Schwule Beziehung - wer kann helfen?

    Ich hatte einen Jungen kennen gelernt (15 Jahre jünger) und wir hatten uns sofort sehr gut verstanden. Nach einigen Wochen hatten wir dann erstmals Sex, danach sagte er mir, dass er eine Freundschaft mit mir haben möchte.


    Dennoch sahen wir uns nahezu täglich, der Kontakt zwischen uns wurde immer enger.


    Er hatte mir Geschichten aus seiner Vergangenheit erzählt, beispielsweise dass er, nachdem er nach Berlin gezogen ist, sehr viele Männer gehabt hat, ein Mal in einem Darkroom war, einige Male in einer Sauna, dass er sehr eindeutige Profile im Internet hatte, auch ein einziges Mal im Tiergarten (Cruising) war, dass sich im Nachhinein herausgestellt hat, dass er auch mit einigen Positiven Sex hatte, teilweise ungeschützt, auch die Fist-Sessions hatte er zumindest mal probiert.


    Zum Glück ist er gesund geblieben.


    Er hat eine teilweise kinky Ader, ist definitiv auf dem submissiven Level, obwohl er wie ein Softie (ein typischer Twink, sehr groß, sehr schlank, etc...) aussieht, hatte er es faustdick hinter den Ohren.


    In seiner wildesten Zeit hatte er etwa 70-80 Männer, danach war er 18 Monate in einer nicht so tollen Beziehung, danach 12 Monate Single.


    Er meinte, er hatte sich in der Beziehung mit dem Ex total geändert und dass er nach seinem Ex nur noch 5-6 Typen in einem Jahr hatte, unterstreicht die Änderung ja ein wenig.


    Auf der anderen Seite bin ich, der - zugegeben - eine Unzahl an Typen hatte, aber nicht annähernd ähnliche Geschichten, wie er.


    Ich war immer sehr vorsichtig unterwegs, hab zwar auch nix ausgelassen, aber am Ende war ich klug genug, um nicht abzustürzen.


    Zu Hause hat er Jocks, ein Lederhalsband mit Kette, ein paar Plugs, tonnenweise Pornos auf der Festplatte, usw... - dieser Typ wird übrigens 22 Jahre alt.


    Es entstanden Gefühle zwischen uns und wir haben auch sehr viele gemeinsame Interessen, wir kamen uns näher und näher, weshalb wir nun seit etwa 2 Monaten in einer Beziehung sind.


    Es war für uns beide eine Bedingung, dass es eine sexuell monogame Beziehung ist.


    Ich würde sagen, dass er sehr ehrlich ist und ich ihm vertrauen kann, allerdings bin ich noch immer eingeschüchtert, weil er mir viele seiner Geschichten erzählte.


    Das Irre daran ist: ich hatte wohl 10x so viele Typen und ihn stört das alles gar nicht, er meint, dass die Vergangenheit nicht zählt und nur die Gegenwart und Zukunft wichtig ist.


    Ich denke das auch, allerdings spielt mir meine Psyche immer wieder einen Streich.


    Dann passiert es, dass er mir offen und ehrlich eine Geschichte von früher erzählt und ich dann stiller und stiller werde und mich diese Geschichten stören.


    Andererseits würde ich nicht wollen, dass er etwas auslässt, was er erzählen wollte.


    Wir waren gemeinsam beim HIV Test, haben unsere Planetromeo Profile gemeinsam gelöscht, es ist abgemachte Sache, dass unsere Beziehung monogam läuft, Sex mit ihm ist wirklich genial (auch er genießt es), wenn wir kuscheln, wirkt es oft so, als würde er mich mit Haut und Haaren fressen wollen.


    Das alles, obwohl ich anfangs gar nicht sein Typ war.


    Ich will hier ehrlich sein und schreiben, dass es mich stört, mit welchen Typen er bisher Sex hatte. Die waren fast alle wirklich unterste Schublade (ich kenne etwa 2 Dutzend Profile seiner Typen).


    Eifersucht ist es nicht, denn hätte er beispielsweise mit "Models" Sex gehabt, würde mich das gar nicht stören. Aber es waren so typische animalische "Hardfucker"-Typen, denen man die "Intelligenz" schon am Gesicht ansieht.


