Bezüglich Wochenbett würde ich vor der Geburt klipp und klar kommunizieren, dass die erstem X Wochen kein Besuch gewünscht ist. Sonst bekommst du nen Föhn, wenn die sich einquartieren.


    Und ansonsten würde ich sagen, dass du auf deine Bedürfnisse am meisten Rücksicht nehmen musst. Du fühlst dich mit ihnen nun mal unwohl, versteh ich. Meine Schwiegereltern haben auch eine sehr anstrengende Ader und meine eigenen Eltern sind total unkompliziert. Seit unser Baby da ist schreibt meine Schwiegermutter zB jeden Morgen eine Nachricht, obs uns gut geht und will bei jedem Termin von der Hebamme wissen, ob was besonderes ist. Find ich persönlich total nervig und überfürsorglich. Andere findens vielleicht süß. Aber so empfinde ichs halt leider nicht.


    Ich würde da möglichst klare Grenzen stecken. Und dass du mit Baby die Nähe deiner Eltern nicht aufgibst und erst Recht nicht, um ein "kostenloses" Haus gegen einen Kredit zum Abzahlen eines neuen Hauses zu tauschen, ist für mich völlig verständlich.

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    Seit unser Baby da ist schreibt meine Schwiegermutter zB jeden Morgen eine Nachricht, obs uns gut geht und will bei jedem Termin von der Hebamme wissen, ob was besonderes ist. Find ich persönlich total nervig und überfürsorglich. Andere findens vielleicht süß. Aber so empfinde ichs halt leider nicht.

    Darum geht es doch.


    Würde deine Mutter das machen, dann würdest du das als Anteilnahme empfinden.


    Bei der Schwiegermutter kommt das in die Schublade "das nervt".

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    Meine Schwiegereltern haben auch eine sehr anstrengende Ader und meine eigenen Eltern sind total unkompliziert.

    naja ein bisschen sollte man aber im Hinterkopf haben, dass man die eigenen allg. Eltern als weniger nervig empfindet, da man bei ihnen afgewachsen ist von ihnen sozialisiert worden ist.


    Die Art der anderen Familie , ihr Umgang miteinander isz fremd ... ja vielleicht gefällt sie einem auch nicht. Deshalb offen sein, sich immer mal in die andere Seite hineinversetzen, aber eben auch seine eigenenVorstellung ... wie man den Kontakt möchte (aushalten kann ;-) )klar kommunizieren.

    Normalerweise habe ich ja zum Thema Schwiegereltern aufgrund eigener jahrzehntelanger Erfahrung so einige Tipps auf Lager, aber hier fehlen mir echt die Worte.

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    Ich empfinde hier ganz anders.

    Ich finde das Verhalten der Schwiegereltern absolut übergriffig.


    Ich hoffe für die TE, sie stehen nicht ständig unangemeldet auf der Matte.

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    Sorry, aber Du hingegen kommst etwas abgehoben, kalt und arrogant rüber.

    Neeee! Das war zwar auch mein allererster Gedanke, aber nachdem ich bis zum Ende gelesen und mir den Text dann habe durch den Kopf gehen lassen, nicht mehr.


    Schwiegereltern dürfen sich wünschen, aber nicht verlangen oder gar betatschen.


    Es hilft nur, den Kontakt einzuschränken. Das Beste wäre, zieht weg – also nicht weg von deinen Eltern (die scheinen mir sehr vernünftig zu sein), sondern ganz weit weg von den Schwiegereltern.


    Da das nicht möglich sein wird, bleibt nur, die gemeinsamen Besuche bei Ihnen (oder bei Euch) auf die wirklich notwendigen Pflichtbesuche im Jahr zu reduzieren. Wobei die auch gegen Null gehen können. Jeder definiert die natürlich etwas anders. Bei uns waren das Jubiläen und Weihnachten.


    Zu anderen Gelegenheiten kann dein Mann seine Eltern allein mit Kind (natürlich nicht mit Neugeborenen) besuchen.


    Das funktioniert aber alles nur, wenn ihr (also dein Mann und Du) euch einig werdet. Da besteht wirklich sehr sehr viel Handlungsbedarf. :°_

    Liebe Alias, das ist gerade eine ganz blöde Situation für Dich. :)_ Ich teile Deine Meinung und möchte nur noch ein paar neue Aspekte in die Diskussion einbringen.


