• Sehne mich nach traditioneller Rollenverteilung

    Ich möchte eine Beziehung mit ganz traditionellen Rollen führen: Ich arbeite, versorge die Familie und die Frau arbeitet nicht, sondert kümmert sich um unseren Haushalt und später um unsere Kinder. Das ist das wonach ich mich sehne. Ich hatte schon so einige Beziehungen, aber am Ende scheitert es immer daran, dass keine meiner Partnerinnen Hausfrau und…
  • 827 Antworten
    CoteSauvage schrieb:

    Ach, schön, ein neuer Provokationsthread :_D:)D

    Nöö, Kuppelungsthread. Wir finden schon noch die passende Frau dafür. Wäre doch gelacht. Allerdings fehlt immer noch die Info, was er im Gegenzug bietet.

    Es geht doch gar nicht darum, dass man sich solch ein Lebensmodell, wie der TE - ja wo ist er denn eigentlich ]:D? - es sich wünscht, nicht vorstellen kann.

    Es geht doch darum, dass viele Ehen gar nicht mehr bis zur Rente halten. Und als Frau - meistens ist die Frau die Gelackmeierte - muss man doch nur mal auf den aktuellen Rentenbescheid gucken um zu wissen, dass man im Alter ganz schön knausern muss.

    Nicht bei jeder Ehescheidung gibt es viel Vermögen auseinanderzusetzen, so dass die Partner nach einer Scheidung noch einmal ganz entspannt von vorn anfangen und gelassen dem Alter entgegensehen können.

    Jeder hier weiß doch, was alleine Wohnungen an Miete kosten.

    Ich z.B. habe vor den Kindern jahrelang in Vollzeit gearbeitet und gut verdient. Dann kamen die Kinder, ich war eine gewisse Zeit zu Hause und bin seit über 15 Jahren wieder im Job. Von meiner Rente könnte ich allerdings wirklich nur ein ganz bescheidenes Dasein führen und bin froh, dass wir unser Haus haben. Von dem geerbten Grundbesitz meines Mannes würde mir bei einer Scheidung der Zugewinn zustehen, so dass ich wohl ganz gut durch das Alter kommen würde. Angst vor Altersarmut habe ich nicht, aber das geht eben nicht allen Frauen so.

    Und die Ehen haben früher so lange gehalten, weil viele Frauen sich einfach aus finanziellen Gründen nicht scheiden lassen konnten. Und ich glaube nicht, dass diese Frauen immer so unwahrscheinlich glücklich in ihren Ehen waren. Viele Frauen hatten keine Ausbildung, es kamen die Kinder und die Männer waren oft von der Sorte "meine Frau hat es nicht nötig, zu arbeiten". Wenn diese Männer sich dann aus dem Staub gemacht haben, sah es für die Frauen düster aus. Deshalb ist ja auch gerade bei den Frauen die Altersarmut so erschreckend hoch.

    Jede(r) soll so leben, wie es passt. Aber ich finde es naiv zu glauben, dass eine Ehe bis zum Tod hält, nur weil im Moment alles rosig aussieht.

    Und Altersarmut kann man eben nur damit vorbeugen, dass man selber für sein Alter vorsorgt. Das geht nach meiner Auffassung nur mit einer guten Ausbildung und der Vereinbarung von Arbeit und Kinderbetreuung. Da reicht es aber nicht, wenn ich jeden Monat einige Euros auf die Seite lege.

    Und der Ausdruck "Nur-Hausfrau" ist bestimmt nicht böse gemeint von denjenigen, die ihn benutzt haben. Leider wird dieser Job nicht bezahlt und bringt nichts für die Rente; das ist das Problem an der Sache.

    Naja auf die gesetzliche Rente würde ich mich sowieso in keinem Fall verlassen.


    Aber ja, ich hab's meiner Mutter schon oft gesagt, dass ich es bescheuert finde, dass sie sich blind auf Rente und Lebensversicherungen meines Vaters verlässt. Will sie aber nicht hören-denn dafür ist sie ja verheiratet. Sie hat halt nur 2 Jahre Ihres Lebens was in die Rentenkasse einbezahlt

    Zitat

    Will sie aber nicht hören-denn dafür ist sie ja verheiratet. Sie hat halt nur 2 Jahre Ihres Lebens was in die Rentenkasse einbezahlt

    Oh, das ist aber schon riskant, oder? Wenn die Ehe hält, ist ja alles gut; selbst beim Versterben eines Ehepartners steht man wg. der Rente besser da. Es geht ja nur darum, wenn eine Ehe scheitert. Dann sieht es traurig aus - und leider meist für die Frauen.

    Wenn ich hier so schreibe, könnte man ja denken, ich bin eine der Frauen, die kurz vor der Scheidung steht...; nein, dem ist nicht so :-D. Ich bin schon sehr lange verheiratet und werde es wohl auch - bis einer von uns in die Grube sinkt - bleiben :)_;-).

    Aber das, was man so liest, sieht und hört lässt einen schon mal nachdenklich werden.

    CoteSauvage schrieb:

    Provokationsthread

    Aber eher von den Antwortenden, die sind nämlich noch verurteilender, als der TE.

    Zitat

    Aber eher von den Antwortenden, die sind nämlich noch verurteilender, als der TE.

