• Schwarze Gedanken von der Seele schreiben

    Ich liebe eine Frau! Mutter von 3 Kindern (1,5+8+11 Jahre). Wir sind seit Januar ein Paar. Kennengelernt haben wir uns in einer seriösen Singlebörse im Netz. Wir führen eine Fernbeziehung über 400km. Wir sehen uns alle 2 Wochen. Mal bei mir, mal bei ihr. Wir sind uns unseren Gefühlen sicher. Ich kenne ihre kleinste und die mittlere Tochter. Mit beiden…
  • 91 Antworten

    Dann freut es mich sehr für euch, dass dein LG so reagierte wie du es gebraucht hast. Ich denke, wenn sich 2 auf solch eine Beziehung einlassen, dann müssen beide sehen, mit was und wie weit sie damit klar kommen. Denn nur weil meine Freundin Altlasten zu tragen hat, heißt dies nicht, dass ich deswegen automatisch zurückstecken muss. Es ist nicht so, dass ich nur Druck ausübe. Doch muss ich ehrlich sagen, dass es manche Sachen gibt, die man einfach regeln muss, wenn man eine neue Beziehung eingeht. Sie ist ja nicht einfach rein geschlittert sondern hat bewusst nach jemanden gesucht.

    ja, das freut mich auch :-D

    Zitat

    Denn nur weil meine Freundin Altlasten zu tragen hat, heißt dies nicht, dass ich deswegen automatisch zurückstecken muss

    doch, ich glaube, genau das heißt das.


    Aber selbstverständlich musst du nicht damit klarkommen. Wenn es für dich nicht erträglich ist, dann solltest du Konsequenzen ziehen

    Guten Morgen


    hm, wenn es das bedeuten sollte, dann ist es nichts für mich. Nicht, weil ich in einer Beziehung nicht zurückstecken kann und will, sondern weil kein Ende in Sicht. Das kann noch Monate dauern. Wenn nicht sogar noch n Jahr... Ich bin ein Mensch, der intensiv liebt und fühlt und dies auch gerne Lebt. Mich stetig und ständig drosseln zu müssen und am Spielfeldrand zu sitzen macht mich nicht glücklich!

    Zitat

    Das kann noch Monate dauern. Wenn nicht sogar noch n Jahr..

    Ich würde schon sagen, dass das ein Ende in Sichtweite ist.


    Aber du musst natürlich nach deinem eigenen Empfinden handeln. Grundsätzlich wird es für euch immer schwerer sein, weil die Kinder nun mal da sind, auch wenn es nach deinem Tempo ginge, was es nicht tut, hätte sie nie diese Freiheit wie eine ungebundene Frau. Und das bedeutet immer auch Zurückstecken, was gerade in der Anfangsphase einer Beziehung schwierig ist.

    Sternepflücker

    Zitat

    Mich stetig und ständig drosseln zu müssen und am Spielfeldrand zu sitzen macht mich nicht glücklich!

    Das ist verständlich. Ich frage mich immer noch, wie du dir das so gedacht hast, als sie dir von ihrer Lebenssituation erzählt hat. :-/


    Ich finde einige Monate bis zu einem Jahr sehr überschaubar und auch im Rahmen, wenn ich auf andere Trennungen in ähnlichen Konstellationen schaue.

    Zitat

    Sie ist ja nicht einfach rein geschlittert sondern hat bewusst nach jemanden gesucht.

    Du ja auch. Eine Beziehung ist ja eine Entscheidung – die hat sie getroffen, wie auch du. Diese Entscheidung beinhaltet ja nicht, dass es auch so läuft, wie man es gerne hätte oder angedacht war. Diese Entscheidung trifft man ja auch jeden Tag neu.

    Zitat

    Denn nur weil meine Freundin Altlasten zu tragen hat, heißt dies nicht, dass ich deswegen automatisch zurückstecken muss.

    Ich sehe das wie Süntje. Muss bedeutet hier nur eben nicht, dass du keine andere Wahl hast, sondern dass dies dann eben durchaus eine Aufgabe von dir wäre, wenn du mit ihr zusammen sein willst. Du kannst dich natürlich auch anders entscheiden.

    Ich dachte wohl leichter damit fertig zu werden und habe mir sicher auch manches bunter ausgemalt als es war. Wir sind beide in Träumereien versunken und wenn wir zusammen waren, schien auch alles so nah und realistisch.


