• Sehne mich so sehr nach Liebe

    hallo, ich fühle mich gerade so einsam, ich bin 21 und hatte noch nie eine richtige beziehung. ich hatte zwar einen freund, aber das ist nun fünf jahre her und ich konnte mich nie wirklich ihm gegenüber öffnen oder nähe zulassen, also auch keine körperliche.. seitdem war nichts mehr, außer ein paar partybekanntschaften mit denen außer küssen aber auch…
  • 49 Antworten

    @ AlleinAllein

    danke für deine lieben Worte..


    ja, ich denke auch, dass mangelndes Selbstbewusstsein und zuviele Selbtzweifel an meiner Situation schuld sind. Und je länger diese Situation andauert, desto schlimmer wird es. Auch wenn man es mir auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt anmerken würde, dass ich ein so geringes Selbstvertrauen habe.


    Die meisten Männer lerne ich im Internet kennen, ist der einfachste Weg jemanden kennenzulernen. Mittlerweile bin ich auf Seiten unterwegs, in denen es speziell darum geht, Sexualkontakte herzustellen. Vieles dort geht gar nicht, zu plump, zu dreist, zu eckelig. Aber manchmal hat man Glück und findet jemand netten und chattet erst mal ein wenig. Wenn ich dann in der richtigen Stimmung bin, kommt es zu spontanen Treffen. Früher war ich viel auf normalen Datingseiten unterwegs. Ich schreibe dort nicht direkt, dass ich Sex suche, sondern lasse das eher im Subtext mitschwingen :) ein paar kleine zweideutige Andeutungen hier, ein bischen Flirten da und schon ist klar, dass man einem Abenteuer nicht abgeneigt ist. Teilweise lerne ich aber auch Männer auf Partys oder beim Weggehen kennen. Es ist nicht so, dass ich es drauf anlege und jeden Mann, der mir halbwegs gefällt anflirte. manchmal ergibt es sich einfach und eins kommt zum anderen.


    Ganz ehrlich, ich würde dir davon abraten, den gleichen Weg zu gehen wie ich. Es hat mich nicht unbedingt glücklicher gemacht. Klar, ich habe meine sexuellen erfahrungen gemacht, mein sexuelles Selbstvertrauen ist gewachsen, ich bin nicht mehr so unsicher und "weiß" was ich tue.. Und ich kann wenigstens sagen, dass ich zwar noch keine Bezihung hatte, mich dafür aber "ausgetobt" habe, was dann vielleicht noch als nicht ganz so schlimm wie rein gar keine Erfahrung angesehen wird.. keine ahnung...


    aber ich finde keine erfüllung darin. es bleibt doch irgendwie mechanisch, ohne Intimität, ohne Gefühle.. (zumindest meistens) und so kann ich dann zwar okayen, nicht schlechten, aber halt auch keinen erfüllenden Sex haben.


    Deine Angst dich jemandem einfach so nackt zu zeigen kann ich sehr gut nachvollziehen. Nur bei mir äußert sich das ganz anders. Es fällt mir leichter, mich jemandem Nackt zu zeigen, der mir nichts bedeutet, da, wenn er mich nicht schön findet, mich eh nicht wiedersehen muss und mich dadurch nicht verletzen kann. Mich jemandem zu zeigen, der mir etwas bedeutet fällt mir dagagen schon viel schwerer. Denn seine Meinung ist mir wichtig. Aber da haben meine ganzen Sexgeschichten schon den Vorteil, dass es mir generell leichter fällt als früher mich auszuziehen, da ich gemerkt habe, dass es Menschen gibt, die meinen Körper schön und begehrenswert finden.


    Alles hat seine 2 Seiten..


    Aber ich würde mir für dich wünschen, dass du dir das ganze seelische Leid, dass damit einher geht, ersparst und dann doch lieber auf den richtigen wartest. Ich glaube, dass man damit auf dauer vielleicht besser fährst. Das ist eben mein Weg damit umzugehen, das muss nicht deiner sein.


