Ich bin ganz ehrlich, ich hätte auch keine Lust, auf einen Typen, dem ich immer gerecht werden und seinem sexuellen Verlangen nachkommen müsste. Das würde bei mir einen unterschwelligen Druck erzeugen und dadurch könnte ich mich nicht mehr auf "die schönste Nebensache der Welt" konzentrieren.


    Das würde bei mir das selbe Gefühl auslösen, wenn ich weiß, dass ich heut Abend nichts gekocht hab, mein Partner es aber erwartet und durch den Hunger genervt und "hungrig" ist ;-)!


    Ich finde es sehr traurig, dass du so viel erwartest, da nicht jeder Mensch das selbe Verlangen hat.


    Mein Freund und ich sind seit 5 Jahren zusammen und sind beide Mitte 20 und haben ca. 1-2 mal in der Woche Sex. Wir haben beide einen anstrengenden Job und auch noch andere Hobbies, sodass wir abends einfach ins Bett fallen und mein letzter Gedanke wäre manchmal Sex. Wenn ich dann noch wüsste, dass mein Freund neben mir liegt und ich es jetzt unbedingt mit ihm machen müsste, weil ich wüsste, dass er den ganzen nächsten Tag unbefriedigt durch die Gegend läuft, würde ich wirklich darunter leiden.


    Am Anfang einer Beziehung ist der Sex natürlich noch mehr, aber das flaut i.d.R. ab, was ich nicht schlimm finde, so lange man sich nicht gar nicht mehr anguckt, oder die sexuelle Anziehung verschwindet.


    Und ob es eine Sucht ist oder nicht, weiß ich nicht, jedoch brauchst du es ja scheinbar wie Essen und Trinken und bist sonst unzufrieden, deshalb finde ich es schon ein wenig bedenklich. Auf Dauer wirst du so keine glückliche Beziehung führen können.

    Schade, dass die TE nicht mehr schreibt. Mich hätte wirklich interessiert, ob körperliche Nähe wirklich automatisch in Sexverlangen "kippt". Bspw. auch dann, wenn es schon Sex gab am vormittag und man abends kuschelt.


    Ich argumentiere nicht gegen täglichen Sex. Aber mich macht stutzig, dass Nähe und Sex so unabdingbar miteinander verknüpft zu ein scheinen, dass Nähe ohne Sex nicht zu gehen scheint. Und das ist, perspektisch auf 20-30 Jahre gedacht, problematisch. Nie kuscheln zu KÖNNEN, weil Sex sein MUSS. Wir reden nicht von "kann", ich meine hier ein "muss" rauszulesen.

    @ Sunflower_73

    Ich bin nicht die TE und ich wünschte sie hätte noch ein bisschen weiter geschrieben. Ich glaube aber, dass ich sie versteht kann weil ich mich ähnlich fühle. Und bei mir ist es kein Zwang, jedes mal wenn ich zärtlich bin, Sex zu haben. Ich liebe es, Zärtlichkeiten auszutauschen, sogar an eigentlich sexuellen Stellen, ohne dass dabei mehr passiert. Und alle paar Mal mischt sich eben echte Erregung dazu, bei der es schön wäre, sie gemeinsam auszuleben.


    Genau wie bei anderen auch. Nur die Frequenz ist eben höher (vielleicht sogar von beidem?). Es gibt auch für mich ein zu viel. Mehr als zwei Mal jeden Tag wäre für mich jetzt auch zu viel.


    Die Frequenz unterscheidet sich eben je nach Menschen. Es wäre schön, wenn das nicht immer gleich so pathologisiert würde.

    DadeSwarn


    Ja, aber bei ihr las es sich so als wäre Kuscheln ohne Sex nicht denkbar. Sie hat sogar geschrieben das alles was der Partner sonst so tolles am Tag macht, dass alles was sie sonst anzieht, ebenfalls in sexuelle Lust umschlägt. Und das fände ich seltsam, wenn also jede Form von Zuneigung sich sexuell ausdrücken würde.

    Naja wenn man erstmal angesext ist, ist es natürlich anders. Wenn man erstmal ein paar Tage rattig war, dann wird natürlich alles sexuell. So entsteht ja der Konflikt in dem Beziehungen, wenn ein Partner die ganze Zeit Bock hat aber zurück gewiesen wird und der andere Partner unter Druck steht. Aber vielleicht meldet sich die ursprüngliche Autorin ja nochmal, vielleicht ist bei ihr doch alles anders.

    Dein Verlangen nach Sexualität ist ehr ungewöhnlich, oder besser gesagt eher männlich.


    Meine Erfahrungen gehen in die andere Richtung, dass die Freu nach einigern Jahren immer weniger (oder gar nicht mehr) will.


    Was ich auch nie verstehen konnte. Aber das hängt von so vielem ab.


    Täglich Sex zu haben wäre mir aber auch zu viel, die Masse dezimiert dann auch die Qualität.


    Ich kann aber dein Leiden nachvollziehen, denn auch ich habe das Problem nur umgekehrt und Monatelange Pausen.


    Aber eine Frau an meiner Seite die ständig Sex haben wollte, würde auch mich langfristig überfordern, ich denke das ist normal dass das auf Dauer nicht gut gehen kann.

    Zitat

    die Masse dezimiert dann auch die Qualität.

    Ich würde sagen, subjektiv gesehen ja. Es wird dann vielleicht zur Gewohnheit und ist mit den Jahren nicht mehr so speziell, obschon die Qualität immer noch die gleiche wäre. Allerdings: Nur deswegen auf häufigen Sex zu verzichten, sofern man wirklich häufig Lust hat, wäre dann ja auch irgendwie doof.

    Zitat

    Meine Erfahrungen gehen in die andere Richtung, dass die Freu nach einigern Jahren immer weniger (oder gar nicht mehr) will.


    Was ich auch nie verstehen konnte. Aber das hängt von so vielem ab.

    vielleicht ist das aber dem geschuldet (achtung: klischeeeeeeee!!!), dass für frauen meist erfüllender ist, wenn das drumherum stimmt, die stimmung gut ist und männer dann doch ein wenig triebgesteuerter sind?


    und ehrlich - wenn mein kerl zwar jeden tag sex wollen würde, ein schnelles "drüberrutschen" dann aber der standarsex wäre, würde meine lust am sex auch stetig sinken. wenn allerdings die erotik und leidenschaft im spiel bleiben, wird meine lust nicht weniger, sondern steigt sogar.