschlossen ist oder die Kinder krank sind. Unsere kleine Tochter war immer sehr oft krank. Wenn ich sa jedesmal zu Hause geblieben wäre, hätte ich keine Arbeitsstelle mehr gehabt. Z.b. Von Oktober 2018 bis Februar 2019 waren es 10 Infekte.. es ist auch nicht so das mein mann es ihr so sagt das sie so und so aufzupassen hat. Mir gegenüber auch nicht direkt, doch durch die Blume hört sich das genau so an. Wenn wir sie für die Kinderbetreuung benötigen, frage ich sie grundsätzlich, nicht mein Mann.


    Ich habe gestern noch krach mit ihm gehabt. Ich möchte halt einfach das er vernünftig mit ihr umgeht. Ich hoffe er setzt es nun auch um.

    Zu meiner Mutter:

    Als mein Vater starb, holte ich Hilfe von außen, da mir klar war, das es mit meiner Mutter und dem Haushalt schwierig werden würde.

    Es gab ein Gespräch mit einem Mann von einem allgemeinnützigen sozialen Institut.

    Der Mann hörte sich die Problematik an und schlug ein betreutes Wohnen vor. Das wollte meine Mutter nicht. Sie hatte sich in den Kopf gesetzt, das sie einmal die Woche eine Haushaltshilfe haben möchte. Natürlich umsonst, da sie selber kein Geld hat, um eine Putzhilfe zu bezahlen.

    Dieser Herr hat ihr klar gemacht, das es keine unentgeltliche Haushaltshilfe geben wird. Einmalig haben einige Helfer zusammengepackte Müllsäcke und Möbel etc. Abgeholt. Die Wohnung entrümpelten meine Schwester, meine Oma und ich vorher. Es musste alles parat stehen für die Abholung.

    Dann war hier in der Nähe von ubs eine kleine Wohnung frei. Ihre Freundin und ich versuchten sie davon zu überzeugen, das ein Neuanfang mit kleinerer wohnung und somit weniger Haushalt prima passen würde... nein, sie wollte nicht.


    Ich schäme mich nicht für meine Mutter! Ich würde mich aber schämen, an der mülldeponie mit soviel säcken vorzufahren.

    Meine Mutter hat keinen Neutralen von außen. Nur Familie und 2 Freunde. Sie nimmt aber generell nicht wirklich Hilfe an. Zumindest keine Tipps und Ratschläge... Therapie bringt nix, Tabletten nützen nix... ihre Aussage.

    Mein Gefühl dazu: sie möchte einfach alles so lassen wie es ist... wobei ich nicht einordnen kann, warum... sie sagt selber sie leidet extrem unter ihrer Situation, aber verändern will sie eben nichts.


    Klar, muss ich akzeptieren das sie keine Therapie möchte und das tue ich auch. Wobei ich mir immer noch wünschen würde das sie sich hilfe sucht und sich ihre psychische Situation verbessert.


    Ich helfe ihr auch wirklich gerne, aber ich habe damals selber eine Therapie gebraucht um alles zu verarbeiten was ich in meiner Kindheit erlebt habe.


    Aufgrund das ich während meiner Jugend nach dem Auszug meines Vaters jahrelang für Haushalt, Kochen usw. Zuständig war, natürlich unfreiwillig... (sie wusste mich unter druck zu setzen, ich war schön co abhängig), musste ich erstmal lernen, das ich nicht für alles zuständig bin, das ich mein eigenes Leben habe.

    Deshalb grenze ich mich deutlich ab, was Ihre Erkrankung und den Haushalt betrifft. Ich helfe zwar, und werde auch diesmal, bevor der Schornsteinfeger kommt, das Bad putzen. Aber eben nicht wieder eine ganze Woche lang von morgens bis abends jeden Winkel der Wohnung... das kann und will ich nicht. Ich habe meine eigene Familie und meinen eigenen Haushalt.

    Zudem löst es nicht das Problem. Meine mutter ist noch gar nicht so alt... würde die im Berufsleben stehen, hätte sie noch mehrere Arbeit vor sich.

    Zitat

    Mein Gefühl dazu: sie möchte einfach alles so lassen wie es ist... wobei ich nicht einordnen kann, warum... sie sagt selber sie leidet extrem unter ihrer Situation, aber verändern will sie eben nichts.

    Ja, schwierig. Ich hätte bei meiner Frage auch konkreter sein können, ich Dussel. Ich hatte eigentlich an den Hausarzt gedacht. Den haben ja die meisten. Hätte aber theoretisch sein können, dass deine Mutter zufällig noch andere Erkrankungen hat und Ärzte besucht.

