Glaube es ist schwierig da einen passenden Mann zu finden. Man ist ja schliesslich auch im Alltag eingebunden. Ob es normal ist, dass mag ich nicht beurteilen. Ich hatte schon Fernbeziehungen, da war es absolut so, dass wir täglich Sex hatten an der Tagesordnung. Mit den Jahren ließ es bei ihm dann nach, ich hätte weiterhin gekonnt, er wollte aber nicht mehr so. Also das Verlangen nach diesem einen Menschen läßt bei mir nicht nach, es bleibt konstant. Und natürlich wird man dann unglücklich, wenn am Anfang und die ersten Jahre alles top war und mit mal merkt man, dass der Mann weniger Lust verspürt..aber anderen Frauen nach stiert und sich auch öfter mal lieber selbst befummelt, als mit einem zu schlafen. Dann kommt Streit auf, es fallen Sätze wie, man sei nicht mehr attraktiv bzw. interessant genug usw usw. und irgendwann ist das alles so zeredet, dass man tatsächlich selbst keine Lust mehr auf diesen Mensch hat.

    Ich habe ausnahmsweise mal nicht den ganzen Thread gelesen und hoffe, dass ich nichts widerhole, was andere schon sagten.


    Lass dir auch nichts von den anderen einreden von wegen Sucht oder so. Wenn du nach dem Orgasmus zufrieden bist und nicht irgendwie leer oder dein Leben sonstwie beeinträchtigt ist, ist es keine Sucht. Manche Leute haben eben einen höheren Sexdrive, andere einen niedrigeren. Nichts davon ist falsch oder richtig, man muss einfach schauen, dass man einen Partner findet, bei dem beide mit dem Niveau halbwegs zufrieden sein können. Oder andere Arrangements finden.


    Aus persönlicher Sicht kann ich sagen: Mir geht es ähnlich. Ich würde gerne viel mehr als meine Partnerin (so 5x die Woche) und unsere Beziehung leidet sehr darunter, dass wir da so unterschiedlich sind. Alle meine Gefühle sind genau wie die von dir beschriebenen. Das ging so weit, dass ich schon mehrfach darüber nachgedacht habe, Schluss zu machen. Bis jetzt habe ich es nicht getan, weil ich sie wirklich liebe und ich versuche halt mit dem auszukommen, was ich kriege. Man kann da ja auch kaum was erzwingen. Ich kann leider kaum hilfreiche Tipps geben, um die Situation mit dem Partner zu ändern. Sow ie du nicht weniger Lust haben kannst, kann er halt nicht mehr. Ist bei meiner Freundin auch so. Es ist wirklich eine persönliche Entscheidung, wie wichtig dir die Sache ist. Ich schwanke seit Jahren. Und ich habe das gleiche Problem wie du, dass nichtmal am Anfang der Beziehung darauf zu achten oder explizit zu fragen hilft, wiel am Anfang natürlich die Hormone explodieren und auch sie jeden Tag will. 3 Jahre später sieht das dann immer ganz anders aus.


    Aber wenn es dich und mich gibt, heißt das wohl, es gibt grundsätzlich solche Menschen. Sie sind nur etwas seltener als die eher durchschnittlichen 2 Mal die Woche.

    Ich finde schon, dass es ein wenig nach "kompensieren von etwas klingt". Und auch irgendwie... schematisch. Wenn JEDEN Abend die gemeinsame Nähe imBett zum Sex führen SOLL, dann macht mich das stutzig. Ich liebe diese Nähe zun Partner auch und liebe esn, meinen Partner/seinem Körper nahe zu sein. Aber wenn aus einem abendlichen Ankuscheln; dieser Näher; immer Sex werden muss: Puuh. Das klingt nach Zwang und Druck. Ist kein Kuscheln ohne Sex möglich? Müssen best. Körperteile beim Kuscheln ausgeklammert werden, weil Berürhung = Sexpflicht?


    Abgesehen von dem erwähnten Kompensationsaspekt frage ich mich, ob auch das ein "Denkfehler" liegt: Best. Körperteile = Sex GLEICH Kuscheln ohne Sex = Körperteile tabu? Ich meine, man kann sich auch intim berühren auf eine eher streichelnde, aber nichterotische Weise.