    Das ist der krasse Widerspruch zu ihm selbst, denn er selbst ist sehr gebildet und intelligent.


    1x trafen wir zufällig einen dieser Typen auf der Straße und als mein Freund ihm sagte, dass wir uns sehr gerne mögen, fragte dieser tatsächlich, ob ich meinen Freund schon gef**** habe...


    Eigentlich läuft unsere Beziehung superschön, supergut, wenn da nicht dauernd die alten Geschichten von ihm in meinem Kopf wären. Die kommen immer wieder hoch, ich versuche das alles zu unterdrücken, aber dann sind die da und ich beginne das Thema wieder von vorne.


    Anfangs (als wir noch nicht ein Paar waren) war er genervt, inzwischen reagiert er ruhig und erzählt offen oder erklärt etwas.


    Es stört mich selbst, dass ich so bin.


    Was dazu kommt: beim Sex ist er extrem kinky. Ich weiß zwar, dass wir monogam sind, dass ich ihm vertrauen kann, dass er tatsächlich nur mich will, zugleich ist sein "Bitch"- oder "Whore"-Verhalten beim Sex nicht immer soooo toll.


    Auf Grund meiner eher dominanten Ader kann ich einigermaßen damit umgehen, aber er ist für mich einfach nicht die Bitch, die ich vögeln möchte, bis sie kaum noch sitzen kann, er ist einfach mein Partner, den ich total lieb habe.


    Er hat nun seine Dinge zu mir gebracht, meine Schublade ist halbvoll mit diversen Dingen, wir nutzen die auch, aber es gibt noch eine Sache, die mich stört:


    Wenn wir F* braucht er meistens Poppers, weil ihm mein Teil zu groß ist und es ihm weh tut.


    Mich törnen Poppers aber total ab.


    Nun ist es so, dass er daran 2-3x schnüffelt und dann kann ich auch machen mit ihm, was ich will - aber ehrlich gesagt will ich ihm ja nicht weh tun, sodass er dies nur mit Poppers aushält.


    Klar gibt es Beziehungen, wo Männer den Sex genauso ausleben, wie sie es in Darkrooms machen würden - aber unsere Beziehung wird abseits von Sex wirklich extrem intensiv, verbindlich, einfühlsam, usw geführt und somit beschränkt sich die Kinky Rolle zwar nur auf Sex, aber auf Grund seiner Vorgeschichten kann ich das nicht so richtig genießen.


    Als ich ihm beim Kuscheln einige meiner Erlebnisse erzählte, hat er tatsächlich unter der Decke mit seinem Teil gespielt. Es törnte ihn an.


    Mich schrecken solche Stories (weil ich eben weiß, wie diese Typen waren) aber ab.


    Ich würde jetzt nicht sagen, dass es so aussieht, als könnte dies etwas zerstören - störend ist es aber für uns beide allemal.


    Ich weiß, dass ich daran arbeiten muss. Aber wie?

  • 43 Antworten

    Ohne auf all die Details Deiner epischen Schilderungen einzugehen...


    Ich halte es für generell schädlich, die Vergangenheit zu einem Teil der aktuellen Beziehung zu machen. In dieser Form muss das ja belasten. Man wird wissen, dass der Partner nicht als Jungfrau in die Beziehung gekommen ist, das sollte reichen. Und dass es den einen oder anderen Ex Freund gibt auch ok. Aber detaillierte Schilderungen vom Sex mit oder von der Liebe zu anderen sind verletzend. Sie machen aus diesem intimen, besonderen, was da zwischen zwei Menschen ist etwas beliebig austauschbares, belangloses.


    Ist vielleicht nicht immer vermeidbar, aber man sollte die Vergangenheit dann irgendwann mal ruhen lassen und sie nicht aktiv vor dem neuen Partner ausbreiten. Das wieder einzufangen halte ich für unmöglich.

    @ Ralph_HH

    Hallo Ralph, danke für Deine Zeilen, ja, das denke ich auch. Wobei: ER hat ja kein Problem damit, es törnt ihn ja sogar an, wenn ich erzähle. Er meint dann, dass das ja Vergangenheit ist, aber spannend und jetzt gehört ich ja zu ihm.


    Reifes Denken für einen 22 jährigen.