    Ist natürlich blöd mit dem Mann vom Institut. Das müsste tatsächlich schon jemand sein, der auch ein bisschen Druck macht.

    Zitat

    Klar, muss ich akzeptieren das sie keine Therapie möchte und das tue ich auch. Wobei ich mir immer noch wünschen würde das sie sich hilfe sucht und sich ihre psychische Situation verbessert.

    Das mit der Therapie ist ja eine Sache. Es geht ja aber auch um Haushalt und Lebensführung. Dafür das sie sich Hilfe sucht, sehe ich allerdings schwarz.

    Zitat

    Ich helfe ihr auch wirklich gerne, aber ich habe damals selber eine Therapie gebraucht um alles zu verarbeiten was ich in meiner Kindheit erlebt habe.

    Ja, keine Frage. Das kannst du nicht auffangen und alles für deine Mutter übernehmen.


    Auch auf die Gefahr hin, dass es schäbig klingt: Was passiert, wenn ihr sie einfach machen lasst?

    Das sie von euch was fordert, werdet ihr sicher nicht verhindern können, solange ihr Kontakt habt. Aber wenn ihr deiner Mutter klar macht, dass ihr das alles nicht übernehmt, euch aber um externe Hilfe kümmern würdet. Solange sie das selber nicht will und das auch selber entscheiden kann, könnt ihr wahrscheinlich nicht mehr tun. Dann muss sie halt mit ihren Müllsäcken klar kommen.


    Was mir noch einfallen würde, wäre ein Pflegegrad zu beantragen. Das geht natürlich ohne medizinischen Nachweis nicht. Der Medizinische Dienst der Krankenkasse (MDK) käme ja nach Hause um die Situation zu begutachten. Würde sie den hereinlassen?

    Nein sie fordert eigentlich nicht wirklich. Sie hat es am Anfang versucht. Mittlerweile weiß sie ja das sie eben bestimmte Hilfe erwarten kann und andere eben nicht.

    Die Frage war eigentlich nur wie das andere mit den Müllsäcken z.b. sehen. Und wie ich zwischen beiden vermitteln kann.

    Sie hat auch von mir jetzt gar nichts gefordert. Eben nur im Gespräch erwähnt das sie enttäuscht von ihrem Schwiegersohn ist... aber Schwiegersöhne tun so viel.. ihrer eben nicht... denn er will ja ihre Säcke nicht wegbringen.. und da ich zwar meine meinung dazu habe, aber die eben vielleicht auch nicht unbedingt richtig sein muss. Deswegen fragte ich hier

    zwergi25 schrieb:

    Wie oben beschrieben ist das Verhältnis zwischen meinem Mann und meiner Mutter nicht (mehr) das beste. Von meinem Mann muss ich mir ständig Gemecker anhören, von meiner Mutter ebenso. Ich stehe hilflos dazwischen.

    Wieso musst du dir das anhören?



    zwergi25 schrieb:

    Alles in allem würde ich mir einfach wünschen, dass das Verhältnis zwischen den beiden wieder besser wird. Wenn ich beiden unabhängig voneinander sage das sie das unter sich klären sollen, und zusammen sprechen sollen herrscht wenig Begeisterung.

    Naja, das ist wohl kein sehr realistischer Wunsch, wenn es beide gar nicht wollen.


    zwergi25 schrieb:

    Was sollte ich am besten Tun?

    Eine andere Konstellation. Sie könnte bei sich auf die Kinder aufpassen, du könntest ihr das Essen bringen und die saubere Wäsche und ab und zu Müllsäcke entsorgen wäre meiner Ansicht nach auch noch drin, wenn sie so viel auf die Kinder aufpasst.

    Bei ihr geht gar nichts... sie kann keinen rein lassen. Wegen ihrer zwänge... höchstens wenn ich mal das bad putze... aber die kinder dort betreuen ist keine möglichkeit. Die Kinder waren seit dem Tod meines Vaters nicht mehr bei meiner Mutter zu Hause

    Zitat

    Die Frage war eigentlich nur wie das andere mit den Müllsäcken z.b. sehen. Und wie ich zwischen beiden vermitteln kann.

    Also ich finde da jetzt nichts Schlimmes dabei, wenn dein Mann die wegbringt. Kann natürlich sein, dass das zum Selbstläufer wird und er sie dann immer wegbringen soll. Oder ihr im Nachgang dann doch noch einfällt, was dein Mann noch so alles machen könnte. Das kannst du aber sicher einschätzen. Du kennst ja deine Mutter.

