• Seine Ex auf dem Volksfest getroffen

    Hallo! Auch wenn man mit 31 Jahren drüber stehen sollte...ist es blöd! :-/ Aber erstmal zu den Rahmenbedingungen: Wir sind seit 10 J zusammen, 8 J verh und haben zwei kleine Kinder. Seine Ex war die einzige Partnerin vor mir und somit seine erste Freundin. Sie waren 2,5J zusammen. 3 wochen nach dem sie sich getrennt haben, angeblich im gegenseitigen…
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    @ Erdnüsschen

    Nur die Ruhe. Zu einer richtigen, narzisstischen Persönlichkeitsstörung gehört dann wirklich am Ende die Diagnose eines Profis. Jeder Mensch ist narzisstisch veranlagt. Jeder zweifelt mal an sich und jeder sucht Selbstbestätigung. Und jeder versucht sich ein bisschen mit anderen zu vergleichen oder genießt es, wenn der eigene Freund einen bewundert. Das macht diese Störung ansich noch nicht aus. Der Hauptpunkt liegt darin, dass die Betroffene keine Kernidentität besitzt. Würde man ihr all ihre Fassaden nehmen, alle Möglichkeiten, sich über Kleidung/Körper/Koketterie auszudrücken, dann bliebe nichts übrig. Das ist der Knackpunkt. Da besteht noch ein wesentlicher Unterschied zwischen: Kernselbst mit sehr wenig Selbstbewusstsein versus Keinselbst mit Minderwertigkeitskomplexen und Masken.

    Ich kann auch sehr diese Seite empfehlen: Selbsthass.com/narzissmus


    Solange man sich in den Symptomen der Tabelle wiederfindet, kann es noch im Normbereich liegen. Die Symptome darunter werden dann schon etwas spezifischer. Wer sich darin genauso exakt wiederfindet, sollte über seine Form des Narzissmus besser mal nachdenken.

    @ Erdnüsschen

    Das Buch steht bei mir nicht zufällig rum - ich erkenne mich ebenfalls in vielen Mustern wieder und habe bereits eine Therapie hinter mir. Die klassische Kombi mit Bulimie trifft bei mir übrigens zu, wobei ich wiederum weniger Problem in Männerbeziehungen als in allen anderen (Kollegen, Freunde, Bekannte etc.) habe.


    Ich will jetzt nicht Avas Faden "missbrauchen", kann dir aber nur raten, dir Hilfe zu suchen, wenn du merkst, dass du dich in deinen Mustern verfängst.


    Ansonsten kann ich dir nur als Tipp geben, bestimmt Muster bewusst zu durchbrechen - wenn sie dir denn auffallen (was meist das größte Problem ist wie wir hier sehen ;-))


    Beispiel: Du merkst, dass du dich immer wieder für andere aufopferst und versuchst, es allen Recht zu machen. Dann zieh bewusst eine Grenze und sag einfach mal Nein, wenn du um etwas gebeten wirst. Im Prinzip kann man viele Dinge so angehen, eventuell sogar mit einem richtigen "Schlachtplan", auf dem du dir bestimmte Situation und dein Wunschverhalten notierst. Anfangs fühlt sich das oft etwas komisch an, vor allen Dingen, weil man oft nicht weiß, wie die eigentlichen Bedürfnisse eigentlich aussehen. Aber es ist erstaunlich, wenn man irgendwann merkt, dass sich die Welt trotzdem weiterdreht. ;-)

    Erdnüsschen: Der erste Schritt zu mehr Selbsbewußtsein bei mir war, mich selbst zu akzeptieren und mich zu lieben, so wie ich bin; mit allen "Makeln und Fehlern" (sofern man das überhaupt so nennen kann). Und das möglichst unabhängig von Reaktionen von anderen.

    @ Vijo

    Zitat

    Der erste Schritt zu mehr Selbsbewußtsein bei mir war, mich selbst zu akzeptieren und mich zu lieben, so wie ich bin; mit allen "Makeln und Fehlern" (sofern man das überhaupt so nennen kann). Und das möglichst unabhängig von Reaktionen von anderen.