    Du hast geschrieben, Ihr seid beide harmoniebedürftig. Könnte es sein, dass Dein Mann seine inneren Konflikte nicht angesprochen hat? Könnte es sein, dass er es doch bedauert, dass Du so ablehnend gegenüber seinen Eltern bist und bisher einfach nichts gesagt hat, obwohl es ihn stört oder verletzt?


    Vielleicht solltest Du mal versuchen, Dich in die Rolle der Schwiegereltern hineinzuversetzen: wie sind sie gestrickt, was denken sie, was wollen sie? Vielleicht hilft das, die Motivation dahinter zu entdecken.


    Ich schreibe mal auf, was ich mir vorstellen könnte, was sie denken (wahrscheinlich liege ich daneben, aber ich glaube nicht, dass sie Dich extra schikanieren wollen):


    Unser Sohn hat da so eine Frau kennengelernt. Na, mal sehen, was sie so für so ein Typ ist? Wir möchten gerne unseren Sohn und die zukünftige Schwiegertochter ganz nahe an unserem Leben haben (ist ja unsere Sohn, ist doch noch Familie). Ist ja blöd, dass sie nicht das Wochenende mit uns verbringen will. Wir wollen aber unseren Sohn sehen, am besten jedes Wochenende, und natürlich zwei Tage. Wir wollen sie umsorgen, füttern und um uns haben. Die merkt das nicht, wie fürsorglich wir sind - wir haben kein Geld, aber ganz viel Liebe zu geben. Wir drücken unseren Unmut mit spitzen Bemerkungen aus. Vielleicht mekt sie es ja irgendwann, wie gerne wir sie bei uns haben.


    Oh, Nachwuchs - noch mehr Kinder, die wir umsorgen und mit denen wir uns umgeben können, toll. Ach, die Schwiegertochter will nicht so - dann setzen wir mal unserem Sohn den Floh ins Ohr, dass es jetzt sein Kind ist und das er damit gefälligst näher zu uns ziehen soll, damit wir das Kind mehr umsorgen können. Und wenn die Trulla von Ehefrau nicht mitspielt dann ist sie die falsche für ihn. Da muss er jetzt mal Kante zeigen!


    Ich glaube, er hängt noch in der Schleife "die Eltern sind näher als die Ehefrau". Es kann nicht sein, dass er bei einer Wahl zwischen Ehefrau und Eltern plötzlich die Eltern wählt. Mit der Heirat hätte er sich für Dich entscheiden sollen - und nicht für seine Eltern.

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    Ich nehme mit dass scheinbar wirklich nicht ich diejenige bin, die spinnt.

    Was ist gelöst, wenn du weißt wer SPINNT? Ich halte für wichtig, wenn du die anderen Beteiligten ernst nimmst und ihre Verhaltensweise zu verstehen versuchst (ohne sie gutheißen zu müssen).

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    Ja, ich habe viele Vergleiche zwischen seinen und meinen Eltern aufgeführt. In meinen Gedanken vergleiche ich das Verhalten von eigenen Eltern und Schwiegereltern oft und genau das macht mich immer so wütend.

    Dann ist es besser du hörst damit auf. Du könntest dich in eine Opferrolle hinein steigern, die so nicht besteht.

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    Wenn seine Eltern der vermögende Part wären und uns viel ermöglicht hätten, dann würde ich mich aus moralischen Gründen schon ihnen gegenüber zur Dankbarkeit verpflichtet fühlen und wahrscheinlich schon eine gewisse "Einmischung" bis zu einem gewissen Grad dulden, einfach aus moralischen Gründen…

    Glaubst du ernsthaft, auf diesem Weg zu einer Lösung zu gelangen?

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    Ich weiß, es führt zu nichts, aber es macht mich wütend.

