• Seine Ex auf dem Volksfest getroffen

    Hallo! Auch wenn man mit 31 Jahren drüber stehen sollte...ist es blöd! :-/ Aber erstmal zu den Rahmenbedingungen: Wir sind seit 10 J zusammen, 8 J verh und haben zwei kleine Kinder. Seine Ex war die einzige Partnerin vor mir und somit seine erste Freundin. Sie waren 2,5J zusammen. 3 wochen nach dem sie sich getrennt haben, angeblich im gegenseitigen…
  • 505 Antworten

    @ Hessen

    Hi!


    Was du bezüglich Horizont erweitern und eigenen Interessen nachgehen, meinst verstehe ich schon.


    So gut es mir möglich ict, versuche ich das ja auch...lasse mir einmal im monat die Nägel machen (abends ohne Kinder), treffe mich mit Freundinnen die auch Kinder haben (am Tag mit Kindern), ich koche gerne und habe schon das ein o andere Kochseminar besucht, ab und zu gibts auch mal einen Mädelsabend ( aber sehr selten, weil die dazugehörenden Frendinnen auch wenig Zeit haben)...


    Aber ein Teil der anderen Dinge sind einfach in meiner Umgebung nicht realistisch, es gibt keine Krabbelgrupe o Kleindkindgruppen...Kinderbetreeung beginnt in unserem ländlichen, kleine Raum erst mit dem Kindergarten und das ist mit 3 Jahren. Im Augenblich ist eine Gruppe für 2 jährige am entstehen.


    Die Krabbelgruppen die es gibt , sind im Prinzip Müttertreffs wo man sich MIT Kind austauscht.


    Kurz, mn hat hier in den ersten 2-3 Jahren im Prinzip keine Möglichkeit auf regelmäßige Kinderbetreeung. Klar, kann MAL Oma oder Patentante aufpassen, aber eben nur Mal nicht regelmäßig.


    Und diese Interessensgruppen von denen du schreibst, sowas gibts hier nahezu nicht...es gibt Sportvereine, Handarbeiten und sowas, aber kulturell ist hier der "Hund begraben". ;-)


    Zum Thema Sportstudio, daran habe ich auch schon gedacht. Aber erstens wird Sport meine Problemzone nicht wegzaubern können, mit viel Glück vielleicht etwas minimieren und wie ich ja schon schrieb und da bin ich echt ganz ehrlich, der Tag mit zwei Kleinkindern, Haushalt und meiner räumlichen Situation ist anstrengend und ich bin froh, wenn die Kinder im Bett sind und ich dann grad mal 2-3 h Ruhe habe um zu lesen oder fernzusehen. Denn nicht mal nachts ist Ruhe, da die KLeine noch nicht durchschläft.


    Und das sollen keine faulen Ausreden sein. Das kostet einfach alles Kraft, körperlich und mental.


    Bevor ich Kinder hatte, hab ich mir das auch kaum vorstellen können, dass das Leben als Vollzeitmutter u Hausfrau einen mitnimmt. Und ja, meine persönlichen und ehelichen Probleme strengen mich natürlich auch an.


    LG,


    Ava01

    @ Ava

    Zitat

    und das mit dem "minderwertigen dreckhaufen" finde ich nach wie vor daneben u unverständlich.

    auch die sprache hat eine kraft. so eine namensgebung würde ich auch von mir weisen selbst wenn ein kern darin zutrifft.


    man könnte auch sagen: du machst dich klein.

    @ all

    einfach als wiederholung für mich, warum findet ihr, dass Ava sich "klein" macht?


    ich denke auf alle bereiche trifft das nicht zu. sie sagt nicht ich bin von a-z nichts wert. sondern sie sagt, dass sie gute organisatorische fähigkeiten hat, dass sie gebildet ist, gut formulieren kann, sprachlich geschickt ist, humor hat, gut den haushalt organisieren kann, gut mit den kindern umgehen kann - diese ganzen qualitäten sieht Ava schon an sich.


    also ganz so einfach ist es nicht.


    was ihre weiblichen fähigkeiten/potential betrifft (weiß nicht wie ich es besser ausdrücken soll), da fühlt sie sich glaube ich schon oft "klein".

    Zitat

    warum findet ihr, dass Ava sich "klein" macht?