    Sorry, wenn das jetzt vielleicht etwas verworren war..


    lg

    hallo!


    man muss nicht zwangsläufig schüchtern oder sozial-phobisch sein um sich nicht wirklich geliebt oder liebenswert zu fühlen.


    ich hatte zwar schon beziehungen, auch längere, aber ich hatte nie wirklich das gefühl, als wäre ich ein mensch/frau in die man/männer sich verlieben.


    es gibt zwar viele männer in meinem leben und viele behaupten etwas von mir zu wollen oder man merkt es ihnen an, aber das problem ist bei mir, dass ich das gefühl habe, sobald ich mich auf eine beziehung einlasse, bin ich weniger interessant.


    die männer finden mich (so erscheint es mir) nur so lange 'toll' oder denken, sie sind verliebt bzw wollen eine beziehung bis sie dann mit mir zusammen sind.


    vielleicht weil ich dann unsicher werde und eben auch mehr erwarte.


    zumindest fühle ich mich dann irgendwie nicht mehr wohl und beende alles bevor es richtig beginnen kann.


    das andere ist: ich hatte schon längere beziehungen, aber es hat immer etwa 1,5 jahre gedauert bis die beziehung wirklich gut war, bzw bis ich dann doch das gefühl bekam, dass die männer sich in mich verliebten.


    anfänglich ist mir alles immer sehr schwer, und ich mache es wohl auch selbst sehr kompliziert weil ich dann unsicher werde, angst habe verlassen zu werden.


    dennoch werde ich nie das gefühl los, dass ein mann sich so richtig in mich verlieben kann, so wie man das halt kennt, mit bauchkribbeln und jemanden halt so richtig richtig toll findet.


    das macht auch einsam, selbst wenn es für andere so aussieht, als wäre man begehrt :-(


    habe schon oft daran gedacht, einfach für mich zu bleiben, dh keine beziehung mehr zu haben, dann habeich auch keine gedanken mehr daran, dass ich nicht liebenswert wäre.


    nur: das ist sooo langweilig!


    selbst super-freunde, tolle eltern, musik und viel sport füllen mich nicht genügend aus.


    ich habe schon jahreland den wunsch, einfach nur mal richtig geliebt zu werden, aber ich bin wahrscheinlich einfach nicht die person dafür die bauchkribbeln auslöst ohne die unnahbare zu sein :-/


    versuche in deiner situation auch vorteile zu sehen: da du noch keine beziehung hattest bist du auch noch nicht 'vorgeschädigt' und hast wahrscheinlich noch ein superschönes harmonisches bild von der liebe wie sie sein sollte im herzen.


    umso mehr beziehungen ( ernsthafte ) man hatte umso unberührter und, im negativen sinne, realistischer wird man in der liebe.


    ein, sozusagen, ungebrochenes herz hat noch die fähigkeit unschuldig zu lieben, und das gefállt normalerweise auch dem partner.


    die begeisterungsfähigkeit und das absolute, unschuldig-naive lieben hat doch sonst fast keiner mehr.


    ich für meinen teil würde gerne einen freund haben, dessen herz noch nicht schon von einer anderen einmal gebrochen wurde.

    Ich schreibe Dir, weil Deine Situation mich sehr an persönliche Erlebnisse erinnert. (Hab auch in Deinen anderen Threads gelesen) Das Mädel war echt haargenau in der gleichen Situation wie Du: depressiv, unsicher, mit 21 "noch" Jungfrau, vom Leben und Studium überfordert...


    Und gleichzeitig mit einer Fülle positiver Eigenschaften gesegnet, die sie aber allesamt negiert hat. Sie hat sich innerhalb von 4 Jahren komplett verändert. Ist richtig aufgeblüht, also alles das was Du dir wünschst. Wenn Du jetzt denkst, die war besser, stärker, was weiß ich was- dann darfst Du Dir das gerne einreden. Ich weiß aber, daß dem nicht so ist (war). Weil eigentlich hast ja DU in der Hand, wie es mit Dir weiter geht. Und sei gewiß: Fälle wie Du sind nichts besonderes. Du denkst vermutlich, daß dein Problem spezifisch und einzigartig ist- ist es aber nicht. Sorry, da mußt Du dir schon eine andere Sache suchen, die Dich "einzigartig" macht.(Und glaub mir, die gibt es)


    Noch einmal: an deiner Situation bist nur Du allein "schuld". Weil Du dich aktiv in Depressionen vergraben und aktiv daran gearbeitet hast. Depressionen und Negativität können auch eine Art von Vergnügen sien: sie machen die Welt erklärbar. Und wenn Du ganz unten bist, kann es wenigstens nicht schlimmer kommen, oder? Daß das genauso an der Realität vorbei geht, wie möglicherweise in Deiner Sichtweise "unangebrachtes" Selbstbewusstsein- das hast Du bis jetzt schön ignoriert. Weil es deinem heiligen Weltbild widerspricht. Aber irgendwann wird Dir das zu auch langweilig. Weil ein Mensch eben nie gleich bleibt und sich ständig in irgend eine Richtung entwickelt.