    Noch mal: Hör damit auf, nach Fakten zu suchen, die dich wütend machen. Denn dabei taucht immer neues Trennendes zwischen dir und deinem Mann auf. Ich schaue mir lieber das an, was euch verbindet…

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    Wenn ich mit meinem Mann alleine bin kommen wir wunderbar miteinander zurecht, ja, ich denke dann regelmäßig dass ich einen echten Traummann gefunden habe, humorvoll, zuverlässig, ehrlich usw. Wir haben schon viel tolle Zeit, viele Reisen, miteinander verbracht, zusammen für einige Monate im Ausland gelebt und ich bin bzw. war auch wirklich glücklich mit ihm

    …denn nur so kommst du aus der Suche nach Schuldigen heraus, in die du dich gerade hinein steigerst. Die sind ja schnell gefunden, aber das bringt niemanden weiter.


    Euch als Paar und werdende Eltern bringt es nur weiter, wenn ihr euch auf die Lösungssuche macht. Ihr müsstet gemeinsam danach suchen, wie ihr aus dieser gefährlichen Situation heraus finden könntet. Was kannst du dafür tun, was kann er dafür tun? Dabei sehe ich es tatsächlich auch so, das deine Loyalität dir gegenüber immer etwas höher eingestuft werden sollte als seine Loyalität der Herkunftsfamilie gegenüber. Ja, das "müsste" so sein. aber was ist, wenn er das anders sieht? Sieht er das anders?


    Ich kann das alles sehr gut nachempfinden, denn auch ich habe falsche Prioritäten und Loyalitäten in Sachen Ehefrau und Herkunftsfamilie zugelassen. Ich hatte das Gefühl, dass das so sein müsste, dass es "normal" wäre und meine Frau hat es einfach ertragen. Ich habe erst sehr spät gemerkt, dass das ein großer Fehler war. Und ich würde mir heute wünschen, dass ich damals klarer darauf hingewiesen worden wäre, dass meine Frau "protestiert" und Grenzen gesetzt hätte. Ich vermute also, dass dein Mann das gar nicht so schwarz-weiß sieht, wie es sich hier darstellt. Aber er schafft das nicht alleine. Er muss vor allem den Ernst der Lage begreifen.

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    Teilweise kann ich mit meiner Mutter über die Probleme zwischen meinem Mann und mir und den Schwiegereltern sprechen. Und meine Mutter sagt immer dass das alles für meinen Mann ja auch nicht leicht sei und dass ich versuchen solle ihn zu verstehen

    Hör auf sie, auch wenn es schwierig erscheint. Ich sehe bei euch noch große Chancen, wenn jeder den anderen so sein lässt wie er ist, ihn nicht zu ändern versucht, aber heilsame Distanz ins Spiel kommt.


    Diese Distanz versuchen deine Schwiegereltern zu verhindern, weil es ihren Interessen entgegen steht. Aber auch sie werden einsehen, dass eine Trennung die denkbar schlechteste Lösung ist und Interesse daran haben, das zu verhindern.


    Sie müssten also lernen, auch du müsstest lernen, am meisten allerdings trifft das auf deinen Mann zu.

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    Eine Trennung ist bei uns sicherlich auch keine "einfache" letzte Möglichkeit. Unter den momentan herrschenden Fronten will ich mir gar nicht vorstellen über Besuchsrechte zu diskutieren.

    Eben. Es kann sinnvoll sein, eine Trennung als letzte Möglichkeit ins Gespräch zu bringen. Das Ziel ist dann aber nicht, harte Fronten zu schaffen, sondern nach gemeinsamen Wegen zu suchen, um sie zu verhindern.

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    Er hat immer seeehr viel Verständnis für seine Eltern, hat Respekt vor ihnen, ist ihnen dankbar für vieles. Grundsätzlich finde ich seine Werte (die Eltern ehren und so) ja auch gut. Aber er versteht einfach nicht, dass meine Vorstellungen / Bedürfnisse Vorrang vor denen seiner Eltern haben müssten.

    Das ist in einer solchen Befangenheit und Enge zu den Eltern auch enorm schwierig. Da wäre ein neutraler und professioneller Helfer sinnvoll.

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    Ich habe das Gefühl es soll alles so Richtung Großfamilie gehen, in die ich eingeheiratet habe, und Schwiegermutter gibt den Ton an. Wie gesagt, ich hätte teilweise Verständnis für diese Sicht der Dinge, wenn ich mit leeren Händen gekommen wäre und die Schwiegereltern mich aufgenommen hätten. So ist es aber nicht.