    Weil der Titel ihres Fadens lautete: 'Seine Ex auf dem Volksfest getroffen'


    Was kommt einem bei einer solchen Überschrift in den Sinn? Ich jedenfalls dachte Dinge wie: Alles klar - der Mann ist seiner Ex derartig freudestahlend um den Hals gefallen und hatte für die nächste Stunde nur Augen und Ohren für sie und die arme Ehefrau stand mit ihren beiden Kleinkindern daneben wie das 5. Rad am Wagen.


    Aber was war passiert? Er hat sie GEGRÜSST!!!!!!!!!!!!!!!! Noch nicht einmal stehengeblieben ist er. Also nichts weiter als das, was man mit dem Verkäufer des Zeitungskiosks üblicherweise auch tun würde, würde man ihn auf der Straße treffen.


    Und wer aus einem einfachen Gruß ein derartiges Faß aufmacht und selbst nach 18 Seiten hilfreicher Worte nicht versteht, wo das eigentliche Problem liegt - nun, dann befüchte ich, werden auch weitere 18 Seiten nichts helfen.

    Zitat

    einfach als wiederholung für mich, warum findet ihr, dass Ava sich "klein" macht?

    ich für meinen Teil finde das gar nicht...bzw. ich würde das nicht als das Hauptproblem sehen...das Hauptproblem ist aus meiner Sicht eher,dass sie allem und jedem die Schuld an ihrer unglücklichen Situation gibt und daher auch jegliche Verantwortung,daran etwas zu ändern,auf andere abschiebt,anstatt eben selbst etwas zu ändern oder zumindest mal zu sehen,dass sie selbst einen nicht unbeachtlichen Teil dazu beiträgt...:-/

    @ Kuckucksblume

    Zitat

    diese ganzen qualitäten sieht Ava schon an sich.

    Aber zwischen einer objektiven Aufzählung und einer wirklichen Verinnerlichung besteht ein nicht von der Hand zu weisender Unterschied. ;-)


    Es geht hier im Faden nicht um mich, aber ich ich kenne diese Diskrepanz sehr wohl aus eigener Erfahrung.


    Ich habe viele Jahre unter einer Essstörung gelitten und habe bis heute Schwierigkeiten, meinen Körper 100%ig zu akzeptieren. Trotzdem hatte ich nie Probleme, Männer kennenzulernen, weil mir sehr wohl klar war, dass ich nach außen ein anderes Bild vermittle und -so sehr ich mich selbst ablehne- offensichtlich beim anderen Geschlecht ankam. Sprich: Ich "weiß", dass ich schöne Augen habe, viele Männer meinen Po mögen, ich ein schönes Lachen habe, man sich gut mit mir unterhalten kann etc., ich von vielen Menschen als attraktive Frau bezeichnet werde - Das alles ist mir in gewisser Form also bewusst, aber ich habe es nicht so verinnerlicht, dass diese Dinge mir ein positives Selbstbild geben.


    Eine andere Ebene wäre beispielsweise das Berufliche: Dort bin ich sicher nicht unfähig, habe in meinem Leben fast jede Prüfung mit Eins bestanden, "weiß" eigentlich, dass ich was kann und wer ich bin - kann das aber nicht vertreten, sobald etwas Unvorhergesehenes geschieht. So ist es so, dass ich der Firma ein Geschäft verschaffen kann, welches viel Geld einbringt, ich aber einen Tag später eine Kleinigkeit bei einer anderen Sache übersehe, was "uns" meinetwegen 40 Euro kostet. So ein Vorfall beschäftigt mich dann tagelang und ich habe das Gefühl, irgendwie versagt zu haben.


    Wozu das führt: Dazu, dass ich das perfekte potentielle Opfer bin. ]:D


    Wie gesagt, es geht nicht um mich, sorry. Ich will damit nur sagen, dass die Fähigkeit zur Aufzählung eigener Vorzüge sicher kein Beweis für die Existenz eines positiven Selbstbildes gehört. Manchmal sogar eher im Gegenteil, denn oft ist es auch nur ein kläglicher Versuch, durch diese Bewertungen, endlich mal das zu spüren, was man da die ganze Zeit als Lippenbekenntnis von sich gibt.