    Nichts für ungut, aber ich könnte mir vorstellen, dass diese Aussage nicht zur Klärung beiträgt. ;-)


    Immer wenn mir sowas gesagt wurde, dann habe ich noch mehr Fragezeichen auf der Stirn gehabt. Es geht ja gerade darum, dass man nicht weiß, wie man anfängt sich mehr zu lieben... Und wenn man sich immer über andere definiert hat, dann weiß man gar nicht wie es anders funktionieren soll - oftmals merkt man ja nicht mal, wo der eigentliche "Denkfehler" liegt, weil es sich um Mechanismen handelt, die quasi automatisch ablaufen.

    Mir persönlich hat es sehr geholfen, durch Körpertraining langsam die Kontrolle und das Gefühl für meinen Körper wiederzufinden/aufzubauen. Das Training steigerte auch meine Beweglichkeit und mein allgemeines Wohlgefühl. Dieses Körperbewusstsein, eine permanente Reflektion eigener Gefühle, Gedanken, Vergangenem und diese intensive Arbeit an mir selbst, führten dann irgendwann zu einem Selbstbewusstsein. Selbst - bewusstsein. Sich seiner Selbst bewusst sein. Meines Erachtens ein wunderschönes, gut beschreibendes, präzises Wort.

    @ Emma_Peel:

    Vielleicht muss auch jeder für sich seinen eigenen Weg zum Selbstbewußtsein finden. Ich kann nur schildern, wie es bei mir war. Und auf die positive Resonanz von anderen (vor allem auf die von Partnern) zu bauen, hat mich manchesmal dermaßen frustriert, dass ich mich dann irgendwann mal auf mich, und nur auf mich konzentriert habe. Irgendwann kam ich dann zu dem Schluß, dass ich so schlecht gar nicht sein kann. Das war bei mir der erste Schritt zur eigenen Akzeptanz. Klingt jetzt simpler als es war. Dieser Weg war ziemlich tränenreich, ging aber für mich in die richtige Richtung.


    Dass meine Aussage nicht therapeutisch/psychologisch fundiert ist, ist mir klar. Aber vielleicht macht es der einen oder anderen Mut. @:)


    Ist aber jetzt Offtopic; sorry Ava01

    Ich finde mich in dem Narzißmus-link auch in vielen Punkten wieder. Glaubt ihr wirklich, dass man da raus kommen kann? Ich würd es so gerne schaffen, aber da ich schon 10 Jahre Therapie hinter mir habe und ich heute feststellen muss, dass das Grundproblem immer noch da ist, habe leider Zweifel...


    Bzw. ich frage mich, ob meine Therapeutin nicht so toll war?

    @ Erdnüsschen

    Zitat

    Also WIE macht man das, sein"Selbstbewusstsein" aufbauen?

    Dafür gibt es verschiedene Wege. Selbstbewußtsein heißt, sich selbst besser erkennen und sich der eigenen Persönlichkeit bewußt werden. Ich bevorzuge Meditationen. Andere Leute wollen mehr mit dem Kopf herangehen. Da empfehle ich Bücher von Gerhard Eggetsberger, die es zum kostenlosen freien Download gibt. Für die Steigerung des Selbstbewußtseins halte ich Charisma Training für einen guten Einstieg. Power für den ganzen Tag ist dann eher ein Sahnehäubchen.

    LAso bei dem Link:


    http://www.selbsthass.com/narziss.htm


    Foind ich mich in allen Punkten wieder.


    Dabei dachte ich bisher, ich sei vielleicht Borderlinerin...


    Falls ich irgendwann mal wieder zum Arzt darf (hab Schulden bei der KK-lange Geschichte-gehört hier auch nich her), mach ich das mit der Thera.

    @ Hessen

    Puh, jetzt hast du hier aber was losgetreten. ;-D

    @ traurig06

    Mach dich nicht verrückt. Nur weil ein paar Symptome passen, heißt das nicht, dass du eine ausgewachsene Persönlichkeitsstörung hast. :)*


    Wenn man Kopfschmerzen hat und die Smptome googelt, meint man auch schnell, einen Hirntumor zu haben. ;-)


    Was die Therapie betrifft: Wegen was warst du in Therapie? Hast du denn das Gefühl, dass dir die Therapie geholfen hat? Antwort muss ja nicht in diesem Faden erfolgen, aber du kannst das ja mal versuchen, für dich selbst herauszufinden. Beispielsweise könntest du die positiven Veränderungen ja mal auflisten.