    Langsam. Du neigst da zu einer Sichtweise, die niemandem hilft. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Deine Schwiegereltern denken so, weil sie immer so gedacht haben und der Meinung sind, ihr Denken sei richtig. Das hat nichts damit zu tun, ob sie mehr oder weniger (oder gar kein) Geld investiert haben.

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    Und vor der Schwangerschaft war davon nie die Rede. Ich wollte immer mit meinem Mann und meinem Kind eine Familie sein.

    Das sollte auch unbedingt das Ziel bleiben.

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    Wir haben manchmal schon so heftig gestritten dass er selbst sagt dass unsere Ehe keine Zukunft hat. Ich frage ihn dann regelmäßig ob ihm es das wirklich wert ist, dass er dafür seine eigene kleine Familie aufgibt. Er versteht einfach nicht was mich stört und er sieht auch keine Möglichkeit etwas zu ändern.

    Fragst du ihn wirklich "regelmäßig"? ist die mögliche Trennung wirklich schon Dauerthema bei euch? Habt ihr euch schon mit praktischen Folgen einer solchen Trennung beschäftigt? Ist das vielleicht auch schon Thema zwischen ihm und seinen Eltern?

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    Ich glaube schon dass er damit ein Problem hat. Darüber haben wir vor Monaten schon einmal gesprochen. Allerdings sehe ich keine sinnvolle Lösung. Wie sollte die aussehen? Soll ich das Haus verschenken, und er zahlt bis zu seiner Rente einen Kredit ab, nur damit er sich als Mann im Haus fühlt?

    Nein. Aber auch da gibt es nicht nur schwarzweiß. Seine Gefühle spielen eine Rolle und er sollte sie auch einbringen dürfen.

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    Ich würde ja für mich gar nicht ausschließen, wirklich irgendwann das Haus zu verkaufen und woanders eines zu kaufen, aber im Moment, unter diesen Voraussetzungen habe ich kein gutes Bauchgefühl.

    Da gebe ich dir Recht und es wäre kein guter Zeitpunkt.

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    Ich denke es kann sich erst nach der Geburt zeigen ob unsere Ehe das aushält oder nicht.

    Aber mit der Lösungssuche sollte nicht so lange gewartet werden.

    Liebe TE,


    ich kann Dich einerseits sehr gut verstehen. Das Verhalten Deiner Schwiegereltern hört sich aus Deinen Schilderungen erstmal absolut furchtbar an. Völlig verständlich, dass Du da auf die Barrikaden gehst. Allerdings finde ich die Gedanken von Mehno auch sehr gut und nicht von der Hand zu weisen. :)^


    Ich habe beruflich und privat sehr viel mit verschiedensten Menschen und deren Persönlichkeiten zu tun.


    Und wenn man mit vielen Menschen zu tun hat, dann gibt es auch öfters mal Konflikte. Ich bin dann meistens in der Rolle als Schlichter unterwegs, bzw. wird mir diese Rolle halt zugedacht. X-
    Was mir persönlich bei der Lösung solcher Konflikte hilft, ist, mich intensiv mit dem Standpunkt des Gegenübers zu beschäftigen. Wieso denken sie so, wie sie denken? Was könnte sie zu diesem und jenem Handeln bewegt haben? Wie hätte ich im umgekehrten Fall gehandelt?


    Das hat mir schon so manches Mal die Augen geöffnet, so dass ich ganz anders an die anstehenden Probleme herangehen konnte.


    Völlig klar: im Vergleich zu Eurem aktuellen Problem, sind die meisten meiner erwähnten Konflikte natürlich Peanuts. Dennoch könnte Dir eine solche Sichtweise vielleicht weiterhelfen. Denn so, wie die Situation aktuell ist, befindet Ihr Euch in einer Sackgasse.