    Warum sitze ich also bis 19 Uhr im Büro? Weil ich mich nach Anerkennung sehne und mir selbst beweisen bin, dass ich das kann und keine Versagerin bin. Bekomme ich die Anerkennung? Nein eher werde ich komisch angesehen, wenn ich mal pünktlich gehe und bekomme noch einen Rüffel, weil mich nach 12 Stunden Arbeit ein Flüchtigkeitsfehler unterlaufen ist. :-/


    Nun kann ich mich natürlich hinstellen und schmollen weil meine Kollegen so fies sind - oder einen Weg finden, mich selbst so zu ändern, dass ich aus dieser Opfer-Rolle rauskomme. Mir erscheint der zweite Vorschlag einfacher, weil ich mein Umfeld eben nicht so hinbiegen kann, wie ich es gern hätte. ;-)


    Ich sehe da schon gewisse Parallelen zu Avas Leben: Sie macht und tut und weiß auch eigentlich, dass das was sie da macht eine besondere Leistung ist. Aber sie hat es eben nicht verinnerlicht, sondern sucht nach der Bestätigung von außen - welche ihr logischerweise versagt bleibt, da sich ja alle an ihr Funktionieren gewöhnt haben.


    Was tut sie? Sie wünscht sich einen Mann, der all ihre Leistung endlich sieht und natürlich wäre das schön. Aber ich befürchte, er wird sich nicht dahingehend ändern lassen, denn er ist nunmal so wie er ist.


    So wie meine Chefin jemand bleibt, die mir problemlos noch weitere E-Mails zur Bearbeitung weiterleitet, obwohl sie von der Anzahl meiner Überstunden weiß und andere Kollegen pünktlich gehen können. Aber auch diese Frau werde ich nicht ändern - so sehr ich auch menschlich enttäuscht bin. Es bleibt mir also nichts anderes übrig als Grenzen zu setzen, wobei ich auch noch nicht weiß, wie das in meinem Fall aussieht. ;-)




    Ava sollte sich m.E. fragen, welche Dinge sie eigentlich gerne tut, welche notwendig sind und welche womöglich ihre persönlichen Grenzen überschreiten und auch von anderen übernommen werden könnten.


    Sprich: Sich mal an die Schwiegermutter wenden und um Unterstützung bitten.


    Ava ist vor 6 Monaten wieder Mutter geworden, als hätte sie doch die beste "Ausrede" überhaupt - welchen Aufhänger kann man sich noch wünschen?


    Warum nicht auch mal den Partner um eine Nackenmassage bitten, weil der Tag so anstrengend war? Zugeben, dass einem alles ein bisschen viel wird - vielleicht merken dann die ersten, dass das was Ava tut eben nicht so selbstverständlich ist, sondern tatsächlich auch an ihren Kräften zehrt.


    Das bedeutet dann zwar auch, dass man sich vom Perfektionismus verabschieden muss, aber vielleicht merkt sie selbst dann auch, dass sie nicht weniger Akzeptanz bekommt, wenn sie Schwächen zugibt - also ein übertriebener Perfektionismus gar nicht ausschlaggebend für das Maß an Liebe ist, welches man zurückbekommt.


    Ach, und natürlich besteht die Möglichkeit, dass das Umfeld nicht wie gewünscht reagiert, sondern mit Unverständnis. Sollte dein Mann aber auf deinen Wunsch nach etwas Entlastung tatsächlich nur widerwillig und mit Verachtung reagieren, dann solltest du dir überlegen, ob es der richtige Mann ist. Aber vielleicht reagiert er ja auch verständnisvoller als du denkst. ;-)


    PS. Wenn du das wirklich versuchen solltest, dann formuliere deine Wünsche nicht vorwurfsvoll im Sinne von "Du rücksichtsloser Idiot merkst nicht, was ich den ganzen Tag machen und kommst nicht mal allein auf die Idee, mir den Rücken zu massieren!", sondern sei einfach lieb und entspannt: "Schatz, der Tag war echt anstrengend und ich hab mich letzte Nacht wohl verlegen... Kannst du mir nachher auf dem Sofa ein wenig den Rücken massieren?" oder zumindest so ähnlich. Alles andere produziert nur Abwehr beim Gegenüber. :)*