    Kann sein, daß es nicht unbedingt besser wird (ich weiß ja nicht, wie stark Du da drin hängst)- aber anders wird es auf jeden Fall. Also warum sich dagegen wehren?


    Schon in der Erkenntnis des Seins liegt der Keim zur Veränderung.


    Fahre an einem sonnigen Tag hinaus in die Natur, nimm Dir 4 Stunden Zeit und denke in aller Ruhe nach. Mach eine Liste, was Dir Spaß macht. Ein Schokoeis, ein bisschen Vergnügen mit dem Duschkopf, die kleinen Hunde alter Frauen im vorübergehen mit Buttersäure anspritzen- völlig egal. Gedanken sind frei. Überlege Dir, wie Du wohl als kleines Kind warst- und ob Du diesem Kind etwas böses wünschen würdest. Und mach endlich mal die Augen auf. Gerade hier im Forum wird ja einiges geschrieben. Da stehen reale Menschen dahinter, genau wie Du. Den Männern geht es ja auch nicht anders. Für eine beträchtlichen Anteil- mich inklusive- sind Frauen strahlende, göttergleiche, unnahbare Wesen. Vor so viel Herrlichkeit fällt unsere Persönlichkeit zusammen wie ein Kartenhaus, wir verwandeln uns in stammelnde, schwitzende Idioten (auch wenn man das mit etwas Übung gut verstecken kann. Desweben muß es "nicht nicht-existieren"). So blöd sind wir. Und - um deinen nächsten Gedanken zuvor zu kommen- das ist nicht an irgendwelche Bedingungen geknüpft. Weder Aussehen, noch Persönlichkeit, noch sonst irgend etwas. Ich kann Dir vesprechen und würde meine Seele darauf verwetten, daß auch Du schon diesen Effekt bei einem mann ausgelöst hast. Der post von Ich29 ist nur die Spitze des Eisberges. In 99% der Fälle hält das nur wenige Augenblicke, und nichts bemerkenswertes entsteht daraus. Wegen kultureller Konditionierung, "gutem Benehmen", mangelndem Mut, mangelnder Kenntnis des eigenen "Seins"...


    Und ich prophezeie Dir, daß dein Studium noch zu deinem Glück werden könnte. Weil Du dort einen ganz bestimmten Schlag Menschen antriffst. Die Dir von Prinzip her Gutes wollen. Ohne daß Du dich dafür irgendwie qualifizierem müsstest.


    All das wirst Du auch erleben- wenn Du es zulässt.


    Und das ist jetzt keine blöde, billige Aufmunterung, sondern meine aufrichtige Überzeugung.


    .

    N'Abend AlleinAllein,


    zuerst mal danke für deine lieben Worte, das tut gut:)z


    Also zum Thema Sozialphobie: Vor 2 Jahren habe ich mich überwunden bei einer Psychologin anzurufen. Die machte eigentlich auch einen guten Eindruck auf mich und es hat mir auch nicht nur das Medikament was gebracht, sondern auch das ich einfach mal jemand hatte mit dem ich über alles reden konnte. Neben dem hat sie dann noch versucht eine Art "Hypnose" durchzuführen mit so einem Pendel, wohl eine tiefenpsychologische Methode. Das hat aber gar nicht geklappt, also ich habe einfach nicht loslassen können und mich einfach aus der Gegenwart verabschieden.


