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    Täglich Sex zu haben wäre mir aber auch zu viel, die Masse dezimiert dann auch die Qualität.

    Es gibt keinen bedingten Zusammenhang zwischen Quantität und Qualität.

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    Meine Erfahrungen gehen in die andere Richtung, dass die Freu nach einigern Jahren immer weniger (oder gar nicht mehr) will.

    Ich vermute eher, dass das mit alltäglicher Langeweile und Gleichförmigkeit im Beziehungsalltag zu tun hat. Viele Frauen benötigen für ihre Libido auch ein entsprechendes Drumherum ...

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    Aber eine Frau an meiner Seite die ständig Sex haben wollte, würde auch mich langfristig überfordern, ich denke das ist normal dass das auf Dauer nicht gut gehen kann.

    Mich hat das bis dato nicht überfordert, ich finde das sogar sehr schön und ich denke, wenn man sein Leben in der Beziehung entsprechend gestaltet, dass es auch auf Dauer gut geht.


    Ich glaube, dass die Sexualität im Leben nicht alleine für sich betrachtet werden kann- da gehört viel mehr dazu- eben auch die gemeinsamen Erlebnisse, die Freude, das Lachen, die Ernährung, die Bewegung, die sonstige Lebensweise, die Einstellung zum Leben, die Fantasie, die Träume, die Wünsche, die Liebe ...


    Interessant wäre wohl das Warum?- warum lassen sich Menschen irgendwann so hängen?

    Meine Worte.... wenn ich jeden Tag Sex haben würde dann wäre es bald wie am Fließband, drüber rutschen und gut ist.....


    Ist das befriedigend? Selbst für mich wäre das nur eine Aufgabe die ich zu erfüllen hätte.


    Ob Frau es glaubt oder nicht auf es gibt auch Männer die auf Romantik und Erotik stehen und die langweiligen Standards Sex auch nicht wirklich dazu bringt Lust zu empfinden. Natürlich ist der Mann einfacher anzutriggern und natürlich muss ER sich mehr einfallen lassen als Sie ( zumindest in der Regel -Ausnahmen siehe oben )


    Bei der Sexualität dreht sich doch vieles über Begierde und Leidenschaft. Wenn ich jeden Tag ein Festmal habe, selbst wenn es jeden Tag anders angerichtet ist, hängt mir das irgendwann zum Halse raus.

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    wenn ich jeden Tag Sex haben würde dann wäre es bald wie am Fließband, drüber rutschen und gut ist.....

    Ich habe jeden Tag Sex- und es ist weder wie am Fließband noch ist es ein "rüber rutschen".

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    es gibt auch Männer die auf Romantik und Erotik stehen und die langweiligen Standards Sex

    Ob man Romantik und Erotik hat, ist nicht unbedingt davon abhängig, wie oft man Sex hat. Zudem sind die Vorstellungen von Romantik sehr unterschiedlich. Ich habe den ganzen Tag über Romantik und Erotik, wenn ich meine Frau küsse, drücke, streichle, berühre, massiere, wenn ich sie ansehe, sie spreche, mich mit ihr unterhalte (und ja, das tue ich auch beim Computerlesen und -schreiben) ... und wenn ich mit ihr was Schönes unternehme- das können Spaziergänge sein, das kann gemeinsames Einkaufen sein, das können gemeinsame Veranstaltungsbesuche von Theater, Kino, Konzerten, Sport, Kunstausstellungen, Aufführungen, ... sein. Es können interessante Gespräche auch mit unseren Kindern sein, selbst das gemeinsame Wäscheaufhängen oder gemeinsames Duschen oder Essen zubereiten kann etwas romantisch-erotisches haben ...

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    Bei der Sexualität dreht sich doch vieles über Begierde und Leidenschaft.

    Genau das ist eines der wesentlichen Punkte- wenn die Begierde und die Leidenschaft groß genug sind, ist auch täglicher Sex wunderbar.

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    Wenn ich jeden Tag ein Festmal habe, selbst wenn es jeden Tag anders angerichtet ist, hängt mir das irgendwann zum Halse raus.

    Ich mag es, jeden Tag ein Festmahl zu genießen, wenn es jedesmal sehr gut schmeckt- und nein, es hängt mir nicht zum Hals raus- warum auch? Und ich mag es, jeden Tag mein Essen zu genießen, anstatt schlechter schmeckende Kost zu mir zu nehmen um nur gelegentlich genießen zu können. Ich genieße täglich.

