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    Um diese Aussage korrekt in die aktuelle Diskussion einordnen zu können, müsste man jetzt wissen, ob du schon mal in deinem Leben Sex gehabt hast, denn es ging ja auf den letzten Seiten um das Argument Prostitution für Menschen, die ansonsten im ihrem Leben keine Chance auf sexuelle Erfahrungen haben.

    Ich wage aber ganz stark zu bezweifeln, dass das ganze Gewerbe von Menschen lebt, die im Leben keine Chance auf sexuelle Erfahrungen haben. Und natürlich gibt es immer für alles Ausnahmen, die lobenswert sind und die Du erwähnst.


    Aber der TE hatte ja sexuelle Erfahrungen, sogar eine Beziehung und rechnet damit, mal wieder eine zu haben. Ich zähle ihn also irgendwie nicht zu den Menschen, die Du meinst, sondern die mal eine sexuelle Durststrecke erleben weil es eben nicht gleich funktioniert mit der neuen Partnerin.


    Und um Deine Frage zu beantworten: Ich habe schon beides erlebt, tolle Zeiten in dieser Hinsicht, und magere. So ist das Leben. Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass es immer mehr zum Standard wird, in seinem Leben ständig Sex zu haben, aber bitte auch erfüllend, ausgefallen, mit einer Frau, die aussieht wie dem letzten Youtubefilmchen entsprungen und bitte auch Studentin ist (warum eigentlich immer Studentin ???, ist das irgendwie besser als die Altenpflegerin, die sich was dazu verdienen will? Gibts da noch Lesungen gratis dazu? ]:D ). Durch die dauerhafte Berieselung mit diesem Thema denkt jeder gleich, er wäre von der Welt abgeschnitten, wenn es mal ein Weilchen nicht so gut läuft. Aber auch diese Diskussion führt hier zu weit ;-)

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    Und um Deine Frage zu beantworten: Ich habe schon beides erlebt, tolle Zeiten in dieser Hinsicht, und magere. So ist das Leben.

    Dann reden Du und die User, die sich auf den letzten Seiten pro Prostitution gemeldet hatten, aber völlig aneinander vorbei, weil ihr von total verschiedenen Grundvoraussetzungen ausgeht. Bevor die Diskussion sich im Kreis dreht, wollte ich nur darauf hinweisen, um Missverständnissen vorzubeugen.

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    warum eigentlich immer Studentin ???, ist das irgendwie besser als die Altenpflegerin, die sich was dazu verdienen will? Gibts da noch Lesungen gratis dazu?

    Das ist nach meinen Beobachtungen in der Praxis aus dem Grund so, weil eine Studentin viel weniger Geld zum Leben hat als eine Altenpflegerin und Not macht erfinderisch. Siehe den aktuellen Faden hier im Forum:


    http://www.med1.de/Forum/Cafe/740365/


    Vielen Menschen ist das nicht bewusst, aber Studenten leben ganz häufig weit unter dem Existenzminimum und besonders in den Universitätsstädten sind die Arbeitsstellen für Studenten natürlich extrem knapp und reichen kaum aus, den Bedarf annähernd zu decken.

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    Das ist nach meinen Beobachtungen in der Praxis aus dem Grund so, weil eine Studentin viel weniger Geld zum Leben hat als eine Altenpflegerin und Not macht erfinderisch.

    Ich möchte hier mal eine meiner Grundsatzannahmen einbringen: Es wird fast nirgends so viel gelogen wie wenn es um Sex geht. ;-D


    d.h. nicht jede Studentin die sich mit Prostitution was dazu verdient ist auch eine Studentin. ;-)


    Mit diesen Studentinnen wird eben eine Phantasie bedient die wohl viele Männer zu haben scheinen und daraus resultiert dass es eben recht viele Studentinnen in dem Gewerbe gibt.

    Man kann bei einer (echten ;-D ) Studentin halt davon ausgehen, dass folgende Annahmen ziemlich sicher zutreffen:


    - Ist 20-25.