    Die Sache mit dem Haus ist natürlich sehr schwierig. Es könnte der Einfluss Deiner Schwiegereltern hinter den Gedanken Deines Mannes stehen. Allerdings könnte ich auch irgendwo verstehen, wenn er sich in diesem Haus tatsächlich nicht wohl fühlen sollte. Das Haus verkaufen stünde allerdings für mich auch nicht zur Debatte. Hier kann ich Dir wohl keinen hilfreichen Rat geben... ":/


    Was mir an Deinen Schilderungen aufgefallen ist: Du betonst relativ oft dieses finanzielle Gefälle zwischen Euren Familien. Auch wenn Du immer mal wieder meinst, dass das ja "eigentlich" überhaupt kein Problem ist usw. ... ich kaufe Dir das nicht so ganz ab. ;-) So oft, wie Du das ins Spiel bringst, ist das alles andere als egal. Diese Konstellation birgt zumindest sehr viel Konfliktpotential.


    Auch die Aussage, dass Du "bis zu einem gewissen Grad dankbar(er)" wärst, wenn von seinen Eltern finanzielle Unterstützung gekommen wäre, finde ich etwas schräg. Aber das sind nur Eindrücke von mir, die auch völlig unbegründet sein können. Ich kenne Euch ja nicht...


    Wäre denn mal eine Aussprache möglich? Zuerst mit Deinem Mann, um einen Konsens zu erreichen und dann mit seinen Eltern? Oder ist das ein absolutes Unding für Dich/Euch?

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    Die Eltern der TE sind neutral womit Sie letztlich in die Situation kommt , ganz alleine um ihren Mann zu kämpfen aber unterm Strich doch gegen alle 3 der anderen Familie.

    Meine Eltern kennen meine Ängste bzgl. des Wochenbetts. Meine Mutter ist einfach so lieb und glaubt bis zum Schluss immer an das Gute im Menschen. Und sie macht mir auch Hoffnung dass doch noch alles gut wird. Sie denkt immer noch dass mein Mann vielleicht doch noch die Bedürfnisse unserer kleinen Familie erkennt wenn er nur erst sein kleines Mädchen auf dem Arm hat. Und diese Chance will ich uns als Familie auch auf jeden Fall geben.


    Meine Eltern halten sich bisher raus, ja, aber sie haben mir versprochen sich nicht mehr rauszuhalten wenn solche Dinge vorkommen wie mehrtägige Belagerung durch Schwiegis im Wochenbett, nachdem ich zum Beispiel nach einer Stunde sagen würde, dass mir der Besuch jetzt zu viel ist und wir Ruhe brauchen. Also allein würde ich nicht dastehen.


    Natürlich sitze ich letztlich am längeren Hebel, natürlich könnte ich ihnen als letzten Schritt ein Hausverbot aussprechen, ehrlicherweise beruhigt mich diese letzte Möglichkeit ja auch, aber dass danach gar nichts mehr harmonisch wäre brauche ich wohl nicht zu erwähnen.


    Der Hausverkauf ist ja vom Tisch, hat er jetzt auch akzeptiert.


    Ansonsten ging es mir in erster Linie darum neutrale Meinungen dazu zu hören, ob ich für die Freude der Großeltern auf ihr erstes und bestimmt auch einziges Enkelkind in diesem Ausmaß Verständnis haben muss, obwohl mein Bauchgefühl "Nein" schreit, oder ob ich ruhigen Gewissens sagen kann: "Das ist mein erstes und bestimmt einziges Kind und darauf hat außer meinem Mann und mir niemand einen Anspruch." Nach den Antworten hier werde ich das fortan genauso kommunizieren, ohne schlechtes Gewissen. Alles andere wird die Zeit zeigen.


    Wie gesagt, ich will das Enkelkind ja gar nicht vorenthalten, ich will nur einfach nichts mehr von Forderungen und Ansprüchen hören. Ich kenne die Schwiegereltern mittlerweile sehr gut, ich weiß einfach dass sie immer beleidigt sind sobald etwas nicht nach ihren Vorstellungen läuft, sie sind einfach nicht kompromissbereit, aber darauf werde ich nun keine Rücksicht mehr nehmen. Wenn mein Mann das ja nicht schafft, muss ich selbst den Dialog mit ihnen führen, ohne Rücksicht auf Verluste, wobei ich ja so gesehen nichts zu verlieren habe, denn mit dieser Wut im Bauch kann ich einfach nicht weiter leben. Und selbstverständlich werde ich während meiner Elternzeit meine Mutter mit meinem Kind so oft besuchen wie es mir passt. In diesem Punkt werde ich mir von Schwiegers auf gar keinen Fall reinreden lassen, erst recht nicht nach diesen Manipulationsversuchen. Ich habe auf jeden Fall neues Selbstbewusstsein erlangt, vielen Dank! @:)

    Mir fehlt hier immer noch, wann und wie du und dein Mann mal wirklich geredet habt. Woher sein Bedürfnis plötzlich kommt. Mir fehlt auch, wie du deine Rolle siehst - wann hast du dich denn bis jetzt freundlich-bestimmt abgegrenzt?