    Ein anderer Punkt war dann noch, dass sie eine Konfrontationstherapie machen wollte. Das ist soweit ich weiß ohnehin die am meisten empfohlene Methode bei der SP. Es bedeutet, dass man sich im Alltag immer wieder bewusst solchen sozialen Situationen aussetzt und dabei durch zunehmende "Erfolge" die Angst ablegt. Leider war das aber ein Ansatz, mit dem ich überhaupt nicht zurechtkam. Das war mir viel zu unnatürlich. Ich wusste genau, wenn ich so etwas bewusst versuche, bewirke ich damit nur das Gegenteil, dass heißt, ich denke nur noch mehr darüber nach, was ich alles falsch machen könnte. Deshalb habe ich solche Dinge (wie z.B. in der Vorlseung zum "Training" jemand ansprechen usw.) nie gemacht. Das wäre eh nur schiefgegangen, denke ich:-/


    Aber vielleicht ist da auch jeder Mensch verschieden und bei dir hilft so eine Art von Therapie. Vielleicht kann die aber auch ein eher tiefenpsychologischer Ansatz helfen, keine Ahnung. Aber ich finde es sehr gut und mutig, dass du das ganze anpacken willst:)^


    Hm...mein anderes Problem habe ich hier an anderer Stelle schon mal beschrieben. Siehst du, wenn du auf mein Profil klickst bei den Beiträgen. Kannst dir wahrscheinlich denken, dass mich das als noch realtiv jungen Mann sehr, sehr belastet, vor allem der Gedanke, dass sich das vielleicht nie wieder ändern lässt. Ich fühle mich auch nur noch als "halber Mann" irgendwie, weil auch der Sexualtrieb fast weg ist, was mit Mitte 20 doch wohl nicht normal sein kann:-( Aber da habe ich jetzt demnächst einen termin beim Endokrinologen. Wäre evtl auch möglich, dass sich der ganze Stress hormonell niedergeschlagen hat und es eine psychosomatische Sache ist. Das Schlimme ist daran, dass das alles so schnell ging, vielleicht hat es auch was mit dem Medikament zu tun, was ich da gekriegt habe, denn etwa seit damals ist es so. Vor 2-3 Jahren habe ich noch "geflirtet" wie ein blöder (soweit man das als SPler kann..) und habe jedes Mädchen angeschmachtet, das mir irgendwie aufgefallen ist. Und heute ist das irgendwie völlig weg, als wenn mir der letzte Rest an Freude genommen wurde und ein ganz wichtiger Teil meiner Person (und Männlichkeit). Das ist echt sehr hart für mich.


    Zur Sozoalphobie ist es bei mir übrigens wegen Mobbing in der Schule gekommen, als ich so 12-14 war, also ein ganz "tolles" Alter für sowas...

    @ serendipity84

    also das ist schon krass, was du schreibst. wie fing das denn alles an? das ist auch nicht gerade ungefährlich, wenn du dich da mit irgendwelchen wildfremden männern zum sex triffst. hast du denn schon mal versucht dich einfach mal z.b in einer disco mit einem mann nur zu unterhalten ohne irgendwelche (sexuellen) absichten. ich glaube das könntest du. wenn du so schnell zeigst dass du leicht ins bett zu bekommen bist, dann ist es denke ich klar, dass männer gar nicht erst versuchen mehr in dir zu sehen als ein sexobjekt. und du musst auch nicht gleich sagen, dass du noch nie eine beziehung hattest, das geht doch erst mal niemanden was an und tut auch nichts zur sache. dein wert als mensch ist unabhängig von der anzahl der beziehungen, die du hattest noch von irgendwas anderem.


    aber bestimmt ist das alles schon so in dir drin und so festgefahren, dass du es einfach nicht schaffst das selbst zu ändern und du dich mit dieser körperlichen liebe zufrieden gibst, weil du glaubst etwas anderes gibt es für dich nicht bzw du angst hast enttäuscht zu werden.


    ich geb dir hier irgendwelche tipps, obwohl ich eigentlich selbst keine ahnung habe...vielleicht ist ja doch was sinnvolles dabei. es ist immer leicht andere zu belehren, aber bei einem selbst klappt das irgendwie nie.


    ich denke, auch wenn ich es wollte könnte ich diesen weg nicht gehen. ich bin einfach unfähig eine (körperliche) beziehung einzugehen. das ist doch bekloppt einerseits wünsch ich es mir so sehr, also auch die körperliche nähe und andererseits kann ich es nicht zulassen...:-(


    glg

    @ flatwhite

    was gibt dir denn das gefühl in einer beziehung nicht richtig geliebt zu werden? und was hat sich in den längeren beziehungen nch 1,5 jahren geändert, dass du dich dann wohl gefühlt hast. und was waren dann die gründe, dass diese längeren beziehungen gescheitert sind?


