Ich kann mit dem dem Begriff Selbstliebe nicht viel anfangen. Ich mag mich so wie ich bin, aber ich würde nicht so weit gehen, das Selbstliebe zu nennen. :|N Das käme mir völlig übertrieben vor.


    So gesehen habe ich quasi eine Äquidistanz zu Selbstliebe und Opferrolle.


    Davon, die Verantwortung für das eigene Handlen und die eigenen Entscheidungen zu übernehmen, halte ich aber schon viel. Aber wie schon geschrieben wurde, finde ich auch, dass man aufpassen muss, dass man damit nicht das Fehlverhalten anderer kleinredet.

    Zitat

    ich empfinde dieses wort selbstliebe immer als unheimlich groß und mächtig... :-/


    für mich selber war es immer viel wichtiger selbstkritisch zu sein, sich selber, seine gefühle, sein handeln, die beziehungen zu reflektieren...

    Zustimmung.

    Zitat

    ich empfinde dieses wort selbstliebe immer als unheimlich groß und mächtig... :-/


    für mich selber war es immer viel wichtiger selbstkritisch zu sein, sich selber, seine gefühle, sein handeln, die beziehungen zu reflektieren...

    Ich musste erst lernen mich überhaupt selbst zu mögen. Kritik an mir beherrsche ich dagegen im Schlaf.

    Zitat

    Ich musste erst lernen mich überhaupt selbst zu mögen. Kritik an mir beherrsche ich dagegen im Schlaf.

    ;-D Da bist du wahrscheinlich nicht die einzige.


    Ich glaube bei mir war das mehr oder weniger immer ausgeglichen. ":/ Wobei ich den Selbstkritik-Anteil irgendwie viel wichtiger finde. Leute, die diese Eigenschaft vermissen lassen, finde ich relativ ungenießbar.

    Zitat

    Wobei ich den Selbstkritik-Anteil irgendwie viel wichtiger finde. Leute, die diese Eigenschaft vermissen lassen, finde ich relativ ungenießbar.

    Oh, das hält sich für mich die Waage. Ich finde Leute bei denen man die ganze Zeit aufpassen muss keine Grenze zu übertreten weil keine kommuniziert wird auch nicht viel einfacher zu handhaben. Liebenswürdiger oft schon, aber manchmal auch schon sehr sehr anstrengend.

    Hallo zusammen,


    ich melde mich leider nur kurz.


    Du Diskussion wird immer interessanter, und ich freue mich darüber, dass so viele ihre Ansichten und Ideen teilen! @:)


    Zur Zeit habe ich leider immer nur mal kurz und zufällig mobiles Internet oder W-Lan, da ich in Urlaub bin in einem asiatischen Land welches da noch etwas in der Entwicklung begriffen ist.




    Ich lese aber hie und da mal rein.


    Ein grundlegender Gedanke:

    Zitat

    Ich mag mich so wie ich bin, aber ich würde nicht so weit gehen, das Selbstliebe zu nennen. :|N Das käme mir völlig übertrieben vor.

    Zitat

    empfinde dieses wort selbstliebe immer als unheimlich groß und mächtig... :-/


    für mich selber war es immer viel wichtiger selbstkritisch zu sein, sich selber, seine gefühle, sein handeln, die beziehungen zu reflektieren...

    Wieso so wäre Selbstliebe denn "völlig übertrieben"?


    Ja, wem würde es denn reichen den Partner oder die Kinder "so zu mögen wie sie sind" bzw. "Liebe wäre übertrieben"?


    Aber sich selbst, den Menschen mit dem man zu 100% sein ganzes Leben verbringt soll man "nur mögen"?


    Warum? ???


    Ein Beispiel warum das oft fatal ist:


    Stellt euch vor ihr hat ein erwachsenes Kind.


    Dieses Kind steckt in einer Beziehung in der es schlecht behandelt wird (beschimpft/belogen/betrogen/geschlagen oder ähnliches).


    Ihr werdet als Eltern alles tun, um in Gesprächen diesm Menschen, den ihr sehr liebt bewusst zu machen, dass er diese schlechte Behandlung nicht verdient hat!


    Dass er, wenn er leidet gehen soll.


    Im oder ihr sagen, dass dies zwar erst mal hart sein wird,aber dass es besser ist weil er oder sie dies nicht verdient hat, und es Leute gibt die ihn oder sie wirklich lieben.


    Ihr werdet diesem Menschen - den ihr aus tiefstem Herzen liebt - auf jeden Fall versuchen bewusst zu machen, dass sich der Schmerz einer Trennung lohnt, weil es nicht in Ordnung ist wie der Partner ihn oder sie behandelt, dass dies schädlich ist.


    Was sagen aber viele Menschen sich selbst? Einen Menschen den sie "mögen und ganz okay finden" aber in den seltensten Fällen lieben?


    "Du hast auch Deinen Anteil daran!", "Du hast ihn sicher provoziert"!, "Die Frau mit der er mich betrügt, hat was was ich nicht habe!", "Ich habe es nicht besser verdient!"


    ...um nur mal ein paar fiktive Beispiele der "Selbstschelte" zu nennen.


