• Sehne mich nach traditioneller Rollenverteilung

    Ich möchte eine Beziehung mit ganz traditionellen Rollen führen: Ich arbeite, versorge die Familie und die Frau arbeitet nicht, sondert kümmert sich um unseren Haushalt und später um unsere Kinder. Das ist das wonach ich mich sehne. Ich hatte schon so einige Beziehungen, aber am Ende scheitert es immer daran, dass keine meiner Partnerinnen Hausfrau und…
  • 827 Antworten

    Bei uns am Wochenende mittags oder abends warm, unter der Woche abends. Das Kind isst in der Schule, abends essen wir zu dritt warm.

    melb1985 schrieb:

    Dass das bei nicht schulpflichtigen Kindern, die nicht fremdbetreut werden sollen, nicht funktioniert, ist ja nun logisch.

    Ja und wenn man z.B. drei Kinder im Abstand von jeweils ca. drei Jahren bekommt, sind es von der Geburt des ersten bis zur Einschulung des dritten Kindes ca. zwölf Jahre, in denen das nicht funktioniert.


    Und in den ersten Jahren der Grundschule haben die Kinder auch noch nicht so lange Schultage und sind dann teilweise schon um zwölf wieder zuhause. Da würde das auch nicht passen, wenn beide Elternteile bis 14 Uhr erwerbstätig sind.


    Allgemein denke ich, daß dadurch einfach auch eine größere Hektik zuhause entsteht. Wenn beide um 14 Uhr Feierabend haben und dann doch auch schon relativ geschafft nach Hause kommen, ist dort noch nichts fertig und man ist den ganzen Nachmittag noch damit beschäftigt den Haushalt zu machen und "nebenbei" sich um die Kinder zu kümmern. Das kann ich mir so irgendwie nicht vorstellen, da fehlt mir persönlich Struktur und Ruhe in diesem Modell, von den allgemeinen Vorstellungen der Geschlechterrollen mal ganz abgesehen.


    melb1985 schrieb:

    Bei deinem Modell sieht der Vater Frau und Kinder nur abends und am Wochenende. Wenn die Kinder noch klein sind, ist abends nicht mehr so viel Zeit.

    Wenn die Kinder sehr klein sind, stimmt das natürlich. Da würde ich versuchen meine Arbeitszeiten etwas anzupassen, z.B. morgens sehr früh beginnen und dafür schon am frühen Nachmittag Feierabend machen.


    Wenn die Kinder zur Schule gehen, sieht man sich gemeinsam morgens am Frühstückstisch und wenn ich dann um 16 Uhr zuhause bin, sind die Frau mit der Hausarbeit und die Kinder mit den Hausaufgaben fertig und kann man noch vieles miteinander unternehmen. Und das dann auch wirklich, weil dann wirklich auch alle Feierabend und freie Zeit haben.

    in den meisten Schulen sind die Kinder heutzutage bis 15, 16 Uhr. Danach kommen Hausaufgaben, Sportverein, Freunde treffen usw.


    Um eine Schule der Sek1 zu finden die nicht verpflichtend Nachmittagsunterricht hat muss man hier sehr suchen.


    Du hast tatsächlich Vorstellungen die eher zu einer Welt passen die es so schlichtweg nicht mehr gibt.

    Mein Mann hat damals seine Arbeitszeiten so gelegt, dass er um fünf das Haus verlassen hat und spätestens um eins wieder da war, während ich vormittags vier Stunden gearbeitet habe und später gerne auch ein bisschen nachmittags. Aber solche Bedingungen hat nicht jeder.

    Meistersinger schrieb:

    und wenn ich dann um 16 Uhr zuhause bin, sind die Frau mit der Hausarbeit und die Kinder mit den Hausaufgaben fertig

    Klingt in der Theorie prima.

    Funktioniert aber seltenst reibungslos.

    Zumindest nicht so, dass ab 16 Uhr Alle den Hammer fallen lassen (können) und mit Dir die Füße hochlegen.