    Ich hatte sogar mal darüber nachgedacht, in ihre Stadt zu ziehen. Doch schien es mir nach langem nachdenken dann doch übereilt und denke ich nicht, dass es dann besser geworden wäre. Die Probleme wären trotzdem da. Sie war sehr enttäuscht, dass ich es nicht tat. Aber beruflich alles aufgeben für eine Beziehung ohne festen Boden schien mir zu riskant.

    @ dumal

    ob ich überhaupt gedacht habe ist fraglich ":/

    Sternepflücker

    Zitat

    ob ich überhaupt gedacht habe ist fraglich

    hihi – Ja, ich dachte mir, dass das eher die "verträumten" Gedanken sind/waren. Das ist ja auch gar nicht ungewöhnlich, spektakulär oder so. Du "holst" es jetzt halt nach bzw. es zeigt sich eben jetzt, ob es für dich, sie, für euch, auch jenseits von Verliebtheit funktioniert.

    Hallo @ Sternepflücker

    Du durchläufst gerade eine Phase, wie sie früher oder später alle Beziehungen erfahren. Am Anfang steht sehr viel Euphorie, und man lebt nach dem Motto


    "Liebe versetzt alle Berge". Der Hormoncocktail "schwindelt" uns manchmal vor, dass Schwierigkeiten einzig deswegen da (entstanden sind), um sie gemeinsam zu lösen. Es soll das Fundament stärken, von dem man überzeugt ist, dass es trägt.


    Man steht irgendwann nach der großen Euphorie vor der Frage, für sich allein gedacht, ob man aus diesem Spagat von gedachten/gewünschten Möglichkeiten, und den Sprung ins reale jawoll, dass schaffen wir gemeinsam gelingt.


    Für sich selbst kennt man Ansprüche, Werteskala, gelebte Erfahrungen bis zu diesem Zeitpunkt uvm. Was jedoch immer ein Experiment bleiben wird, ob dies mit dem Partner sich so annähert, dass es langfristig funktioniert.


    Gäbe es die Situation plus 3 Kinder nicht, die viel Raum in eurer Paarbeziehung einnimmt würden viele Entscheidungen spontaner, schneller und lösbarer angepackt. Ich glaube schon, dass Du als für Dich Alleinentscheiderin, soweit es Dein eigenes Leben angeht, schneller an Grenzen stoßen kannst. Eine gewisse Ebenbürtigkeit zwischen euch fehlt. Nicht im Sinne Augenhöhe, Respekt o.ä. , sondern die Ebenbürtigkeit an Lebenserfahrungen.


    Hatte öfter im Leben bei Trennungen (nein nicht den eigenen) das Gefühl das Menschen in für sich aussichtslos erscheinenden Situationen, manchmal völlig desillusioniert, entkräftet da überfordert, nach jedem Strohhalm greifen der da ist.


    Ich denke, dass auch bei Deiner Freundin so eine Situation vorgeherrscht haben könnte, als ihr euch in der Singlebörse begegnet seid. Davon ab, dass auch nicht jede Frau, die einen Mann verlässt mal so eben in die "Gegenspur" wechselt. Also aus einer Hetero-Beziehung, in eine Liebe zum gleichen Geschlecht nahtlos wechselt.


    Ich kenne sie persönlich nicht, kenne auch ihre Ausprägung der Neigung nicht. Weiß auch nicht, wie tief ihr das thematisiert habt, ob dieses Gefühl Frau zu Frau Beständigkeit zulässt, oder eher der Ausnahmesituation geschuldet ist. Nach meiner Erfahrung ist die Gefahr nicht ganz wegzureden, dass manch ein Partner des Übergangs, den richtigen Sprung in die Zukunft nicht schafft.


    Gerade wegen dieser vielen Belastungen, die eine Trennungssituation ausmacht, die schneller mal emotional aufploppt. Kann es sein, dass ihr beide gerade an diesem Punkt seid? Das beide Seiten überlegen, trotz aller Zuneigung und gemachter Pläne, ob die Liebe das Gesamtpaket stemmen kann? Die Kinder sind noch relativ jung und werden noch viele Jahre die 1. Geige im Leben Deiner Freundin spielen, etwas das sich zurück nehmen, aber irgendwo auch "Machtkampf" um Aufmerksamkeit, Zweisamkeit, Spontanität, Paarzeit usw. entstehen lässt. In einer Beziehung geht es fast ausschließlich um gewollte Interessen/Ziele, Bedürfnisse und deren Erfüllbarkeit. (jede/r aus seiner/ihrer Sichtweise)