    Täglicher Sex und die Lust darauf ist das Eine. Die Unfähigkeit, nicht ohne Sex Kuscheln zu können, finde ich eher... bedenklich.

    Zitat

    Lass dir auch nichts von den anderen einreden von wegen Sucht oder so. Wenn du nach dem Orgasmus zufrieden bist und nicht irgendwie leer oder dein Leben sonstwie beeinträchtigt ist, ist es keine Sucht.

    Sehe ich auch so. Die TE kann auch ganz leicht selbst feststellen, ob und inwieweit sie süchtig ist oder nicht, sofern sie ehrlich zu sich ist. Sie muss es ja nicht hier im Forum tun.


    Zitat Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Abh%C3%A4ngigkeit_(Medizin)):


    Abhängigkeit (umgangssprachlich Sucht) bezeichnet in der Medizin das unabweisbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und zerstört die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Individuums.[1]...............

    Zitat

    Wenn JEDEN Abend die gemeinsame Nähe imBett zum Sex führen SOLL, dann macht mich das stutzig. Ich liebe diese Nähe zun Partner auch und liebe esn, meinen Partner/seinem Körper nahe zu sein. Aber wenn aus einem abendlichen Ankuscheln; dieser Näher; immer Sex werden muss: Puuh. Das klingt nach Zwang und Druck.

    sehe ich auch so, wenn Sex einen derart hohen Stellenwert einnimmt dann sollte man einen Partner suchen der in erster Linie diesbezüglich kompatibel ist......oder man führt eine polygame Beziehung.


    schwierig wird es wenn man eine klassische liebevolle Beziehung möchte und trotzdem ausnahmslos jeden Tag Sex auch nach 20 Jahren....einen Mann zu finden der alle Kriterien erfüllt stelle ich mir extrem schwierig vor, vor allem bist du doch auch nicht für Kompromisse bereit so wie ich das verstanden habe?


    zusätzlich muss man auch noch berücksichtigen dass der Testosteronspiegel im Alter beim Mann abnimmt, das heißt 1x täglich ist evtl. gar nicht immer möglich bis ins hohe Alter

    parazellnuss

    Zitat

    Also ich finde ja auch, dass Sex in weiten Teilen dieses Landes vollkommen überschätzt wird.

    Naja, es ist aber nicht selten, dass man hört, es sei die schönste Sache der Welt. Ich selbst konnte mit dieser Aussage so nie etwas anfangen, weil ich viele "Sachen" erlebe, die ich schön finde und genieße. Ich wüsste ja schon nicht, wie ich feststellen soll, welche die eine eihzige schönste Sache der Welt für mich ist, aber ich sehe darin auch keinen Sinn. Es ist ja nicht so, als wäre die eine schöne Sache ein Ersatz für die andere. Es gibt halt viele schöne Sachen. Dadurch ergibt sich auch automatisch, dass ich nicht nur auf die eine Sache fixiert bin, bzw. viele Dinge reizvoll finde bzw. mich berühren. Was aber, wenn jemand wirklich so empfindet und nur diese eine Sache als die schönste Sache für sich empfindet und das kein selbstproduziertes Problem ist (wäre ja auch möglich, wobei man sich da dann schon genau kennen muss, um es festzustellen)? So einfach ist es halt auch von außen nicht, die Problematik einzuschätzen.

    Sex ist nicht alles, aber...

    ...viel

    In etwa so würde ich deine Überschrift ergänzen.


    Ich bin inzwischen auch so weit, dass ich dem Sex grosse Bedeutung für eine gute Beziehung beimesse. Es hat einige Zeit gebraucht, bis ich mir das selbst zugestehen konnte. Anfangs dachte ich, Mensch ich bin doch kein Teenager mehr und es gibt doch noch andere wichtige Dinge in einer Beziehung als nur Sex... Gibt es, klar! Aber dass beide Teilnehmer der Partnerschaft die gleiche oder eine sehr ähnliche Auffassung bei Qualität und Quantität von Sex haben, ist eben auch sehr wichtig - beinahe unabdingbar! Bei zu grossen Differenzen kommt sonst auf die Dauer Frust auf, was sich auf die ganze Beziehung negativ auswirken kann.