    Ohne Kinder - ok, da kann die gemeine Hausfrau sicher so organisieren (und Abendessen vorbereiten), dass das klappt. Aber mit Kindern? Die lassen sich nicht so leicht organisieren. Für die nächste Mathearbeit muß geübt werden, dauert länger...das Kind hat sich gestossen muß getröstet werden usw. usf.....Da bleibt dann auch mal öfter was liegen und muß eben später, manchmal auch in den Abend hinein aufgeholt werden. Sei es Wäsche, Bügeln, die Spülmaschine....was auch immer.

    Würdest Du Dich daran dann auch beteiligen?

    Meistersinger schrieb:

    Solche Dinge sind mir persönlich wichtig und ich kann mir nicht vorstellen, daß man sowas "outsourced"

    Damit ist gemeint, dass DU outsourced da Du ja arbeiten gehst.

    Und wie man sieht ("um 16 Uhr haben dann Alle Feierabend"), willst Du mit der Arbeit den die Kinder machen in der Tat auch nichts zu tun haben.

    Alleine die Tatsache dass er glaubt um 16 Uhr sei ja Feierabend;-D


    Nein, gerade bei Schulkindern fängt es dann doch oft erst an.


    Zumal wenn er wie erwähnt viele Kinder haben will kann man Feierabend als Eltern getrost komplett vergessen.

    Rein praktisch gesehen: Wir waren ja viele Geschwister, und dann gings fließend in die nächste Generation über.


    Tagsüber war es bei uns durch die kleinen Kinder (Geschwister/Neffen/Kinderbesuch)schlichtweg zu unruhig um Hausaufgaben zu machen, genauso blockiert die Betreuung auch den Haushalt.


    Um 16 Uhr mit allem fertig? Ich habe angefangen wenn die Kleinkinder endlich still wurden. Das konnte schon um 19 Uhr sein, aber auch erst um 20 Uhr oder später.


    Und meine Mutter saß bis spät in die Nacht in der Waschküche oder putzte, kochte, nähte usw. Um dann nachts raus zu müssen weil die Kleinen wachwurden. Oder jemand kotzen musste.


    Und morgens um 5 wieder raus um sich um die Schulkinder zu kümmern.


    Aber klar, eine echte Wohltat für die wohlversorgte Ehefrau:=o

    Man wird in der Regel schlauer, wenn der Wunsch Realität wird, d. h. schon das erste Kind führt dazu, dass man seine Vorstellungen, wie etwas zu sein hat, der Realität recht schnell anpasst, da Vieles einfach anders ist und sich letztendlich anders anfühlt, als man dachte.


    Meistersinger hat einfach noch eine recht naive Idealvorstellung von Familie. Haben ja einige Männer ohne konkrete Familienerfahrung (die eigene Kindheit mal außen vor gelassen).

    Wäre interessant, wenn Meistersinger sich in 10-15 Jahren nochmal meldet und berichtet, was aus seinen Wünschen geworden ist ;-D


    Bei dem Satz, dass alle um 16 Uhr Feierabend haben, musste ich auch Schmunzeln. Feierabend hat man mit Kindern nie, egal ob man als Mutti oder Vati Teilzeit, Vollzeit oder gar nicht arbeitet ]:D

    Platypus schrieb:

    Man wird in der Regel schlauer, wenn der Wunsch Realität wird, d. h. schon das erste Kind führt dazu, dass man seine Vorstellungen, wie etwas zu sein hat, der Realität recht schnell anpasst, da Vieles einfach anders ist und sich letztendlich anders anfühlt, als man dachte.


    Meistersinger hat einfach noch eine recht naive Idealvorstellung von Familie. Haben ja einige Männer ohne konkrete Familienerfahrung (die eigene Kindheit mal außen vor gelassen).