    Wenn ich mich in Deine Situation liebe TE rein denke, jemand der sein Leben von wenigen Ausnahmen (Arbeit, eigener Freundeskreis, Herkunftsfamilie) autark allein entscheiden kann. Für den sind Einschränkungen, die man nicht hätte lebte der geliebte Partner in der Nähe, ohne Anhang einfach nicht da wären oder nicht in dieser geballten Form, etwas wie ein Handikap, weil die Schwelle der Kompromissfähigkeit schneller erreicht wird. Gehe an dieser Stelle davon aus, dass Du früher eventuell andere Beziehungsformen gelebt hast. (2-Konstellationen).


    Du scheinst so ein Machertyp zu sein, von der Idee zur Tat, bei Deiner Freundin läuft das alles gebremster ab, ob nun der Familiensituation geschuldet, oder ob sie als Mensch ingesamt so ist in der Mentalität wirst Du besser einschätzen können. Selbst, wenn ihr an einem Ort leben würdet, würden eure Paar-Einschränkungen nicht schlagartig aufhören.


    Was man mit einem Kind eventuell noch gut händeln kann, da einfacher in der Logistik, ist bei 3en schon eine echte Herausforderung. Ich kenne mich da sehr gut aus, lächel – ich hatte Gleiches zu bewältigen. Kenne auch all die Gewissenskonflikte, die man zwischen eigenen Wünschen/Bedürfnissen und den realen Erfordernissen aushalten muss.


    Ich kann aus Deiner Sicht sehr gut verstehen, dass Du Dir Fragen stellst, was Deine eigenen Rahmenbedingungen für diese Beziehung angeht.

    Zitat

    Ich bin ein Mensch, der intensiv liebt und fühlt und dies auch gerne Lebt.

    Das sagt es im Grunde aus, was ich meine. Du spürst in verschiedenen Situationen zu wenig von dem was Dich ausmacht, was Du gern lebst und fühlen möchtest.

    Zitat

    Mich stetig und ständig drosseln zu müssen und am Spielfeldrand zu sitzen macht mich nicht glücklich!

    In dieser Spirale von Überlegungen steckst Du wohl gerade, ob das was Du als liebender Partner zu geben bereit bist, in die Lebenssituation passt, die Du für Deine Bedürfnisse wünschst. Nach einem ersten Strohfeuer kann es durchaus passieren, dass man eigene Grenzen stösst.

    Zitat

    Ich hatte sogar mal darüber nachgedacht, in ihre Stadt zu ziehen. Doch schien es mir nach langem nachdenken dann doch übereilt und denke ich nicht, dass es dann besser geworden wäre. Die Probleme wären trotzdem da. Sie war sehr enttäuscht, dass ich es nicht tat. Aber beruflich alles aufgeben für eine Beziehung ohne festen Boden schien mir zu riskant.

    Ich kann diese Überlegungen und Abwägungen gut verstehen, ich stand auch vor so einer Entscheidung, und hab es nicht durchgezogen. Aus heutiger Sicht glaube ich, war es richtig so. Emotional ist das manchmal anders. Aber als Mutter wägt man anders ab, und es bleibt dann irgendwie immer ein Risiko, ob der eigene Verzicht alles aufwiegt. Wünsche Dir für Deine Entscheidung ein gutes Händchen, und das es Dir damit am Ende gut geht. Alles Gute! @:) :)* :)_

    Guten Morgen

    @ DieDosismachtdasGift

    Vielen Dank nochmal für deine Worte. Ja, ich erkenne mich sehr gut in deinen Worten wieder. Gerade ich bin seit geraumer Zeit in dem Gedanken gefangen, ob es nicht besser wäre, trotz aller Liebe und Zuneigung, die Beziehung zu beenden. Meine Partnerin hingegen, glaubt sehr an uns. Sie würde meine Entscheidung respektieren, sieht es jedoch anders. Sie nannte mich schwach und unreif :-o


    Doch will sie das ich glücklich bin, was ich wohl mit ihr nicht so sein kann, wie ich es wünsche. Ich bin hin und her gerissen. Ich weiß auf der einen Seite wie es ist, wenn wir zusammen sind. Dann ist vieles so, hm, perfekt. Sie hat die Wohnung nun doch nicht bekommen. Auf der einen Seite freut es mich, dass die Situation "wohnen neben dem EX" ausbleibt, auf der anderen Seite ist es wieder der Gedanke, wie lang wird es dauern.