    Zitat

    Wenn JEDEN Abend die gemeinsame Nähe imBett zum Sex führen SOLL, dann macht mich das stutzig. Ich liebe diese Nähe zun Partner auch und liebe esn, meinen Partner/seinem Körper nahe zu sein. Aber wenn aus einem abendlichen Ankuscheln; dieser Näher; immer Sex werden muss: Puuh. Das klingt nach Zwang und Druck.

    Die gemeinsame Nähe im Bett muss nicht zum Sex führen, weil es zwanghaft ist, sondern weil es sehr schön ist und die Zeit und der Ort sehr geeignet sind und weil es beide wollen. Das ist kein Muss, sondern ein Bedürfnis, wenn die Partner genauso fühlen ??bei meiner Frau und mir ist das seit über 30 Jahren so. ich kann mich nur an seltene Momente erinnern, wo es nicht so war: während des Wochenbettes meiner Frau oder während sehr seltener Dienstreisen- wenn ich meiner Frau sagen würde, dass ich keinen Sex mit ihr wünsche, wäre sie darüber keineswegs froh, andererseits kann ich mir auch nicht vorstellen, mit ihr keinen Sex haben zu wollen- das gab es bei mir noch nie??. Der Sex wirkt, sofern er befriedigend ist, entspannend, macht glücklich (Glückshormone werden ausgeschüttet), sorgt für angenehmen Schlaf, stärkt das Immunsystem und kann sogar die Heilung von Krankheiten beschleunigen helfen- das hat also neben dem wunderbaren Gefühl noch zahlreiche andere positive Nebenwirkungen. Leider hat der Sex durch Religion, Medien, prüde Erziehung bei zahlreichen Menschen einen negativen Touch, so dass er oft nicht richtig frei ist und nicht als freies Bedürfnis empfunden wird.

    Zitat

    Eine Beziehung hat viele Aspekte für mich und deshalb finde ich es ja so schade, dass es an dem einen scheiterte... Die Frage ist also vielleicht, ob ich grundsätzlich kompromissbereiter sein müsste in Beziehungen :-/

    tja... genau das ist doch die zentrale frage, wo du für dich mittelwege finden willst/könntest?


    ich habe eine ausgeprägte libido, mein kerl auch. jeder von uns dachte immer, dass es das größte wäre, wenn man jemanden an der seite hätte, der auch ständig lust hat... und wir haben beide festgestellt: vorsicht mit dem, was man sich wünscht ;-)


    wir haben ein wundervoll erfüllendes sexualleben, wobei es natürlich immer mal wieder kleine schieflagen gibt. mal bin ich diejenige, die ständig, immer und überall wollen würde, mal ist das er. mal passen die phasen zusammen, mal überschneiden sie sich, mal ist überhaupt keine übereinstimmung da.


    bei uns ist es allerdings so, dass so viel zwischen uns da ist, soviel nähe, vertrauen, innigkeit, dass es halt dann mal keine vögelei gibt, sondern fummelei, oder jeder für sich selber sorgt, oder eine mal kruz die sexuelle frustration erträgt (dauert ja nie lang ;-) )... aber insgesamt finden wir die erfüllung eben nicht schwerpunktmäßig in der sexuellen komponente der beziehung.


    klingt zwar seltsam: mach eine "kosten-nutzen-analyse" und frage dich, wo du eher abstriche machen könntest in der beziehung - weil ehrlicherweise habe ich nicht das gefühl, dass du ohne probleme ein passendes gegenstück findest?

    Komisch, ich hatte bislang immer mit meinen Freundinnen jeden Tag Sex. An freien Tagen dann auch gerne 3 oder 4 mal.


    Das ist weder ungewöhnlich noch besonders. Nur die Wünsche beider müssen eben übereinstimmen.


    Hattest du eben 2 mal den falschen Mann, und dein Ex war ein Arsch, weil er dir einreden wollte du wärst unnormal, weil er selber nicht oft genug einen hoch bekommen hat.


    Es gibt genug Männer, die dich liebend gerne jeden Tag 2 mal vögeln.