    Würde Selbstliebe herrschen, wäre man so liebevoll zu sich und auch zu seinen eigenen Schwächen, wie man dies ist bei anderen Menschen die man liebt.


    Dies schließt weder Selbstreflexion (!) noch Weiterentwicklung aus.


    Liebe Grüße bzw. nout taapana yu!


    *:)

    Du bist so fixiert auf den Gedanken, dass man sich auf jeden Fall selbst lieben muss, damit man sich nicht schlecht behandeln lässt. Das stimmt aber nicht. Zumindest in meinem Fall reicht Mich-Mögen locker aus, damit ich mich nicht schlecht behandeln lasse.

    Zitat

    Würde Selbstliebe herrschen, wäre man so liebevoll zu sich und auch zu seinen eigenen Schwächen, wie man dies ist bei anderen Menschen die man liebt.

    Ich finde es höchst problematisch eine gute Behandlung der Menschen an Liebe fest zu machen. Lieben tut man nur sehr wenige Menschen. Gut behandeln sollte man dagegen ALLE Menschen. Also kann der Schlüssel zu einem guten und respektvollen Miteinander m.E. nicht die Liebe sein! Man muss jemanden nicht lieben, um ihn/sie gut zu behandeln. Und umgekehrt behandeln Menschen andere, die sie lt. eigener Aussage lieben, oft trotzdem schlecht. Das zeigt doch, das Liebe nicht der entscheidende Faktor ist.

    Zitat

    Urlaub bin in einem asiatischen Land welches da noch etwas in der Entwicklung begriffen ist.

    Dann hoffen wir alle hier; ich denke, da kann ich für viele sprechen, dass du dort gute Erholung findest und Selbstliebe en masse. Aber achte bitte dann am Zoll bei der Einfuhr, was du alles mitbringen darfst. Es kann ja sein, dass Selbstliebe-Creme im Gewicht beschränkt einzuführen ist.


    Ich bin gegen diese salbadernde Selbstliebe. Sie zerstört die Persönlichkeit. Da werden bei Therapien schlimme Fehler gemacht..(wenn du verstehst) Missionarsartige Feldzüge werden die Natur des Menschen lediglich kurzfristig außer Kraft setzen. Und das ist gut so. Es gibt Dinge die einfach gesagt einfach nur Blödsinn sind und da gehört bedingungslose Selbstliebe dazu. Zu einer gesunden Standortbestimmung gehört das gesamte Spektrum, was einen Menschen ausmacht. Und da gehört es auch dazu, dass man eine völlig vermurkste Therapie an sich selbst erkennt und bereit ist.. dies abzustellen und seine verbohrten Erkenntnisse zu überdenken.

    @ danae

    Zitat

    Ich glaub das eine ist die Grundlage für das andere. Man kann kein Egoist sein ohne sich selbst zu lieben/toll zufinden, aber man kann sich selbst lieben ohne ein Egoist zu sein. Ist das verständlicher?

    :)z Das bringt es gut auf den Punkt, was ich die ganze Zeit denke ;-D

    Zitat

    Das finde ich aber sehr schräg. Wenn sich in meinem Umfeld einfach gerade niemand befindet den ich liebenswert finde obwohl ich fähig bin zu lieben, dann mache ich doch niemandem etwas vor. ":/ ":/ Und für mein jetziges Gegenüber ist es am Ende egal ob ich irgendwen lieben kann und nur ihn oder sie ablehne oder ob ich gar nicht lieben kann. Diese Person liebe ich jedenfalls nicht.

    OK, ich hab mich wohl etwas blöd ausgedrückt. Ich mein es etwas anders. Aber ist jetzt auch wurscht. Mir ist das grad etwas mühselig, zumal eh jeder unterschiedliche Ansichten zu Liebe, Selbstliebe, sich mögen usw. hat. Ist ja nichts, womit man mit Fakten argumentieren könnte und ab da wird es dann schwierig auf einen Punkt zu kommen.

    Parvati


    Dann haben wir nur aneinander vorbeigeschrieben, sehr schön. ;-D ;-D ;-D ;-D


    Freeredbird

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    Dieses Kind steckt in einer Beziehung in der es schlecht behandelt wird (beschimpft/belogen/betrogen/geschlagen oder ähnliches).


    Ihr werdet als Eltern alles tun, um in Gesprächen diesm Menschen, den ihr sehr liebt bewusst zu machen, dass er diese schlechte Behandlung nicht verdient hat!


    Dass er, wenn er leidet gehen soll.

    Nö, würde ich nicht, hoffe ich jedenfalls. Das fände ich nämlich verdammt respektlos dem Kind gegenüber, welches ja offenbar kein kleines Kind mehr ist, denn es führt eine Beziehung. Ich würde mit meinem Kind reden, hören was es will, was es braucht und gucken ob ich was davon geben kann. Und dann gebe ich. Denn es ist das Leben meines Kindes und nicht meines und ich werde einen Teufel tun und versuchen es dazu zubringen das Leben zu leben das ich erstrebenswert fände. Denn meine Kinder sollen ja ihr Glück finden und nicht meines.