    Zitat

    und daher auch jegliche Verantwortung,daran etwas zu ändern,auf andere abschiebt

    ganz so sehe ich das nicht. hier im beziehungsforum und im psychologieforum schreiben viele leute und nur wenige von ihnen haben die einsicht und den mut sich psychologische hilfe zu suchen. Ava ist zu einer therapeutin gegangen, hat ein vorgespräch geführt und hat vor kurzem zusätzlich noch bei einer zweiten therapeutin angerufen, die im ort wohnt.


    sie könnte ja auch sagen: und wenn das herauskommt? wenn dann der ganze ort über mich lacht? was wenn das die schwiegereltern herauskriegen? ich bin sicher, dass es viele frauen gibt, die in einer ähnlichen situation wie Ava sind und sich aber NICHT trauen sich eine therapeutin zu suchen.


    indem Ava therapeutische hilfe in anspruch nimmt (es ist ja fix geplant, es ist nicht ihre schuld, dass die therapeutin nicht sofort zeit hatte), gesteht sie sich ja ein, dass SIE SELBST hilfe braucht.

    @ Kyra-Lee

    Zitat

    Weil der Titel ihres Fadens lautete: 'Seine Ex auf dem Volksfest getroffen'

    ja, das stimmt schon. wenn die ex-freundin in gedanken noch immer eine bedrohende wirkung hat, dann ist sie "groß" und man selbst ist dementsprechend "klein".

    Zitat

    indem Ava therapeutische hilfe in anspruch nimmt (es ist ja fix geplant, es ist nicht ihre schuld, dass die therapeutin nicht sofort zeit hatte), gesteht sie sich ja ein, dass SIE SELBST hilfe braucht.

    das ja...das ist sicherlich auch ein wichtiger Schritt und daher war meine Aussage darauf auch überhaupt nicht gemünzt,sondern eigentlich fast ausschließlich auf die ständige Vorwurfs- und Erwartungshaltung ihrem Mann gegenüber...sie erwartet von ihm meiner Meinung nach absolut Unmögliches...dass er ihre Gedanken lesen kann...dass er weiß,was sie denkt,was er denkt z.B. und sich dann dafür quasi entschuldigt...und ich weiß nicht,wie oft ich die Aussage "wenn er mich lieben würde/wenn er ein bisschen Feingefühl hätte würde er das und das tun/lassen"...und zu 90% sind das eben Dinge,die für die meisten hier alles andere als selbstverständlich sind...siehe auch den Umgang mit der Ex...die meisten hier finden das eben nicht so durch und durch furchtbar wie Ava...trotzdem erwartet sie von ihrem Mann,dass er dementsprechend handelt und danach natürlich durch Gedankenlesen erkennt,WARUM sie ihn alleine mit Berlinern und Kaffee hocken lässt und schmollt (obwohl ER ja überhaupt nichts getan hat)...:-/

    @ Emma_Peel

    Zitat

    Wie gesagt, es geht nicht um mich, sorry. Ich will damit nur sagen, dass die Fähigkeit zur Aufzählung eigener Vorzüge sicher kein Beweis für die Existenz eines positiven Selbstbildes gehört.

    zugegeben, das war mir nicht so bewußt.


    doch es wäre ja möglich, dass es bei Ava schon so ist, also dass bei ihr die "Aufzählung" auch verinnerlicht ist.

    Zitat

    doch es wäre ja möglich, dass es bei Ava schon so ist, also dass bei ihr die "Aufzählung" auch verinnerlicht ist.

    ich würde behaupten,ihr Verhalten spricht vehement dagegen:-/ auch ich kenne das,was Emma beschreibt,nur zu gut...zwischen "wissen" und "fühlen" können da Welten liegen...und es heißt ja nicht umsonst SelbstwertGEFÜHL...:-/

    @ Anonyme

    Zitat

    ...und ich weiß nicht,wie oft ich die Aussage "wenn er mich lieben würde/wenn er ein bisschen Feingefühl hätte würde er das und das tun/lassen"

    ja schon. doch jemand, der einen wackligen boden unter den füßen spürt (also diese grundsicherheit nicht hat, dass er geliebt wird), dem wird bei kleinen anlässen der boden unter den füßen weggezogen.


    angenommen Avas mann vergisst ihren geburtstag, dann wäre das bestimmt für alle frauen schlimm aber für frauen, die sowieso schon sehr unsicher sind ob sie überhaupt geliebt werden, ist es noch viel schlimmer. und dann kommen eben die gedanken: aha, er liebt mich wohl nicht sonst hätte er nicht meinen geburtstag vergessen.