    Wäre interessant, wenn Meistersinger sich in 10-15 Jahren nochmal meldet und berichtet, was aus seinen Wünschen geworden ist ;-D


    Bei dem Satz, dass alle um 16 Uhr Feierabend haben, musste ich auch Schmunzeln. Feierabend hat man mit Kindern nie, egal ob man als Mutti oder Vati Teilzeit, Vollzeit oder gar nicht arbeitet ]:D

    Ja, und vor allem tendiert man erst dazu zu glauben, all die, die so reden übertrieben einfach und seien zum Beispiel zu anspruchsvoll was den Haushalt betrifft...

    Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie er einem Kleinkind das Prinzip von "um 16:00 ist Feierabend" klar macht.


    Dass es dann kein Abendessen gibt, wer braucht das schon.


    Dass die Klavierstunde fürs ältere Kind erst um 16:30 beginnt, na dann halt kein Klavier, und Turnen auch nicht, das wäre ja erst ab 18:00. Hausübung um 16:00 nicht fertig und Vokabeln sitzen auch noch nicht, egal, so eine negative Note ist besser als den gelobten Feierabend damit zu verbringen das Kind abzufragen. Der Säugling hat während des Mittagsschläfchens das Bett vollgekotzt, aber egal, das geht sicher am nächsten Tag besser raus als direkt frisch. Und Zähne putzen muss man auch nicht, das bedeutet ja doch nur 10 Minuten Geschrei, doch bitte nicht in der Familienzeit!! Sollte das Kleinkind doch nach 16:00 noch was zu essen bekommen, die Nudeln mit Tomatensoße am Boden stören doch nicht, also nicht bis zum nächsten Morgen, das kann schon so bleiben. (Könnte noch verlängert werden.)

    just_looking? schrieb:

    Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie er einem Kleinkind das Prinzip von "um 16:00 ist Feierabend" klar macht.


    Dass es dann kein Abendessen gibt, wer braucht das schon.


    Dass die Klavierstunde fürs ältere Kind erst um 16:30 beginnt, na dann halt kein Klavier, und Turnen auch nicht, das wäre ja erst ab 18:00. Hausübung um 16:00 nicht fertig und Vokabeln sitzen auch noch nicht, egal, so eine negative Note ist besser als den gelobten Feierabend damit zu verbringen das Kind abzufragen. Der Säugling hat während des Mittagsschläfchens das Bett vollgekotzt, aber egal, das geht sicher am nächsten Tag besser raus als direkt frisch. Und Zähne putzen muss man auch nicht, das bedeutet ja doch nur 10 Minuten Geschrei, doch bitte nicht in der Familienzeit!! Sollte das Kleinkind doch nach 16:00 noch was zu essen bekommen, die Nudeln mit Tomatensoße am Boden stören doch nicht, also nicht bis zum nächsten Morgen, das kann schon so bleiben. (Könnte noch verlängert werden.)

    Danke;-D:)=:)*


    Jetzt musste ich tatsächlich laut lachen was mir angesichts von Forentexten selten passiert. Exakt das trifft es , dabei fehlt ja noch der Pubertärling der abends um 21 Uhr Grundsatzdiskussionen führen will und bis morgen früh für die Schule außerdem dringend noch etwas aus einem Laden braucht der nur mit dem Auto zu erreichen...

    Und ich frag mich welcher Erwerbstätige so früh Feierabend hat dass er um 4 zuhause sein kann, zumal wenn er von seinem Gehalt 4 Leute versorgen soll. Ich wette Meistersinger hat bisher nicht nur keine ernsthafte Beziehung geführt sondern auch nicht ernsthaft gearbeitet.

    CoteSauvage schrieb:

    Und ich frag mich welcher Erwerbstätige so früh Feierabend hat dass er um 4 zuhause sein kann, zumal wenn er von seinem Gehalt 4 Leute versorgen soll. Ich wette Meistersinger hat bisher nicht nur keine ernsthafte Beziehung geführt sondern auch nicht ernsthaft gearbeitet.

    Vor allem ist das Arbeitsleben ja kein Wünsch Dir Was in Sachen Arbeitszeiten.