    - Spricht gut deutsch.


    - Hat einen IQ über 100.


    - Macht das Ganze freiwillig.

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    Ich bin überzeugt davon, dass man diese Probleme auf lange Sicht nur dann anpacken kann (ganz ausmerzen wird man es wohl nie können, weil manche Menschen nun mal zu ziemlich krankem Scheiß fähig sind), wenn man aufhört das Gewerbe zu einem Dasein im Halbdunkel zu Zwingen.

    Ja, das war die Theorie der Legalisation. Fand ich auch gut damals. In der Realität ist aber genau das Gegenteil eingetroffen und seitdem steigt der Menschenhandel permanent. Ich kann am Handy grad nicht die Quelle dazu liefern.


    Und zwar anders als in den Ländern, in denen Prostitution verboten ist.


    Gut gedacht, schlecht gemacht. Der Bedarf wird ganz einfach nicht ausreichend gedeckt durch die legalen Musterbetriebe.


    Und was diese Sichtweise mit moralischem Überlegenheitsgefühl zu tun hat, das wüsste ich gerne

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    Das ist nach meinen Beobachtungen in der Praxis aus dem Grund so, weil eine Studentin viel weniger Geld zum Leben hat als eine Altenpflegerin und Not macht erfinderisch. Siehe den aktuellen Faden hier im Forum:


    http://www.med1.de/Forum/Cafe/740365/


    Vielen Menschen ist das nicht bewusst, aber Studenten leben ganz häufig weit unter dem Existenzminimum und besonders in den Universitätsstädten sind die Arbeitsstellen für Studenten natürlich extrem knapp und reichen kaum aus, den Bedarf annähernd zu decken.

    Zwei letzte Anmerkungen von mir dazu: Als Studentin habe ich Bafög bekommen und zusätzlich an der Uni/im Supermarkt/im Cafe gejobbt. Klar waren das keine Reichtümer, aber unterhalb des Existenzminimums bewegen sich die meisten Studenten definitiv nicht, jedenfalls nicht die, die ich kennengelernt habe.


    Die Dame des zitierten Threads hat jetzt Schwierigkeiten zu erklären, woher das Geld kommt, was sie angelegt hat. Es ging daher darum, mehr zu haben als der übliche Student, nicht um das Existenzminimum. Ist ja auch völlig ok, wenn sie dafür ihren Körper hergeben kann, kann sie das gern tun, ich hätte es niemals gekonnt.

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    nicht jede Studentin die sich mit Prostitution was dazu verdient ist auch eine Studentin. ;-)


    Mit diesen Studentinnen wird eben eine Phantasie bedient die wohl viele Männer zu haben scheinen und daraus resultiert dass es eben recht viele Studentinnen in dem Gewerbe gibt.

    Das wird es sein.... ;-) . Aber diese Diskussion ist wieder ein Beispiel dafür, wie gern diese Thematik irgendwie .... verniedlicht wird. Da ist der Freier plötzlich jemand, der im Grunde unser Bildungssystem unterstützt, weil die armen Mädels ja sonst nicht studieren könnten und hungern müssten. So, und jetzt halte ich die Klappe ;-D .

    @ Süntje

    Ich vermute dass hierzulande das solche Ausmaße angenommen hat mit der Sexindustrie hängt zum Teil auch damit zusammen dass Prostitution eben im Ausland verboten ist und damit ein regelrechter Sextourismus nach Deutschland stattfindet.


    Um den Menschenhandel einzudämmen müssten wohl die Gesetze die Prostitution regeln noch etwas novelliert werden und eben entsprechend auch durchgesetzt werden.


    Solange sich mit solchen illegalen Machenschaften leicht und viel Geld verdienen lässt wird das nicht aufhören.

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    Ich möchte hier mal eine meiner Grundsatzannahmen einbringen: Es wird fast nirgends so viel gelogen wie wenn es um Sex geht. ;-D


    d.h. nicht jede Studentin die sich mit Prostitution was dazu verdient ist auch eine Studentin. ;-)


    Mit diesen Studentinnen wird eben eine Phantasie bedient die wohl viele Männer zu haben scheinen und daraus resultiert dass es eben recht viele Studentinnen in dem Gewerbe gibt.