    Ich habe mir nochmal Gedanken gemacht. Und mit was ich auch ein großes Problem hab, ist, das sie kaum Struktur hat. Sie sagt selber, sie hat Problem mit Struktur. Was ich nicht verstehen kann, wenn man Kinder hat.


    In meinem Leben ist, aufgrund einer psychischen Störung, Struktur sehr, sehr wichtig. Ohne versinke ich. Ich muss wissen, was mein Plan für die Zukunft ist. Auf was ich bauen kann. Wo sehe ich mich in 5 Jahren. Natürlich bin ich auch spontan. Aber meinen Urlaub zb, plane ich gerne. Gerade wenn ich a) nur paar Tage im Monat habe und b) mit meiner Freundin und deren Kinder in Urlaub gehe.


    Sie kann mir nicht sagen, ob wir die 2 Wochen zusammen sind. Da es ja sein kann, dass die Älteste sagt, sie will heim zum Vater. Dann sitze ich 1 Woche allein daheim. Es ist ja nicht so, dass ich sonst mit meinen 2 besten Freunden, im September ne Woche wegfahren würde.

    Hallo @ Sternepflücker

    ich kann aus Deiner Schilderung heraus Deine Befürchtungen und Deine Zweifel verstehen. Wenn 2 Menschen in ihren Einstellungen und der "inneren Taktung", soweit in den Bedürfnissen auseinander gehen, fällt es schwer eine gemeinsame Schnittmenge zu finden.


    Ich gehe da mehr in Deine Richtung in den Ansprüchen. Gerade in einer Fernbeziehung dieser Dimension, es sind, wenn ich es richtig verstanden habe, mit Hin- und Rückweg 800 km (??), da sollte es eine gewisse Planungssicherheit geben. Sicher, da wo Kinder im Spiel sind, wird man auch immer wieder mal spontane Kompromisse eingehen müssen, weil Krankheiten, Unwohlsein oder außerplanmäßige Termine/Veranstaltungen häufiger von jetzt auf gleich auf der Agenda stehen können.


    Dennoch gehört schon eine aufgeräumte Grundstruktur von beiden Seiten dazu. Immerhin wird sie umgekehrt ebenso verwarten, dass Du Dich an Deine Ansagen zu gemeinsamen Treffen, Unternehmungen, Planungen hälst. Das Deine Freundin dies nicht komplett 1 zu 1, wie Du erfüllen kann, wirst Du wissen + einschätzen können. Was Du Dir jedoch mit Recht wünschst, dass sie an gemeinsam entwickelten Plänen aktiv mitarbeitet. Das ist in jeder gelebten Beziehung ein wünschenswerter Aspekt.


    Es würde auf Dauer zu viel Kraft von einer Seite kosten, wenn einer von beiden Partner, für eine Beziehung kämpft und strampelt, damit am Ende beide gute Gefühle haben können, während der andere sich nur dann bemüht, wenn die Katastrophe schon fast eingetreten ist, im Sinne von Treffen geplatzt, wegen logistischer Mängel in der Planung, überschattete Stimmung, wenn man sich mit viel Anstrengung dann doch sieht, aber durch wenig Vorbereitung keine entspannte Atmosphäre schaffen kann.


    Wenn das Ganze wirklich noch eine sinnvolle Richtung bekommen soll, muss Deine Freundin erkennen, dass sie zuerst konsequent dafür eintritt, in eine neue Wohnung zu ziehen. So lange ihr altes Leben mit dem neuen vermischt gelebt wird, hat eure Beziehung trotz aller anderen immer mal wieder entstehenden Probleme in meinen Augen kaum eine reale Chance.

    Zitat

    Wenn 2 Menschen in ihren Einstellungen und der "inneren Taktung", soweit in den Bedürfnissen auseinander gehen, fällt es schwer eine gemeinsame Schnittmenge zu finden.

    ich glaube ja, dass es zwar einfacher ist, wenn zwei menschen mit ähnlicher grundstruktur zusammen kommen.


    aber wenn das nicht der fall ist, beide aber in der lage sind, das zu stärken, was eint und das was unterschiedlich ist als bereicherung zu sehen, dann kann das auch funktionieren.


    oft ist es ja so, dass man die eigene herangehensweise als die bessere empfindet. nur ist diese herangehensweise oft für jemand anderen eben nicht die bessere. und das andere ist nicht das schlechtere!