    Ich hab da mehr Probleme damit...

    Zitat

    Ich würde jetzt nicht sagen, dass es so aussieht, als könnte dies etwas zerstören - störend ist es aber für uns beide allemal.


    Ich weiß, dass ich daran arbeiten muss. Aber wie?

    Du solltest dein Problem auf alle Fälle nicht zu eurem Problem werden lassen.


    Du musst für dich erarbeiten, was genau dich stört oder für dich ver-störend wirkt.


    Sind da Verlustängste oder Minderwertigkeitsgefühle, bist du selbst mit deiner "Performance" nicht zufrieden, oder fürchtest du, dass sie deinem Partner nicht genügen könnte?


    Die alten Geschichten sind alte Geschichten. Wenn du seine Zuneigung und Treue nicht mehr zu schätzen weißt und über die alten Geschichten stellst, dann wird er womöglich bald sauer und frustriert sein.


    Wer zu viel in den Rückspiegel schaut, verliert aus dem Blick, was vor ihm liegt.


    Vertraust du ihm, oder vertraust du ihm nicht?


    Wenn du 15 Jahre älter bist, dann zeige mehr Standing, mehr Coolness und mach dich locker.

    Ich weiss nicht, aber ihr beide macht euch dabei was vor. Ich meine damit, dass ihr euch beide an eurem Vorleben und Bekanntschaften gegenseitig was vorspielt. Euch macht das vermutl beide an, wenn ihr davon redet. Erzählt euch beim "Akt" davon und bringt euch damit in Fahrt. Sorry, aber entweder ist das dazubeitragend oder es ist Eifersucht. Auch Eigersucht kann die Libido steigern. Ihr oder du solltest euch einig sein, dass solche Erfahrungsbrichte entweder positiv beisteuern, oder ihr es braucht.....?! um?! Das ist die Frage.


    Es ist doch völlig ok, wenn es euch oder dir oder ihn insperiert. Absprache miteinander ist das Zauberwort. Redet darüber, was euch anmacht oder nicht. Und dann tut es.


    Ich wünsche euch viele schöne Momente. :)*

    Zitat

    Nun ist es so, dass er daran 2-3x schnüffelt und dann kann ich auch machen mit ihm, was ich will - aber ehrlich gesagt will ich ihm ja nicht weh tun, sodass er dies nur mit Poppers aushält.

    Na komm, red nicht um den heißen Brei herum. Wenn du das "ehrlich gesagt" nicht willst, dann lass es.

    Ich denke, dass einerseits vieles am Verhalten deines Freundes ( damals wie auch heute) mit seiner Submissivität zu erklären ist. Andererseits sehe ich in seinem damaligen Verhalten auch eine gewisse Art von ( destruktiv wirkender) Kompensation.


    Sich, wie in der Vergangenheit geschehen, von diversen zwielichtigen Typen ohne Gummi "durchnehmen" zu lassen, hat zumindest nichts mit Submissivität zu tun, sondern entspringt schon in erster Linie einem gewissen pathologischen Fatalismus und zeigt neben extremer sexueller Aufgeschlossenheit auch eine gute Portion an Selbsthass.


    Wenn ich deinen Beitrag lese, entsteht bei mir in Bezug auf deinen Freund das Bild eines verletzlichen submissiven, jungen Mannes, der nun versucht, Liebe und Geborgenheit in eurer Beziehung zu finden. Dass er dir soviel von den alten Geschichten erzählt, könnte damit zutun haben, dass er sie noch nicht ganz verarbeitet hat und vor dir " reinen Tisch" machen will.


    Ich denke allerdings auch, dass das Reden über eure vergangenen Sexabenteuer ihn ganz erheblich anzumachen scheint, was auch mit seiner submissiven Ader in Verbindung stehen kann.


    Du solltest also erstmal zu akzeptieren versuchen, dass dein Freund aufgrund seiner Neigung und einer scheinbar nicht unproblematischen Kindheit/Jugend (?) einfach so tickt. Er wollte sich von zwielichtigen Typen benutzen lassen. Sei es, um so seinen Selbsthass zu kanalisieren, oder sei es , um so auch ein noch extremeres Machtgefälle zu spüren ( je ekeliger die Typen, desto größer seine Geilheit).