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    Was mir an Deinen Schilderungen aufgefallen ist: Du betonst relativ oft dieses finanzielle Gefälle zwischen Euren Familien. (...)


    Auch die Aussage, dass Du "bis zu einem gewissen Grad dankbar(er)" wärst, wenn von seinen Eltern finanzielle Unterstützung gekommen wäre, finde ich etwas schräg.

    Das ist mir auch aufgefallen. Ich sehe das so: ein Geschenk ist eine freiwillige Sache, für die man im Idealfall nichts erwarten sollte. Auch keinen Dank (obwohl es sich natürlich "so gehört" und von den meisten Menschen wohl auch natürlicherweise ein Dankbarkeitsgefühl empfunden wird), und schon gar keine wie auch immer gearteten moralischen Verpflichtungen. Deine Eltern geben Euch (bzw ja in erster Linie DIR, ihrem Kind) gerne etwas, sie könnten es auch genau so gut lassen, sie sind dazu nicht verpflichtet. Ich finde nicht, dass ihre Großzügigkeit sie in eine andere oder bessere Position bringt, als Deine Schwiegereltern. Wenn Du das unterschwellig Deinem Mann gegenüber so raushängen lässt, wie Du das hier tust, hätte ich an seiner Stelle ehrlich gesagt auch nicht mehr die allergeringste Lust, in Eurem Haus zu leben. Er hat es sich ja nicht ausgesucht, dass Deine Eltern Dir das Haus geschenkt haben, das haben sie freiwillig getan. Deswegen ist er Deinen Eltern jetzt auch nicht unbedingt zum Dank verpflichtet - meine Meinung. Sie haben damit in erster Linie erstmal Dir, also IHRER Tochter etwas Gutes getan.


    Dann denke ich noch, dass Du irgendwie sehr darauf versteift bist, wer nun "Recht" hat mit seiner Sichtweise. Ich finde, niemand hat Recht, Deine Art und Weise zu empfinden ist genauso richtig, wie es die Art der Schwiegereltern ist. Man sollte da versuchen, gegenseitiges Verständnis zu fördern und Lösungen suchen, die irgendwie allen ein bisschen gerecht werden.


    Ich glaube, mit dieser Haltung:

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    Wie gesagt, ich will das Enkelkind ja gar nicht vorenthalten, ich will nur einfach nichts mehr von Forderungen und Ansprüchen hören. Ich kenne die Schwiegereltern mittlerweile sehr gut, ich weiß einfach dass sie immer beleidigt sind sobald etwas nicht nach ihren Vorstellungen läuft, sie sind einfach nicht kompromissbereit, aber darauf werde ich nun keine Rücksicht mehr nehmen. Wenn mein Mann das ja nicht schafft, muss ich selbst den Dialog mit ihnen führen, ohne Rücksicht auf Verluste, wobei ich ja so gesehen nichts zu verlieren habe, denn mit dieser Wut im Bauch kann ich einfach nicht weiter leben. Und selbstverständlich werde ich während meiner Elternzeit meine Mutter mit meinem Kind so oft besuchen wie es mir passt. In diesem Punkt werde ich mir von Schwiegers auf gar keinen Fall reinreden lassen, erst recht nicht nach diesen Manipulationsversuchen

    wirst Du alles nur viel schlimmer machen. Sorry, ich denke, das führt direkt gegen die Wand.


    Da ist Krieg vorprogrammiert.


    Hat Dein Mann vielleicht einen Migrationshintergrund? Was Du schilderst klingt ein wenig danach.


