Sehne mich nach traditioneller Rollenverteilung

    Ich möchte eine Beziehung mit ganz traditionellen Rollen führen: Ich arbeite, versorge die Familie und die Frau arbeitet nicht, sondert kümmert sich um unseren Haushalt und später um unsere Kinder.


    Das ist das wonach ich mich sehne. Ich hatte schon so einige Beziehungen, aber am Ende scheitert es immer daran, dass keine meiner Partnerinnen Hausfrau und Mutter sein wollte.

    Ich verdiene gut und bin beruflich erfolgreich, aber der Typ Frau, den ich suche, scheint ausgestorben.


    Nun meine Fragen an euch: Habt ihr (männlich) ähnliche Wünsche ? Oder bin ich damit allein ? Wie steht ihr (Frauen) zu der Möglichkeit heute ein solches Leben mit traditioneller Rollenverteilung zu führen ?

  • 840 Antworten

    Ich sehe mich in der Rolle gar nicht, weil ich nie von einem Mann und seinen Goodwill abhängig sein will.


    Aber es gibt noch solche Frauen, meine Schwester lebt so und für sie ist das okay.

    Tja die Frauen sind halt heute keine kleinen dummen hausmuddis mehr die sich abhängig machen von ihrem tollllen Typen.


    Warum es das nicjt mehr gibt??

    Jetzt schalt mal dein schlaues köpflein ein und denk mal nach... 🙄

    Es gibt schon noch Frauen, die so leben möchte. Ich könnte mir das nicht vorstellen. Ich würde mich nie so abhängig von einem Mann machen. Wenn der Mann dann nach 10 Jahren die Frau vor die Tür setzt, bleibt ihr nichts mehr. Wer stellt schon gerne jemanden ein, der 10 Jahre nur Hausfrau war.

    Abgesehen davon würde mich das absolut nicht erfüllen. Ich bin intelligent und hab nicht studiert, um Zuhause am Herd zu versauern.

    Aber ich hab auch eine Freundin, die Jura studiert hat und jetzt Hausfrau ist und sich um das Kind kümmert. Sie scheint glücklich damit zu sein. Aber vielleicht fragt sie sich auch irgendwann, ob das wirklich alles im Leben gewesen sein soll.

    Limose schrieb:

    Tja die Frauen sind halt heute keine kleinen dummen hausmuddis mehr die sich abhängig machen von ihrem tollllen Typen.


    Warum es das nicjt mehr gibt??

    Jetzt schalt mal dein schlaues köpflein ein und denk mal nach... 🙄

    Es gibt auch Frauen, die sich danach sehnen aber Angst haben von der Gesellschaft abgewertet zu werden.

    Joshua A. schrieb:

    Wie steht ihr (Frauen) zu der Möglichkeit heute ein solches Leben mit traditioneller Rollenverteilung zu führen ?

    Bis auf die Tatsache, dass ich keine Kinder möchte, hätte ich nichts gegen das reine Hausfrauen-Sein.

    Joshua A. schrieb:

    Wie steht ihr (Frauen) zu der Möglichkeit heute ein solches Leben mit traditioneller Rollenverteilung zu führen ?

    Auf gar keinen Fall würde ich so leben wollen, ich fand schon das eine Jahr Elternzeit total schrecklich. Nicht unbedingt wegen finanzieller Abhängigkeit (die bestand danach noch über weitere 4,5 Jahre während meiner Weiterbildung), aber es war einfach furchtbar langweilig und unterfordernd.

    Noch viel schlimmer würde ich aber "deinen" Part finden: ich finde es unerträglich, wenn andere von mir abhängig sind.


    Ich glaube aber nicht, dass es gar keine Frauen gibt, die Bock auf diese Konstellation haben. Meine Schwägerin zB ist auch Hausfrau (ohne Kinder) und die beiden scheinen ganz zufrieden damit. Wahrscheinlich gibt es auch so einige, die während einer Kinderpause auf den Geschmack kommen und dann vielleicht die Gelegenheit nutzen, gar nicht mehr wieder in den Job zurückzukehren, auch wenn sie es vielleicht ursprünglich anders geplant hatten.

    Nur: die, die mir begegnet sind, haben dann schon auch gewisse Ansprüche, Eigenheim, Garten, 2 Autos usw.


    Was reizt dich denn an dieser Rollenverteilung? Warum ist das wichtig für dich?

    Ich finde eine solche Konstellation zwar problematisch aufgrund der fehlenden Unabhängigkeit, aber mir wäre es wohl lieber als arbeiten, Kinder und einen Mann, der seinen Hintern nach der Arbeit nicht mehr so gut hochbekommt wie ich. Trotzdem käme es nicht infrage, denn

    a) ich habe studiert, verdiene gutes Geld.

    b) mein Mann kümmert sich genauso wie ich um Haushalt und Kinder.

    c) meine Kinder profitieren von einem anwesenden Vater.

    d) Männer, die eine „traditionelle“ Konstellation bevorzugen, haben wohl eher keinen Sinn für meine feministische Grundhaltung.