    vielleicht hat es doch was mit deinem selbstwertgefühl zu tun, dass du einfach die doppelte bestätigung brauchst um zu glauben, dass jemand wirklich an dir interesse hat. so geht es mir nämlich, ich zweifele ständig daran, dass jemand mich wirklich mag und hinterfrage alles. und wenn mir jemand an einem tag sagt, wie toll ich doch bin, dann denke ich: das sagt er jetzt nur so. morgen sieht er es bestimmt wieder ganz anders...naja, das zeigt mal wieder für wie wenig liebenswert ich mich halte..


    ja ich habe noch ein sehr schönes bild von der liebe, weiß aber das es wohl ziemlich naiv und unrealistisch ist daran zu glauben und das ist es, was mich auch davor zurückschrecken lässt. beziehungen halten eben in den seltensten fällen ewig und ich kann mit enttäuschungen leider nur schwer umgehen. ich wünsche mir einen menschen, der nicht nur heute für mich da ist, sondern auch morgen..


    viele grüße

    @ pursche82

    danke, deine beitrag ist sehr hilfreich für mich und hat mir auch teilweise die augen geöffnet.


    darf ich fragen wie dieses mädchen es geschafft hat, sich so zu verändern?


    es ist wirklich so, dass ich mich eigentlich sogar in meinem leid suhlen will...und ich es auch einfach schon so verinnerlicht habe, alles negativ zu sehen und meine augen vor allem positiven verschließe. weil es bequem ist? ich auf eine wunder warte? dabei weiß ich doch eigentlich, dass ich selbst für mein leben verantwortlich bin.. ich denke so viel nach, und meine alle gründe für mein miserables dasein zu kennen, nur etwas daran zu verändern, gelingt mir bisher noch nicht..


    deine seel darfst du behalten:) ich glaube sogar selbst dass ich diesen effekt schon mal bei jemandem ausgelöst habe, nur zu wirklich mehr kam es eben nie. es macht mich fertig...kurz keimt dann in mir hoffnung auf, nur um dann wieder enttüscht zu werden und in eine noch tieferes loch als vorher zu fallen.


    tut mir leid, jetzt versinke ich wieder mal in selbstmitleid..


    aber noch mal danke an alle

    @ rekonstrukteur

    hab erst jetzt gesehen, dass du geschrieben hast, da ich für den letzten beitrag so lange gebraucht habe..also nicht wundern, dass da nichts an dich gerichtet ist. kommt noch@:)

    Tja, alles nicht so einfach.


    Tiefpunkte und Unglücklichsein. Gehört dazu, zum Leben. Manchmal ist das ganze Leben ein einziger Tiefpunkt. Muss es auch geben. Wer sagt, dass es anders sein muss? Niemand.


    Also, bitte sich keine falschen Vorstellungen vom Leben machen.


    Wenn jetzt jemand sagen sollte, mein Leben muss anders sein, muss glücklich sein. Wie soll das funktionieren? Wie könnte ein glückliches Leben aussehen? Was muss ich dafür tun?


    Richtig. Keiner hat einen Plan, wie das funktionieren könnte. Hürde Nr. 1.


    Wenn ich es denn wüßte, wie soll ich das Ganze realisieren? Hürde Nr. 2.


    Man kann gar nicht glücklich sein. Denn dazu muss man wissen, was einen glücklich macht, und es dann auch tun. Das ist schwierig, um nicht zu sagen, unschaffbar.


    Lasst uns der Realität ins Auge blicken: Wir wissen einfach nicht, was uns glücklich macht. Und dementsprechend fällt uns auch das Tun schwer. Wir sind unwissend und hilflos, aber auch das muss es geben. Kann schließlich nicht jeder glücklich sein.


    .


    .


    Eine sehr hypothetische Möglichkeit für das Glücklichsein hätte ich dennoch. Stellt euch vor, ihr hättet ein Kind, eine kleine Tochter oder einen kleinen Sohn. Was würdet ihr eurem Kind beibringen? Welche Umstände würdet ihr für euer Kind schaffen? Wie würdet ihr euer Kind unterstützen? Vor was würdet ihr euer Kind schützen? Wie würdet ihr euer Kind fordern und fördern, damit es zu einer starken, selbsbewussten, liebevollen und gutmütigen Person heranwächst? Tut genau das für euch selbst. Vielleicht ist das ein Anfang.