    Um an dir arbeiten zu können, musst du allerdings erst mal hinterfragen, was genau dich an seiner Vergangenheit so abschreckt. Du schreibst dazu:

    Zitat

    Mich schrecken solche Stories (weil ich eben weiß, wie diese Typen waren) aber ab.

    Was kommt da auf bei dir? Ekel? Und wenn ja, weshalb?

    Phu,


    ich dachte zu erst auch, das ist eine Art Kompensation, was er da betreibt, mit dem Geschichten erzählen von früher. Als ich aber von dem Poppers las..... ja.....


    Also im Grunde genommen.... ....so leid es mir tut, dir das schreiben zu müssen.... .....ist er genauso wie all seine "etwas derberen Bekanntschaften".


    Weißt du, ich hab auch eine Zeitlang gebraucht, bis ich aus einer Szene draußen war. Auch vom Kopf her kommt heute noch, ins Besondere wenn man in Runden zusammen sitzt , eine gewisse Nostalgie hervor. Wer kennt das nicht, der in seiner Jugend viel tolles erlebt hat und viel zu erzählen hat. Menschen aus den unterschiedlichsten Schichten getroffen und kennengelernt hat. Man schwärmt von Zeiten, in denen man die Sau rausgelassen hat.


    Und dein Freund ist da meiner Meinung nach noch mitten drin, das zeigen mir seine Erzählungen und sein Konsumverhalten.


    Poppers gibt ein kurzzeitiges Schummer-Gefühl, das lässt nach 3 Minuten nach. Also mit Poppers schießt man sich nicht weg und spürt dann nichts mehr. Das ist Humbug! Das ist nix anderes, als wenn du an extremen Reinigungsmittel (insbesondere Grafiti-Entferner) schnüffelst.


    Der Junge ist gerade mal 22 Jahre alt, da geht noch einiges als "jugendlicher Leichtsinn" durch, er mag vielleicht philosophisch veranlagt sein und vieles im Leben selbst erkennen, aber reif ist er in dem Sinn nicht, nein.

    @ Ralph_HH

    Naja, manchmal fragt er mich, ob er etwas erzählen kann... über seine Sexgeschichten... und wenn ich JA sage, tut er es, wenn ich NEIN sage, kommt dann schon mal die Bemerkung, dass mich sein Leben nicht interessiert. Ich erkläre ihm dann oft, dass ich diese Storys eher "disgusting" finde und er meint dann, dass er nicht mehr erzählen wird...


    Das ist tatsächlich unreif und kindisch... ja... liegt aber auch daran, dass er supersweet aussieht, aber NULL Selbstbewusstsein hat.

    @ Evoluzzer

    Danke für Deinen Beitrag, gefällt mir sehr gut!


    Nun, dass es MEIN Problem ist, weiß ich und dass ich es in den Griff kriegen muss, ebenfalls.


    Ich weiß bereits, was mich stört, aber es ist nicht wirklich "cool" oder "korrekt" oder was auch immer... denn ich hab ja nicht das Recht über andere zu werten. Das ist ja anmaßend.


    Was mich stört ist, dass er einfach supersweet aussieht und noch dazu gebildet und intelligent ist, aber wirklich den "Abschaum" im Bett hatte. Es tut mir leid, wenn ich das so schreibe, weil es so klingt oder wirkt, als wäre ich "etwas Besseres". Ich meine das aber nicht so.


    Eifersucht ist es jedenfalls NICHT, denn ich wäre glücklich, wenn es statt diesen Typen die gleiche Anzahl an "Modeltypen" gewesen wären. DA müsste ich ja dann eher eifersüchtig oder unsicher sein, wenn er solche Models gehabt hätte. Denn die wären extrem attraktiv, vielleicht auch jünger als ich und somit wäre - wenn ich kein Selbstbewusstsein HÄTTE - wenigstens ein halbwegs verständlicher Grund da, um vielleicht eifersüchtig zu sein.


    Diese Typen waren aber - wie ich schrieb - unterste Schublade (das sieht er inzwischen selbst so) und viel mehr stört es mich (wenn ich das so sagen kann), dass SOLCHE TYPEN die Möglichkeit hatten, mit ihm Sex zu haben.


    JA, ich würde sagen, ich hab das im letzten Satz erstmals richtig formulieren können.