    Das ist schon klar. Es wird Deutschlandweit lediglich ein kleiner mini Anteil von Studentinnen unter den Sexarbeiterinnen sein, aber im Umkreis von Universitätsstädten gibt es eben ein paar, die da machen möchten und die haben auch ihre Rechte.


    Es muss auch nicht ausschließlich um den direkten Sexualverkehr gehen, eine ehemalige Kommilitonin von mir arbeitet in einem Club am Empfang und wurde auch dort deutlich besser bezahlt als in einer vergleichbaren Stelle in der Gastronomie und die Arbeitszeiten waren besser.


    Deswegen habe ich den aktuellen Faden als Beispiel dafür verlinkt.

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    Zwei letzte Anmerkungen von mir dazu: Als Studentin habe ich Bafög bekommen und zusätzlich an der Uni/im Supermarkt/im Cafe gejobbt. Klar waren das keine Reichtümer, aber unterhalb des Existenzminimums bewegen sich die meisten Studenten definitiv nicht, jedenfalls nicht die, die ich kennengelernt habe.

    Mehr als die Hälfte leben unterhalb des Existenzminimums.


    Dazu aktuell:


    https://www.merkur.de/leben/geld/schock-ueber-haelfte-studenten-lebt-existenzminimum-zr-7933473.html

    Zitat

    Der Bedarf wird ganz einfach nicht ausreichend gedeckt durch die legalen Musterbetriebe.

    Was mitunter auch daran liegen mag, das den Herrn der Schöpfung die Dienste einer deutschen Dame die das freiwillig macht zu teuer sind, bzw. die Damen recht hohe Preise haben. Das ist zwar vollkommen in Ordnung, schließlich verkaufen sie ihren Körper und nicht nur Fischbrötchen, aber das führt dazu das osteuropäische Damen sich sagen, ich gehe nach Deutschland, da verdiene ich mit einem Kunden mehr als mit 5 zuhause, und bin trotzdem billiger als die Konkurrenz und habe dadurch genug Kunden.


    Dass dann kriminelle Geschäftemacher die Situation ausnutzen und viele Frauen unter Zwang zur Arbeit nach Deutschland bringen ist nichts anderes, als die Discounter die ihre Marktmacht ausnutzen und die Milch und Fleischproduzenten zwingen ihre Erzeugnisse zu vordiktierten Preisen abzugeben.

    Zitat

    Was dann daran trotzdem besser sein soll als an Selbstbefriedigung muss mir einmal jemand erklären. Ich würde jedenfalls einen hübschen Vibrator immer einem unenagierten Callboy vorziehen. Kann sein, dass ich mit der Meinung alleine bin :-D.

    Bist du sicher nicht, Menschen empfinden in ihrer Sexualität ja individuell auch sehr verschieden.


    Von mir selbst kann ich sagen, dass Selbstbefriedigung durchaus eine Lösung ist. Zumindest eine gewisse Zeit lang. Während und kurz nach meiner letzten Trennung war ich ein gutes halbes Jahr enthaltsam und es war irgendwann die Hölle, ich war wirklich kurz davor irgendwen x-beliebigen anzuspringen, nur um mal wieder Vögeln zu können. Naja, mit meinem Sexdate hatte ich dann unerwartet großes Glück und es hat nicht nur im Bett gepasst ]:D x:)


    Ich denke auch, dass Frauen es, sofern gewollt, im Bedarfsfall leichter haben an unverbindlichen Sex zu kommen, als Männer. Sonst gäbe es das Geschäftsmodell der Prostitution ja gar nicht.

    Zitat

    Da ist der Freier plötzlich jemand, der im Grunde unser Bildungssystem unterstützt, weil die armen Mädels ja sonst nicht studieren könnten und hungern müssten.

