Selber Schluss gemacht-trotzdem nicht loslassen können vomEx

    Hallo!


    Ich weiß nicht ob das normal ist, aber vielleicht kennt jemand von euch das ja und kann mir Tipps geben was ich machen soll.


    Also, die Sache ist die, dass ich vor knapp 4 Wochen mit meinem Freund Schluss gemacht habe - wir waren 13 Monate zusammen. Gründe dafür gab es verschiedene, zum einen hat er mich zu sehr eingeengt, mir die "Luft zum Atmen" genommen, obwohl ich ihm das mehrmals gesagt habe. Zum anderen war er nie in der Lage/gewollt mir kontra zu geben und somit seine eigene Meinung zu vertreten, da es ihm angeblich keine Probleme gemacht hat sich stets unterzuordnen - auch auf mein direktes Ansprechen dieses Problemes hin war ihm die Harmonie zwischen uns wichtiger, er ist weiterhin jedem Streit aus dem Weg gegangen, hat sich untergeordnet und das - wie sich später (also jetzt) herausstellte war doch nicht so postiv und unproblematisch wie er das dargestellt hat, sondern er hat sehr wohl (wie ich es immer gesagt hatte) darunter gelitten.


    Wie auch immer, jedenfalls lief die Beziehung schon 4 Wochen vor Ende nicht mehr gut, der ausschlaggebende Punkt war dann gekommen, als ich feststellte, dass ich schon begann, mich für andere Männer zu interessieren (Flirten halt, aber mehr nicht) und ich mich dann in meinen besten Freund verknallte, wo es dann auch zu einem ersten Kuss kam. Konsequenterweise hab ich dann Schluss gemacht, da ich ihm aber nicht noch mehr weh tun wollte als unbedingt nötig, hab ich das Ende dann eben mit den diversen Problemen begründet und die Tasache, dass ich mich in meinen besten Freund verknallt hatte, außen vor gelassen.


    Jetzt bin ich mit besagtem Freund auch 4 Wochen glücklich zusammen und eigentlich sollte alles prima sein - wenn ich nicht das Problem hätte, dass ich meinen Ex einfach nicht vergessen kann. Ich meine, ich weiß, dass die Beziehung keinen Sinn mehr hatte und vom Verstand her war es besser so - aber trotzdem bin ich so bescheuert immer noch Angst zu haben ob es wirklich richtig war Schluss zu machen, was gewesen wäre wenn nicht etc... Ich kann ihn einfach nicht vergessen, denke so oft an ihn, obwohl dabei jedes Mal wieder auskommt dass es bene nicht mehr "gepasst" hat, dass die große Liebe irgendwo weg war. Ich kann einfach nicht loslassen, obwohl ich doch so gerne wieder glücklich wäre! Kennt das einer von euch? Was soll ich bloß tun? Bitte helft mir :-(

  • 3 Antworten

    Einfach noch abwarten. Du gehörst wahrscheinlich zu den Frauen, die bei Entscheidungen von Ambivalenz geplagt werden, denn Entscheidungen bringen IMMER Verluste. Manche behelfen sich damit, dass sie grundsätzlich nur an das Negative denken, um nicht unsicher zu werden, aber das liegt nicht jedem. Mir auch nicht.


    Es reicht, wenn du einfach siehst, dass du nie alles haben kannst und dass es einfach auch ein Verlust ist. Akzeptier das, es dauert seine Zeit. Ich vermute mal, dass dein jetziger Freund ein eher gegensätzlicher Typ zu dem vorherigen ist, was dich einerseits gereizt hat, dir aber andererseits den Aspekt an deinem Ex, der dir ja auch noch gefallen hat, besonders deutlich macht.


    Aber wie gesagt, es ist eine Frage der Zeit und möglicherweise könnt ihr später mal, wenn ihr beide, aber besonders er, darüber hinweg seid, auf freundschaftlicher Basis miteinander umgehen und damit die "Rosinen" genießen.

    @ Monika65:

    Ich versuche ja, dann wenn ich wieder zu zweifeln anfange ("war es richtig? er war ja doch ein so lieber kerl" etc..) gerade an das Negative zu denken, also an die Gründe, die für mich zu der Trennung geführt haben! Nur komm ich mir dabei so vor, als wenn ich mir da dann selber was einreden würde, nicht, dass das so nicht stimmen würde (das negative), aber wir hatten ja schließlich auch schöne Zeiten...


    Ach es ist einfach so schwierig, ich tue mich genrell immer so schwer damit einen (früher) geliebten Menschen wirklich zu vergessen, egal ob er Schluss gemacht hat oder ich... Bei meinem vorletzten Ex ging das soweit, dass wir noch 2mal wieder was miteinander angefangen haben bis ich endgültig mal einen Schlussstrich gezogen habe, obwohl sich die Gründe, wieso wir bzw ich damals Schluss gemacht habe, nie geändert haben! Hab mich damals sehr schlecht gefühlt, da ich das Gefühl hatte, mit ihm zu spielen, durch das immer wieder neuanfangen und Schluss machen... Sowas will ich auf keinen Fall nochmal!!!


    Ja, mein neuer Freund ist so ziemlich das totale Gegenteil von meinem Ex, verkörpert somit das, was mir in der alten Beziehung immer gefehlt hat - Spontanität, ungezügelte Lebensfreude (nicht so "beherrscht"), Leidenschaft, er sagt immer was er denkt & vertritt das auch (kleiner Sturkopf *g*) und auch vom Aussehen ist er das totale Gegenteil! Dafür fehlen natürlich die Ruhe, die Gelassenheit und die "Vernunft", die ich an meinem Ex eben so geschätzt habe, er ist eben ein total anderer Mensch, so Bauchmensch eben und nicht Kopfmensch...


    Irgendwie hab ich echt ein Problem mit dem "Verlust", wie geht man denn mit sowas um?

    Das ist klar, das dein Freund durch seine Gegensätzlichkeit dir ins Auge springen lässt, was an deinem Ex gut war und dir jetzt fehlt. Ideal wäre eine Komination der beiden, seufz, man müsste sich einen Kerl backen können... Ich kenne das sehr gut.


    Mit Verlusten muss man so umgehen: Nicht ausweichen, wirklich trauern. Sich die miesen Gefühle und Tränen zugestehen, dann hörts irgendwann auf. Ganz generell gesprochen. Jetzt in diesem Fall würde ich es genauso halten - wenn du traurig bist, sei traurig, dann mach weiter und betrachte alles als Erfahrung. Du gehörst einfach zu den Leuten, die nicht gleich loslassen können, das musst du akzeptieren. Leichter wirds dadurch im Leben nicht, aber tiefsinniger. Es hat alles gute Seiten.


    Dein jetziger Freund muss auch nicht das Non-plus-ultra sein, vielleicht ist er nur der gewesen, der dir klar gemacht hat was dir fehlt und was du brauchst auf Dauer.