    Und ja, ich vertraue ihm, er ist generell ein eher kühlerer, distanzierter Mensch, seit wir aber ein Paar sind, ist er extrem warm geworden, will andauernd kuscheln, manchmal wirkt es so, als ob er mich fressen möchte, ein Mal sagte er sogar, dass er Angst hat, dass er das irgendwann verlieren könnte.


    Meine Performance empfinde ich als gut (er schätzt mich sehr, empfindet mich als tollen Menschen, auch der Sex klappt wunderbar, obwohl ich anfangs dachte, dass er schon extrem anspruchsvoll ist), auch Verlustängste habe ich nicht, weil ich alles gebe und wäre es zu wenig, dann ist es eben zu wenig (er sagt und zeigt mir aber sehr oft, dass es für ihn mehr als genug ist), Minderwertigkeitsgefühle habe ich nicht direkt, ich finde nur, dass sein Body natürlich wesentlich besser ist, als meiner... da will ich daran arbeiten. In erster Linie für mich, in zweiter Linie für ihn/uns.


    Diesbezüglich gibt es somit nicht wirklich ein Problem mit den Themen Minderwertigkeit, Performance, Verlustängste.


    Coolness zeige ich ihm, indem ich generell ein Mensch bin, der gut zwischen sensitiv und starke Schulter zum Anlehnen switchen kann.


    Und ja: ich vertraue ihm. Dieses Vertrauen hat er sich erarbeitet...


    Es ist tatsächlich "nur" die Sache, dass da so viele Typen waren, die... - und noch ein Beispiel: ich hatte was mit einem Typen, von dem ich nicht wusste, dass er wirklich unterste Schublade ist. Und ich erzählte ihm diese Geschichte mal und am Ende kam raus, dass er auch mit diesem Typen Fun hatte. Während ich rechtzeitig entdeckt hatte, dass dieser Typ nix für mich ist, hatte ER den sexy gefunden und das volle Programm durchgezogen.

    @ Seraphina 1

    Naja, es törnt mich eher ab, weil diese Typen eben wirklich das Letzte waren. Typen, die schon in ihren Profilen schreiben, dass sie es nur OHNE machen, dass sie dies oder jenes mögen und diese Beschreibung sonst oftmals wirklich ekelhaft, usw... Das törnt mich keinesfalls an, dass er mit so vielen dieser Typen im Bett war. Das macht mich eher traurig und ist - für mich - das einzig störende in unserer Beziehung - denn ansonsten bin ich wirklich glücklich und zufrieden mit ihm (bis auf Kleinigkeiten).

    @ Skadie

    Ich auch! Aber ich finde, dass ich da sehr wählerisch war und immer vorsichtig - während er eben mehr den "Abschaum" hatte und sogar Bare mit Positiven Sex hatte (er wusste nicht, dass die positiv waren, es war auch Groupfun dabei).


    Ich spreche von etwa 1 Jahr... da hatte er 70-80 Männer, wobei der gestern meinte, mit weniger als der Hälfte gepoppt zu haben. Die anderen waren eher Sex "Light"...


    Und wie ich schon schrieb: hätte er 1000 Typen gehabt und die wären halbwegs ansprechend, dann wäre das weniger schlimm für mich, als seine 70-80 Typen, von denen er HEUTE selbst sagt, dass die unterste Schublade waren.


    Vermutlich hängt das mit seinem Selbstbewusstsein zusammen, denn er hat nur sehr wenig davon und meinte mal, dass er


    immer solche Typen hatte, weil er selbst sich dann besser fühlte. Und zu mir meinte er am Anfang, dass wir nur Freunde sein sollten, weil ich zu gut für ihn bin und er neben mir andauernd Komplexe hätte (ich arbeite mit ihm an seinem Selbstbewusstsein).

    @ mnef

    mag dazu nix schreiben, klingt nicht wirklich konstruktiv, was du da schreibst

    @ sartane

    Mich hat dieses "Selbsthass" angesprochen. Denn er hat nahezu kein Selbstbewusstsein. Er sieht supersweet aus, sein Körper könnte gezeichnet sein, aber er steht vor dem Spiegel und findet sich nicht attraktiv. Soeben war er neben mir (er macht sein Workout zu Hause) und meinte, dass er seinen Körper hasst, während ich hier sitze und wohl vieles gäbe, wenn ich diesen Körper HÄTTE (ich bin mit meinem aber auch 80% zufrieden).