    Es ist in manchen Ländern einfach ein sehr viel stärkerer Familienzusammenhalt normal, eine engere Bindung, mehr Kontakt, und ja, da wird seitens der Eltern auch gerne mal gefordert und erwartet. Das muss man nicht mögen, aber Du wusstest wie seine Familie ist, bevor Du ihn geheiratet hast, oder? Deinem Mann ist seine Familie offensichtlich wichtig, und das solltest Du ernst nehmen.


    Ich denke, es ist zuallererst mal wichtig, dass Du und Dein Mann einen gemeinsamen Weg findet und eine gemeinsame Position. Und dann sollte ER mit seiner Familie reden, nicht Du. Du solltest Dich da aus der Schusslinie nehmen. Und um Himmels Willen, lass Deine Eltern da raus....

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    Meine Eltern halten sich bisher raus, ja, aber sie haben mir versprochen sich nicht mehr rauszuhalten wenn solche Dinge vorkommen wie mehrtägige Belagerung durch Schwiegis im Wochenbett,

    {:( %:|


    Doch, sie sollten sich da wirklich besser komplett raushalten. Dein Mann ist da gefragt. Sonst NIEMAND!!!

    Liebe Alias,


    Ich kann dich so gut verstehen, befinde ich mich doch in einer ähnlichen Situation, nur dass ich (noch ) nicht schwanger bin...


    Meine Schwiegereltern, vor allem meine Schwiegermutter, meint auch ständig Besuche, natürlich inklusive Übernachtung , einfordern zu können %:|


    Natürlich drängen sie sich bei uns auch öfter ungefragt auf. Die Mutter fordert wortwörtlich ihren Sohn, nebenbei sie hat 3, mindestens 2 mal im Monat zu sehen.


    Blöd nur, dass besagter Sohn auch öfter am Wochenende arbeiten muss und die Schwiegies 150 km weg wohnen.


    Zum Glück denkt mein Mann aber ähnlich wie ich. Fast graut es mir davor, wenn wir ein Kind bekommen und sie meinen ein Anrecht darauf zu haben dieses mindestens einmal die Woche zu sehen.


    Mein Schwager ist schon Vater und da quatieren sie sich einmal die Woche ein, natürlich inklusive Übernachtung :-/


    Dieses Übernachten an sich nervt mich eigentlich am aller meisten.


    Wie weit wohnen denn deine Schwiegereltern von euch weg?


    Eigentlich ist es echt schade, denn du solltest dich auf eure Tochter freuen und statt dessen musst du dich mit so was rumschlagen :-(


    Mir fällt leider auch kein anderer Rat ein, als dich mehr zur "Wehr" zu setzen und auf deine Bedingungen zu pochen, sowohl bei deinem Mann, als auch bei deinen Schwiegereltern.


    Ich wünsche dir dabei alles Gute! @:)

    Also...


    ...auf mich wirkst du normal, ausgeglichen, fair... Einfach normal halt.


    Und es ist für dich ja auch selbstverständlich, dass das Kind auch seine Großeltern kennenlernen soll, in einem gesunden Maß.


    Auch deine Erzählung von deinen Eltern bzw. deiner Mutter wirkt auf mich gesund.


    Von dem her schreibe ich dir jetzt, dass du zu diesem Thema eine absolut gesunde Einstellung hast.


    Es ist selbstverständlich, dass beide großelternteile ihre Anteil haben an ihrem Enkelkind.


    Aber es ist absolut nicht selbstverständlich, wie die Schwiegereltern damit umgehen.


    Dass sie mit diesem Verhalten jeden außer ihren Sohn von sich wegtreiben, ist doch auch klar.


    Wie weit leben die Schwiegereltern weg, dass die bei euch übernachten müssen?

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    Ansonsten ging es mir in erster Linie darum neutrale Meinungen dazu zu hören, ob ich für die Freude der Großeltern auf ihr erstes und bestimmt auch einziges Enkelkind in diesem Ausmaß Verständnis haben muss, obwohl mein Bauchgefühl "Nein" schreit, oder ob ich ruhigen Gewissens sagen kann: "Das ist mein erstes und bestimmt einziges Kind und darauf hat außer meinem Mann und mir niemand einen Anspruch." Nach den Antworten hier werde ich das fortan genauso kommunizieren, ohne schlechtes Gewissen. Alles andere wird die Zeit zeigen.

