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    Es ist für mich vollkommen klar, dass ich im Wochenbett einen Besuch in der Art auf keinen Fall dulden werde. Das habe ich meinem Mann schon gesagt, er sagt bisher aber immer dass seine Eltern sich einfach wahnsinnig auf ihr Enkelkind freuen

    Mach Deinem Mann ganz dringend und unmissverständlich klar, dass im Wochenbett die Wünsche der frischgebackenen Mutter die einzigen sind, die zählen. Jeder andere, die Eltern inklusive haben sich danach zu richten. Da gibt es überhaupt nichts dran zu diskutieren. Hör in Dich, was Du als zumutbares Maß empfindest und das setzt ihr dann gemeinsam durch. Und wenn es ein Besuch zum Kaffee für zwei Stunden ist. Kein Übernachten, keine 10 Stunden Besuche. Wenn das nicht möglich ist, dann halt gar nicht.


    Für andere Zeiten werdet ihr einen Kompromiss finden müssen, denn natürlich hat auch Dein Mann einen legitimen Anspruch darauf, dass er seine Eltern in seinem zu Hause Besuch hat. Aber das muss sich im vertretbaren Rahmen halten.

    Clondyke,

    kann es sein, dass Kleingärtner dich mit der TE verwechselt hat? Du brauchst dich hier also nicht zu rechtfertigen.


    Im übrigen bin ich der Meinung, dass man einfach mal akzeptieren sollte, dass es Menschen wie die Schwiegereltern der TE gibt: distanzlos und bestimmend. Ich würde mich auch mit Händen und Füßen gegen solch eine Vereinnahmung wehren. Ich kann auch nicht ansatzweise erkennen, dass da liebevolle Gefühle gegenüber der TE eine Rolle spielen :|N .


    Es ist einfach übergriffig zu verlangen, dass man regelmäßig bei Eltern oder Schwiegereltern vorbeikommen muss oder, noch schlimmer, sich selbst einlädt. Wenn man diesem Verhalten nicht gleich von vornherein einen Riegel vorschiebt, hat man verloren. Dann lieber einmal mit deutlichen Worten klare Verhältnisse schaffen und hoffen, dass die Schwiegereltern sich diese zu Herzen nehmen und ihr Verhalten überdenken.


    Aber es ist auch wichtig, dass der Ehemann mitzieht. Ich bin immer wieder erstaunt, welche "Macht" einige Eltern über ihre erwachsenen Kinder haben. Obwohl, so richtig erwachsen ist das Verhalten des Ehemannes in meinen Augen nicht.


    Und es ist doch schön, dass die TE ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern hat. Klar, dass sie sich da mehr hingezogen fühlt. Es gibt nämlich Eltern, denen klar ist, dass Kinder - egal, wie alt sie sind - Freiraum brauchen. Und die Beziehung einer Tochter zur Mutter ist meistens doch stärker als die zur Schwiegermutter - von Ausnahmen einmal abgesehen.


    Liebe TE, lass dich nicht entmutigen und stehe für deine Interessen und die deines Kindes ein. Und wer dir an den Bauch fasst, bestimmst immer noch du. Ehrlich, beim Lesen deines Eingangsbeitrages haben sich mir die Nackenhaare aufgestellt. Für mein Empfinden reflektierst du die ganze Situation sehr gut. Ich finde das Verhalten Deiner Schwiegereltern einfach nur gruselig.


    Und solltest du im Wochenbett ausflippen: Immer schön den Hormonen die Schuld geben; eine bessere Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder ]:D


    Alles Gute für dich.

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    Aber es ist auch wichtig, dass der Ehemann mitzieht. Ich bin immer wieder erstaunt, welche "Macht" einige Eltern über ihre erwachsenen Kinder haben.

    Ich finde es auch wichtig, dass die beiden einen gemeinsamen Kurs finden und dass ihr Ehemann mitzieht,


    allerdings gebe ich zu Bedenken, dass der Ehemann seine Eltern vielleicht auch liebt und einfach sehr gerne Zeit mit ihnen verbringt ;-). Das muss weder erzwungen sein, noch mit Macht eingefordert.