    Liebe Seherin,


    ja, da möchtest du wohl Recht haben. Ich denke, da kommt es wirklich darauf an, ob dies BEIDE so leben können und die Stärke dafür haben.

    @ Liebe DieDosismachtdasGift

    Ja, es sind 800km die wir fahren müssen. Dazu kommt, dass sie nun nicht mehr das Auto nutzen darf um zu mir zu kommen. Sprich, mit 2 Kindern und Gepäck im Zug. Allein dafür würde ich schon Planung brauchen. Ebenso denkt die Große, wir machen Ausflüge auf den Bauernhof. War geplant, ja. Doch leider habe ich seit einem Unfall kein Auto mehr und, tja, auch nicht das nötige Kleingeld (ich ziehe gerade um). Sie verschweigt dies ihrer Tochter. Wo ich sagte, das wird Ärger geben, denn die Große rechnet damit. Sie schwankt eh in der Beeinflussung des Vaters doch nicht mitzufahren (auch wenn sie es so gern will, sie hat ein schlechtes Gewissen). Ich sehe schon das Theater. Meine Freundin hingegen meint, ach, ich mach mir kein Kopf über etwas, was noch nicht eingetreten ist. Mir ist klar, das es mit Kindern unberechenbar ist. Man weiß nie was kommt. Doch möchte ich einen schönen und "ruhigen" Urlaub haben. Einen harmonischen.


    Ich fragte, wie sie den reagiert, wenn die Große wieder heim will. Sie meint, das weiß ich doch jetzt noch nicht.


    Also muss ich immer mit allem rechnen. Entweder wir haben schöne 2 Wochen oder ich sitze eine Woche davon allein daheim. Oder es gibt täglich Ärger weil es nicht so ist, wie dem Kind versprochen.


    Ich rede nicht von Notfällen. Wenn etwas mit den Kindern ist, was wirklich nicht zu umgehen und vorherzusehen ist (Unfall des Sohnes der beim Vater Urlaub macht zb), ist es für mich selbstverständlich, dass sie wieder heim fährt. ich begleite sie dann auch wenn sie es wünscht.


    mir geht es um diese Unsicherheit. Die sich wirklich durch unsere Beziehung zieht wie ein roter Faden. Sie sieht das anders. Sie sagt, sie ist sich sicher in dem was sie will. Sie will mich, uns. Ich weiß, dass es für sie nicht immer leicht ist, unseren 2 Wochen Takt einzuhalten. Ich rechne ihr es hoch an. Doch es gehört doch mehr dazu. Es geht doch nicht um den Moment. Sondern auch um die Zukunft.


    Wenn ich was anspreche wie Job und Wohnung und Kinder kommt meist, in meinen Ohren, irgendeine Ausrede und ein Grund, weshalb etwas NICHT geht.


    Sie ist nun mal so, und sie ist damit bis jetzt gut gefahren. Ich soll nicht immer rumheulen und es so annehmen. Sie ist so.


    Ich schrieb ihr heute Morgen nicht gleich zurück. Bin im Job. Haufen Arbeit. Habe ihre Nachricht gelesen aber nicht geantwortet. Nun habe ich Ärger. Sie fühlt sich verarscht von mir. ???


    Ihr macht es viel aus, dass ich hier viel mit Freunden mache (sie kennt sie und meine Freunde mögen sie auch sehr gern, haben schon Babygesittet dass wir mal Zeit haben usw). Das ich im intensiven Kontakt stehe, wir sehr eng sind miteinander.


    DAS bekam ich heute zu spüren.

    Was Du beschreibst sind schon gewisse Hürden. Aber es gibt diesen Menschentyp, die eher reagieren als agieren. Sind eher spontane Lebenskünstler, die es für sich als Herausforderung sehen, ob sie mit plötzlichen Veränderungen von Mensch und Situation fertig werden.


    Dennoch, ich kann Deine Argumentation verstehen. Bei 400 km Entfernung, euren eingeschränkten mobilen Möglichkeiten, mit Auto ist man einfach unabhängiger, (wobei auch das mal streiken kann, unterwegs durch Unfall/Defekt ausfällt), da sollte eine gewisse Struktur da sein, eben auch, weil es Kinder mit eigenen Bedürfnissen gibt. Es ist schon eine Herausforderung, mit Kind Kegel mitgeschleppten Klamotten etc. per Zug nach einem Schultag/Mutterlogistik-Tag on Tour zu gehen.