    Schämen würde ich mich dafür nicht. Du weißt ja nicht was andere alles so zur Müllkippe bringen. Dazu ist die doch da, dass man seinen Müll loswird. Dein Mann ist garantiert nicht der Einzige, der da große Mengen hinbringt. Wegen 2 Müllsäcken lohnt es sich ja eigentlich auch gar nicht da hin zu fahren.

    Ich würde es jetzt eher verwerflich finden, dass deine Mutter mit 80 Müllsäcken im Haus leben muss und keiner tut was. Bei der Vorgeschichte zwar auch nachvollziehbar, aber als Außenstehender vom Gefühl her auch unangenehm.


    Vermitteln wirst du zwischen zwei psychisch kranken Menschen nicht viel können. Musst du meines Erachtens auch nicht. Sind ja keine Kinder. Wenn sie miteinander nicht klarkommen, müssen sie das miteinander klären. Lass dich da nicht reinziehen. Und ärger dich nicht über deinen Mann. Dir ist das Verhalten deines Mannes wahrscheinlich gefühlt genauso unangenehm, wie mir, dass ihr deine Mutter mit 80 Müllsäcken im Haus leben lasst. Aber was geht es mich an. Müsst ihr schon selber wissen. Und genauso würde ich mich da auch raushalten. Sollte deiner Mutter das Verhalten deines Mannes sauer aufstoßen, dann soll sie es ihm sagen.


    Die eigene Meinung ist übrigens nie falsch. Du hast ja deine Gründe dafür.

    Zitat

    Eine andere Konstellation. Sie könnte bei sich auf die Kinder aufpassen

    Also - ich würde die Kinder nicht zu ihr nach Hause bringen. Es klingt nach Messie-Haushalt, das muss man Kindern wirklich nicht antun. Ich weiß nicht, wie schwerwiegend sich die Erkrankung Deiner Mutter sonst äußert, ich mache mir aber gerade schon Gedanken, wie gut es für Deine Kinder ist, über die Betreuung durch Deine Mutter so viel mit den Auwirkungen ihrer Erkrankung konfrontiert zu werden. Du sagst, Du musstest eine Therapie machen, um Deine Kindheit aufzuarbeiten, und da frage ich mich, wie wünschenswert es ist, dass Deine Kinder ähnliche Erfahrungen machen. Ich weiß wie schwer das ist mit der Kinderbetreuung, ich will Dich wirklich nicht zusätzlich belasten, vielleicht hast Du Dir ja auch schon Gedanken darüber gemacht. Generell finde ich, dass Du Dir ganz schön was zumutest - oder vielmehr man Dir ganz schön was zumutet. Mutter, Mann etc. Ich hoffe, Du selbst kommst gut zurecht! :)* Und Deine Kinder auch!

    Ich habe 2 Fragen:


    1. Ist dein Mann auch von anderen genervt? Andere Familienmitglieder, Chef, Freunde, Nachbarn? Also gibt es eine grundsätzliche Wesensänderung bei ihm oder ist er nur von deiner Mutter genervt?


    2. Habt ihr eine Abmachung mit deiner Mutter? Etwas wie sie betreut die Kinder und du wäschst ihre Wäsche und kochst für sie mit? Oder erwartet ihr die Betreuung einfach?

    desaparecida schrieb:
    Zitat

    Eine andere Konstellation. Sie könnte bei sich auf die Kinder aufpassen

    Also - ich würde die Kinder nicht zu ihr nach Hause bringen. Es klingt nach Messie-Haushalt, das muss man Kindern wirklich nicht antun. Ich weiß nicht, wie schwerwiegend sich die Erkrankung Deiner Mutter sonst äußert, ich mache mir aber gerade schon Gedanken, wie gut es für Deine Kinder ist, über die Betreuung durch Deine Mutter so viel mit den Auwirkungen ihrer Erkrankung konfrontiert zu werden. Du sagst, Du musstest eine Therapie machen, um Deine Kindheit aufzuarbeiten, und da frage ich mich, wie wünschenswert es ist, dass Deine Kinder ähnliche Erfahrungen machen. Ich weiß wie schwer das ist mit der Kinderbetreuung, ich will Dich wirklich nicht zusätzlich belasten, vielleicht hast Du Dir ja auch schon Gedanken darüber gemacht. Generell finde ich, dass Du Dir ganz schön was zumutest - oder vielmehr man Dir ganz schön was zumutet. Mutter, Mann etc. Ich hoffe, Du selbst kommst gut zurecht! :)* Und Deine Kinder auch!

    Also hier bei uns geht das. Außerhalb ihrer Wohnung merkt man ihr nichts an. Hier kann sie alles soweit.

    Ich komme ganz gut zurecht, dsnke für die Nachfrage @:) Bin hart im nehmen.