    @ AlleinAllein:

    Alles klar*:)

    @ tsunami_rev:

    Ja, ich habe aus meinen ganzen Erfahrungen und nach Beschäftigung mit der Evolutionstheorie und was das philosophisch gesehen wohl bedeutet auch eine sehr pessimistische Weltsicht gezogen. Ich denke auch, dass es kein "Recht auf Glück" gibt. Denn wenn es ein solches Recht geben sollte, dann müsste jemand da sein, der die Bedingungen festlegt und man müsste wissen, was man tun muss. Bei manchen Dingen ist man aber mehr oder weniger machtlos.


    Deinen letzten Gedanke finde ich gut. Verantwortung für ein Kind zu haben ist sicher stressig, aber ich kann mir vorstellen, dass sowas auch ein großes Glück sein könnte:-@

    @ tsunami_rev

    ich denke auch, dass es kein patentrezept fürs glücklichsein gibt und oftmals machen uns gerade die dinge, von denen wir glauben, dass sie uns glücklich machen, unglücklich.


    aber es gibt doch gewisse grundbedürfnisse, ein fundament, das gegeben sein muss, und dazu gehört auf jeden fall liebe.


    ich glaube nicht, dass das ganze leben ein tiefpunkt sein kann. klar haben manche ein schöneres leben als andere, aber wenn man sein leben mal objektiv betrachtet, gibt es doch immer auch ein paar momente, die heller sind als andere.


    jeder mensch hat andere vorstellungen von glück. manche dinge sind nicht beeinflussbar, andere aber schon. es geht ja auch nicht darum sein ganzes leben lang glücklich zu sein, dass ist ja auch nicht möglich, es gibt immer tiefschläge.


    soll ich nun das schicksal entscheiden lassen, ob mir glück zusteht oder nicht, dann kann ich mir auch gleich die kugel geben..sorry, aber das habe ich lang genug gemacht und jetzt endlich eingesehen, dass ich mein leben selbst in die hand nehmen muss, damit es mir besser geht..


    aber deine idee am schluss finde ich gut und es zeigt ja, dass es eben doch möglichkeiten, zumindest versuche gibt, um glücklich zu sein..


    (ich glaube ihr müsst ein komisches bild von mir haben, denn ich rede nur so daher, setze aber gar nichts nichts um..ich kann meinen gedanken einfach keine taten folgen lassen)

    ich denke, jeder mensch ist anders und geht anders mit problemen um.


    klar kann es sein, dass du momentan noch nichts in die tat umsetzt, aber die probleme zu sehen ist doch eben schon mal ein rießen schritt. dann kann es nur noch besser werden. und wenn du es irgendwann geschafft hast, da raus zu kommen, dann wirst du unendlich stolz auf dich sein!!


    manche menschen haben das glück, in ihrem leben nie richtige probleme zu erfahren, aber wenn man dieses glück nicht hat, dann muss man es in die hand nehmen. und da kann man sooo viel daraus mitnehmen.


    man lernt dinge zu schätzen, die anderen entgehen und man kann nur gewinnen!


    denk daran, dass du stark bist. und wenn du irgendwann richtig glücklich bist, dann kannst du es umso mehr genießen und weißt es zu schätzen. manche menschen merken nicht, wie gut sie es haben, denen entgeht doch was :-)

    Klar, ich meine damit nicht, dass man einfach dasitzen soll und sich dem Schicksal ergeben...so war das nicht gemeint. Man sollte schon alles versuchen, solange man psychisch dazu noch in der Lage ist. Nur rege ich mich manchmal über den Spruch auf "Jeder Mensch hat das Recht auf Glück" oder so ähnlich. Das sagen vielleicht oft Menschen, die nicht so wirklich die großen Probleme haben und dadurch fühle mich dann etwas verarscht...:|N

    @ rekonstrukteur

    ich glaube mir würde es ähnlich gehen wie dir und das eine konfrontationstherapie meine ängste noch verstärken könnte. der druck jemanden ansprechen zu müssen oder so etwas in der art würde mich wohl wahnsinnig machen...