    Die Männer, wo auf der Überholspur leben "ich verwirkliche mich täglich geistig 14 Stunden im Büro, verwirkliche mich dann täglich 2 Stunden körperlich im Fitness-Studio, und verwirkliche mich dann seelisch noch 1 Stunde im Bett - und die restlichen 7 Stunden gehen für Garten-Arbeit drauf- geschlafen wird erst am Donnerstag" - die sind kein Maßstab. "Täglich Sex" ist langfristig unrealistisch, jedenfalls für eine Person die "noch was anderes ummen Hals hat"

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    "Täglich Sex" ist langfristig unrealistisch, jedenfalls für eine Person die "noch was anderes ummen Hals hat"

    Naja, man kann Sex aber durchaus auch als Hobby sehen, das beide Partner gerne miteinander ausüben. So lässt sich durchaus ganz nett Zeit miteinander verbringen und körperlich aktiv ist man dabei ja auch ;-D

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    "Täglich Sex" ist langfristig unrealistisch, jedenfalls für eine Person die "noch was anderes ummen Hals hat"

    Dann lebe ich schon seit über 30 Jahren "unrealistisch"- ich habe einen Vollzeitjob, genauso wie meine Frau, habe noch viele Kinder und ein sportliches Hobby (das ich auch mit meiner Frau teile). Wie man seine tägliche Zeit nutzt, ist überwiegend eine organisatorische Angelegenheit der Person und noch mehr eine Frage der Prioritätensetzung in vielerlei Hinsicht ...

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    Naja, man kann Sex aber durchaus auch als Hobby sehen, das beide Partner gerne miteinander ausüben. So lässt sich durchaus ganz nett Zeit miteinander verbringen und körperlich aktiv ist man dabei ja auch

    :)^ So ist es ...

    Ach lieber Sensibelman...


    Wenn Du einen Vollzeitjob hast, obwohl Du den ganzen Tag über Romantik und Erotik, wenn Du Deine Frau küssst, drückst, streichelst, berührst, massierst, wenn Du sie ansiehst, sie sprichst, Dich mit ihr unterhältst, dann ist diese Konstellation eine, sprich mir langsam nach, totale AUSNAHME.


    Leute, die jeden Tag je 1 Stunde zur Arbeit und zurück fahren, wonöglich nach ner Nachtschicht übermüdet im morgendlichen Stau stehen, Stress auf der Arbeit haben, als Personal im Krankenhaus dermaßen ausgequetscht werden, dass die zuhause garantiert nicht mehr an Sex denken, DAS ist der "Normal-"Zustand.

    Etwas OT:

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    Leute, die jeden Tag je 1 Stunde zur Arbeit und zurück fahren, wonöglich nach ner Nachtschicht übermüdet im morgendlichen Stau stehen

    Diese Situation ist mehr oder weniger selbst gewählt. (sicherlich auch massiver kommunalpolitischer Fehlentscheidungen geschuldet- Urbanisierung, die auf Autoverkehr aufbaut ist sowas von falsch)


    Ich stehe nie im Stau, weil ich so gut wie nie Auto fahre. Und zur Arbeit fahre ich 15 min. mit dem Fahrrad- das ist nicht nur Fortbewegung, sondern auch gleichzeitig Fitness- dadurch, dass ich die meisten Unternehmungen zu Fuß oder per Fahrrad unternehme, kann ich mir auch gleich den Gang zum Fitnessstudio sparen.

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    Stress auf der Arbeit haben,

    Stress hat man nicht, sondern den verschafft man sich oder lässt ihn sich aufbürden. Und wenn die Arbeit zu anstrengend wird (und das in einer Zeit, wo die Arbeitsproduktivität wesentlich höher als vor 100 Jahren ist), dann läuft etwas ganz schief- da wird auf Kosten der Arbeitskraft gespart (bereichern können sich dadurch andere). Ausgelaugte Arbeitskräfte verringern ihre Arbeitsqualität, ihre Arbeitseffizienz und erhöhen die Fehlerwahrscheinlichkeit- letztlich ist die Sparvariante nur virtuell. Es müssten mehr Menschen eingestellt werden.


    Und ja, Nachtschichten kenne ich auch ...

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    DAS ist der "Normal-"Zustand.

    Man macht etwas falsch, wenn man das als "Normalzustand" akzeptiert. Wenn der wissenschaftlich technische Fortschritt nicht bei den Menschen ankommt, wenn er dadurch keine wesentliche Verbesserung seiner Lebensqualität erfährt (nein, da is nicht die Zahl an Konsummöglichkeiten entscheidend- das ist eher ein Trostpflaster, viel wesentlicher ist die Vermeidung von physischen und psychischen unerwünschten Stresses und mehr freiere Zeit) ist das verdammter Mist.


    Warum werden Menschen so gestresst? Weil es so funktioniert ... ":/