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    Und es ist doch schön, dass die TE ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern hat. Klar, dass sie sich da mehr hingezogen fühlt. Es gibt nämlich Eltern, denen klar ist, dass Kinder - egal, wie alt sie sind - Freiraum brauchen.

    Klar ist das schön - aber wenn der Sohn ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern hat und möchte, ist das ganz sicher genauso legitim und schön.

    Oh weia... du Arme.


    sowas kenn ich nur zu gut.


    Allerdings haben wir keine Kinder.


    Vielleicht magst du mir mal eine PN über deinen echten Accout schreiben?


    Ich habe noch einige Gedanken bezüglich deines Mannes im Kopf, das würde hier aber zu Diskussionen führen.


    Nur so viel. Er verteidigt seine Eltern vor dir.... weil er mehr Angst vor Ihnen als vor dir hat.


    und genau hier liegt der Punkt. Angst... Angst wovor?


    Wie war seine Kindheit und wie läufts in seiner Familie sonst so? Gibt es Geschwister o.Ä.?


    Irgendwo liegt da ein Hund begraben danke ich.

    @ 19Anni85

    soll ich dazu was sagen;


    [...]


    Er will geborgen leben und vertraut obwohl verheiratet noch mehr seiner Mama als sein Ehefrau.


    UM diese hat er sich zu sorgen, Angriffe,egal von Wem, von außen abzuwehren.


    Ich weiß, es ist sehr sehr schwer; WENN Beide zusammenhalten der Mann sich endlich


    zur Frau bekennt [...], dann könnte es nochmal was werden.


    Wenn er aber sogar Forderungen stellt, vonwegen Haus verkaufen.....,


    dann sehe ich Schwarz !!

    Das Stichwort Kulturunterschiede und damit Familienzusammenhänge finde ich in dem Fall wichtig. Wir sind alle unterschiedlich aufgewachsen und andere familiäre Strukturen gewohnt. Das kann durchaus Vorteile/Gewinn bringen.


    Irgendwie scheint die Situation schon etwas festgefahren. Angefangen bei deiner Ablehnung gegenüber der Art der Schwiegereltern ging es weiter zu jetzt spitzen/abwertenden Bemerkungen.


    Respekt auf beiden Seiten und eine offene Kommunikation über störende Faktoren könnte hilfreich sein.


    Sich auf den Bauch greifen zu lassen ohne dass man es will und mag, kann man sich verbitten. Wenn ich solche Verhaltensweisen (durchaus sehr üblich und weitverbreitet) miterleben muss, schau ich erstmal ganz woanders hin, dreimal durchatmen und dann das beste aus der Situation machen. Wird nicht immer so heiss gegessen, wie man kocht ;-)


    Mal so nebenbei: gibt es keine positiven Aspekte an deinen Schwiegereltern? So schlimm kann es doch nicht sein, wenn du ihren Sohn geheiratet hast - Apfel und Stamm meine ich ;-D

    Ich finde ja, man muß zwei Sachen sehen.


    Übergriffig sein geht gar nicht. An den Bauch greifen - ui, ich mag es auch nicht, von anderen angefaßt zu werden. Auch meine Eltern kämen nie auf die Idee, mich einfach so anzufassen. Sie hätten mir auch niemals auf den Babybauch gegriffen. Und Dinge/Besuche aufdrängen, die man (gemeinsam, als Paar) nicht möchte, geht auch nicht. Auch dieses Beleidigtsein etc. geht gar nicht.


    ABER man sollte bedenken: Auch der Mann hat ein Recht auf seine Eltern. Und wenn die weiter weg wohnen, dann eben auch mal über Nacht. Ich finde, das muß man dann auch mal aushalten. Ich weiß jetzt nicht, über was für eine Entfernung wir hier sprechen und wie alt die sind. Aber man kann sich niemals selbst als Maßstab nehmen, ob man noch und und zurückfahren würde an einem Tag. Die Eltern/Schwiegereltern sind nun mal älter, und für die ist das möglicherweise eine Belastung.


    Im übrigen meinen sie es vielleicht ja auch nur gut. Und der Mann hängt auch an seinen Eltern. Und sie sollen nicht ihre Beziehung pflegen dürfen? Er muß immer mit Dir nach Hause fahren, nur weil Du dort nicht übernachten möchtest? Ich finde, ein wenig tolerant kann man schon sein. Nicht ständig, ist auch klar, aber man muß auch mal was aushalten können.