    ich strebe eine tiefenpsychologische behandlung an, was mir auch empfohlen wurde, da bei mir wohl vieles mit unverarbeiteten erlebnissen in der kindheit zusammenhängt..naja, mal sehen..


    wie lange ging diese therapie denn bei dir? und was tat die psychologin dann weiter, als das mit der konfrontationstherapie nicht geklappt hat?


    dein anderes problem ist sicher sehr belastend für dich, das verstehe ich absolut. ich kann dir leider dazu nicht so viel sagen. habe auch noch nie ein männliches geschlechtsteil live gesehen:-/:-) aber warst du deswegen auch schon vorher beim arzt?


    ich kann mir gut vorstellen, dass vieles mit der psyche zusammenhängt. und das gilt es jetzt eben herauszufinden, vermutungen bringen einen ja nicht weiter. also warte erst mal den termin ab. in deinem anderen thread hattest du ja noch das problem, dass du nicht wusstest, an wen du dich wenden sollst, da bist du doch jetzt einen großen schritt weiter. ich glaube nicht, dass diese dehnungsmethoden zu einer unwiderruflichen desensibilisierung geführt haben sollen, das wird schon wieder. gib deinem besten stück ein bisschen zeit sich zu erholen und lass den doc mal machen;-D oh es ist spät, ich fange an unsinn zu schreiben


    gute nacht

    @ AlleinAllein:

    Nö, wieso Unsinn?;-D Ich denke auch, dass es da doch irgend eine verdammte Methode geben muss, wie das wieder in Ordnung kommt.. bei einem Arzt habe ich es direkt noch nicht angesprochen (nur Andrologen per Mail befragt), aber ich mache das wohl jetzt bei dem Termin. Und bisher waren die Antworten leider nicht so Zuversicht weckend. Auch was ich darüber im Inet gefunden habe in anderen Foren. Aber irgendwie wird mir doch jemand da so ein verfluchtes Stück Haut schustern können oder irgendwie anders helfen..das müsste doch im 21. Jahrhundert möglich sein???


    Die Therapie hab ich dann irgendwann selbst abgebrochen. Die Abmachung mit der Psychologin war dann: Ich nehme jetzt noch vorerst das Medikament weiter und versuche einfach mal nichts zu erzwingen. Dann waren irgendwann die Tabletten aufgebraucht und ich habe dann nichts mehr weiter unternommen. War vielleicht ein Fehler, weil ich jetzt gelesen habe, dass man das langsam absetzen sollte. Naja, auf jeden Fall hat das Medi (Paroxetin - ein "selektiver Serotonin Wiederaufnahmehemmer" ) schon langfristig was in meinem Gehirn wieder verändert. Das hat also wieder was umgepolt und so sind wie ich schon geschrieben habe die schlimmsten Symptome fast verschwunden..also beobachtet fühlen, Herzrasen bei bestimmten Situationen, unagnehmes Gefühl schon beim aus dem haus gehen - diese Probleme sind eigentlich weg. Nur die Verhaltensweisen an sich, die halt leider über lange Jahre "erlernt" worden sind, also bestimmte Arten von Vermeidungsverhalten, sind immer noch da. Und das schränkt mich leider auch ein im Alltag und Studium (das sollte eigentlich auch schon rum sein, aber manchmal ging eben nichts mehr..).


    Hm...ja, ich denke auch, dass dann das Tiefenpsychologische vielleicht eher was bringen wird bei dir. Bei dem Therapeuten kommt es wohl auch sehr darauf an, ob man einen Draht zu dem findet. Wenn man also merkt, dass das einfach nichts wird, sollte man das am besten offen sagen und sich einen anderen Suchen. Aber das nur als Tipp, den ich auch von anderen gehört habe..


    Gute Nacht!

    @ AlleinAllein:

    Hi an alle!*:) Nicht den Kopf hängen lassen!:°_:°_


    Ich weiß, dass dieser Aufmunterungsversuch nicht wirkt, auch alle andere nicht, vllt für ein paar Minuten...


    Das war bei mir auch so, auch fast alles andere, was du im Eingangspost geschrieben hast. Ich bin schon 20 und hatte bisher keine ernste Beziehung und auch noch kein Sex. Die letzten drei Jahre war ich immer depressiv und hab ständig nur Unglück erlebt, in der Schule, mit den Freunden und natürlich auch mit Frauen. Vor einem Jahr hatte ich auch mehrmals Gedanken an Suizid, was auch zum Glück schnell vorbei war...


