• Sehne mich nach traditioneller Rollenverteilung

    Ich möchte eine Beziehung mit ganz traditionellen Rollen führen: Ich arbeite, versorge die Familie und die Frau arbeitet nicht, sondert kümmert sich um unseren Haushalt und später um unsere Kinder. Das ist das wonach ich mich sehne. Ich hatte schon so einige Beziehungen, aber am Ende scheitert es immer daran, dass keine meiner Partnerinnen Hausfrau und…
  • 827 Antworten

    Bei den heutigen Möglichkeiten ist es einfach nur dämlich, sich von einem Mann finanziell komplett abhängig zu machen. Wieso möchtest du denn genau so eine Frau haben, damit du die komplette Kontrolle über sie hast? Oder wurde es dir zu Hause so vorgelebt, und der Gedanke daran bereitet dir ein wohliges Gefühl?

    Layla101 schrieb:

    Und was ist, wenn du dich zum Beispiel entliebst und nicht mehr mit ihr verheiratet sein möchtest, oder gar eine andere kennenlernst und dich neu verliebt und deine Ehefrau nur noch langweilig findest irgendwann? Dann hat sie die Arschkarte und ist überwiegend alleinerziehend.

    ??? Alleinerziehend ist man auch als Karrierefrau, wenn man verlassen wird.

    Einerseits - nichts gegen Freizeit. Andererseits bin ich kein Fan von finanzieller Abhängigkeit.


    Und der größte Nachteil: Da würde erwartet werden, dass es daheim dauert super aussieht, und das widerspricht meiner Persönlichkeit.

    oh du wirst wahrscheinlich genügend Frauen finden, die nicht arbeiten wollen. Aber ich bezweifle, dass das die Frauen sind, die du gerne hättest.

    Häufig ist es ja so, dass erwartet wird, dass sie schon eine gute Ausbildung und begonnene Karriere hat, die sie dann für Mann und Kinder aufgibt.

    So jemanden zu finden ist aber sehr schwierig.

    Die Frauen die ich kenne, haben eben aufgrund ihres Bildungs und Ausbildungsniveaus keine Lust darauf, im Falle einer Trennung die gelackmeierte zu sein.

    Ja es gibt diese Frauen die gerne traditionell leben wollen, man sollte nur mal in sich gehen und sich fragen ob diese tatsächlich so sind, wie man es sich wünscht.

    Zitat

    Und der größte Nachteil: Da würde erwartet werden, dass es daheim dauert super aussieht, und das widerspricht meiner Persönlichkeit.

    Das ist ein Grund, den ich nachvollziehen kann ;-D

    Wir haben im Freundeskreis tatsächlich ein relativ junges Paar, das dieses Modell lebt. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob dies von Dauer ist oder sie nach ein paar Jahren Elternzeit wieder einsteigt. Meine Eltern lebten ebenfalls in der Konstellation. Von daher, es wird garantiert Frauen geben, die dies wollen. Im ersten Fall ist sie aber finanziell recht gut abgesichert, sie sind auch verheiratet, kein Ehevertrag, sodass sie bei der Scheidung auch ein paar Ansprüche hat. Meine Eltern haben sich trotz jahrzehntelanger Probleme nicht scheiden lassen aufgrund der Finanzthematik.


    Für mich wäre es nicht, da ich selbst sehr gut verdiene, ich einfach auch etwas anderes als Familie um mich herum brauche und zudem will, dass mein Kind einen aktiven Vater hat, der auch im Alltag präsent ist. Nicht nur in schönen Zeiten und zum Spielen.

    Schon schade, wie die Emanzipation mit Füßen getreten wird, weil es doch tatsächlich noch Frauen gibt, die aus welchen Gründen auch immer, die "traditionelle Rollenverteilung" bevorzugen. Nix pro-Entscheidung, nur pro-wasauchimmer. Und wer keine Karriere will, ist ein Dummerchen.

    Selbstverständlich können Frauen diesen Weg wählen - viele Sozialleistungen/steuerliche Besonderheiten unterstützen diesen Weg sogar (Familienversicherung, Ehegattensplitting zum Beispiel)

    Sylphide schrieb:

    Bis auf die Tatsache, dass ich keine Kinder möchte, hätte ich nichts gegen das reine Hausfrauen-Sein.

    Also ich kenne das von meinen Eltern. Meine Mutter hat zwar einen Beruf gelernt und diesen auch nach der Heirat noch ausgeübt, aber ab der Geburt war sie nur noch Hausfrau und ist es geblieben. Und das hatte nichts mit "traditionell" und "Mutti hinter'm Herd" zu tun.

    Layla101 schrieb:

    Und was ist, wenn du dich zum Beispiel entliebst und nicht mehr mit ihr verheiratet sein möchtest, oder gar eine andere kennenlernst und dich neu verliebt und deine Ehefrau nur noch langweilig findest irgendwann? Dann hat sie die Arschkarte und ist überwiegend alleinerziehend.

    Nicht automatisch. Mir ist es z.B. so ergangen und ich habe meine (Ex)-Partnerin nicht hängen lassen, sondern zahle seitdem halt (freiwillig) Unterhalt.

    garudych schrieb:

    Und wer keine Karriere will, ist ein Dummerchen.

    die wollen schon Karriere, aber für ihren Ehemann. ;-D


    Ich kenne zufällig zwei Voll-Hausfrauen, die haben Medizin studiert (was immer auch von der Allgemeinheit mit bezahlt wird), und kaum haben sie ihren Arzt gefunden, haben sie den Beruf aufgegeben. Und "halten ihm den Rücken frei" für seine Karriere.


    Noch mehr kenne ich Hausfrauen und Mütter, die müssen zu ihrem Hausfrauen-Job dazu noch arbeiten (zum Beispiel bei der Arztgattin putzen gehen), weil ihr Mann bei 100% Arbeit zu wenig verdient für den Unterhat der Familie.


    Beides ist Tradition.

    Möpi16 schrieb:

    Noch mehr kenne ich Hausfrauen und Mütter, die müssen zu ihrem Hausfrauen-Job dazu noch arbeiten (zum Beispiel bei der Arztgattin putzen gehen), weil ihr Mann bei 100% Arbeit zu wenig verdient für den Unterhat der Familie.

    Und warum ist eine Frau, die arbeiten geht, "Vollzeithausfrau und -Mutter"? Weil es keine 40-Stunden-Woche ist? Als ob das irgendjemanden etwas anginge.


    Möpi16 schrieb:

    die wollen schon Karriere, aber für ihren Ehemann. ;-D

    "Die"? Das ist zu kurz gedacht.