    Und ich weiß, wovon ich rede. Unsere Eltern wohnen beide 400 km weit weg. Sie sind alle Mitte 60. Wenn sie kommen, dann auch immer für 2-4 Tage. Incl. Übernachtung bei uns. Für uns ist das auch immer irgendwie unangenehm und wir sind froh, wenn sie wieder weg sind und alles wieder seinen Gang geht. Aber was wäre die Alternative? Hotel, Pension? Zahlen, obwohl wir Platz haben? Ihnen damit suggerieren, daß sie nicht erwünscht sind? Nein, wir halten es aus. Auswärtige Einquartierungen gab es nur, als wir noch in einer 3-Zimmer-Wohnung lebten und unser Großer auf der Welt war. Oder wenn meine Eltern und seine Mutter gleichzeitig kommen, dann muß einer auswärtig schlafen.


    ABer letztlich haben beide Partner Anspruch auf ihre Eltern, und wenn die einen weiter weg wohnen, dann ist das halt Mist und man muß eine Lösung finden. Und ich finde, da muß man als Partner auch mal Rücksicht nehmen (bis zu einem gewissen Grad natürlich) und Unannehmlichkeiten tolerieren (ebenfalls bis zu einem gewissen Grad).


    Wenn seine Eltern halt bei Euch sind über 2-3 Tage, was oder wer hindert Dich daran, dann ggf. mal zu Deinen Eltern oder einer Freundin zu verschwinden. Egal ob mit oder ohne Kind (hey, Dein Mann wird das schon auch wuppen und Deine Schwiegereltern haben offensichtlich ja auch Kinder erzogen, und so wie Du Deinen Mann beschreibst ja nicht mal schlecht).


    Es ist schwierig, ohne Frage, ich kann es absolut nachvollziehen, weil mich es auch nervt, wenn noch jemand außer uns bei uns im Haus ist. Könnte genug Beispiele aufzählen. Aber ich halte es aus, und er auch. Einfach, weil alles andere ungerecht wäre. Dem Partner gegenüber und den Eltern/Schwiegereltern auch.


    Und letztlich sollte man auch mal die positiven Aspekte sehen. Wenn sie mal da sind - dann schlaft mal aus/länger. Kind stillen/füttern, wegen mir noch fertig machen und ab zu den Großeltern im Wohnzimmer oder so. Und selbst diese Gelegenheit mal nutzen. Haben wir nie gemacht und das finde ich schade. Grad mit meinen Schwiegereltern hätte das funktioniert (mit meinen nicht). Oder tagsüber mal mit dem Kinderwagen losschicken. Heute ärgere ich mich darüber. War ein Fehler, solche Gelegenheiten nicht zu nutzen für eine kleine Auszeit.


    Deshalb: versuche auch mal Deinen Mann und seine Eltern zu verstehen. Wenigstens so ein bißchen. Es ist klar, daß sie Dir nie so nah stehen werden wie Deine Eltern. Aber sie gehören eben auch dazu. Und man sollte ihnen auch etwas entgegenkommen.

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    allerdings gebe ich zu Bedenken, dass der Ehemann seine Eltern vielleicht auch liebt und einfach sehr gerne Zeit mit ihnen verbringt

    Das "Recht" spricht doch hier gar keiner ab, auch die TE nicht.


    Sie möchte nur nicht vereinnahmt werden.

    Was ich noch hinzufügen wollte: Hausverkauf würde für mich auch nicht zur Debatte stehen. Es sei denn, IHR wollt es (aus welchen Gründen auch immer). Aber wenn es nur darum geht, näher zu den einen oder anderen Eltern zu ziehen: Nein, auf keinen Fall.

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    Sie möchte nur nicht vereinnahmt werden.

    Das soll sie auch nicht und da gilt es, ein gutes Maß zu finden. Aber pauschal die Schwiegereltern so abzuweisen (gar keine Übernachtung etc) finde ich nicht gut, wenn die Anfahrt aufwendig ist (je nach Alter der Eltern/Schwiegereltern und zu fahrender Strecke so ab 1,5 Stunden Fahrtzeit einfach)