    Ständig hab ich daran gedacht, was ich falsch mache, warum kein Glück mehr erfahre und auch keine Freundin kriegen kann. Vor zwei Monaten hab ich mich aber endlich um 180° gedreht (naja, fast:-)) Dafür hab ich auch Hilfe von meiner guten Freundin gebraucht. Sie hat mich auf den Gedanken gestoßen, ob ich solche Freunde (eig. mehr nur Kollegen aus der Schule) brauche. Ich hab mich gezwungen, mit den abzuhängen, da ich keine mehr gefunden habe. Jetzt hab ich nur einen Kumpel, dafür aber sehr guten. Reicht mir eigentlich nicht, aber für den Moment passt.


    In der Schule hab ich mich jeden Semester verschlechtert, lag teilweise an den Lehrern, aber auch an mir (hab immer noch Komplexe, mit jemandem auf deutsch zu reden, da ich nur 6 Jahre in Deutschland lebe). Vor dem Gymnasium, also genau den besagten drei Jahren, war ich gut in der Schule und diese schlechte Erfahrungen haben mich richtig depremiert. Seitdem ich endlich mein Fachabi geschafft habe, habe ich auch keine Angst mehr, etwas nicht geschafft zu haben, weil ich mein Zwischenziel erreicht habe.


    Der dritte (und der wichtigste:-p) Punkt, also die Frauen, stellt bei mir eigentlich immer noch ein Problem dar, aber ich habe in letzter Zeit ein wenig Bestätigung bekommen und auch mein Selstwertgefühl aufgebaut (flirten etc.). Davor war ich nicht in der Lage, das zu tun, weil ich ja immer depressiv und nachdenklich war. Mit einem ehrlichen Lächeln und Selbsvertrauen reagieren Mädels auch positiv (das finde ich doof, ohne Selbstvertrauen keine Mädels, ohne Mädels kein Sebstvertrauen...).


    Vor zwei Monaten hab ich mein gestörtes Selbswertgefühl und mein Selbstvertrauen mit einem Buch "Der perfekte Verführer" gesteigert. Da war wohl die effektivste Aussage, dass jeder Mann auch jede Frau auf der Welt kriegen kann, wenn man weiß, wie:-p;-D. Daran hab ich in dem Moment echt gezweifelt...


    Naja, jetzt gehts mir gut, fast genauso wie vor der Gymnasium-Zeit. Nur an dem dritten Punkt muss ich noch arbeiten und irgendwie mein nach drei Jahren schon "verrostetes" Charme und Co. in die Gänge bringen. Hab das Gefühl, das es so schnell wie möglich passieren muss, da er mit der Zeit immer "verrosteter" wird.


    Ich hoffe, dass dir mein Text irgendwie helfen kann und du etwas für dich erschließen kannst.:)z Weitere Fragen gerne willkommen... Wenn ich vllt noch irgendwie helfen könnte, auch fragen*:)

    @ serendipity84:

    *:)


    Ich denke, du gerätst immer (oder fast immer) an die falsche Gruppe von Männern, also die, die nur Sex von dir haben wollen. Deshalb sind sie abweisend, wenn du den deine Gefühle offenbarst. Und ich glaube, du denkst selbst nur, dass du keine Art der Zuneigung außer Sex kriegen kannst. Nach all der Zeit hast du vllt schon so eine Art "Ausstrahlung" bekommen wie "ich will zumindest Sex, dann bin ich mal kurz begehrenswert, aber die Liebe kommt nicht mehr zu mir und ich glaube auch nicht daran". Also weiter hoffen und vllt andere Kennenlernorte wählen.:)z


    Ich glaube aber, dass es für dich schon zum Lebensstil geworden ist. Berichtige mich wenn ich falsch liege.


    (Achja, sorry, wenn du schon etwas davon, was ich gesagt habe, erwähnt hast. Bin schon fast am einschlafen und hatte keine Zeit alles durchzulesen:=o)


    Viel Glück noch! Auch dir, AlleinAllein, viel Glück, vllt bist du schon bald NichtAllein;-D(man weiß nie)!