    Lola

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    Ich finde es höchst problematisch eine gute Behandlung der Menschen an Liebe fest zu machen. Lieben tut man nur sehr wenige Menschen. Gut behandeln sollte man dagegen ALLE Menschen. Also kann der Schlüssel zu einem guten und respektvollen Miteinander m.E. nicht die Liebe sein! Man muss jemanden nicht lieben, um ihn/sie gut zu behandeln. Und umgekehrt behandeln Menschen andere, die sie lt. eigener Aussage lieben, oft trotzdem schlecht. Das zeigt doch, das Liebe nicht der entscheidende Faktor ist.

    Auf den Punkt. :)^

    Zitat

    Nö, würde ich nicht, hoffe ich jedenfalls.

    Ich schon. 8-)

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    Zumindest in meinem Fall reicht Mich-Mögen locker aus, damit ich mich nicht schlecht behandeln lasse.

    Wo ist denn der Unterschied? Manche bezeichnen das wahrscheinlich einfach als Selbstliebe, was du mögen nennst, Selbstmögen gibt es eben nicht als Wort.

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    Man muss jemanden nicht lieben, um ihn/sie gut zu behandeln. Und umgekehrt behandeln Menschen andere, die sie lt. eigener Aussage lieben, oft trotzdem schlecht.

    Muss man nicht, aber es könnte helfen. Auch da wieder, was man so unter Liebe versteht, manche geizen mit diesem Wort, andere gehen sehr verschwenderisch damit um. Ich glaube sehr wohl, dass man andere so behandelt, wie man mit sich selbst umgeht, jedenfalls im Grundsatz. Was heißt den "gut behandeln"? Korrekt behandeln im Sinne von höflich ist ja schon manchmal nicht ganz einfach, aber gut behandeln?

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    Zumindest in meinem Fall reicht Mich-Mögen locker aus, damit ich mich nicht schlecht behandeln lasse.

    Wo ist denn der Unterschied? Manche bezeichnen das wahrscheinlich einfach als Selbstliebe, was du mögen nennst, Selbstmögen gibt es eben nicht als Wort.

    Ja, man könnte so argumentieren, dass meine Haltung als Selbstliebe eingestuft werden kann und soll. Wenn man Selbstliebe als "lässt sich nicht schlecht behandeln" definiert, dann könnte und müsste man mir Selbstliebe attestieren. Aber ich bleibe dabei: Mir ist dieser Begriff viel zu hoch gegriffen und ich würde den Satz "Ich liebe mich" nicht bejahen. Ich mag mich und das finde schon viel bzw. als genug und somit nicht steigerungsbedürfig.

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    Man muss jemanden nicht lieben, um ihn/sie gut zu behandeln. Und umgekehrt behandeln Menschen andere, die sie lt. eigener Aussage lieben, oft trotzdem schlecht.

    Muss man nicht, aber es könnte helfen. Auch da wieder, was man so unter Liebe versteht, manche geizen mit diesem Wort, andere gehen sehr verschwenderisch damit um.

    Ja, da ist sehr viel Wahres dran. :)z Vieles was bei manchen unter "Liebe" läuft, würde meine Ansprüche an "Liebe" nicht erfüllen.

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    Ich glaube sehr wohl, dass man andere so behandelt, wie man mit sich selbst umgeht, jedenfalls im Grundsatz.

    Ja, da stimme ich in der Tendenz auch zu. Wobei es schon auch oft vorkommt, dass Menschen andere schlechter ODER besser behandeln als sich selbst.

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    Was heißt den "gut behandeln"? Korrekt behandeln im Sinne von höflich ist ja schon manchmal nicht ganz einfach, aber gut behandeln?

    Unter "gut behandeln" verstehe ich respektvoll-Sein, nett sein, freundlich sein, dem anderen auf Augenhöhe begegnen, nicht betrügen, nicht hintergehen, keine schwerwiegenden Lügen auftischen. Sowas eben. Wobei das natürlich ein anzustrebendes Ideal ist. Kaum jemand lebt das durchgehend. Aber viele sind dem Ideal deutlich näher als andere.

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    Wenn man Selbstliebe als "lässt sich nicht schlecht behandeln" definiert, dann könnte und müsste man mir Selbstliebe attestieren.

    Ich verstehe darüber hinaus darunter, dass ich mit mir selbst einverstanden bin, in allen Aspekten. Ich würde es eher als Selbstakzeptanz bezeichnen, was für mich ein wesentlicher Anteil von Liebe generell ist, also eher das Gegenteil von Selbstkritik. Was nicht heißt, dass ich nicht weiß und sehe, wo meine Schwächen sind, über die Jahre kennt man sich ja dann doch ziemlich gut. 8-)

    ich habe übrigens bei selbstkritik nicht nur die negative kritik im kopf gehabt, sondern durchaus auch die positive!


    und dieses "das hast du nicht verdient" finde ich auch befremdlich!? willst du dich so behandeln lassen? warum lässt du dies und das mit dir machen? das frage ich, aber dieses "das hast du nicht verdient"?