    oder eben: aha, ich bedeute ihm nicht viel, sonst würde er ja nach der operation bei mir sein wollen.


    ich finde nicht, dass diese kleinen dinge, die Ava so stören, völlig aus der luft gegriffen sind. ich verstehe es schon, dass sie sich in vielen situationen mehr zuwendung, mehr liebenswürdigkeit, mehr kommunikation wünscht.


    ich finde auch interessant, dass du diesen aspekt aufgreifst. ich habe hier im faden das gefühl, dass viele userinnen gerade den aspekt besonders ärgerlich finden, der bei ihnen selbst ein wunder punkt ist. diejenigen, die mit ihrem körperlichen selbstbewußtsein hadern, weisen fünfmal auf das sportstudio hin.


    und du findest besonders den aspekt, dass sie von ihrem mann mehr erwartet, so zentral.


    ich sehe es an sich genauso wie du, also dass Ava zu viel von ihrem mann erwartet. es kann nicht seine aufgabe sein ihr ein besseres körpergefühl zu "schenken".

    Zitat

    ...und zu 90% sind das eben Dinge,die für die meisten hier alles andere als selbstverständlich sind...siehe auch den Umgang mit der Ex...die meisten hier finden das eben nicht so durch und durch furchtbar wie Ava...trotzdem erwartet sie von ihrem Mann,dass er dementsprechend handelt und danach natürlich durch Gedankenlesen erkennt,WARUM sie ihn alleine mit Berlinern und Kaffee hocken lässt und schmollt (obwohl ER ja überhaupt nichts getan hat)..

    ich sehe es ein bißchen anders. ich denke schon, dass es in einer guten beziehung mit viel offenheit und zugewandtheit anders abgelaufen wäre. wenn einer einen ex-partner zufällig sieht, dann ist es doch naheligend, dass diese begegnung für das paar nicht ganz so unbedeutend ist wie die begegnung mit dem luftballonverkäufer am volksfest. es wird also so sein, dass der mann kurz an frühere zeiten erinnert wird, vielleicht tauchen irgendwelche emotionen für einen moment auf (alter ärger, ... was auch immer) und es wird wahrscheinlich auch so sein, dass die frau diese begegnung nicht vollkommen kalt lässt.


    in einer sehr offenen beziehung in der beide viel miteinander reden und sich austauschen wäre es wahrscheinlich so, dass man nachher über diese begegnung reden würde.


    also zb. wie war das für dich, dass du X wieder gesehen hast? war das ein komisches gefühl? oder dass der mann zur frau sagt: du hast ja gesehen, ich habe X getroffen und gegrüßt. du warst weiter vorne. wärst du lieber an meiner seite gewesen in diesem moment?


    oder irgend so etwas. das halte ich nicht für utopisch.


    und wenn einer sich zurückzieht und eine schnippische bemerkung macht, dann halte ich es auch nicht für utopisch, dass der andere nachfragt und fragt was los ist.

    @ Anonyme

    du sagst Avas verhalten spricht dagegen, dass die die aufzählung auch verinnerlicht hat.


    doch welches verhalten spricht dagegen?


    wenn sie die aufzählung nicht verinnerlicht hat, dann müsste das ja eigentlich heißen, dass sie innerlich oft fühlt,


    - dass andere frauen noch viel besser organisieren können wie sie, dass sie in wirklichkeit doch nicht ganz so gut kochen kann und backen können andere auch besser.


    - dass sie doch nicht so viel humor hat.


    - dass andere frauen gebildeter sind. schließlich hat sie kein abgeschlossenes studium wie andere frauen.


    - dass sie sich sprachlich doch nicht so gut ausdrücken kann. für eine kolumne in einer zeitschrift würde es nie reichen.


    - dass andere mütter in wirklichkeit doch besser mit ihren kindern umgehen können.


    usw.


    doch ist das so? welches verhalten deutet darauf hin?


    mein gefühl ist eher, dass sie diese vorzüge schon verinnerlicht hat nur dass die gefühlten defizite (ich bin nicht liebenswert genug, nicht begehrenswert genug, ich bin nicht weiblich genug, nicht sexy genug .. ) einfach so schwer wiegen.