    Wenn diese Konstellation schiefgeht, ist am Ende immer die Frau die Dumme.

    Ich habe heute eine Doku gesehen, in der drei Frauen vorgestellt wurden, die sich auf das vom TE gewünschte Ehemodell eingelassen und darauf vertraut haben, dass sie am Ende versorgt sind. Ja, Pustekuchen: eine Frau ist mit zwei Kindern alleinerziehend; der Mann verdient so wenig, dass sie kaum Unterhalt bekommt und muss sich daher mit einem 450-Euro-Job über Wasser halten. Eine hatte einen Beamten als Ehemann, bei dem sie auch noch privat krankenversichert war - die Zahlung für sie würde bei Scheidung rd. 800 Euro kosten und eine versucht jetzt, sich selbständig zu machen. Die Frauen waren zwischen 30 und über 55 Jahre alt. Sie haben ihren Ehemännern zwar den Rücken freigehalten, damit diese Karriere machen konnten; genützt hat es ihnen am Ende aber nichts. Bei zwei Frauen waren die Kinder aus dem Haus und von daher war da auch nichts mehr mit Zahlung von Unterhalt.

    Viele Frauen haben studiert oder eine gute Ausbildung und wollen ihr eigenes Geld verdienen und wenn sie schlau sind, dann machen sie das auch. Heute kann nicht mehr darauf vertraut werden, dass eine Ehe bis zum Schluss hält und es ist nach meinem Verständnis auch nicht einzusehen, dass der Mann die Frau bis zum Ende ihrer Tage finanziell unterstützen muss. Die Gesetze sind nicht mehr wie früher, wo eine Scheidung für viele Frauen lukrativ war.

    Eine Ehe ist keine Garantie dafür, dass man ausgesorgt hat.

    Und ich hätte auch nie einen Mann gewollt, für den das vom TE gewünschte Ehemodell infrage gekommen wäre. Dieses führt für die betroffenen Frauen direkt in die Altersarmut.

    Joshua A. schrieb:

    meine Fragen an euch: Habt ihr (männlich) ähnliche Wünsche ?

    :|N;-D


    Ich möchte mich auch um die Kinder kümmern, und wünsche mir eine Frau die genau so offen ist für die Arbeit UND die Familie.


    so traditionell ist diese traditionelle Rollenverteilung übrigens nicht. Sondern vorletztes und letztes Jahrhundert im Bürgertum, wo der Mann genug verdiente.

    Dass es schwer sein soll eine "Rollenfrau" zu finden kann ich fast nicht glauben.

    Zitat

    Dass es schwer sein soll eine "Rollenfrau" zu finden kann ich fast nicht glauben.

    Es gibt doch Frauen, die nicht arbeiten wollen und sich keine Gedanken darüber machen, was mal ist, wenn die Ehe vorbei ist. Wie gesagt, Altersarmut ist dann garantiert.

    Und was ist, wenn du dich zum Beispiel entliebst und nicht mehr mit ihr verheiratet sein möchtest, oder gar eine andere kennenlernst und dich neu verliebt und deine Ehefrau nur noch langweilig findest irgendwann? Dann hat sie die Arschkarte und ist überwiegend alleinerziehend.

    Limose schrieb:

    Tja die Frauen sind halt heute keine kleinen dummen hausmuddis mehr die sich abhängig machen von ihrem tollllen Typen.


    Warum es das nicjt mehr gibt??

    Jetzt schalt mal dein schlaues köpflein ein und denk mal nach... 🙄

    Das gibt es noch. Sehr oft.
    Und das sind mitnichten "kleine dumme hausmuddis". Wie kommst du darauf?

    Ist das aus deiner Sicht Emanzipation, so abwertend auf anderen Lebenskonzepten rumzuhacken?
    Und sich dann wundern wieso andere Frauen den Ruf der Emanzenarschlochzicke haben...

    paint-it-colourful schrieb:

    Wenn diese Konstellation schiefgeht, ist am Ende immer die Frau die Dumme.

    Nein.



    EdenRose schrieb:

    Wenn der Mann dann nach 10 Jahren die Frau vor die Tür setzt, bleibt ihr nichts mehr

    Üblicherweise bedeutet es nicht, unverheiratet zu sein und keinen Anspruch aufs gemeinsame Eigentum zu haben.


    ---

    Und nein, ich antworte nicht so, weil ich Hausfrau und Mutter bin.