    Wie ich oben schon schrieb, glaube ich, dass er viele dieser Typen hatte, weil er sich dann besser als die vorkam. Und wie ich ebenso schrieb, hat er mir anfangs gesagt, dass er sich mit mir in einer Partnerschaft nie wohlfühlen würde, weil er sich in allen Dingen unterlegen vorkäme.


    Ich arbeite wirklich an seinem Selbstbewusstsein, versuche ihn aufzupäppeln, ihm Sicherheit zu geben, aber dann steht er eben wieder vor dem Spiegel und meint, dass er "NIX" ist.


    Man muss aber erwähnen, dass er die Erkenntnis, dass sein Leben davor (mit den vielen Typen) nicht so toll war, "schon" nach einem Jahr selbst gefunden hat. Danach war er ja 1,5 Jahre (mit einem ebenso ekeligen Typen, der ihm sogar ins Gesicht gespuckt hat) in einer Beziehung und danach 1 Jahr Single. In diesem 1 Jahr hatte er 6-7 Typen. Das bedeutet: er hat diese Vergangenheit ja selbst und von sich aus schon VOR seiner letzten Beziehung abgeschlossen. Und heute sieht er auch selbst seine Vergangenheit als nicht so toll an und vermutlich ist es auch das, dass er nun bei mir so klammert. Denn ich versuche ihm wirklich all die Dinge zu geben, die ihm bisher gefehlt haben.


    Du hast geschrieben: Wenn ich deinen Beitrag lese, entsteht bei mir in Bezug auf deinen Freund das Bild eines verletzlichen submissiven, jungen Mannes, der nun versucht, Liebe und Geborgenheit in eurer Beziehung zu finden. Dass er dir soviel von den alten Geschichten erzählt, könnte damit zutun haben, dass er sie noch nicht ganz verarbeitet hat und vor dir " reinen Tisch" machen will.


    Ich hab das gar noch nicht so gesehen, finde es aber sehr schön, wenn es so wäre. Ja, ich merke es, dass er total anders ist. Als wir uns kennen lernten, mochte er mich, aber da war immer eine Portion Distanz da. Und die Gefühle wurden mehr und mehr, aber auch sein Verhalten änderte sich extrem. Aus einem Typen, der mir vor Monaten noch sagte, dass er seine Freiheiten (nicht für Sex!) braucht, ist ein Typ geworden, der seit wir zusammen sind nahezu ohne Pause an mir klebt. Er studiert. Uni dauert bis 4... er fragt mich, wann wir uns sehen. Ich meine: 7:30 ist okay? Dann hast Du auch Zeit für Dich. Er: nein, zu spät... geht 6??? Für mich ist kein Problem, weil ich eben mehr die starke Schulter zum Anlehnen bin, die Person, die ihn aufpäppeln möchte, usw... - mich stört es nicht, wenn er dauernd da ist (im Gegenteil: er ist ja mein Partner).


    Du schreibst außerdem: Um an dir arbeiten zu können, musst du allerdings erst mal hinterfragen, was genau dich an seiner Vergangenheit so abschreckt.


    Wie ich oben schon schrieb (möglicherweise konnte ich es erstmals wirklich so beschreiben, wie ich es empfinde) stört es mich, dass er ein wirklich sußersüßer, leckerer Typ ist, der noch dazu gebildet und intelligent ist und ihn soooooo viele wirklich Abschaum-Typen im Bett hatten. Er war ziemlich leicht zu haben/kriegen.


    Heute sieht er das selbst so und ist nicht glücklich darüber, immerhin hat er aber schon nach 1 Jahr (und das war vor 2,5 Jahren) gecheckt, dass er auf dem falschen Weg ist.

    @ Purplelike

    Nein, er ist definitiv nicht so, wie all seine derberen Bekanntschaften. Er ist sehr sensibel, hat kein Selbstbewusstsein, sucht nun Halt bei mir, usw... - ich würde auch nicht von "derberen Bekanntschaften" schreiben, sondern von richtigen DERBEN. Der Kontrast zwischen denen und ihm ist wie Nacht und Tag und wäre er so, wäre er kein Partner für mich. So süß oder sexy könnte er gar nicht sein.