    Wo wird denn hier provoziert bzw. verurteilt? Es sind doch nur Meinungen, die zusammengetragen werden. Der TE hat gerade mal einen Beitrag losgelassen; von daher können wir über ihn ja nun noch nicht so viel sagen.

    paint-it-colourful schrieb:

    Wo wird denn hier provoziert bzw. verurteilt?

    Das geht doch sofort los, direkt auf Seite 1 werden Hausfrauen als die "kleinen dummen hausmuddis" bezeichnet. Wertneutrale Wahlfreiheit wird da direkt mal abgesprochen.

    Also ich denke, wenn die Frau dann ihren Hobbies nachgehen könnte ohne finanzielle Sorgen -neben Haus und kids- würde sich da bestimmt jemand finden. Aber zu Hause sein, "nur" für die kids - das ist schlicht udn einfach langweilig. Kenne ich einige Frauen, da ist das so. Sie sind zu Hause für mind. 2 Kinder und großem Haus, gehe nicht arbeiten, damit eben jemand da ist, aber haben so an sich keien Hobbies. Denen ist echt langweiig und sie erleben Sinnkrisen. Dann gibt es welche, die sind in ähnlicher Lage zu Hause, verabreden sich aber ständig mit Freunden, haben Pferde und/oder Hunde, züchten was Seltenes oder restaurieren Autos, malen.....

    denen ist auch ohne Erwerbstätigkeit nicht langweilig.

    Früher gab es für Hausfrauen die Möglichkeit eine große Summe nachträglich auf einmal in die Rentenversicherung einzuzahlen.

    Das war eine lukrative Geldanlage, man hat quasi die Beiträge von früher nach bezahlt,

    und dadurch eben Rentenansprüche erworben.

    Es wurde so gewertet, als hätte man Jahre gearbeitet.

    Meine Mutter hat das seinerzeit so gemacht und auf Grund dessen jetzt zusätzlich zu ihrer Witwenrente eine eigene Rente.

    Meine Mutter hat auch nur so lange auf Steuerkarte gearbeitet bis das erste Kind kam,

    Danach dann nur noch hin und wieder als Aushilfe oder so.

    Die Frauen welche der Threadersteller sucht gibt es durchaus.

    Sogar relativ junge Exemplare.


    Also Anfang 20

    Ohne dies zu bewerten ja möglich ist es.

    mnef schrieb:
    paint-it-colourful schrieb:

    Wo wird denn hier provoziert bzw. verurteilt?

    Das geht doch sofort los, direkt auf Seite 1 werden Hausfrauen als die "kleinen dummen hausmuddis" bezeichnet. Wertneutrale Wahlfreiheit wird da direkt mal abgesprochen.

    Stimmt. Was ich mir wünschen würde wäre einfach Wahlfreiheit ohne das auf irgendein Lebensmodell verachtet wird.

    Solche Frauen gibt es mit Sicherheit heute noch und ich glaube auch gar nicht unbedingt wenige.


    Für mich wäre das Modell aus heutiger Sicht nichts.... aber ich bin auch keine Hausfrau und Mutter ;-D
    Wenn Frau voll in ihrer Rolle aufgeht, der Mann genug Geld nach Hause bringt und sich beide einig sind... warum nicht?! Leben und leben lassen...:)^

    Zitat

    Das geht doch sofort los, direkt auf Seite 1 werden Hausfrauen als die "kleinen dummen hausmuddis" bezeichnet. Wertneutrale Wahlfreiheit wird da direkt mal abgesprochen.

    mnef

    ich würde diesen Ausspruch nicht gleich als abwertend bezeichnen; das war vielleicht gar nicht so beabsichtigt.

    Meine Mutter (über 80 Jahre alt) ist z.B. auch eine der Hausfrauen, die damals keine Ausbildung machen durfte, weil ihr Vater das nicht wollte. Sie hat dann als ungelernte Kraft in einer Fabrik gearbeitet und die Rente, die sich angesammelt hat, später auch noch auszahlen lassen. Damals ging das noch. Das war im nachhinein natürlich mehr als unklug, so dass sie heute, trotz einiger Jobs, die sie noch hatte, eine kleine Rente bekommt. Bei einer Scheidung wäre sie ein Sozialfall gewesen. Solche Geschichten aus dieser Generation kenne ich genug.

    Die Ehe meiner Eltern hat zum Glück bis heute gehalten und beide kommen auch nach über 60 Jahren Ehe noch klar :)^. Sollte mein Vater versterben, kommt sie mit der Rente meines Vaters und ihrer eigenen gut über die Runden.

    Mir geht es in diesem Thread nicht darum, ob eine Frau als Hausfrau und Mutter leben möchte, sondern nur darum, dass diese Konstellation sich bei einer Scheidung sehr ungünstig für die Frau auswirken kann.

    Bei viel Vermögen kann die Frau sich absichern; aber die meisten sind Leute wie du und ich und da wird es schwer, ohne eigene Altersabsicherung eine adäquates Leben zu führen. Wie gesagt, das gilt nur für den Fall einer Scheidung.

    Ich empfehle immer noch den Blick auf den Rentenbescheid :-o;-)

    -LaPerla- schrieb:

    Wenn Frau voll in ihrer Rolle aufgeht, der Mann genug Geld nach Hause bringt und sich beide einig sind... warum nicht?! Leben und leben lassen...

    :)z