    Das mit den falschen Versprechen an ihre Tochter, sehe ich auch ziemlich kritisch. Man sollte nicht, um es für sich einfacher zu haben, Kinder mit Lügen in eine positive Richtung lenken. Solche Enttäuschungen aneinander gereiht, können eure Beziehung massiv belasten, weil die Kinder sich dann als Spielzeug für eure Zweisamkeit sehen, nicht ernst genommen.


    Bestände die Möglichkeit, zB. ein Auto zu mieten, in die Umgebung zu fahren, per Internet im Vorfeld zu schauen, wo man wenigstens Tagesausflüge in Richtung Bauernhof machen kann? Sprecht euch da noch mal in Ruhe ab, ohne Vorwürfe in die jeweils andere Richtung. Versucht lösungsorientiert miteinander umzugehen. Ihr habt völlig verschiedene Leben gelebt, bei aller Liebe wäre es zu viel verlangt, sein Ich nun komplett zu ignorieren. Wenn jeder beginnt für die Liebe ein Stück weit seine Sichtweisen für anderen aufzugeben, nicht ganz so stringent nur seinen Blickwinkel auf den anderen drängt, sollte es Lösungen geben. :)^ :)z @:)

    Ich würde deine Zweifel eher unterstützen wollen. Man muss auch realistisch sein. Selbst ohne Kinder hättet ihr beide eine sehr verschiedene Art, das Leben zu leben und wenn dir Struktur und Planung sowie Sicherheit sehr wichtig, ja geradezu essentiell sind, dann reibt ihr euch aneinander auf. Dann kommen hier noch die Kinder dazu, die Planung, Sicherheit und vor allem ausgleichende, ruhige Zeit zu zweit fast verunmöglichen.


    Dass sie dich "will", klingt für mich schon fast übergriffig, so nach dem Motto, egal wie es dir damit geht, mit all dem Chaos, ich will dich und dann muss das laufen. Auch ihre Reaktion auf die ausbleibende Antwort finde ich unmöglich. Auf mich macht das den Eindruck, dass sie bestimmt und du versuchst ihr gerecht zu werden, andererseits machst du wieder Druck, weil sie eben nicht so lebt und handelt, wie es dir gerecht werden würde.


    Mein Fazit: Das wird nichts auf Dauer, kanns mir zumindest nicht vorstellen.

    Ich habe versucht, als klar war, wir verbringen den Urlaub gemeinsam mit 2 Kindern, einen Hof zu finden (wir haben beschlossen auf einen Bauernhof zu fahren). Ich habe nach speziellen Kinderbauernhöfe gesucht, damit sich die Große nicht langweilt und auch andere Kinder zum Spielen hat. Natürlich auch etwas eigennützig ;-D


    Ich schickte ihr meine Ideen und Vorschläge. Doch sie zog immer weniger mit. Nun weiß ich, dass sie sich nicht sicher war, ob unsere Beziehung hält. Also hat sie es gelassen, erst gar nicht gesucht und nicht mehr reagiert wenn ich was sagte. Als ich das merkte, lies auch ich es bleiben. Nun habe ich (wir) das Glück, dass ich eine Wohnung noch vor dem Urlaub gefunden habe und auch noch davor umziehe. Sprich, wir haben nun bei mir unser eigenes Nest. Ich sagte, dann lass uns hier Urlaub machen. Dann können wir es uns auch gemütlich machen und malern (was sie mir anbot, da sie Malerin). Unser Glück, denn ich weiß nicht, wo wir dann Urlaub gemacht hätten ohne uns in Kosten zu stürzen die wir uns eh nicht hätten leisten können.


    Und so was meine ich. Lebenskünstle hin oder her. Hier geht es nicht um kleines. Wir hätten 2 Kinder, kaum Geld und keine Ahnung wo wir nächtigen würden. Zelten? 2 Wochen? Sorry, ist nichts für mich.


    Aber das versteht sie nicht.


    Ich versuche wirklich zu verstehen. Mich in gewisse Situationen reinzuversetzen. Doch habe ich wirklich Angst davor, in dieser Beziehung unter zu gehen!

    @ :)