    Er schnüffelt die Poppers nur in bestimmten Momenten... eben wenn wir poppen... weil es ihm sonst weh tun würde. Er nimmt das Fläschen 1-2x in die Hand... also nicht öfter... und nur dann... störend finde ich es aber dennoch.

    Zitat

    Er schnüffelt die Poppers nur in bestimmten Momenten... eben wenn wir poppen... weil es ihm sonst weh tun würde. Er nimmt das Fläschen 1-2x in die Hand... also nicht öfter... und nur dann... störend finde ich es aber dennoch.

    Auch hier nochmal:


    Ihr habt ja nicht nur 2x3 Minuten Sex, oder?


    Deshalb: Poppers nimmt er nicht, um "nichts zu spüren". Sonst müsste er die Flasche die ganze Zeit unter die Nase hängen und sich mehr aufs atmen konzentrieren als auf alles andere und ob das so wegschießt, dass man nichts mehr spürt, das wage ich zu bezweifeln.


    Nein, ich wage es nicht nur zu bezweifeln, ich weiß, das es nicht so ist.


    Und wenn er tatsächlich nichts mehr spürt, dann nimmt der was anderes ein, aber sicher kein Poppers.


    Ko-Tropfen vielleicht?


    Aber auch hier: Wer hat gerne Sex, wenn er weh tut (dein Freund ist ja laut deiner Aussage ein Sensibel)? Würde er auf Schmerzen stehen, dann würde er wiederum das Zeug nicht einnehmen. Also, was stimmt da nicht?

    @ purplelike

    Nun, ich wollte das hier nicht so genau beschreiben, weil ich auch nicht weiß, ob das überhaupt erlaubt ist, aber anscheinend wurde es falsch verstanden.


    Wir haben normalen Sex ohne Poppers, aber wenn wir poppen, dann tut ihm das anfangs sehr weh, weil er eben schmal ist und mein Teil eben nicht klein ist.


    Da schnüffelt er dann an den Poppers und dadurch ist er für kurze Zeit entspannter und während dieser kurzen Zeit gewöhnt sich sein Popo an mein Teil und dann tut es weniger weh.


    In den meisten Fällen switche ich dann zwischen softer und harder und das gefällt ihm, aber er schnüffelt dann noch ein zweites Mal an den Poppers, wenn es ihm weh tut.


    Auf Schmerzen steht er definitiv nicht. Im Gegenteil: er ist eher "wehleidig" und jammert sehr schnell.. Generell..


    Ich will ihm natürlich nicht weh tun und wenn er mit den Poppers weniger "Schmerzen" empfinden beim Poppen, dann hab ich das bisher eben akzeptiert und respektiert.


    Aber Poppers empfinde ich generell als störend.

    @ Stoerend36

    Dann klingt es für mich tatsächlich so, als seien in der Tat nicht die zahlreichen ,niveaulosen Sexkontakte mit den zwielichtigen Typen hier das Problem, sondern das wenig ausgeprägte Selbstbewusstsein deines Partners als solches, was dir zu schaffen macht.


    Es stört dich und du kannst es auch nicht nachvollziehen, eben weil er intellektuell und optisch in einer ganz anderen Liga spielt als jene Typen.


    Vielleicht definierst du dich auch ein Stück zu weit über deinen Partner? Und es wäre einfach auch für dein Ego angenehmer, einen gutaussehenden, intelligenten und eben auch selbstbewussten Partner an deiner Seite zu haben, der zwar sexuell erfahren ist, aber sich niemals unter Wert verkaufte. Das ist nicht verwerflich , ich denke sogar, dass die meisten Menschen sich wohl in irgendeiner Form wohl ein Stück weit über den Partner definieren.


    Auf der anderen Seite, mach dir klar: dieser Mensch ist so, wie er ist und er ist nicht so, weil er so sein will, sondern weil er die Summe seiner gemachten Erfahrungen ist. Wenn du ihn liebst, versuche ihn anzunehmen, mit seinem Vorleben, seinen Makeln und Schwächen. Und hilf ihm, an diesen zu arbeiten :)*