    Verständnis aufbringen vielleicht. Aber du musst dich nicht mit in diese "Tour" einklinken. Absolut nicht.


    Erkläre mal deinem Mann, dass es selbstverständlich "Danke" zu sagen. Aber, Extrembeispiel: Du musst dich sicherlich nicht dafür bedanken, dass deine Mann zum Pipi machen aufs Klo geht, statt zur nächst gelegenen Blumenvase. Es ist selbstverständlich, dass er aufs Klo dafür geht.


    Und so ist das auch mit dem Enkelkind: Es ist selbstverständlich, dass die Großeltern ihren Anteil erhalten. Aber wie, wo und was: Entscheidet immer noch ihr.


    Hier liegt die Selbstverständlichkeit einfach da, dass ihr als Eltern die Entscheidungsgewalt habt.

    Alias,


    Du klingst, wenn Du schreibst, als würdest Du Dich in der Rolle des armen Opfers sehen, dem die Lebensumstände so aufgezwungen werden. Dem ist nicht so. Tatsache ist aber: Es gibt nur einen Menschen, der Deine Interessen bedingungslos vertritt, das bist Du selbst. Also musst Du Dein Leben in die Hand nehmen und so gestalten, wie Du es möchtest.


    Idealerweise ziehst Du in den meisten Dingen mit dem Partner an einem Strang. Da, wo das nicht der Fall ist, müsst ihr zunächst für Euch zwei einen Weg finden, den ihr dann gemeinsam nach außen vertretet. Es ist wichtig, dass ihr Euch einig seid und euch nicht von egal wessen Eltern vereinnahmen lasst und dann in der Beziehung einen Streit führt, der eigentlich gar nicht eurer ist.


    Und da, wo Du allein betroffen bist, guck auf dich, mach Dir Deine Interessen klar und sei mal ein klein wenig auf Dich bedacht.


    Das geht beim haus los. Ein geerbtes Haus gehört Dir, verkauft und neu gekauft, gehört das neue Haus Euch beiden. Du verschenkst ein halbes Vermögen. Sowas sollte sehr seht gut überlegt sein, eine Trennung ist nie ausgeschlossen.


    Und das geht bei anderen Themen weiter:

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    Schwiegereltern hörte, war, dass sie einen Anspruch auf ihren Enkel haben und dass sie uns dann regelmäßig, so alle 3-4 Wochen über das Wochenende für 2-3 Tage besuchen werden.

    Egal ob Schwiegereltern oder Freunde, da ist einmal ein ganz deutliches Wort nötig, dass man in sein eigenes Haus bitteschön selber einlädt und selber bestimmt, wer da kommt und sich nicht von anderen einen Besuch aufzwingen lässt. Wer nicht in der Lage ist, rücksichtsvoll und sensibel zu agieren, der muss die Nachricht dann eben mit der Brechstange bekommen...

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    Jedesmal wenn ich sie sehe, fasst sie mir an meinen Bauch, in dem ja IHR Enkel drin ist. Ich mag das überhaupt nicht, was ich ihr auch jedes mal sage.

    Hand festhalten und richtig giftig werden "Lass das, wie oft muss ich das noch sagen?"


    Man muss nicht alle Menschen mögen und die, die man nicht mag, sollte man meiden. Aber wo das nicht möglich ist, heißt das nicht, dass man sich da alles bieten lassen muss.

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    Aber es ist absolut nicht selbstverständlich, wie die Schwiegereltern damit umgehen.

    Wer entscheidet denn, was "selbstverständlich", "normal" und "richtig" ist? Sicher nicht wir Forenteilnehmer. Jede Familie hat ein Anrecht, die Dinge so zu sehen, wie sie es nunmal tun, auch die Schwiegerfamilie. Und wie ich schon schrieb, in manchen Kulturkreisen ist es sogar recht normal, so zu sein. Dort wäre unsere "deutsche" (= die der TE) Sicht eben alles andere als selbstverständlich und normal.


    Um eine Lösung zu erzielen, wäre es glaube ich zielführender, weg von diesen Bewertungen zu kommen, wer mit seiner Sicht mehr Recht hat. Das hilft keinem, am Ende verhärtet es einfach nur die Fronten.