    Deswegen würde ich bei einem Besuch bei einer solchen Dame auch unbedingt eine Asuwahl von Fachbüchern mitnehmen. ;-D

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    Ja, das war die Theorie der Legalisation. Fand ich auch gut damals. In der Realität ist aber genau das Gegenteil eingetroffen und seitdem steigt der Menschenhandel permanent. Ich kann am Handy grad nicht die Quelle dazu liefern.

    Wäre aber mal interessant, denn laut BKA-Lagebericht sind Strafverfahren wegen Menschenhandels seit 2012 stetig am Fallen. Auch das Institut für Menschenrechte orientiert sich an diesen Zahlen, sagt aber gleichzeitig: "Belastbare Zahlen über das Ausmaß von Menschenhandel liegen weder national noch international vor.//". Zu Relationen von Deutschland zu anderen Ländern und Korrelationen zur Legalität von Prostitution finde ich tatsächlich gar nichts.


    Da frage ich mich, welche anderen statistischen belastbaren Größen herangezogen werden, die einen permanenten Anstieg des Menschenhandels hergeben.


    Das nur am Rande, es ändert für den Fragesteller nichts direkt.

    aber die Strafverfahren bilden ja nur das Hellbild ab.


    Ich kann natürlich auch keine Quelle mit genauen Dunkelzifferzahlen nennen.


    Ich suche nachher noch weiter, dies hab ich auf die Schnelle gefunden:

    Zitat

    https://www.uni-heidelberg.de/presse/news2013/pm20130527_prostitution.html

    Zitat

    Ich vermute dass hierzulande das solche Ausmaße angenommen hat mit der Sexindustrie hängt zum Teil auch damit zusammen dass Prostitution eben im Ausland verboten ist und damit ein regelrechter Sextourismus nach Deutschland stattfindet.


    Um den Menschenhandel einzudämmen müssten wohl die Gesetze die Prostitution regeln noch etwas novelliert werden und eben entsprechend auch durchgesetzt werden.


    Solange sich mit solchen illegalen Machenschaften leicht und viel Geld verdienen lässt wird das nicht aufhören.

    Ist das denn wirklich so? Ich habe vom Milieu echt keine Ahnung, aber ich weiß doch noch, dass Leute aus D zu hunderten nach Polen gefahren sind, z.B. von Berlin aus und gleich hinter der Grenze die Mädels auch zu hunderten standen.


    In welchem an Deutschland angrenzenden Ausland ist Prostitution verboten?

    Zitat

    In welchem an Deutschland angrenzenden Ausland ist Prostitution verboten?

    Hier ein Wikipediaartikel wie die gesetzliche Lage weltweit ist.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Prostitution_nach_L%C3%A4ndern


    Naja ob Prostitution in einem Land verboten ist oder nicht spielt zwecks dem Verbreitungsgrad nur teilweise eine Rolle - siehe bekanntestes Beispiel Thailand. Offiziell ist es dort auch verboten - wird halt von den Behörden geduldet.


    Der Nachteil wenn es verboten ist, dass man damit Frauen und Freier in die Illigalität zwingt. Ob teilweise Verbote/Strafen nur für Freier das Problem lösen, glaub ich persönlich nicht bzw. es führt zu Verdrängung in Nachbarländer usw.


    Auch kann man bei Illigalität andere Themen schwierig regeln weil man ja nicht auf gesetzwidrigen Verhalten aufbauen kann. Dies war ja auch ein Hauptargument bei der Legalisierung in Deutschland, dass damit z.B. Behörden etc. dieses Thema auch regeln können und die Rechte der dort tätigen Frauen gestärkt werden. Das es Missstände gibt, keine Frage aber die kann man angehen, was auch teilweise gemacht (siehe Prostituiertenschutzgesetz) bzw. versucht wird. Das es nicht schneller damit geht, liegt vermutlich auch daran, dass es keine Lobby / Interessenverbände gibt, die dem Thema entsprechend Wichtigkeit verschaffen.