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    Ich sehe da keinen Unterschied darin, ob eine Frau schwärmerische Gefühle für ihren Chef hat oder ein Mann auf der Straße einer Frau hinterherschaut und sie im Geiste auszieht und deswegen schwärmerische Gefühle bekommt

    Ich sehe einen nicht unerheblichen Unterschied. Letzteres würde bei mir gar nicht unter den Begriff "schwärmen" fallen. Schwärmen hat nach meine Verständnis sehr viel mit romantisierender Verklärung zu tun.

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    Ich kann much noch an einen Urlaub mit meinem Ex-Freund erinnern. Wir hatten eine super schöne Wohnung gebucht und waren viel wandern mit einem tollen Blick aufs Meer. Anstatt die Landschaft, das Leben zu genießen hieng ich meinen träumen mit einem Kollegen nach. Ich habe in dem Augenblick gemerkt, dass ich etwas ändern muss. Wenn ich nicht mehr aufs Meer schauen kann und einfach den Moment genießen kann sondern mit meinen Gedanken eigentlich wo ganz anders bin.....das kann es nicht gewesen sein. Wenn einem die Realität nicht gefällt und man in eine Traumwelt flüchtet kann ich das sehr gut verstehen - aber es ist dann für mich trotzdem nicht gut. Es ist viel wichtiger an diesem Zustand etwas zu ändern. Das heißt: wenn die Beziehung schlecht ist dann muss ich diese beenden oder versuchen sie zu verbessern. Einfach aufgeben und mir eine eigenen Welt schaffen......ist nicht meine Idee von einem erfüllten Leben. Vielleicht fehlt einem das kribbeln, das neue....so war es bei mir. Ich konnte ohne diese Schmetterlinge nicht leben weil sie mich irgendwie auch definiert haben...immer dieses austesten "würde er wohl mehr wollen, wenn ich könnte?". Bei MIR hatte das auch ein bisschen was mit Bestätigung zu tun aber auch mit dem Problem immer das haben zu wollen, das man nicht haben kann.


    Wenn du das Träumen als erfüllend empfindest dann ist es für dich ja ok. Aber für mich persönlich war oder ist es halt falsch. Diese Jahre kommen mir im Nachinein total verschenkt vor...als hätte ich die Zeit an jemanden verloren, den es garnicht gibt.


    *RegenRegenRegen*

    Ja, dann änder doch einfach was. Tu das, was du mir rätst, was ich nicht brauche, aber du! :)^

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    Ich sehe einen nicht unerheblichen Unterschied. Letzteres würde bei mir gar nicht unter den Begriff "schwärmen" fallen. Schwärmen hat nach meine Verständnis sehr viel mit romantisierender Verklärung zu tun.

    Und ein weiterer maßgeblicher Unterschied ist, dass die Gefahr, dass aus der "Schwärmerei" für den Chef was Kritisches wird, deutlich größer ist als bei jemandem, dem man auf der Straße hinterherglotzt.

    Ich finde jemandem hinterher zu schauen, weil er/sie gut aussieht, und schwärmen auch nicht miteinander vergleichbar.


    Ich habe auch schon trotz funktionierender Partnerschaft geschwärmt. Ich bin mir auch bewusst, dass dies einem unreifen Teil meiner Persönlichkeit entspringt. Meinem Partner ist das zum Glück egal; er nimmt es nicht ernst - bzw. er kennt mich und meine Defizite, daher weiß er auch, dass es an und für sich nichts bedeutet. Schon gar keine Gefahr für die Partnerschaft.


    Wenn ich aber einen Faden dazu eröffnen und in diesem explizit von der aktuellen Zielperson schwärmen würde, würde ich mir wohl überlegen, ob es nicht doch mehr ist als nur harmloses schwärmen…

    @ LichtAmHorizont:

    das mit dem unreifen Teil der Persönlichkeit stimmt womöglich. Ich weiß aber auch nicht, ob reif und vernünftig auch immer die Maxime ist, nach der jeder Mensch streben sollte. Aber darauf will ich gar nicht hinaus.


    Das mit dem neuen Faden hier, interpretiere ich eher als ein Bedürfnis, verstanden zu werden. Sie macht sich eben Gedanken über diese Gefühle und es würde ihr wohl besser gehen, wenn viele Leute schreiben "das kenne ich!". Der eine traut sich eben seinem besten Freund an, der andere geht auf med1.

    @ Martin_20

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    Ich weiß aber auch nicht, ob reif und vernünftig auch immer die Maxime ist, nach der jeder Mensch streben sollte.

    Selbst wenn - ich habe sowieso keinen Einfluss darauf. Ich bin, wie ich bin und kann keinen Knopf drücken, um plötzlich reif zu sein.